Prioritäten – Predigt
Was hat für uns Priorität? Was sagt Jesus dazu und wie können wir das leben? Damit beschäftigte sich Dr. Christoph Benke in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark am 13. Sonntag im Jahreskreis (28.06.2026).
Wenn in einem Bereich des öffentlichen Lebens ein Missstand zu Tage tritt, wird eine verantwortliche Person vor das Mikrofon gebeten und um eine Stellungnahme ersucht. Vermutlich bekräftigt diese Person dann, dass die Beseitigung des Problems „oberste Priorität“ hat. Das – und nichts Anderes! – hat jetzt Vorrang und steht ganz oben auf der Liste.
Auch wir sind im Kleinen und im Großen gefordert, Prioritäten zu setzen. In der Unübersichtlichkeit, aber nicht nur dann, braucht es Entscheidungen, was zuerst drankommt.
Das Evangelium erinnert sehr drastisch, was – oder besser: Wer – für uns den Vorrang haben muss: Christus. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. (Mt 10,37) Gewiss: Das sagt Jesus zu seiner engsten Umgebung, zu den Aposteln. Aber in gewisser Hinsicht gilt das Jesuswort auch für uns alle. Gott ist die Mitte, er ist Ausgangspunkt und Ziel. Alles, was uns wichtig ist, alle Menschen, die wir lieben – wir sollten sie mit dem dreifaltigen Gott in Verbindung bringen. Das bedeutet, Menschen und Dinge nicht zu vergöttern, sondern sie dankbar zu nehmen und sie in Gott zu lieben.
So müsste unsere Prioritätenliste ausschauen. Daran müssen wir uns immer wieder erinnern. Das würde mit sich bringen, von den Dingen, von der Welt und von den Liebsten auch Abschied nehmen zu können. Wir würden dann alles in Gott wiederfinden, weil wir es zuvor in und mit Gott liebten.

Pete Linforth auf Pixabay
Dimitris Vetsikas | Pixabay
succo | Pixabay
652234 | Pixabay
Alexa | Pixabay
www.pixabay.com
www.pixabay.com
Umkreisel-App | Pixabay
Melanie auf Pixabay