Wenn das Arbeitsjahr zu Ende geht, die Schulaktivitäten in die Zielgerade biegen, wenn die Ferien, der Urlaub und der Sommer generell vor der Türe stehen, dann ist es Zeit für unser traditionelles Fest im Park – heuer ganz im Zeichen der Fußball-WM.
Der Ablauf ist faktisch immer gleich: Wir starteten auch dieses Mal mit der Eucharistiefeier im Freien. Sie feierte Pfarrer Martin gemeinsam mit dem äthiopischen Pater Mulugeta, unterstützt von Diakon Arthur und 10 Ministrantinnen und Ministranten. In seiner Predigt outete sich Pfarrer Martin als Fan der afrikanischen Teams, dann auch von Österreichs Nationalmannschaft. Aber eigentlich helfe er immer zum schwächeren Team. Wir alle waren eingeladen auf Fußballtrikots in Miniatur-Format zu schreiben, welche Stärke/Talente wir in unser Pfarrteam und Gemeindeteam einbringen. Über 100 „Team-Spieler*innen nannten Stärken wie „ministrieren“, „backen fürs Pfarrcafe“, „beten“, „dankbar sein“, „musizieren“ und vieles mehr. So wurde deutlich, dass wir als Team und mit Gott als Trainer erfolgreich sind.
Nach der Heiligen Messe, die u.a. auch von den „Happy Voices“ musikalisch geprägt war, folgten das „Pfarrcafé unter den Bäumen“, die sportlichen Stationen für Kinder und Jugendliche, natürlich mit dem Fußball im Mittelpunkt, das gemeinsame Mittagessen und die weiteren Sportbewerbe. Es wurde mit dem Ball gekickt, gedribbelt und geschossen. Es wurde aber auch viel geplaudert und man hatte den Eindruck, dass das heiße Sommerwetter im Schatten für alle gut zu ertragen war. Die abschließende Siegerehrung, auch fürs Schätzspiel, die ich wieder mit Freude moderieren durfte, stand am Ende eines gelungenen Tages in der Jugendsportanlage im Auer-Welsbach-Park.
Ein großes Dankeschön gilt allen, die an der Umsetzung mitgeholfen haben und es waren sehr viele.
Freuen wir uns auf einen schönen Sommer, auf ereignisreiche Ferien, auf einen erholsamen Urlaub und auf die Fortsetzung unseres Festes im Park im nächsten Jahr.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2026/06/Hl.-Messe-Sportfest.jpg10671600Erwin Gruberhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngErwin Gruber2026-06-22 07:14:042026-06-23 08:56:49Fest im Park – 21.06.2026
Was haben die Schrifttexte dieses Sonntags mit den Kirchenpatronen der Kirche von Schönbrunn-Vorpark und der Pfarre Hildegard Burjan zu tun? Damit befasste sich P. Clemens Pilar COp in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark am 11. Sonntag im Kirchenjahr (14.06.2026). Und welche befreiende Botschaft können wir in Texten entdecken, die auf den ersten Blick vielleicht unverständlich oder veraltet anmuten?
Wenn ich mich für eine Sonntagspredigt vorbereite, finde ich es immer interessant, aus den drei vorgelegten Texten das verbindende Thema zu erschließen, bzw. die Wurzel in diesem Dreiklang zu entdecken. Für diese hl. Messe wurde es für mich noch spannender, da wir es nicht nur mit drei Texten zu tun haben, sondern auch mit drei Festgedanken. Zusätzlich zur Auferstehungsfeier des Sonntags wollen wir noch die beiden Patronate für diese Kirche mitbedenken, das unbefleckte Herz Mariens und die sel. Hildegard Burjan. Mir leuchtet tatsächlich ein verbindendes Thema auf, das uns durch die Texte der hl. Schrift vorgelegt wird.
Die erste Lesung hat uns eine entscheidende Etappe der Exodusgeschichte vor Augen gestellt. Israel war nach langem Ringen aus Ägypten ausgezogen und ist nun am Berg Sinai angekommen. Bald wird Mose auf den Berg steigen, um die Tora – die ein Gesetz der Freiheit sein soll – zu empfangen.
In der zweiten Lesung aus dem Brief an die Römer spricht Paulus über die Errettung der Sünder – freilich in Worten, die für uns heute nur noch schwer verständlich, ja eigentlich sogar verstörend klingen: Was bedeutet es wirklich, dass wir durch das Blut gerecht gemacht und durch den Tod des Sohnes gerettet wurden? Wir werden uns das noch übersetzen müssen.
Das Evangelium wiederum spricht von der Aussendung der Jünger. Sie werden ausgestattet mit der Vollmacht, unreine Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden im Volk zu heilen – übrigens die einzige „Vollmacht“ im eigentlichen Sinne, die den Jüngern eigentlich übertragen wurde. Das ist der fünffache Auftrag: Verkünden, heilen, Tote erwecken, Aussätzige rein machen und Dämonen austreiben. Wir werden gleich sehen, was damit gemeint ist.
Was hat das nun alles mit den Patronaten zu tun, die wir heute feiern? Das Stichwort gibt uns das „unbefleckte“ Herz Mariens. Was kann uns das heute noch sagen, wo sich dieser Titel doch noch auf die Idee einer „Erbsünde“ bezieht, die nach der Vorstellung des Augustinus mit der Zeugung im Fleisch weitergegeben wird. Papst Benedikt hat diese unbiblische Idee korrigiert und so gedeutet: Jeder Mensch wird in eine von sündigen Strukturen gezeichnete Welt hineingeboren, die ihn früher oder später auch verletzten werden. So wird die Sünde von außen übertragen. Ein deutscher Arzt und Psychiater sagt, dass im Grunde die Einflüsse, die sich verletzend auf ein Leben auswirken, schon im Mutterleib beginnen. Er sagt, kein Mensch wird „unbefleckt“ geboren. Sobald ein Mensch geboren ist, ist er vielen Wünschen und Forderungen ausgesetzt. Es ist sehr schwer, dass ein Mensch wirklich zu dem aufblühen kann, was er eigentlich sein kann und soll. Es gibt den Spruch: „Weißt du noch, wer du warst, bevor man dir gesagt hat, wer du sein sollst?“
Wenn wir Maria als die „Unbefleckte“ bezeichnen, können wir das heute auch so verstehen, dass sie von Anfang an unverbogen und authentisch war. So wie uns das in der Kindheitsgeschichte des Lukasevangeliums geschildert wird, kommt das recht originell zur Darstellung: Da wird uns zuerst vom gebildeten Priester Zacharias erzählt, der voll ist von theologischem Wissen und alle Rituale beherrscht, die er im Tempel durchzuführen hat. Aber all das Vorwissen blockiert ihn auch, und als ihm Gott durch den Engel etwas sagen will, kann er es nicht glauben und muss verstummen. Im Kontrast dazu wird uns Maria in Nazaret gezeigt, die dem Engel in erfrischender Offenheit begegnen kann. Sie hatte es insofern „leichter“ als der arme Zacharias, denn Mädchen durften damals nicht in der Tora unterrichtet werden. Sie ist in diesem Sinne also wirklich „unbefleckt“ und „jungfräulich“ und damit auch fähig, das Wort des himmlischen Boten aufzunehmen. Auch, wie sie sich dann verhält, zeigt, dass sie sich nicht um die Konventionen ihrer Zeit kümmert und tut, was man eigentlich nicht tun darf: als Mädchen alleine durch das Bergland reisen, im Haus des Zacharias nicht zuerst den Hausherren zu begrüßen, sondern die Frau…
Wir aber erleben uns selbst oft nicht in dieser inneren Freiheit, weil wir so vielen Wünschen und Erwartungen ausgesetzt sind, und das von klein auf. Von jüdischer Seite gibt es dafür ein Bild. Da heißt es: Jeder ist in Ägypten geboren. Ägypten ist das Land der Entfremdung. Dort wird man vom fremden Pharao bestimmt. Der lässt einen nicht sein, was man sein soll. Deshalb muss jeder Mensch eines Tages aus seinem Ägypten aufbrechen und den Weg ins Gelobte Land antreten, wo er – angeleitet unter der Stimme Gottes – endlich werden und sein kann, was er wirklich ist.
Davon spricht in – für uns kaum noch verständlichen Worten – auch Paulus in seinem Brief an die Römer. Gott hat uns geliebt, als wir noch Sünder waren, aber: „Nachdem wir durch sein Blut gerecht gemacht wurden, werden wir durch ihn erst recht vor dem Zorn gerettet werden.“ An diese Rede knüpfen sich so viele falsche Vorstellungen, die ein falsches Gottesbild zur Folge hatten. Verstehen können wir es nur im Zusammenhang mit der Symbolik des großen Versöhnungstags, dem Yom Kippur.
Der Mensch in der Entfremdung verfehlt das Ziel seines Daseins. Sünde bedeutet Zielverfehlung. Durch die Sünde der Menschen fließt die Lebenskraft weg, die Spannungen untereinander wachsen, der Zornespegel unter den Menschen steigt. Am Yom Kippur tut Gott alles, um das Leben der Menschen zu erneuern. Dazu wird symbolhaft Blut über dem Volk und dem Altar verspritzt. Blut galt als Sitz des Lebens. Menschen werden durch dieses Geschenk der Lebenskraft wieder aufgerichtet, gereinigt und können neu anfangen. Der Zorn, von dem hier die Rede ist, ist nicht der Zorn Gottes, sondern jener der Menschen, die sonst das Leben voneinander fordern, das ihnen durch die Sünde der anderen vermindert wurde. Gott durchbricht diese Spirale der Gewalt, indem er sich hineingibt und sein Leben und seine Liebe schenkt. So wird eine größere Gerechtigkeit geschenkt, die der Mensch mit seinen Forderungen nie erreichen könnte.
Und davon spricht dann auch das Evangelium. Das Ziel der Mission ist der gerettete und zu sich selbst befreite Mensch. Die „unreinen Geister“ oder auch „Dämonen“ sind die fremden Stimmen, die einen Menschen daran hindern, das eigene wahre Leben vor Gott zu entfalten, es sind die vielen Stimmen, die einen Menschen verbiegen und bedrücken. Diese fremden Stimmen müssen zum Verstummen gebracht werden, anstelle dessen soll die Frohe Botschaft vom Reich Gottes neue Lebenshorizonte erschließen: „Das Himmelreich ist herangekommen!“, der Raum zu atmen und zu leben.
Hildegard Burjan hat ihr Leben den Menschen gewidmet, denen dieser Raum zum Leben abgesprochen worden war, die kaum Gelegenheit hatten, die Lebensmöglichkeiten auszuschöpfen, sie hat ihr Leben den Menschen gewidmet, die viel zu lange in ihrem „Ägypten“ ausharren mussten. Es war ein Stück Arbeit am „Neuen Himmel und der Neuen Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt“
Der Blick auf das „Unbefleckte Herz Mariens“ hält uns vor Augen, was wir alle werden dürfen. Gott kommt uns dazu in Jesus Christus entgegen, er schenkt uns seine Lebenskraft, durchdringt uns förmlich, schließt uns an seinen Blutkreislauf an, sodass alle Fremdherrschaften weichen müssen und ein Leben aus der eigenen Personmitte heraus möglich wird. So gestärkt dürfen wir uns wie Hildegard Burjan hineinnehmen lassen in diesen Strom der Kraft Gottes, die unsere Welt erreichen und Menschen befreien, aufrichten und heilen kann.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2024/10/Portal-der-Kirche-Schoenbrunn-Vorpark.jpg10781617P. Clemens Pilar COphttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngP. Clemens Pilar COp2026-06-16 07:06:142026-06-16 07:10:18Gerettetes Leben – Predigt
Fronleichnam ist und bleibt ein besonderes Fest im Jahreskreis der katholischen Kirche. Den Ursprung finden wir bereits im 12. und 13. Jahrhundert. Seit damals hat sich diese besondere Feier mit dem Altarsakrament im Mittelpunkt immer wieder verändert.
Für Schönbrunn-Vorpark bedeutet Fronleichnam im Vorfeld viel Vorbereitungsarbeit. Da werden schon einen Tag vorher Monstranz, Fackeln, Vortragekreuz und die Kerzen am Altar mit einem speziellen Blumenschmuck versehen. Ganz wichtig ist auch die Anmeldung der „Demonstration“ bei der Behörde und die Koordination mit der Polizei wegen der kurzfristigen Verkehrsanhaltungen auf den Straßen und Gassen rund um unsere Kirche. Für die Eucharistiefeier und für die Prozession/für den Umgang ist auch noch einiges zusätzlich herzurichten – u.a. Weihrauch, besondere Lieder, Texte und Gewänder. Es wird eine Prozessionsordnung festgelegt, die tragbare Tonanlage „scharf“ gemacht und zusätzliche Musikinstrumente ausgewählt und eingebaut.
Pater Endale zelebrierte mit Unterstützung von Diakon Arthur und 12 Ministrantinnen und Ministranten den Gottesdienst und trug abwechselnd mit Diakon Arthur die Monstranz mit dem Allerheiligsten durch die Winckelmannstraße, Schwendergasse, Jheringgasse, Siebeneichengasse wieder zurück in unser Gotteshaus. Natürlich wurde für unseren Herrn der Weg rund um den Häuserblock von den Kindern mit Blumen bestreut.
Nach dem abschließenden Segen mit der Monstranz blieb das Allerheiligste für eine Anbetung ausgesetzt. Das Zusammenkommen im Pfarrcafe rundete einen wunderschönen Vormittag ab.
Danke und vergelt’s Gott an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.
Die Hl. Messe am Dreifaltigkeitssonntag, die Pater Endale mit uns feierte, fiel dieses Mal auf den letzten Sonntag im Mai. Und somit standen die „Geburtstagskinder“ des Monats im Mittelpunkt, entzündeten eine Kerze vor dem Altar und bekamen jeweils einen Einzelsegen von Pater Edale am Ende des Gottesdienstes.
Selbstverständlich wurde nachher im Pfarrcafe auf die Jubilarinnen und Jubilare angestoßen und für sie gesungen.
Danke für alle Vorbereitungen, wir freuen uns schon auf das Fronleichnamsfest am Donnerstag.
Wie können wir einander verstehen? Was braucht es dazu? Und wie hängt das mit Pfingsten zusammen? Damit beschäftigte sich Dr. Christoph Benke in seiner Predigt am Pfingstsonntag (24.05.2026) in Schönbrunn-Vorpark.
Wenn sich der Eindruck verfestigt, nicht verstanden zu werden, zählt das zu den bitteren und tragischen Momenten. Wir sprechen, suchen nach Worten, nach Umschreibungen, nach Ausdruck – und trotz allem Bemühen muss ich jemandem sagen: Du verstehst mich nicht!
Aber das ist keine Einbahnstraße. Umgekehrt höre ich vielleicht ebenso ein Du verstehst mich nicht! Je näher einem dieser Mensch ist, umso schmerzvoller ist das. Da bleibt etwas Trennendes zwischen uns.
Das Wort und die Sprache sind ein kostbares, göttliches Gut. Gleich am Anfang der Bibel heißt es: Und Gott sprach. Durch das Wort kommt Neues, das vorher nicht da war. Der Evangelist Johannes vergewissert sich dieses Ursprungs: Im Anfang war das Wort, … und das Wort war Gott. Da öffnete Gott sein Herz. Heute, am Pfingstfest, hören wir: Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer (Apg 2,3). Zunge ist gleichbedeutend mit Sprache. Ohne Zunge keine Sprache, kein Verstehen.
Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden. (V 4) Die heilige Geistkraft überwindet Fremdheit. Sie verbindet, was trennt, und ermöglicht Verstehen dort, wo es unmöglich schien. Lukas erwähnt insgesamt 17 Regionen und Ethnien. Auf einmal ist Empathie da! Die Galiläer – so werden die Jesusleute genannt – können sich verständlich machen: Jeder hörte sie in seiner Sprache reden (V 6), in der Muttersprache (V 8).
Der Weg vom Du verstehst mich nicht! hin zum Gefühl, dass der Andere meine Sprache spricht, kann weit sein. Wo sich die Blockade löst und Verstehen geschenkt wird, dort ist Heiliger Geist am Werk. Das ist ein Geburtsfest, neue Schöpfung.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/03/pfingsten.jpg6531280Dr. Christoph Benkehttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngDr. Christoph Benke2026-05-26 12:35:432026-06-01 12:45:05Verstehen, Sprache und Heiliger Geist – Predigt
Eigenbrötler – dieses Wort hat in unseren Ohren keinen besonders guten Klang. Eigenbrötler, da stellt man sich einen Menschen vor, dem es nur um sich, um seine Ansichten und Wehwehchen geht, der mit Scheuklappen durch die Welt geht und nur Nabelschau betreibt. Eigenbrötler zeigen wenig Interesse für andere und an anderen Menschen, ziehen sich gerne zurück und werden mit der Zeit oft sonderbar. Eigenbrötler gibt es in vielen Variationen vom „scheuen Reh“, das vor allen Menschen ausreißt, über den komischen Kauz und Sonderling bis hin zum brutalen Egoisten, der nur eines kennt: eben sich selbst.
Das Wort Eigenbrötler leitet sich in unserer Sprache von „Brot“ ab und meint einen, der sein Brot nur für sich und allein isst. Der nicht gelernt hat, sein Brot mit anderen zu teilen, Brot für andere zu verdienen oder gar Brot für andere zu sein.
Ein anderer Schlag Mensch ist der „Kumpan“, wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt: Einer, der sein Brot mit anderen isst. Der sitzt mit anderen am Tisch, kreist nicht nur um sich selbst, hört, was andere bewegt und Sorgen macht, lacht, diskutiert, wird durch Anfragen und fremde Gedanken immer wieder angeregt.
Heute am Fronleichnamstag tragen wir eine Runde Scheibe Brot in der Monstranz durch die Straßen unserer Stadt, schauen zu ihr hoch und halten sie hoch. Sie stellt uns einen vor Augen, der alles andere als ein Eigenbrötler war.
Seine Geschichten und Gleichnisse, seine Worte waren für viele Menschen wie Brot. Seine heilsamen Berührungen gaben vielen neue Kraft und Lebensmut.
Dieses Brot in der Monstranz erinnert uns an einen, der Menschen um sich sammelte, mit seinen zwölf Freunden das Brot teilte und aß, sich in die Häuser einladen ließ, sogar von verdächtigen Kumpanen, um die so mancher einen weiten Bogen machte.
Brot brechen und Brot teilen ist zu seinem Markenzeichen geworden.
Dieses Brot in der Monstranz erinnert uns an einen, dem die kleinen Wörtchen „für“ und „mit“ in Fleisch und Blut übergegangen waren. Dessen großes Ziel es war, dass er Gemeinschaft zwischen den Menschen herstellen wollte, egal wohin er kam.
Dieses Brot erinnert uns daran, dass das Brot, das wir teilen, nicht weniger wird; das etwas wächst und aufblüht, wenn wir einander teilnehmen lassen an unseren Erfahrungen und unseren Enttäuschungen.
Dieses Brot warnt uns davor, nur für unser eigenes Brot zu sorgen, also zu „Eigenbrötlern“ zu werden.
„Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir haben alle teil an dem einen Brot.“ – sagt Paulus in der heutigen Lesung.
„Ihr seid, was ihr esst – Leib Christi!“ daran erinnert Augustinus die Christen von Hippo.
Wir alle schauen heute auf dieses eine Brot – und nicht jeder rennt mit seinen eigenen Brötchen in der Tasche herum. Ist uns bewusst, was dies bedeutet?
Diese Predigt haben wir bei Pfarrer Stefan Mai gefunden, der sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Für die Kranzln brauchen wir Blumen jeder Art, in jeder Farbe und Form und Grünzeug.
Wir freuen uns riesig, wenn ihr uns mit Blumen aus eurem Garten beschenkt und sie der Pfarre zur Verfügung stellt. Die Blumen bitte bis spätestens Mittwochvormittag (03. Juni) im Kirchenvorraum abgeben.
Wer beim Kranzlbinden mithelfen möchte, ist herzlich eingeladen, am Mittwoch, 03. Juni um 16:00 Uhr in den kleinen Saal zu kommen.
Am Fest Christi Himmelfahrt (14.05.2026) legte P. Clemens Pilar COp in Schönbrunn-Vorpark dar, wie die Aussage dieses Festes zu verstehen ist, was damit nicht gemeint ist und was wir daraus mitnehmen sollen/dürfen.
Kaiser Josef II., der vielfach auch in die Angelegenheiten der Kirche eingegriffen hat, hatte als aufgeklärter Monarch Sorge, dass seine Untertanen Christi Himmelfahrt falsch verstehen könnten und hat deshalb den – an manchen Orten auch heute noch aktuellen – Brauch verboten, im Rahmen der Gottesdienste eine Jesus-Statue an Seilen zur Decke zu ziehen und sie dann durch ein Loch im Dachboden verschwinden zu lassen. Ich denke, die Gefahr, die sogenannte Himmelfahrt Jesu als ein astronautisches Ereignis zu deuten, ist heute weniger gegeben.
Freilich werden wir jedes Jahr angeregt, darüber nachzudenken, was dieses in der Schrift bezeugte Ereignis bedeutet, und was man uns mit dieser Geschichte, so wie sie überliefert wurde, sagen wollte. Denn eines fällt beim genaueren Hinsehen auf: Nicht nur, dass dieses Ereignis eigentlich nur im Lukasevangelium berichtet wird (die Stelle haben wir heute nicht gehört), auch der Autor dieses Evangeliums scheint sich, als er das Ereignis dann noch einmal in der Apostelgeschichte beschreibt, zu widersprechen. Während wir jetzt gehört haben, dass Jesus erst vierzig Tage nach seiner Auferstehung von der Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde, lesen wir im Lukasevangelium, dass dies schon am Tag der Auferstehung selbst geschehen ist.
Und während die Apostelgeschichte scheinbar von einem vorläufigen Weggang Jesu spricht (er soll aber wiederkommen), weiß das Matthäusevangelium – aus dem wir jetzt gerade den letzten Abschnitt gehört haben – gar nichts von einem Weggang Jesu. Im Gegenteil, hier gibt Jesus den Jüngern die Zusage: „Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“.
Ich denke, soweit ist es uns ja klar: Jesus entfernt sich nicht von den Jüngern und von der Kirche, aber seine Art und Weise der Gegenwart ändert sich nach seinem Tod und seiner Auferstehung. Die Rede von der Wolke, die Jesus aufgenommen und den physischen Blicken der Jünger entzogen hat, kommt uns ja heute besonders entgegen. In der Sprache der Bibel ist die Wolke ein Symbol für die Gegenwart Gottes. Denken wir z.B. nur an die Wolkensäule, die dem Volk Israel in der Wüste vorangegangen ist, oder die Wolke, die sich auf das Offenbarungszelt herabgesenkt hat, um das Herabsteigen Gottes anzudeuten. Jesus wird also ganz in die göttliche Dimension aufgenommen.
Mir drängt sich da ein Vergleich mit unserer modernen Welt auf. Wenn wir Daten nicht auf unserem Computer speichern wollen, können wir sie in die „Cloud“ hochladen. Das hat den Vorteil, dass die Daten dann an allen Orten der Welt zu jeder Zeit abrufbar sind (Netzempfang vorausgesetzt). Man könnte es also so sagen: Indem Jesus in die Wolke hinein aufgenommen wird, wird er erst recht gegenwärtig für alle Zeiten und an allen Orten. Er kommt nicht erst am Ende der Geschichte wieder – gleichsam auf Wolken –, sondern er kommt jederzeit „aus der Wolke“ in die Geschichte.
Nach der Apostelgeschichte wird Jesus nach vierzig Tagen von der Wolke aufgenommen, d.h. als die Zeit „reif“ war. Wie das Volk Israel nach vierzig Jahren reif war, das gelobte Land einzunehmen, so wird den Jüngern jetzt zugetraut, dass sie einen selbstständigen, reifen Weg im Namen Jesu gehen können. Durch den Geist Gottes, der bald gegeben wird, bleiben sie, bleiben wir mit ihm verbunden.
Im Matthäusevangelium werden die Jünger beauftragt zu gehen: „Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern“. Wörtlich heißt es eigentlich: „Gehend zu Jüngern macht alle Völker“. Das Wort, das in den deutschen Evangelien mit dem Begriff „Jünger“ wiedergegeben wird, bedeutet auch „Schüler“. Alle, die Jesus gerufen hat, bleiben Schüler und sollen in Bewegung bleiben. Und während sie sich bewegen, sollen sie alle Völker einladen, Mitlernende zu werden. Dass die Jünger – durch die ganze Geschichte hindurch – Lernende bleiben müssen, liegt auch daran, dass Jesus – wie wir das aus dem Johannesevangelium gehört haben – ihnen noch nicht alles sagen konnte, weil manches noch ihr Fassungsvermögen überstiegen hätte. Der Geist wird sie in der ganzen Wahrheit leiten.
Was ist der Stoff, der zu lernen ist? Nun, da hat uns der Text der zweiten Lesung einen wichtigen Hinweis gegeben: „Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt…“ Jesus ist den physischen Augen entzogen. Die Augen des Herzens aber können zu einer neuen Schau seiner Gegenwart kommen. Um Christus Jesus immer besser kennen zu lernen und die heilende und rettende Macht zu erfahren und zu bezeugen, dürfen wir nicht stehen bleiben und auch Jesus nicht auf eine bestimmte Vorstellung und ein bestimmtes Bild der Erinnerung fixieren. Wenn man das versucht, entschwindet der lebendige und gegenwärtige Christus dem Blick und die Erinnerungsbilder erstarren zur Karikatur. (Auch die physischen Augen müssen ständig Mikrobewegungen durchführen, damit der Sehpurpur sich regenerieren kann und das Bild vor Augen nicht entschwindet. Da die Augen von Hühnern diese Mikrobewegungen nicht durchführen, müssen diese ihren Köpf ständig ruckartig bewegen, um so den Blickwinkel leicht zu verändern und nicht zu buchstäblich „blinden Hendln“ zu werden.)
Christi Himmelfahrt ist also eigentlich ein Fest seiner fortwährenden Gegenwart, die auch wir erfahren dürfen. Als Lernende werden wir ihn immer besser kennenlernen und unser Leben kann immer tiefer von ihm, von seinem Wesen geprägt werden. Und durch uns und an uns können dann jene, die Jesus jetzt noch nicht kennen, mit ihren physischen Augen etwas sehen und erahnen, was wir mit den Augen des Herzens wahrnehmen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/05/Christi-Himmelfahrt.jpg9001600P. Clemens Pilar COphttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngP. Clemens Pilar COp2026-05-18 11:04:182026-05-18 11:09:13CHRISTUS IN DER „CLOUD“ – Predigt
Nach langer Zeit feierte Prälat Walter Paul Hlinka wieder mit uns Gottesdienst. Für ihn und für viele von uns war es ein Comeback, weil er früher einige Jahre Kaplan in Schönbrunn-Vorpark war.
Im Mittelpunkt der Heiligen Messe standen am Muttertag selbstverständlich alle Mütter, aber auch die Ehejubilare, die am Ende der Feier einen speziellen Segen von Walter Paul bekommen haben. Musikalische Highlights kamen von unserem Chor und von Peter Hackl an der Orgel.
Weitergefeiert wurde nachher noch im Pfarrcafe.
Danke fürs aktive Mitbeten und Mitsingen, danke fürs Vorbereiten des Pfarrcafes und danke Juliane für die Muttertags-Herzen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/09/Eheringe-auf-italienischer-Bibel.jpg?ver=17061166809001600Erwin Gruberhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngErwin Gruber2026-05-11 07:13:262026-05-11 07:56:01Mütter und Ehejubilare im Fokus – 10.05.2026
„Sehr hilfreich und den Horizont erweiternd“, so würde ich die neue Webseite unserer Erzdiözese Wien beschreiben. Mit viel Mühe und Kreativität haben die Verantwortlichen ein Angebot gemacht, das uns allen hilft, eine christliche Kultur zu leben und einen eigenen Weg im Glauben zu finden.
Es geht nicht um eine schöne Darstellung nach außen, sondern um Hilfestellung für das Christ-Sein! Danke allen, die da im Hintergrund mitwirken.
Natürlich gibt es eine Erklärung unseres Glaubens, Beschreibung der Aktivitäten der Pfarren, Worte des neuen Erzbischofs, aber auch die wöchentliche Kommentare unseres Kardinals, der in Pension sowohl zum Zeitgeschehen, als auch zum Sonntagsevangelium hilfreiche Anmerkungen macht. Ich verstehe diese als dauerhafte geistliche Begleitung und empfehle sie sehr gerne weiter: https://www.erzdioezese-wien.at/unit/kardinalschoenborn/home
Aber auch auf Facebook und Instagram ist die Erzdiözese aktiv. Es lohnt sich, hineinzuschauen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2026/05/Mitarbeitergottesdienst-GV5A2616.jpg10111600Pfarrer Martin Rupprechthttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngPfarrer Martin Rupprecht2026-05-07 10:16:382026-05-11 20:13:58Neue Webseite unserer Erzdiözese mit vielen guten Informationen