Theateraufführung „Der Raub der Sabinerinnen“

Liebe Freund*innen, Interessierte und Unterstützer*innen unserer Theatergruppe Bunterlei!

Herzliche Einladung zum diesjährigen Theater  „Der Raub der Sabinerinnen!“

Derzeit sind die Proben schon voll im Gange. Unser Ensemble ist wie immer mit Ernst und Spaß bei der Sache und freut sich schon sehr auf den Auftritt.

Auch diesmal wird es wieder vier Vorstellungen geben:

  • Samstag, 13. April 2024, 18:30 Uhr
  • Sonntag, 14. April 2024, 16:30 Uhr
  • Freitag, 19. April 2024, 18:30 Uhr 
  • Samstag, 20. April 2024, 18:30 Uhr 

Wir werden uns wieder bemühen, euch nicht nur mit kulturellen, sondern auch mit kulinarischen Leckerbissen und erfrischenden Getränken zu verwöhnen.

Die Karten können ab dem 11. März in der Kanzlei via E-Mail schoenbrunn@pfarreburjan.at oder telefonisch 0676 918 30 08 bestellt werden. Wir ersuchen um eine Spende von 18 Euro.

Der Reinerlös kommt wie immer der Pfarre und der Pfarrcaritas zugute.

Ich ersuche euch, für uns Werbung zu machen und uns möglichst zahlreich zu besuchen.

Wir freuen uns auf unterhaltsame und lustige Abende mit euch und euren Freund*innen.

Will Gott den Tod?

Pater Dr. Clemens Pilar COpMit dieser Frage und den daraus abgeleiteten Folgen in der Kirchengeschichte sowie der richtigen Interpretation dieser Schrifttexte setzte sich P. Dr. Clemens Pilar Cop in seiner Predigt am 2. Fastensonntag, 25.2.2024 in der Gemeinde Schönbrunn-Vorpark auseinander.


Wir feiern das Fest der Verklärung eigentlich erst im August, aber jedes Jahr wird uns diese Szene auch am zweiten Sonntag in der Fastenzeit vor Augen geführt. Das hat natürlich einerseits den Grund, dass wir uns schon am Anfang des geistigen Weges der Fastenzeit das Ziel ins Bewusstsein holen: Auch unser Weg soll zur „himmlischen Verklärung“, d.h. zur Auferstehung führen.

Aber die Texte der beiden Lesungen führen dazu, dass wir jetzt gar nicht in erster Linie auf das himmlische Licht schauen, sondern auf die Andeutung, dass der Weg des Messias kein Weg des irdischen Triumphes sein wird. Wenn Jesus hier andeutet, dass der Menschensohn „von den Toten auferstehen“ wird, dann heißt das, dass er zuvor irgendwie ums Leben kommen muss. An anderer Stelle wird Jesus noch deutlicher. Doch warum muss der Menschensohn zuerst sterben, bevor er dann als Auferstandener endgültig verherrlicht wird? Das ist eine wichtige Frage, und nicht immer wurde sie im Laufe der Kirchengeschichte korrekt beantwortet, ja manchmal wurde diese sogar verheerend falsch beantwortet. Das Resultat war ein verzerrtes, abschreckendes Gottesbild. Der Atheismus in der westlichen Welt, so wird heute bemerkt, ist vielfach eine Reaktion auf eine Gottesvorstellung, die man eigentlich nur ablehnen kann.

Die Lesungstexte sind tatsächlich verstörend. Was ist das für ein Gott, der von einem Vater verlangt, seinen Sohn zu opfern, fragen wir, wenn wir die Abrahams-Geschichte hören. Und auch wenn diese dann „gut“ ausgegangen ist, dann setzt doch die zweite Lesung nach, wo es heißt, dass der himmlische Vater seinen Sohn nicht verschont hat. Im Laufe der Jahrhunderte wurde daraus eine Keule: Der himmlische Vater muss das Blut seines geschlachteten Sohnes sehen, um sich mit der sündigen Menschheit versöhnen zu können. Nur so kann der göttliche Zorn gestillt werden. Fast alle haben diese Geschichte irgendwann einmal gehört. Aber stimmt die Geschichte so? Warum musste der Menschensohn den Tod erleiden, warum musste Abraham seinen Sohn für die Opferung bereit machen? Ist Gott grausam?

Die Abrahams-Geschichte richtig gelesen und gedeutet, wird uns etwas ganz anderes zeigen. Es geht in dieser Geschichte darum, dass mit dem Vater, also mit Abraham, etwas nicht stimmt. In Wirklichkeit soll Isaak nicht geopfert, sondern gerettet werden. Wie das?

Isaak war doch der lang ersehnte Sohn. Abraham musste hundert Jahre alt werden, bis die Verheißung endlich erfüllt wurde. Was dann passiert, geht aus den biblischen Texten deutlich hervor.  Abraham hat seinen Sohn ergriffen und in Besitz genommen. Abraham war dabei, das Leben seines Sohnes zu erdrücken. Abraham verstand Isaak wie die Verlängerung seines Lebens. Er hat ihn nicht in sein eigenes Leben vor Gott entlassen. In der Einleitung zum heute gehörten Abschnitt ist die Ironie nicht zu überhören: „Nimm DEINEN Sohn, DEINEN EINZIGEN, den DU liebst…“ Gott spielt auf die Besitzergreifung Isaaks durch Abraham an.

Was dann folgt, scheint in der deutschen Übersetzung ein eindeutiger Befehl zu sein: Der Sohn soll geopfert werden. Aber mit der hebräischen Sprache ist das so eine Sache. Da ist vieles nicht so eindeutig. Der Befehl im hebräischen Urtext gelesen, kann in doppelter Weise verstanden werden. Entweder in dem Sinn, dass Abraham mit Isaak zum Berg Morija gehen soll, um ein Opfer zu bringen, – oder er solle zum Berg Morija gehen, um Isaak zum Opfer zu bringen. Beide Verstehensweisen sind von der hebräischen Grammatik aus möglich.

Wir wissen, wie die Geschichte weitergeht. Abraham glaubt wirklich, dass er den Sohn in einem blutigen Opfer darbringen muss. Aber das will Gott nicht! Was Gott aber sehr wohl will, ist, dass Abraham Isaak loslässt und ihm sein eigenes Leben vor Gott möglich macht. Es ist bezeichnend, dass am Ende kein Lamm – also ein Jungtier -, sondern ein Widder geschlachtet wird, d.h. ein „Vater-Tier“ muss sterben. So wird Isaak zum zweiten Mal geboren, weil der Vater endlich begriffen hat, dass sein Sohn nicht sein Besitz ist. Gott wollte nie, dass Isaak stirbt, sondern dass er lebt, und zwar sein eigenes Leben. Deshalb musste ihn Abraham hergeben.

Was hat das aber mit dem Tod des Menschensohnes zu tun? Warum muss Christus am Kreuz sterben? Weil der Vater das Blut seines einzig geborenen Sohnes sehen muss, um sich in seinem Zorn zu besänftigen? Das widerspräche vollkommen allem, was uns Jesus über den barmherzigen Vater geoffenbart hat.

Nein, es geht darum, all denen, die Gott und die Gottesrede missbrauchen, um den Menschen damit zu drohen und sie damit zu beherrschen, ihre Waffe endgültig wegzunehmen. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“, so hören wir Jesus im Johannesevangelium sagen. Gott ist nicht der, der das Leben der Menschen bedroht, sondern er selber gibt sich in den Tod, damit die Menschen begreifen: Gott nimmt den Menschen nicht das Leben, er gibt es ihnen vielmehr! Natürlich ist das all jenen nicht recht, die die Religion missbrauchen, um zu herrschen, und die dazu einen Gott brauchen, mit dem sie drohen können. Ohne Religion ist kein Staat zu machen, so galt es lange Zeit. Das hat auch dazu geführt, dass auch das Kreuzesgeschehen sehr rasch wieder im Sinne der Mächtigen, die Religion zum Herrschen brauchen, umgedeutet wurde. Niemals dürfen wir vergessen, dass es nicht Gott der Vater war, der Jesus ans Kreuz gebracht und der den Tod des Sohnes wollte. Er hat ihn bloß nicht vor der Macht der Kleriker seiner Zeit verschont. Und Gott lässt es sich antun, ohne sich zu rächen. Gott schlägt nicht zurück, sondern er bietet seine Vergebung an.

Nur wenn wir ernst nehmen, was Jesus an anderer Stelle gesagt hat – „Ich und der Vater sind eins“ – werden alle falschen Gottesbilder sterben, die den Menschen niedergedrückt haben. Eigentlich sollte doch das ganze österliche Geschehen zur Entgiftung der Religion und der Gottesbeziehung führen.

Im Falle der ersten Lesung musste ein Vater verwandelt werden, damit dessen Sohn leben kann. Im zweiten Falle geht es nicht darum, dass Gott, der Vater, sich wandeln muss, vielmehr darf sich unsere Vorstellung vom Vater wandeln. Jesus zeigt uns, wie der Vater wirklich ist.  Er ist der, der das Leben der Menschen nicht bedroht, der es ihnen nicht nimmt, sondern der vielmehr alles gibt, damit wirklich jeder in sein eigenes, wahres Leben vor Gott gehen kann!

Clemens Pilar

Geburtstagsmesse, 25.02.2024

P. Clemens feierte mit uns die Geburtstagsmesse im Februar.

Im Kinderwortgottesdienst wurden Regenbogen gebastelt; der Chor sang drei wunderschöne Lieder. Auch ein Flötenstück und zwei Lieder unseres Kinderchores machten diese Hl. Messe zu einem besonderen Fest. Sie alle sangen und spielten auch für Peter Kimm, der im Rahmen des Gottesdienstes und beim anschließenden Pfarrcafe seinen Geburtstag feierte. Er ist es ja, der seit Jahrzehnten Sonntag für Sonntag unsere Messen in Absprache mit Walter Schallamon musikalisch mitgestaltet.

Als Kantor, Chorleiter und auf der Gitarre, in der Weitergabe des Know Hows an die jüngere Generation, bei Fragen der Tontechnik und einfach mit seiner besonnenen, freundlichen und hilfsbereiten Art, steht Peter jederzeit zur Verfügung.

Wir danken ihm im Namen unserer Gemeinde und wünschen ihm Gottes reichen Segen für sein neues Lebensjahrzehnt!

 

Starke Ansage

 

Dr. Christoph BenkeImmer wieder werden in verschiedenen Zusammenhängen starke Ansagen gemacht. Auch Jesus hat gleich bei seinem ersten Auftreten eine starke Ansage gemacht. Das war der Ausgangspunkt der Gedanken von Dr. Christoph Benke in seiner Predigt am 1. Fastensonntag (18.02.2024) in der Gemeinde in Schönbrunn-Vorpark.


Lohnverhandlungen finden meist im Herbst statt. Sie laufen nach einem Muster ab. Am Beginn steht eine starke Ansage, etwa „Metaller fordern 10 Prozent“. Ebenso ist der Wahlkampf eine Zeit der starken Ansagen. Die starke Ansage braucht Öffentlichkeit. Jemand stellt sich vor die Kameras, vor die Mikrofone und macht ein Versprechen, setzt eine Behauptung. Offen ist zunächst, ob das nur taktisches Manöver, eine vollmundige, aber hohle Behauptung ist oder ob Substanz dahintersteckt.

Starke Ansage – so könnte man auch das erste öffentliche Auftreten Jesu nennen: Jesus ging nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Da stellt sich einer hin und sagt: ‚Jetzt ist der entscheidende Moment! Gott steht vor der Tür. Er will euch herausführen aus der Misere. Bitte, glaubt an ihn – und glaubt an mich.‘ Woher hat er das? Die hohle Behauptung eines Irrsinnigen – oder Evangelium, also frohe, letztgültige Botschaft?

Etwas spricht dafür, dass an Jesus und seiner Botschaft etwas dran sein muss: Jesus war zuvor 1. in der Wüste, und 2., dort wurde er versucht. Das war eine Art ‚Nagelprobe‘, eine gründliche Erprobung, 40 Jahre. Jesus ist durch Lebenserfahrung ausgewiesen: Taufe, Versuchung und Erprobung, dann die Ansage.

Wenn wir Jesus nachfolgen, wird es uns nicht anders gehen. Wir sind mit Versuchungen konfrontiert: Situationen, die wir uns nicht ausgesucht haben, die uns das Leben zumutet, die uns an die Grenze bringen. Sie versetzen uns in eine Art „Wüste“.

In der Wüste zählt das Elementare. Das Unwichtige fällt weg. Sich immer wieder Durchringen zum Vertrauen, zum Glauben, dass Gott uns nichts zumutet, was über unsere Kräfte geht – darauf kommt es dann an. Möge es uns dann die Erfahrung gegeben sein, dass uns Engel dienen (Mk 1,13) und wir getragen sind. Das würde uns zur starken Ansage ermächtigen: ‚Gott ist treu‘.

Christoph Benke

Wärmestube in Schönbrunn-Vorpark, 18.02.2024

Dank der Gastfreundschaft unserer Gemeinde in Form von Kaffee zubereiten, Suppe kochen, Kuchen backen, Essensausgabe, Geschirr reinigen und nicht zuletzt durch zum Teil langes und geduldiges Zuhören bei manchem Besucher/bei mancher Besucherin konnte die Wärmestube am 18. 2. 2024 wieder zur allgemeinen Zufriedenheit über die Bühne gehen. Die Fotos sollen dazu einen Eindruck geben.

Für die letzte Wärmestube in dieser Wintersaison, am Sonntag, 10. März 2024, ersuchen wir wieder um Süßigkeiten, vor allem in kleineren Einheiten sowie um Obst, wenn möglich am oder knapp vor dem 10. März. Für den Sonntag-Nachmittag wäre auch der eine oder andere Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin eine Entlastung für das dann schon etwas müde gewordene Stammteam vom Vormittag.

Georg Fuchs

Fastenzeit in der Pfarre Hildegard Burjan

In der Fastenzeit bieten wir wieder ein reichhaltiges geistliches und weltliches Angebot für die Vorbereitung auf Ostern an. Unsere Gemeinden laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns den Weg zu gehen.


Wiederkehrende Termine

 
Kreuzwegandacht
  • Jeden Montag und Freitag um 18.15 Uhr in Rudolfsheim
  • Freitag, 23. Februar um 18 Uhr in Schönbrunn-Vorpark
  • Freitag, 15. März um 18 Uhr in Schönbrunn-Vorpark
  • Montag, 18. März um 17 Uhr Kinderkreuzweg in Schönbrunn-Vorpark
Morgenlob
  • Jeden Dienstag und Donnerstag um 7.30 Uhr in Rudolfsheim
Herz ausschütten und ruhig werden vor Gott
  • Donnerstag, 15. Februar um 19 Uhr in der Krypta von Neufünfhaus
  • Donnerstag, 21. März um 19 Uhr in der Kirche Neufünfhaus

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Spezielle Termine

 
Taizégebet

Ökumenisches Gebet mit Gesängen und Gebeten aus Taizé.

  • Mittwoch, 21. Februar, 19 Uhr in der Zwinglikirche (Schweglerstraße 39)
Eine Einführung in die Bibel

Wie kann ich anfangen, die Bibel zu lesen? Was sollte ich wissen? Alle Teilnehmer/innen bekommen eine Bibel geschenkt.

  • Donnerstag, 22. Februar, 19.30 Uhr im Pfarrsaal von Rudolfsheim

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Social Day

Für junge Leute und Interessierte: Deine Talente, Freude, dein Zuhören und deine Hilfe sind gefragt.

  • Samstag, 24. Februar, 10–17 Uhr im Pfarrgebiet

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Familienfasttag – Suppensonntag

Die Katholische Frauenbewegung organisiert jedes Jahr eine große Solidar-Aktion, um Menschen in ärmeren Ländern zu unterstützen.

  • Sonntag, 25. Februar, am Vormittag in Rudolfsheim und Neufünfhaus
  • Sonntag, 3. März, am Vormittag in Schönbrunn-Vorpark

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Ökumenischer Weltgebetstag der Frauen

Die Liturgie für den Weltgebetstag 2024 wurde von Frauen aus Palästina verfasst.

  • Freitag, 1. März, 18 Uhr in Schönbrunn-Vorpark
Gebet für die Kranken

Beten Sie mit uns – egal, ob Sie persönlich betroffen sind, aus Ihrem Umfeld jemand krank ist, oder ob Sie mit uns an alle Menschen ringsum denken, die Heilung, Trost und Stärkung brauchen.

  • Sonntag, 3. März, 10.30 Uhr in der Krypta von Neufünfhaus

Alle Infos

Das Wort Gottes – was sagt es uns? Reden wir darüber!

Wir wollen die Fastenzeit nutzen, um uns noch intensiver mit dem Wort Gottes zu beschäftigen und ungezwungen miteinander unsere offenen Fragen und Gedanken auszutauschen.

  • Montag, 4. März, 19.30 Uhr im Pfarrsaal von Neufünfhaus
Fastenzeit-Andacht für Senior/innen

Eine Andacht für die Mitglieder unserer Seniorenrunden und für alle über 60 Jahre.

  • Dienstag, 5. März, 10 Uhr, im Pfarrsaal von Neufünfhaus
Eine Einführung in die Sakramente der Kirche

Was bedeuten die Sakramente für uns? Was ist zum Beispiel das grundlegende Wissen für Taufpat/innen und Firmpat/innen?

  • Mittwoch, 6. März, 19.30 Uhr im Pfarrsaal von Rudolfsheim

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Jugendmesse

Für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen bieten wir eine eigene, moderne Messe an. 

  • Sonntag, 10. März, 18 Uhr in Schönbrunn-Vorpark
Impulsabend mit Dr. Christoph Benke

Im Anschluss an die Abendmesse setzen wir uns mit Madeleine Delbrêl (1904-1964), ihrem Leben, Denken und Handeln auseinander.

  • Mittwoch, 13. März, 18 Uhr in Schönbrunn-Vorpark

Alle Infos

Was ist mir heilig? – Was gibt mir Hoffnung?

Dagmar Woods lädt uns ein, bei einem Einkehrtag nachzudenken und nachzuspüren, was mir wirklich „heilig“ ist, was meinem Alltag auch neu Hoffnung und damit meinen Tagen mehr Leben gibt.

  • Samstag, 16. März, 15–18 Uhr in Neufünfhaus

Alle Infos und Anmeldung

Geburtstagsfeier, Bildervortrag, Ostermarkt

Bei der Messe feiert Diakon Arthur seinen 60. Geburtstag. Anschließend hält Pfarrer Martin einen Vortrag über seine letzte Tansaniareise. Parallel dazu hat unser Ostermarkt geöffnet.

  • Sonntag, 17. März, ab 9.30 Uhr in Schönbrunn-Vorpark

Beichtgelegenheit

Zumindest 1x im Jahr innerlich „klar Schiff“ machen und mit Gott ins Reine kommen.

Rudolfsheim
  • Dienstag, 19. März, Donnerstag, 21. März, Sonntag, 24. März, Dienstag, 26. März, Mittwoch, 27. März, jeweils von 16–18 Uhr in Deutsch oder Kroatisch;
  • Beichttermine in Polnisch, Albanisch und Tamilisch nach Vereinbarung.
Neufünfhaus
  • Jeden Sonntag von 11–11.30 Uhr in Deutsch oder Polnisch.
  • Donnerstag, 15. Februar und Donnerstag, 21. März, ab 19.30 Uhr in Deutsch oder Polnisch.
Schönbrunn-Vorpark
  • Mittwoch, 20. März, von 17–18 Uhr.
  • Samstag, 30. März, nach der Speisensegnung um 15 Uhr.

Download

Hier können Sie viele Infos herunterladen (PDF)

 

Stimmungsvolle Aschenkreuzfeier für Kinder und Jugendliche, 14.02.2024

Am Aschermittwoch gab es in unserer Gemeinde gleich 2 Aschenkreuzfeiern speziell für Kinder: Am Vormittag war ich im Kindergarten, um den Kindern die Asche aufzulegen und mit ihnen über die Bedeutung der Fastenzeit als Vorbereitung auf Ostern zu sprechen.

Am Nachmittag haben wir im Hof der Kirche die Palmkätzchen vom Vorjahr verbrannt. Das war für die Kinder besonders spannend, als ein großes Feuer im Pfarrhof loderte. Durch das Verbrennen durften wir sehen, dass Altes vergeht und Neues entsteht. Da Asche ein Dünger ist, haben wir sie unter Erde gemischt und Weizenkörner angebaut. Dabei dachten wir an Menschen, denen es gerade nicht gut geht und die sich vielleicht wie ein Weizenkorn in der dunklen Erde fühlen. Hoffentlich können sie wie der Weizen das Dunkel durchbrechen und mit Gottes Hilfe einen Neubeginn erfahren. Im Bewusstsein, dass Asche nicht nur Pflanzen wachsen lässt, sondern auch für uns Menschen ein wichtiges Zeichen ist, haben wir das Aschenkreuz empfangen mit der Aufforderung „Lass Gutes in dir wachsen!“.

Mit Gottes Hilfe wird diese Fastenzeit für uns alle fruchtbar werden und wir können dann ein fröhliches Osterfest feiern! 

Fastentuch – Der Regenbogen hat seine Farbe verloren

In unserer Kirche hängen schon seit vielen Jahren Fastentücher, die der Schwechater Künstler Max Rauch gestaltet hat. Dieses Jahr eines aus dem Jahr 2003.

Der Regenbogen hat seine Farbe verloren …

Der Bogen ist Zeichen des Bundes (Gen 9,12-17) – eines immerwährenden Bundes der Liebe Gottes. Doch die Realität zeigt: Er scheint, seine kräftigen Farben verloren zu haben.

Der Bund scheint durch die rollenden Panzer, die Kette fesselnder Ungerechtigkeit, durch den gellenden Schrei der unter die Räder Gekommenen zerrissen. Das Friedenslicht von Bethlehem ist längst erloschen. Gott hat seinen Bund nicht gelöst, aber er scheint angesichts von Krieg, Tod und Leid so kraftlos…

Ich soll auch mitschuldig sein an dem ganzen Dilemma?

Gut, so einiges kann ich mir vorstellen, in kleinen Schritten zu ändern, aber wie soll ich einen Krieg verhindern, der schleichenden Zerstörung unserer Umwelt Einhalt gebieten, wie soll ich dem Regenbogen die Farbe wiedergeben? So Vieles scheint unrettbar gefangen in zerstörerische Strukturen.

Und trotz allem: Der Bogen des unwiderruflichen Bundes Gottes bleibt da. Doch wie ist der Halt des Kreuzes Christi erfahrbar, von dem Friedenstauben und das Licht des Lebens ausgehen?

Versuche nachzudenken über die Bewahrung der Schöpfung, über Strukturen der Kirche, über den frieden, über das sterbende Weizenkorn, denn im Kleinen kannst Du vielleicht Großes bewirken. Und in Ostern dürfen wir dann feiern, dass ER in diese zerstörerische Realität ganz einsteigt, selbst am Kreuz  zerstört wird, aber gerade darin das erlösende Leben Gottes, die Auferstehung das letzte Wort haben…

In diesem Sinn: Eine farbenfrohe Fastenzeit.

 

Abgesondert

Dr. Christoph BenkeIn der Corona-Pandemie waren viele von uns auf Zeit abgesondert; im Buch Leviticus hören wir, dass Aussätzige abgesondert wurden. Jesus ist damit anders umgegangen. Das zeigte Dr. Christoph Benke in seiner Predigt am 6. Sonntag im Jahreskreis (11.02.2024) in der Gemeinde in Schönbrunn-Vorpark auf. Was heißt das für uns?


Die Corona-Pandemie steckt allen noch in den Knochen. Erhielten auch Sie einmal einen „Absonderungsbescheid“? Mussten auch Sie, von der Gesundheitsbehörde beauftragt, in Quarantäne gehen? Absonderung meinte, sich fernzuhalten, um Mitmenschen nicht zu gefährden – eine vorbeugende Maßnahme, Selbst- und Fremdschutz.

Dahin geht auch die Vorgabe im Buch Leviticus. Dem Aussätzigen wird befohlen: Er soll abgesondert wohnen, außerhalb des Lagers soll er sich aufhalten (Lev 13,46). Im Alten Bund hatte der Aussatz zur Folge, dass Betroffene nicht am Gottesdienst teilnehmen durften. Sie waren also von jeglicher Gemeinschaft ausgeschlossen. Das tat wohl mindestens so weh, wie die Krankheit.

Der Abgrenzung nahe ist die Ausgrenzung. Wer ausgrenzt, will nicht, dass die anderen zu seiner Gruppe dazugehören, vielleicht, weil sie anders sind als man selbst. Oder man fühlt sich dann in der Gruppe besonders stark – und vergisst, wie schnell sich das Blatt wenden kann: Im Nu stehst Du auf der anderen, dann falschen Seite und wirst selbst ausgegrenzt oder fühlst Dich so.

Das Evangelium bietet einen Kontrast, nämlich Berührung: Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! (Mk 1,41) Jesus entfernt sich nicht, sondern nähert sich an. Nicht im medizinischen, sondern im übertragenen Sinn gemeint: Das Heilmittel gegen Ausgrenzung ist Berührung, also Begegnung. Sie weitet die Wahrnehmung und öffnet das Herz.

Anders gesagt: Andere aus nichtigen Gründen auszugrenzen, macht unrein vor Gott, der Gemeinschaft mit Gott unwürdig. Wer sich dagegen von Jesus und seinem Wort berühren lässt, findet Sicherheit und Stand – und hat es dann weniger notwendig, jemanden wie einen Aussätzigen zu behandeln.

Christoph Benke

Überfordert – und dann?

Dr. Christoph BenkeWenn man engagiert ist, sieht man immer mehr, was noch zu tun wäre. Wie hat Ijob darauf reagiert und wie Jesus? Was können wir daraus lernen? Damit setzte sich Dr. Christoph Benke in seiner Predigt am 5. Sonntag im Jahreskreis (04.02.2024) in der Gemeinde in Schönbrunn-Vorpark auseinander.


Nehmen wir den Idealfall: Jemand geht mit Interesse an eine Aufgabe heran. Die Person taucht engagiert in ein Arbeitsgebiet ein, bringt sich ein. Sie hat die seltene Fähigkeit, den Überblick zu bewahren. Ihre Umsicht wächst. Sie sieht immer mehr, was noch zu tun wäre, was unerledigt ist. ‚Da fehlt’s und da fehlt’s noch mehr‘ etc. – mit Auswirkung auf das Lebensgefühl.

Ähnlich geht es vielen, die sich für Mitmenschen, für die Minderung von Leid einsetzen: Sie sehen all das Leid und fühlen sich überfordert. Oft bleiben sie unbedankt und kommen sich vor wie ein Tagelöhner, der auf seinen Lohn wartet (Ijob 1,2). Die Klage Ijobs hat andere Ursache, passt aber auch hier: Monde voll Enttäuschung, Nächte voller Mühsal (V 3), so fasst er zusammen. Irgendwann ist man völlig vereinnahmt und dann erschöpft.

Hier wäre der Blick auf Jesus wichtig. Er steht vor einer ähnlichen Situation: Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus (Mk 1,32). Jesus heilt – viele, aber nicht alle. Er zieht sich zurück zum Gebet. Auch dort sucht man ihn. Und Jesus antwortet: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen (V 38). Jesus setzt Zeichen für das Reich Gottes. Er erfüllt nicht alle Erwartungen. Damit erinnert er uns: Gott ist letztverantwortlich, nicht der Mensch. Wer sich für alles und das Ganze verantwortlich weiß, überschätzt sich. Das hat etwas mit Hochmut zu tun.

Unser Tagesgebet bleibt am Boden: Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade. Stimmen wir in dieses Gebet ein. Das wäre realistisch und gläubig zugleich.

Christoph Benke