Fundament – Predigt
Anhand des Petrus legte Dr. Christoph Benke in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark am 21. Sonntag im Jahreskreis (23.08.2026) dar, wie wir Menschen zu einem Fundament werden können, auf das Gott bauen kann.
Ein Sommer wie dieser hinterlässt Spuren, auch in den Bergen. Einige Hütten mussten bereits schließen, weil sie kein Wasser mehr haben. Weiter oben setzt die Hitze dem Permafrost zu, der den Boden zusammenhält. Auf einmal haben manche Hütten kein Fundament mehr. Denn keineswegs alle Hütten sind auf Fels gebaut.
Als Gott mit dieser Menschheit noch einmal neu ansetzen wollte, sollte das mit den Menschen sein. Von Anfang an baute Gott und auch Jesus auf Menschen, um mit ihnen Zeichen für das Reich Gottes zu setzen. Einmal heißt es von Jesus: Er wusste, was im Menschen war (Joh 2,25). Er wusste also auch, dass der Mensch – nicht nur, aber immer wieder – schwach ist, unbeständig, wankelmütig. Wie sollte daraus ein solides Fundament entstehen? Vielleicht seufzt deshalb der Apostel Paulus: Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege! (Röm 11,33)?
Jesus sagt Petrus auf den Kopf zu: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen (Mt 16,18) Das sagt Jesus auf Zukunft hin. Er ahnte wohl, dass Petrus noch eine lange Entwicklung zu durchlaufen hatte, ehe er als Fundament taugte. Petrus musste untergehen, er musste abstürzen, schuldig werden, seine Schuld beweinen und mit seiner Schwäche konfrontiert werden. Erst dann wurde er von seiner Selbstüberschätzung geheilt. Erst dann wurde er zum Fels, zum Fundament der Gemeinschaft.
Es wird uns nicht anders gehen als Petrus. Manche Bilder, die man von sich und von Gott hat, müssen zerbrechen. Am Ende wird entscheiden, dass wir auf die letzte Frage Jesu, die er an Petrus richtete – und die er auch uns stellen wird – „Liebst du mich?“ eine stammelnde Antwort zustande bringen.

Markus Distelrath auf Pixabay
THỌ VƯƠNG HỒNG auf Pixabay
www.pixabay.com
www.pixabay.com
Melanie auf Pixabay
Thomas G. auf Pixabay
Gordon Johnson | Pixabay
Tina Kersting auf Pixabay