Die Welt verbessern – das geht auch im Kleinen
Die sommerliche Hitze hat uns zur Langsamkeit gezwungen: So wenig wie möglich bewegen, um nicht noch mehr zu schwitzen, einfach nur auf der Couch liegen und vielleicht ein gutes Buch lesen.
Es gibt so viele Artikel und Bücher, die uns positiv nähren. Und das ist wichtig – gerade jetzt, wo alles und jedes zum Problem, zum Aufreger wird. Denn ohne eine solche positive Nahrung laufen wir Gefahr unseren Hunger mit Horrormeldungen zu besänftigen, mit Gereiztheit oder dem Hang des Schlechtredens.
Auch wenn nicht alle von uns Leseratten sind, habe ich doch ein paar gute Buchtipps, die uns inspirieren können und eine Anleitung geben, wie wir im Kleinen uns und die Welt verbessern können. Zum Beispiel die Abschiedsrede unseres Kardinals Schönborn: „Mein größter Wunsch: Das gegenseitige Wohlwollen soll nie verloren gehen, auch wenn wir Konflikte haben“. Oder das Buch von Bischof Glettler mit Imam Abualwafa Mohammed: „Nicht den Hass, die Liebe wählen. Ein Bischof und ein Imam über Spuren der Hoffnung in einer verwundeten Gesellschaft.“
Aber auch das Gotteslob (ab Nr. 600) gibt Anregungen. Denn es gehört zur katholischen Tradition, den Tag mit der Gewissenserforschung zu beenden – das ist quasi Psychohygiene und Weltverbesserung in einem. Die Hauptfrage ist dabei: Habe ich mehr Positives oder mehr Negatives in die Welt gesetzt? Sind durch mich heute mehr Menschen gestärkt oder entmutigt worden?
Danach folgt ein Gebet, das in allen kirchlichen Häusern der Welt gesungen wird.

Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt´ und Macht.
Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns bei dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.
Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil´gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.
Machen Sie mit und helfen Sie, die Welt ein bisschen besser, positiver zu machen.
Gesegnete Tage,
Ihr Pfarrer Martin Rupprecht

Pfarrer Martin Rupprecht
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Pfarre Hildegard Burjan | Erwin Gruber