Unser heuriges Familienwochenende in St. Corona stand unter dem Motto „Mut tut gut“.
12 Familien erlebten vom 24.-26. Oktober eine wunderbare Zeit. Wir machten uns Gedanken, wo jede und jeder von uns schon einmal Mut gezeigt hat, sangen Mutmacherlieder, hörten von mutigen Menschen, die sich getraut haben „Nein“ zu sagen und damit ihr Leben aufs Spiel setzten und zeigten bei der Schatzsuche viel Mut, um den gestohlenen Schatz wieder zu finden.
Viel Bewegung in der herbstlichen Natur, kreative Bastelstationen, eine Disco für alle Altersklassen und Zeit zum Plaudern, Spielen und Spaß haben rundeten das Wochenende ab. Beim gemeinsamen Kinderwortgottesdienst beschäftigten wir uns mit Menschen aus dem Neuen und Alten Testament, die sich etwas trauten und dadurch Großes bewirkt haben. Gestärkt von diesen vielen positiven Vorbildern und von der wunderbaren Gemeinschaft gehen wir wieder in den Alltag, voller Vorfreude auf das nächste Familienwochenende.
Mit den Fragen, wie das mit dem Beten so ist, wie wir einander dabei stützen können und woran wir erkennen, dass es auch in Zukunft noch Glauben geben wird, beschäftigte sich Univ. Prof. Dr. Johann Pock in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark am 29. Sonntag im Jahreskreis (19.10.2025).
In dieser Feier gibt uns die Heilige Schrift einige Ratschläge für das Leben und das Gelingen eines christlichen Lebens – und vor allem zur Weitergabe des Glaubens.
1) Da ist zunächst die zweite Lesung: Ein Brief, den der Apostel Paulus an seinen Schüler Timotheus geschickt hat.
„Du weißt, von wem du es gelernt hast; du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften“: Paulus nennt die Bedeutung, den Glauben möglichst früh weiterzugeben, von Kindheit an. Dabei geht es aber nicht primär darum, selber möglichst fromm zu sein oder in den Himmel zu kommen.
Sondern es heißt weiter: Die Schrift ist nützlich zur Belehrung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit … „damit der Mensch Gottes gerüstet ist, ausgerüstet zu jedem guten Werk.“
Gläubig sein heißt hier: zum guten Werk gerüstet sein. Den Glauben erhalten wir also nicht nur für uns selbst, sondern füreinander. Und Glauben ist nicht das Fürwahrhalten von Wahrheiten – sondern das Tätigwerden im Guten.
2) Die Witwe im Evangelium bietet einen zweiten Zugang zum Glauben.
„Mein Gott, ist die lästig! So was von unverschämt!“ So könnte der Richter im Evangelium gedacht haben. Die Witwe gibt keine Ruhe und lässt sich nicht abwimmeln.
Dieses Gleichnis von dem ungerechten Richter und der nervigen Witwe ist ein eigenartiges Gleichnis. Die Einleitung zu dieser Geschichte lautet ja: Jesus erzählt ein Gleichnis, um zu sagen, dass die Leute allezeit beten sollen.
Damit ist zumindest das Ziel klar: Es geht darum, nicht nachzugeben beim Gebet, auch wenn es ausweglos erscheint. Dass Jesus im Gleichnis gewissermaßen Gott mit dem ungerechten, grantigen Richter vergleicht – das können wir wohl seinem Humor zuschreiben.
Unser Beten in Gottes Ohr
Wenn wir uns näher auf das Evangelium einlassen, können wir vielleicht fragen: Wie mag es wohl Gott damit ergehen, wenn er Tag und Nacht die Notschreie unzähliger Menschen hört? Laut Jesus sind sie ihm nicht gleichgültig. Ist er ohnmächtig? Müsste es ihm nicht ein Leichtes sein, Gerechtigkeit zu schaffen?
Was Gott vom Richter im Gleichnis unterscheidet: Er liebt die Menschen und möchte, dass es ihnen gut geht.
Was kann da unser Beten dazu beitragen, dass die Welt besser wird? E
Mit dem Gebet können wir Not, Hilfeschreie, Wünsche und Anliegen ins eigene Bewusstsein und in das anderer Menschen bringen. Dass Gott erst durch unser Beten auf die Notlagen aufmerksam würde, ist wohl zu naiv gedacht – er weiß schon, was wir nötig haben. D.h. nicht Gott hat das Gebet notwendig – sondern wir selbst!
Wir solidarisieren uns mit anderen, wenn wir den Schrei nach Recht und Gerechtigkeit der Menschen vor Gott bringen.
Aber hilft Beten überhaupt? Ist das nicht eine naive und überholte Haltung?
Ich bin fest überzeugt, dass Beten hilft. Jedoch wirkt es nicht wie ein Brief an das Christkind. Zumeist ist wenig bewusst, dass es viele Formen des Betens gibt. Auf unterschiedlichen Wegen kann zur Sprache gebracht werden, was nottut: Rosenkranz, Anbetung, Morgen- und Abendgebete.
Oder auch das Pilgern; das Wallfahren – wo man auf dem Weg nicht nur mit den Blasen an den Füßen beschäftigt ist, sondern wohl auch Zeit hat, über den eigenen Glauben nachzudenken.
Allezeit beten und darin nicht nachlassen
An wen ist der leidenschaftliche Apell Jesu „allezeit zu beten und darin nicht nachzulassen“, denn eigentlich gerichtet? Zunächst an die Jünger. Vermutlich erlagen diese ähnlich wie viele Menschen der Versuchung, sich als schweigende Mehrheit zurückzuziehen, zu resignieren und ohnmächtig abzuwarten. Was kann meine Stimme schon ausrichten?
Schweigende Mehrheiten werden gerne von Menschen, die deren Stimmlosigkeit ausnützen, missbraucht. Es ist not-wendig, dass wir unsere Stimme erheben und kundtun, was unserer Meinung nach Not wenden kann.
Es ist notwendig, auch aufzustehen gegen Ungerechtigkeit: Sei es Ungerechtigkeit gegen Menschengruppen, gegen Minderheiten; oder auch Ungerechtigkeit gegen die Schöpfung.
Von Mose wird erzählt, dass er müde wurde und nicht mehr die Kraft hatte, die Hände im Gebet erhoben zu halten. 2 Männer stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links – und damit konnten sie gegen die Feinde bestehen.
Ob nicht auch unsere Caritasleute und die vielen anderen, die sich für die Rechte der Schwachen einsetzen, mehr Unterstützung bräuchten; nicht nur mit Geld, sondern auch durch gutes Reden?
3.) Das Evangelium schließt mit einem nachdenklichen Wort: Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, noch Glauben auf der Erde finden?
Damit ist eine Brücke zur Lesung geschlagen: Glaube entsteht nicht automatisch. Er entwickelt sich. Er braucht auch Übung – mit regelmäßigem Beten; mit regelmäßigem Gottesdienst …
Ist das nicht auch die Frage so mancher Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkeln? Sie erziehen sie im Glauben; sie versuchen, etwas mitzugeben – aber wird es in 10, 20, 50 … Jahren noch Glauben geben?
Und ich muss sagen: Ich bin da optimistisch! Es geht ja nicht um das Glaubenswissen, um das Aufsagen können von Geboten – sondern um den Glauben, der sich in den guten Werken ausdrückt.
„Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast.“ – Dieser Rat von Paulus ist für mich sehr eindrücklich:
Zum einen: Mich immer wieder daran zu erinnern, woher mein Glaube kommt; wie er gewachsen ist.
Aber auch: Wovon habe ich mich in meinem Leben selbst überzeugt? Welcher Teil des Glaubens ist von einem kindlichen Glauben zu einem erwachsenen Glauben geworden? Er darf sich also auch verändern.
Und dann das Wort: „Du weißt, von wem du es erlernt hast“. Also die Wertschätzung gegenüber jenen, die uns eingeführt haben in den Glauben; die Wertschätzung gegenüber den „Ältesten“, wie sie in der Bibel heißen.
Wenn wir mit unserem Gebet und unseren guten Werken nur ein wenig dazu beigetragen haben, dass nächste Generationen gute Menschen geworden sind, dann habe ich keine Sorge, ob Jesus dereinst noch Glauben auf der Erde finden wird.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/10/betende-Frau-1.jpg10671600Johann Pockhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngJohann Pock2025-10-20 09:35:262026-01-19 08:25:07Glauben lernen – hartnäckig bleiben und tätig werden – Predigt
Ich gehe jetzt wirklich voll Hoffnung nach Hause“ diese Worte einer Teilnehmerin am Gemeindetag klingen immer noch in meinen Ohren nach.
Wenn dieses Gefühl der Hoffnung das Ergebnis dieses Tages ist, dann haben wir – das Vorbereitungsteam – Grund zur Freude. Es war uns ein großes Anliegen, die aktuellen Herausforderungen für unsere Gemeinde/Pfarre gemeinsam in den Blick zu nehmen und „Hoffnungszeichen“ zu erkennen.
Nach der Familienmesse, die wir in großer Zahl und mit vielen verschiedenen Gestaltungselementen gefeiert haben, wurden alle nochmals von Pfarrer Martin eingeladen, am „Gemeindetag“ weiter teilzunehmen. Im Pfarrcafe konnten wir uns stärken und bei Julianes Kirtagsstandl wurde fleißig eingekauft. Danach sprach Pfarrer Martin in einem kurzen Impulsvortrag über die aktuelle Situation unserer Gemeinde und die zukünftigen Herausforderungen.
In sechs verschiedenen Themenkreisen konnten sich die Teilnehmer*innen in Kleingruppen informieren und gemeinsam Gedanken machen, wie wir auf Wegen der Hoffnung in eine gute Zukunft gehen können. Die vielfältigen Erfahrungen unserer Gemeinschaft waren ebenso Thema, wie Informationen über Aktivitäten, Gruppen usw. Für die zahlreichen Kinder gab es in dieser Zeit ein eigenes Programm.
Bei einem einfachen Mittagessen wurde die Gelegenheit zum weiteren Austausch fleißig genutzt. Zum Abschluss erfreuten uns die „Happy Voices“ noch mit ihren Liedern, und die Kindermusikgruppe spielte noch einmal auf.
„Ich finde, es ist sehr gut gelungen, positiv und hoffnungsvoll vom Gemeindetag nach Hause zu gehen“ (eine Teilnehmerin)
Unsere traditionelle herbstliche Pfarrwallfahrt nach Maria Gugging am 4. Oktober 2025 war wieder ein sehr schönes Erlebnis. Insgesamt 21 Personen machten sich mit den Öffis auf nach Kritzendorf. Von Dort ging es über Hadersfeld zur Lourdesgrotte in Maria Gugging. Die ca. 10 km bewältigten die Wanderer in 3 Stunden.
Feierlicher Höhepunkt war aber natürlich die Messe mit Kardinal Christoph Schönborn und den vielen weiteren Pfarrmitgliedern, die mit dem Auto oder dem Bus gekommen waren.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/10/Wallfahrt-Lourdesgrotte-2025.jpg5771024Michael Valenthttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngMichael Valent2025-10-06 00:01:312026-01-19 08:35:47Wallfahrt zur Lourdesgrotte 2025
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2024/04/Danke-schoen.jpg8001600Pfarrer Martin Rupprechthttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngPfarrer Martin Rupprecht2025-10-01 00:01:592026-04-23 13:27:2135-jähriges Dienstjubiläum von Andrea Kainz
Am Sonntag, 21.9. empfingen 16 Firmkandidatinnen und Kandidaten das Sakrament der Firmung von Subregens Markus Muth.
Die Jugendlichen bereiteten sich ein Jahr gemeinsam auf dieses Fest vor.
Zum Motto „Feuer und Flamme sein“ fand der Gottesdienst statt, der mit vielen rhythmischen Liedern und passenden Texten gestaltet war.
Alle erfreuten sich anschließend am großen Pfarrcafé und die Jugendlichen schauen bereits den folgenden Jugendstunden entgegen!
Zum Fest der Kreuzerhöhung (14.09.2025) predigte Univ. Prof. Dr. Johann Pock in Schönbrunn-Vorpark über die manchmal missbräuchliche Verwendung des Kreuzes, vorrangig aber über das, was es für einen Gläubigen bedeutet, zum Kreuz aufzuschauen.
Erhobenes Kreuz als symbolische Aktion
Ein erhobenes Kreuz in der Hand: Das zieht sofort den Blick auf sich. Was will ich damit? Will ich Gutes oder Schlechtes? Will ich was zeigen – oder will ich von den Menschen etwas, die darauf schauen?
– Die Hand mit dem Kreuz – sie findet sich auf ganz vielen Kanzeln in Österreich und Deutschland. Hier war sie ein Zeichen des wahren Glaubens im Kampf zwischen Katholiken und Protestanten. Es war ein Zeichen der Glaubensmacht, mit der nicht nur Gutes angerichtet worden ist.
– Die Hand mit dem Kreuz findet sich auch auf vielen Darstellungen der Mission in früherer Zeit.
– Aber das Kreuz wird positiv heute noch zu vielen Gelegenheiten erhöht; so heißt es nicht zuletzt am Grab: Das Kreuz Jesu Christi sei aufgerichtet über deinem Grab. Das Kreuz wird vorangetragen bei Prozessionen.
Das Kreuz ist somit für uns heute ein Zeichen der Rettung; ein Zeichen, dass da einer ist, der stärker ist als der Tod.
Rettung durch das Aufschauen bei Mose
Die Lesung aus dem Alten Testament erzählt etwas Ähnliches: Menschen sterben wegen einer Schlangenplage – da richtet Mose eine eiserne Schlange an einem Stab auf – und wer darauf blickt, der wird gerettet. Aber nicht der Stab oder die eiserne Schlange rettet, sondern Gott ist es, an den sie dabei denken sollen.
So ist es auch hier bei uns: Das Kreuz ist ein Zeichen, das uns auf Jesus verweist, auf sein Leiden und Sterben; auf sein Mitleiden mit uns. Dabei fallen mir einige wichtige Aspekte auf:
Aufschauen verändert Blick und Haltung
Da ist zunächst das Aufschauen:
Aufschauen bedeutet: Ich hebe meinen Kopf auf; ich versinke nicht in mich selbst.
den Blick von mir und meinem Leid wegwenden
Hilfe von außen, von oben erhoffen und annehmen können
zugeben, dass ich nicht alles selbst leisten oder schaffen kann
Aufschauen – das ist der Schritt weg vom Niedergeschlagen-Sein. Heute sprechen wir von der „De-Pression“: niedergedrückt, bedrückt zu sein vom Leben, von Leid, von Sorgen.
Aufschauen ist ein Schritt hinaus aus der Niedergeschlagenheit.
Wie schön ist da z.B. der Psalm 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen … Von wem kommt mir Hilfe? Die Hilfe kommt von meinem Herren …“
Auf das Kreuz schauen
Und an diesem Fest schauen wir auf zum Kreuz:
Das Kreuz anzusehen bedeutet: Ich erwarte Hilfe: von einem, der selber gelitten hat; nicht von einem Star, nicht von einem unberührbaren Gott, dem ich egal bin.
Kreuz sagt nicht sofortige Hilfe zu, sondern: Da ist einer, der mitleidet; einer der weiß, was Freude und Menschsein heißt – aber auch, was Leiden und Schmerzen haben bedeutet.
Dieser Jesus nimmt mir mein Kreuz nicht ab – aber er trägt an meinem Kreuz mit. Ich bin mit meinem Kreuz, mit meinem Leid nicht allein.
Der Blick aufs Kreuz verbindet mich mit den vielen Kreuzen, die es seit der Zeit Jesu gegeben hat und auch heute noch gibt: Leid und Sorgen der Menschen – die dieser Jesus alle in seinem Leid am Kreuz mitgetragen hat.
Und schließlich dürfen wir als Christen nicht vergessen: Das Kreuz ist nicht der Endpunkt. Es hatte in der frühen Christenheit eigentlich noch kaum eine Bedeutung – denn das Wichtige war die Auferstehung. Die wichtigste Botschaft lautete: Er, der tot war, lebt – und wir mit ihm.
Es ging den ersten Christen vor allem um diese neue Gemeinschaft mit diesem Jesus; um den neuen Weg eines Lebens der Liebe zu den Nächsten und zu Gott.
Erst etwas später hat man dann auch das Kreuz als Heilszeichen entdeckt: Weil es eben die Auferstehung nicht ohne den Tod gibt; weil zum menschlichen Leben dieses Hindurchgehen durch Leid und Tod dazugehört.
Kreuzerhöhung – ein Fest für heute?
Und schließlich finde ich dieses Fest als ein spannendes Fest in der heutigen Zeit: Das Fest Kreuzerhöhung stellt das Scheitern in den Mittelpunkt; die Schmach eines Verurteilten und Ausgestoßenen.
Was ist das für ein Zeichen, dass wir einen am Kreuz Verurteilten als unseren Gott verehren – und gleichzeitig in einer Zeit leben, wo Menschen abgeschoben werden; wo nur zählt, was perfekt ist …
Das Kreuz ist zuallererst ein Zeichen des Scheiterns; ein Zeichen der Niederlage aller allzu menschlichen Machtphantasien. Wir dürfen dieses Kreuz nicht vorschnell verharmlosen – es ist und bleibt ein Skandalon, ein Ärgernis; es bleibt das letzte Wort Jesu am Kreuz: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen.“
Erst durch die Auferstehung wird es zum Zeichen, dass es eine höhere Macht gibt als die menschliche; dass der Tod nicht das letzte Wort hat
Schluss
Aufschauen zum Kreuz – das befreit aus Niedergeschlagenheit.
Aufschauen zum Kreuz – das kann befreien von Hoffnungslosigkeit.
Dies geschieht nicht automatisch wie durch Magie oder Zauber; sondern es gehört auch der Glaube an Gott dazu: der Glaube, dass er mich heilen will; dass er mich erlöst hat.
Ohne diesen Glauben ist das Kreuz nur ein Zeichen eines grausamen Todes – oder ein schönes Schmuckstück an der Wand.
Mit diesem Glauben aber wird es zum Zeichen des Lebens, das stärker ist als der Tod.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/09/Kreuz.jpg10671600Johann Pockhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngJohann Pock2025-09-16 09:20:352025-11-05 12:29:28Aufschauen zum Kreuz – Predigt
Gefesselt können wir von einem Buch, einem Film, einem Gespräch sein. Was aber meint der Apostel Paulus, wenn er sich als gefesselt bezeichnet, und was heißt das für uns? Darüber predigte Dr. Christoph Benke am 23. Sonntag im Jahreskreis in Schönbrunn-Vorpark.
Wann hat Ihnen zuletzt ein guter Kriminalroman eine halbe Nacht gekostet? Wann zuletzt ließ ein Film, ein Gespräch, irgendein Tun die Zeit im Flug vergehen? Das sind glückliche Momente. Wir waren ganz dabei, haben alles andere und sogar uns selbst vergessen, waren gänzlich gefesselt vom Krimi, fasziniert vom Film und seiner Handlung, gefangen vom Gespräch und vom Gegenüber. – Fesseln können also auch glücklich machen – wenn wir „hin und weg“ sind und uns das Staunen packt.
Der Apostel Paulus bezeichnet sich als Gefesselten, Gefangenen (Phlm 1). Das ist kein Wunder, denn er schreibt aus dem Gefängnis. Wegen seiner religiösen Gegner ist er im Kerker. Aber der eigentliche Grund ist Jesus Christus und sein Evangelium. Paulus würde die Fesseln des Evangeliums (Phlm 13) auch dann noch tragen, wenn er frei wäre. Aus Freiheit lässt er sich an Jesus binden. Das ist sein Glück. Er ist bleibend fasziniert von Jesus Christus, denn Jesus hat ihn von der Angst um sich befreit.
Nie und nimmer will er dieses Gebundensein an Christus abstreifen, auch wenn es ihn viel kostet – eben auch die Freiheit. Unermüdlich ist er unterwegs, um Menschen genau dafür zu gewinnen: ‚Habt keine Angst um euch, lasst euch faszinieren, fesseln von Jesus Christus und seiner Liebe.‘
Durch unsere Taufe sind auch wir gebunden an Jesus Christus, tragen auch wir die Fesseln des Evangeliums. Das ist Gabe und Aufgabe. Diese Gabe müssen wir beharrlich und geduldig mit Liebe und Leben füllen. Wenn wir von Jesus nicht mehr fasziniert sind, müssen wir ihn bitten, er möge uns neu faszinieren, binden und fesseln!
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/09/Gefesselte-Haende.jpg7941600Dr. Christoph Benkehttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngDr. Christoph Benke2025-09-08 00:01:572025-11-05 12:28:00Gefesselt
Eine bunte Gottesdienstgemeinde versammelte sich zur gemeinsamen Feier der Familien- und Geburtstagsmesse.
Viele Ministrant*innen (darunter 5 „Neulinge“) assistierten unserem Pfarrer Martin. Unterstützung kam auch von unserer Musikgruppe, die schwungvoll den Gesang begleitete. Petra las eine Geschichte vom mutig sein und Mut kann jede / jeder von uns immer wieder brauchen.
Ob es die Aufregung vor dem ersten Schultag, dem Neubeginn in einer weiterführenden Schule, den Herausforderungen einer neuen beruflichen Aufgabe sein mag, ein mutmachender Zuspruch und Segen tut gut! Alle, die es wollten, wurden daher am Ende des Familiengottesdienstes mit einem Einzelsegen gestärkt, um so mutig in das neue Schul- und Arbeitsjahr zu starten. Auch die „Geburtstagskinder“ , der älteste Jubilar Walter Schallamon feierte am Tag genau seinen 92. Geburtstag, wurden gesegnet.
Nach dem Gottesdienst wurde im Pfarrcafé weitergefeiert.