Geburtstagsmesse mit Dr. Johann Pock. Seine Predigt zum heutigen Tagesevangelium hat viele Menschen begeistert.
Die Jubilare des Monats November zünden eine Kerze an und wer möchte, kann am Ende des Gottesdienstes einen persönlichen Segen empfangen.
Mit dem heutigen Festtag endet das Kirchenjahr und nächsten Sonntag feiern wir den ersten Adventsonntag mit Segnung der Adventkränze und Kinderwortgottesdienst.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/12/Geburtstagsmesse-am-Christkoenigssonntag-2023.jpg?ver=17063529848001600Maria Kimmhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngMaria Kimm2023-12-01 11:16:112025-01-13 16:52:24Geburtstagsmesse am Christkönig-Sonntag
Das Jüngste Gericht wurde von der Kirche oft als Drohgeschichte verwendet. In Wirklichkeit geht es aber darum, wie ich mit den Schwachen in der Gesellschaft umgehe. Das stellte Univ. Prof. Dr. Johann Pock ins Zentrum seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark am Christkönigssonntag, 26.11.2023. Außerdem wies er darauf hin, dass Christkönig bereits ein adventliches Fest ist.
Weltgerichts-Bilder der Vergangenheit
Ich bin in der Kirche in meiner Heimatpfarre groß geworden, mit einem großen Wandfresko (ca. 1750 entstanden) in der Taufkapelle. Es stellt das Weltgericht dar, wie man es sich damals vorstellte, nicht zuletzt aufgrund des heutigen Evangeliums. Und was so einem Kind dabei hängen bleibt, ist dabei nicht der triumphierende Auferstandene, oder die Personen im Himmel – sondern die Darstellung auf Augenhöhe: – und das ist die Hölle, mit vielen Flammen; mit schmerzverzerrten Gesichtern – und mit einem Teufel, der mit einem Rechen die armen Seelen an den Haaren in die Hölle zerrt.
Aus Liebe zu Gott wird man angesichts solcher Bilder und solcher Verkündigung nicht Christ – sondern aus Angst, so zu enden …
Das „Jüngste Gericht“ – es diente der Kirche über viele Jahrhunderte als wichtigstes Motiv in der Verkündigung: Wehe, wenn ihr nicht brav seid als Christen, dann schmort ihr in der Hölle! Wehe, wenn ihr euch nicht rechtzeitig vor dem Tod bekehrt, dann ab in die ewigen Flammen.
Mit solchen und ähnlichen Worten wurden die Menschen bei der Stange gehalten – und so manch einer ist wohl mit tiefsten Ängsten vor dem Sterben durch sein Leben gegangen. – Und umso schlimmer, wenn man am Schluss „unversehens“ gestorben ist – also ohne die damals sogenannte letzte Ölung.
Jüngstes Gericht – die Interpretation Jesu
Doch wie können wir heute davon reden – vom „Jüngsten Gericht“? Schauen wir auf das heutige Evangelium, das Ende des Evangeliums nach Matthäus am Ende des Matthäus-Lesejahres:
Da heißt es: „Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.“ Dieses Setting wird dann zumeist als Gericht des Königs interpretiert. Und die Erwartung ist, dass er nun seine Gefolgsleute belohnt.
Doch wie so oft überrascht Jesus seine Zuhörer und ihre Erwartungen. Immer wieder nämlich greift er heiße Eisen und bekannte Motive auf – und deutet sie ganz neu:
So z.B., wenn er sagt: Der Sabbat, der Ruhetag des Herrn, ist für den Menschen da, und nicht der Mensch für den Sabbat.
Oder bei der Ehebrecherin, die er verurteilen soll, sagt er: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Aber auch das Verständnis des Königs verändert er: Als Pilatus ihn fragt „also bist du doch ein König“ – sagt er: Ja, aber mein Reich ist nicht von dieser Welt. Er ist kein König mit Schwert und Soldaten; er ist der König, der zugleich der gute Hirte ist. Und ein guter Hirte ist derjenige, dessen Herzensanliegen das Wohl seiner Herde ist.
Und so auch hier: Auch wenn am Schluss von der „gerechten Strafe“ die Rede ist – es wird deutlich, dass da nicht ein gnadenloser Richter sitzt, der Abrechnung hält. Es ist der gute Hirt, der selbst das Beispiel gibt: sich für jene einzusetzen, die am Rande sind.
Kriterium des ewigen Lebens ist ein Leben, das auf die Schwächsten schaut
Somit ist es nicht ein strafender Richter, der da sitzt – sondern einer, der sagt: Liebe Leute, es liegt an euch selbst, wie die Ewigkeit aussehen wird.
Und Jesus überrascht mit seinen Kriterien für ein gelingendes Leben, die sich schon in der Bergpredigt, in den Seligpreisungen finden: Da ist keine Rede vom Fromm sein; keine religiösen Vorschriften, die zum Heil führen. Vor allem auch keine eingehaltenen Reinheitsvorschriften.
Vielmehr sind es karitative Handlungen: Wir nennen all dies heute die „Werke der Barmherzigkeit“. Hungernde speisen, Dürstende tränken; Fremde aufnehmen, Gefangene besuchen – und zwar ohne Ansehen der Person.
Kein Wunder, dass Jesus von religiösen Führern seiner Zeit verfolgt wurde: Er entzog Ihnen letztlich die Macht über die Gläubigen. Denn sie konnten nun nicht mehr bestimmen, wer gottgemäß lebte und wer nicht.
Auch die Kirche hat sich angesichts dieses Evangeliums verändert
Und das ist auch etwas, was in den letzten Jahren in der Kirche geschieht: Unsere Kirche hatte lange Zeit vorgegeben, wie man in den Himmel kommt – und da waren ganz viele religiöse Vorschriften dabei, und ganz wenige soziale. Vor allem hatte die Kirche jahrhundertelang gesagt: Gerettet wird nur, wer in der Kirche ist, wer getauft ist.
Ein Blick auf Mt 25 zeigt aber: Davon redet Jesus nicht. Jeder Mensch, egal welcher Religion, kann gerettet werden – denn jeder Mensch ist Kind Gottes. Und jeder Mensch kann anderen Gutes tun – und darauf kommt es an.
Vor allem aber verändert Jesus auch den Ort der Gottesbegegnung: Konnte man vorher hauptsächlich im Tempel Gott begegnen; oder im Gebet, in der liturgischen Feier – so ist es nun der Nächste, ja sogar der Fremde, in dem Gott zu begegnen ist.
Das steht genau im Hintergrund dessen, was Papst Franziskus der Kirche und den Gläubigen sagt: Versteckt euch nicht innen. Geht hinaus, lebt euer Christsein mitten in der Welt.
Christkönig ist ein adventliches Fest
Wir feiern Christkönig als Abschluss des Kirchenjahres; und zumeist hat der November den Charakter von Gerichtsreden – und der Advent die positiven Bilder des Wartens auf das Kommen des „Christkinds“. Doch beides gehört zusammen: Denn das „Christkind“ und der „Weltenrichter“ sind derselbe. Das adventliche Warten auf das Kommen des Kindes ist auch das Warten auf die Wiederkunft Christi.
Zwei zentrale Botschaften entnehme ich diesem Evangelium für unser Christsein heute:
Die eine lautet: Gott steht auf der Seite der Schwachen. Und das ist entlastend: Ich darf als Christ auch schwach sein. Ich kann Fehler machen und falle deshalb nicht gleich aus der Liebe Gottes raus. Denn er ist Mensch geworden für uns, um unsere Schwächen zu heilen.
Die zweite: Das zentrale Kriterium für das Christsein ist nicht eine besondere Leistung, sondern eigentlich nur gutes Menschsein. Und so können wir ohne Angst, sondern mit großer Freude warten auf die Begegnung mit dem, der auch unsere Fehler dereinst zu-Recht-rücken wird.
Johann Pock
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/11/Justiz-Hammer-Waage.jpg?ver=17081946139001600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2023-11-27 14:09:162024-01-21 20:27:20Wer wird gerettet?
Was machen wir aus dem uns von Gott Anvertrauten? Das war die Frage, dieDr. Christoph Benke in seiner Predigt am 33. Sonntag im Jahreskreis der Gemeinde in Schönbrunn-Vorpark stellte.
Jeder Beruf hat seine Begriffe. So spricht auch die Finanzwelt ihre eigene Sprache. Dort gibt es etwa die Anleger: Menschen, die Geld zur Verfügung haben. Sie möchten das Kapital einsetzen und so vermehren. Dabei gibt es ein höheres und ein geringeres Anlegerrisiko. Das Geldinstitut ist verpflichtet, darüber zu informieren. Welcher Anleger-Typ sind Sie? Risikofreudig? Oder eher vorsichtig-abwartend – „konservativ“?
Im Evangelium dieses Sonntags gibt es zwei Typen. Der eine erkennt die Verantwortung. Es wird ihm ein Vermögen anvertraut. Er sieht die Chance und wagt etwas. Zu diesem Typ zählen die beiden Diener, die jeweils etwas dazugewonnen haben.
Der andere Typ ist der dritte Diener. Er vergräbt, dass ihm anvertraute Geld. Was mag ihn dazu bewogen haben? War er allzu vorsichtig? Wollte er das Anlegerrisiko erst gar nicht aushalten? War er einfach faul? Später rechtfertigt er sich, er hätte aus Angst so gehandelt (Mt 25,25). Vielleicht hat er nicht begriffen, was jetzt von ihm gefordert ist und was ihm keiner abnehmen kann: ein Schritt in die Verantwortung, ein Schritt ins Leben.
Dabei hätte es ihm geholfen, das Kapital, die Talente genauer anzuschauen. Denn der Mann, der auf Reisen geht, ist Gott selbst. Das Silbergeld ist das Angebot, das Gott uns macht: Jesus Christus und seine Botschaft. Das ist die Gabe, uns anvertraut. Die Abrechnung samt Belohnung und Bestrafung bezieht sich dann darauf, ob und wie sich jemand Jesus Christus öffnet oder verweigert.
Damit ist auch gesagt: ‚Ja, es gibt ein Anlegerrisiko. Du bist gefordert, bring Dich ins Spiel! Mach mit Deinem Christsein ernst. Und wenn Du Dir eine Ausrede überlegst, dann lass Dir eine bessere einfallen als die aus Angst. Gott setzt auf Dich. Er hat Dir etwas anvertraut, mach was draus!‘
Christoph Benke
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/11/Daumen-rauf.jpg?ver=17060320469001600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2023-11-21 12:46:172023-11-21 12:46:17Gott hat dir etwas anvertraut. Mach was draus!
Am vergangenen Wochenende war viel los in Schönbrunn Vorpark! Am Freitag luden die Kinder unseres Kindergartens zum gemeinsamen Martinsfest in unsere Kirche. Danach gab es eine Agape im Garten. Im Anschluss daran zogen die Kinder mit ihren Laternen durch den Auer-Welsbach-Park. Ein Video davon gibt es auch auf unserer Facebook-Seite!
Am Sonntag konnten wir den Geburtstag von Pfarrer Martin auch in unserer Kirche feiern. Pfarrer Martin erzählte uns von einigen Stationen in seinem Leben. Besonders gefreut hat er sich über die 12 Ministrant*innen und auch der Chor sang ein mehrstimmiges Segenslied für ihn.
Die jüngeren Kinder trafen einander zum Kinderwortgottesdienst, bei dem auch der Heiligen Martin im Mittelpunkt stand.
Beim abschließenden Pfarrcafe wurde noch weitergefeiert.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/11/N9A1644-Kopie.jpg11241435Maria Kimmhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngMaria Kimm2023-11-14 16:32:552025-01-13 16:48:39Martinsfest, Hl. Messe mit Pfr. Martin und Kinderwortgottesdienst
Am vergangenen Sonntag, den 12. November 2023, versammelten sich über 50 vor allem junge Menschen in Schönbrunn-Vorpark, um miteinander im Rahmen der Jugendmesse über das Leben des Heiligen Martin nachzudenken.
Was hat er mit mir zu tun? Worin kann er mir Vorbild sein?
Bei tiefsinniger christlicher Popmusik unserer Band und Impulsen von Diakon Árpád, Pfarrvikar Marek und Pastoralassistentin Petra brachten wir unseren Alltag mit dem Bischof aus dem 4. Jahrhundert in Verbindung.
Als Symbol dafür, dass auch wir Wärme in die Welt tragen können, brachten die Teilnehmenden bunte Filzquadrate zum Altar und ließen damit die eine Mantelhälfte des Heiligen Martin entstehen. Ein zweites Filzquadrat nahm jede/r mit nach Hause, um bis zur nächsten Jugendmesse immer wieder daran erinnert zu werden, Gutes in die Welt zu bringen und damit anderen Wärme zu spenden.
So sind unsere Jugendmessen nicht nur eine Stunde gemütlicher Gemeinschaft, sondern ein Auftrag, gestärkt durch den Glauben hinauszugehen und nicht nur unsere Mäntel, sondern vor allem unsere Herzen mit den Menschen zu teilen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/11/N9A1711-Kopie.jpg9721480Petra Wasserbauerhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngPetra Wasserbauer2023-11-13 23:59:552025-01-13 16:47:32Jugendmesse auf den Spuren von St. Martin
Gemeinsamer Bezugspunkt der Lebenden und der Toten bleibt Christus. Er bleibt der Mittelpunkt der Welt, für die Lebenden und die Toten, für die Heiligen hier und dort.
Das stellte Dr. Christoph Benke in seiner Predigt am Fest Allerheiligen in Schönbrunn-Vorpark in seiner Predigt am Beispiel einer besonderen Kirche dar.
In der Abteikirche eines Benediktinerklosters in Nordrhein-Westfalen ist das Chorgestühl ungewöhnlich angeordnet: Die Mönche bilden während des Betens einen Halbkreis. In der Mitte steht der Tabernakel. Er ist in der Kirchenmauer. Die andere Hälfte, der zweite Halbkreis, ist außerhalb der Kirchenmauer. Es ist der Friedhof. Die verstorbenen Mitbrüder sind im Halbkreis gebettet.
Vom Glauben inspirierte Architektur. Sie bedeutet: Was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, die irdische Wirklichkeit, ist nur die eine Hälfte der Wirklichkeit. Die sinnliche Erfahrung will uns einreden: Was wir sehen und angreifen können, das sei schon die ganze Wirklichkeit. Aber der christliche Glaube streckt sich auf das Unsichtbare aus, indem er sagt: Es gibt eine Wirklichkeit, die das Irdische übersteigt.
Die 2. Botschaft: Diejenigen, die im Kloster leben, gehen ihren Weg im Glauben. Diejenigen, die außerhalb der Mauern in der Erde liegen, gehören dazu. Gemeinsam kommen die Halbkreise zusammen und bilden das Ganze, die Gemeinschaft der Heiligen, wie es im Glaubensbekenntnis heißt. Allerheiligen erinnert: Unsere Hoffnung umfasst die gesamte Schöpfung und das Heil aller Menschen. Das letzte Glück, die endgültige Freude bei Gott gibt es nur gemeinsam. Die Heiligen, die angekommen sind, die Verstorbenen – sie haben noch nicht die volle Freude des Angekommenseins, solange wir noch unterwegs und noch nicht da sind. Sie warten auf uns. So gesehen passt es, wenn das Totengedenken auch schon am Allerheiligentag stattfindet.
Zwei Halbkreise: Gemeinsamer Bezugspunkt der Lebenden und der Toten bleibt der Tabernakel, also Christus. Er ist für alle gestorben. Er bleibt der Mittelpunkt der Welt, für die Lebenden und die Toten, für die Heiligen hier und dort – bis er einmal das All dem Vater übergibt.
Christoph Benke
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/11/Gotisches-Gewoelbe-Jesus.jpg?ver=17081955839001600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2023-11-01 13:36:312023-11-06 13:46:45Lebende und tote Heilige
Geburtstagsmesse mit dem Subregens des Wiener Priesterseminars!
Wir freuen uns, dass Markus Muth immer wieder gerne mit uns Gottesdienst feiert. Wir sind gerade mitten in den Herbstferien, das merkt man auch an der Anzahl der Gottesdienstbesucher*innen und Minis. Gott sei Dank hat Markus seinen „eigenen“ Ministranten mitgebracht, einen jungen Seminaristen aus Kerala, Indien.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/10/Geburtstagsmesse-Oktober-2023-e1706357640827.jpg?ver=17063575386851216Maria Kimmhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngMaria Kimm2023-10-30 09:15:512025-01-13 16:45:04Geburtstagsmesse Oktober 2023
Unter diesem Motto stand das diesjährige Familienwochenende in St. Corona am Wechsel. Und auch heuer verbrachten 23 Kinder und 23 Erwachsene wieder 3 wunderschöne Tage in Fröhlichkeit, Vertrautheit und Gemeinschaft!
Eine Fröhlichkeit, die spürbar wird, wenn 11 Kinder ihre Instrumente auspacken und unter der liebevollen Orchesterleitung Lieder spielen und wir alle gemeinsam singen.
Eine Fröhlichkeit, die spürbar wird, wenn die Kinder lachend und voller Freude durchs Haus und die wunderschöne Natur laufen.
Eine Fröhlichkeit, die spürbar wird, wenn die Erwachsenen gemütlich beisammensitzen, miteinander plaudern und eine gute Zeit haben.
Eine Vertrautheit, die man daran merkt, dass wir uns mit dem Thema Gerechtigkeit beschäftigt haben und einander bei unseren Gedanken dazu zuhören.
Eine Vertrautheit, die man daran merkt, dass es am Familienwochenende schon ganz selbstverständlich ist, dass so viele etwas zum Programm und zum Gelingen beitragen.
Eine Vertrautheit, die man am Gefühl der Geborgenheit, das sich an diesem schönen Ort in unserer Gruppe einstellt und das eine Ahnung von der Liebe Gottes gibt, merkt.
Eine Gemeinschaft, die geprägt ist von genau dieser Vertrautheit und Fröhlichkeit!
Eine Gemeinschaft, die vielleicht auch Beispiel dafür sein kann, wie Kirche heute gelingen kann. Jede und jeder trägt das ihr und ihm Mögliche bei und gemeinsam schaffen wir so ein großes, buntes Ganzes!
Eine Gemeinschaft, wo man dankbar ist, füreinander und die gute Zeit, die wir miteinander als Familien haben und wo man sich jetzt schon aufs nächste Jahr freut :-)!
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/10/Familienwochenende-2023.jpg?ver=17063571258001600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2023-10-23 16:37:442025-01-13 16:44:06Auf den Spuren der Gerechtigkeit!
Wir durften gemeinsam in einer Familienmesse Erntedank feiern. Dabei wurde das Thema Schöpfungsverantwortung und Klimakrise in den Blickpunkt gerückt und dies durch die Fürbitten, Gebete und Lieder mitgetragen. Wir knüpften an das neue apostolische Schreiben „Laudate Deum“ unseres Papstes Franziskus zu diesem Themenkreis an. Der Globus im Kirchenraum erinnert uns daran, dass wir diese eine Erde als Seine Schöpfung bewahren und schützen sollen.
Unser Kinderchor „Happy Voices“ und der Erwachsenenchor begeisterten uns musikalisch und erinnerten uns daran, dass wir auch für diese immateriellen Gaben sehr dankbar sein dürfen! Unser Zelebrant Univ.-Prof. Johann Pock erzählte mit besonderem Blick auf die Kinder einfühlsam das Gleichnis von der falschen Selbstsicherheit des reichen Mannes aus dem Lukasevangelium. In der Gabenprozession brachten Kinder mitgebrachte Gabenkörbchen zum Altar, die gesegnet wurden.
Nach Abschluss der Messe konnten wir noch im Pfarrkaffee im Gespräch bleiben. Besonders danken möchten wir all jenen, die sich für die Fragebogen-Aktion Zeit genommen haben und uns ihre Einschätzung und viele Ideen und Anregungen mitgegeben haben. Wir im Eine-Welt-Kreis freuen uns schon auf unser nächstes Treffen, um mit diesem Feedback konkrete Klimaschutz-Ideen zu entwickeln. Gerne laden wir Euch zum weiteren Austausch und zur Mitarbeit ein!
Thomas Bogner für den Eine-Welt-Kreis
Die Angebote am „Kirtags-Standl“ fanden viele Käufer/innen. Juliane bot ihre selbstgemachten Schmankerl an – der Erlös kommt wie jedes Jahr der Pfarre zugute. Danke für die vielen Köstlichkeiten, du liebst das Kochen/Backen und probierst gerne Neues aus, egal ob süß oder pikant.
Wie reagieren wir auf Aufforderungen? Sagen wir sofort Ja und tun dann doch nichts, oder sagen wir zunächst Nein und kehren später um?
Das stellte Dr. Christoph Benke in seiner Predigt am 26. Sonntag im Jahreskreis – 1.10.2023 in Schönbrunn-Vorpark ins Zentrum seiner Predigt.
Die Familie, in der wir aufwuchsen, prägt uns, ein Leben lang. Hier fallen viele Vorentscheidungen. Das Verhältnis zum Vater, zur Mutter; ob es Geschwister gab, wie die Atmosphäre war – das hat Einfluss auf uns, guten oder unguten.
Das Sonntagsevangelium spricht von zwei Söhnen. Der eine verspricht Gehorsam, führt ihn aber nicht aus. Der andere verweigert den Gehorsam, leistet ihn aber später doch. Gehen wir davon aus, dass wir uns in beiden Söhnen wiederfinden!
Jesus sagt damit: Es kommt auf das Tun an. Und könnte es nicht sein, dass der eine Sohn als Musterkind dastehen wollte? Und sich damit automatisch, ohne es zu wissen, über andere erheben wollte?
Das Zweite, was uns Jesus mitgibt: Späte Umkehr ist besser als Selbstgerechtigkeit. Lebenswege sind oft sehr verworren. Man verliert sich in Ab- und Umwegen, kommt weit weg von Gott. Man sagt vielleicht, so wie der zweite Sohn, dem Vater ein deutliches Nein. Aber muss man nicht, um Nein sagen zu können, zunächst das Wort Gottes und seinen Anspruch gehört haben? Das Wort klingt nach und wirkt nach. Tief drinnen weiß der Mensch um diesen Anspruch.
Eine späte Umkehr – wie der Schächer am Kreuz – ist für Gott so wesentlich, dass er alles, was in diesem Menschenleben verkehrt war, wegwischt. Gott beginnt mit diesem Menschen eine neue Lebensrechnung. Der Mensch muss mit seiner Geschichte leben und mit ihr zurechtkommen. Sie geht mit ihm. Aber für Gott beginnt etwas Neues.
Deshalb können die Zöllner und Dirnen noch vor den Pharisäern ins Himmelreich gelangen.
Christoph Benke
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/10/yes-no-4840163_1280.jpg6461262Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2023-10-01 17:29:282023-10-11 17:33:27Zuerst Nein, und dann doch Ja?