Archiv für die Kategorie: Schönbrunn – Vorpark

Privilegiert

Dr. Christoph BenkeJesus hört bei seiner Taufe: ‚Du bist mein geliebter Sohn.‘  Er behält das nicht als Vorrecht, sondern nimmt uns mit in diese Zusage hinein. Dr. Christoph Benke hat in seiner Predigt am Fest der Taufe Jesu der Gemeinde in Schönbrunn-Vorpark diese Zusage für das Leben mitgegeben.


Ein Privileg ist ein Vorrecht. Ist jemand privilegiert, so genießt er ein Sonderrecht, einen Vorteil. Der Lenker eines städtischen Autobusses ist privilegiert: Er hat häufig eine eigene, auf der Fahrbahn gekennzeichnete, Spur. Dort darf nur er fahren, sonst niemand. Privilegien werden oft kritisch gesehen. Im Sinne der Gleichberechtigung aller Menschen erweckt ein Vorrecht den Verdacht, andere zu benachteiligen.

Eben hörten wir, wie Jesus im Jordan getauft wird: Der Himmel reißt auf, der Geist Gottes kommt auf Jesus herab, und die göttliche Stimme: Du bist mein geliebter Sohn, an Dir habe ich Wohlgefallen gefunden. Das steht beinahe am Anfang des Markusevangeliums. Der Evangelist setzt damit gleich einen Markstein: Jesus ist einzigartig. Er trägt den Geist Gottes in sich, er ist der vom Vater geliebte Sohn Gottes. Er ist, wenn man so will, herausgehoben und privilegiert.

Aber – und das ist der Punkt! – Jesus ist kein „Privilegienritter“, der ein Vorrecht für sich behält und nur zu seinem Vorteil ausnutzt. Im Gegenteil: Er lässt andere – uns! – teilhaben, an seiner Herkunft, an seinem Wesen. Seine Sendung ist es, uns zu privilegieren, uns mitzunehmen. Jesus, der Gottmensch, kommt vom Vater, geht wieder zum göttlichen Ursprung und er nimmt uns dorthin mit.

Wir sind durch Glaube und Taufe hineingenommen in die göttliche Dreifaltigkeit. Jesus ist unser Bruder. Wir stehen neben und mit ihm vor dem Vater, umgeben von einer liebevollen Energie, die ebenfalls ein Antlitz trägt, das ist der Heilige Geist. Wir sind Hausgenossen Gottes (Eph 2,19). Hören wir jeden Tag neu dieses Segenswort über unser Leben: Du bist mein geliebter Sohn, Du bist meine geliebte Tochter, an Dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

Christoph Benke

Geburtstagsmesse mit Jahresrückblick, 31.12.2023

Am Sonntag feierten wir mit den Geburtstagskindern des Monats Dezember die Geburtstagsmesse. Einige Geburtstagskinder sind der Einladung gefolgt und haben gemeinsam mit Mag. Markus Muth den Geburtstagsgottesdienst mitgefeiert.

 

Die Pfarre Hildegard Burjan kann auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurückblicken:

65 Kinder wurden durch das Sakrament der Heiligen Taufe in unserer Pfarre aufgenommen, davon

14 Kinder aus den deutschsprachigen Gemeinden

11 Kinder aus der albanischen Gemeinde,

39 Kinder aus der kroatischen Gemeinde und

1 Kind aus der philippinischen Gemeinde

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5 Erwachsene empfangen das Sakrament der Taufe.

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68 Kinder empfingen zum ersten Mal die heilige Kommunion,

12 Kinder in der Gemeinde Neufünfhaus 

21 Kinder in der Gemeinde Schönbrunn-Vorpark

18 Kinder in der Gemeinde Rudolfsheim und

17 Kinder in der albanischen Gemeinde

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96 Jugendlichen wurde das Sakrament der Firmung in unserer Pfarre gespendet, davon

34 Firmlinge aus den Gemeinden Neufünfhaus und Schönbrunn-Vorpark

25 Firmlinge aus der kroatischen Gemeinde und

37 aus der albanischen Gemeinde

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7 Brautpaare haben einander in unserer Pfarre das Jawort gegeben.

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4 Personen sind in die katholische Kirche wieder aufgenommen worden.

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1 Person ist aus einer andern christlichen Kirche konvertiert.

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234 Menschen sind aus der Kirche ausgetreten

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91 Pfarrmitglieder sind verstorben

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Am Christkönigssonntag haben in der Pfarre Hildegard Burjan insgesamt 1.632 Gläubige die Sonntagsmesse besucht.

Heruntergekommen

Dr. Christoph Benke‚Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.‘ Mit diesem Kernsatz des Weihnachtsevangeliums hat sich Dr. Christoph Benke in seiner Predigt am Weihnachtstag (25.12.2023) in der Gemeinde in Schönbrunn-Vorpark in einer etwas anderen Art und Weise auseinandergesetzt.


Völlig heruntergekommen ist ein Haus, das längst einer Renovierung bedarf. Die Farbe blättert ab, die Fenster sind undicht, Dachziegel fehlen. Heruntergekommen ist eine Firma, die einen Chef, aber keine Führung hat, die vor der Insolvenz steht, ihre Mitarbeiter schlecht behandelt. Heruntergekommen ist ein Mensch – ja, wann eigentlich? Ungepflegtes Äußeres, zerrissene Hose, strenger Geruch? Oder ist ein Mensch dann heruntergekommen, wenn er oder sie Mitmenschen brutal unterdrückt und ausbeutet – in Sakko und Krawatte?

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt – das ist der Kernsatz des heutigen Weihnachtsevangeliums. Gott ist abgestiegen aus dem Himmel und heruntergekommen. Er kann nicht anders: Es zieht ihn nach unten. Unten, dort ist sein Ort.

Christen glauben an einen im wahren und übertragenen Sinn heruntergekommenen Gott. Er ist hinabgestiegen, indem er Mensch wurde; indem er zum kleinen Kind wurde; heruntergekommen, weil er arm, verlassen, verstoßen, verfolgt und hingerichtet wurde. Das Kind in der Krippe verleitet zu idyllischen Vorstellungen. Doch in oder an der Krippe ist bereits das Zeichen des Kreuzes zu sehen.

Daraus folgt etwas Umwerfendes: Weil der Gottessohn den letzten, untersten Platz einnimmt, kann er auch alles, buchstäblich alles in der Welt umgreifen: Hohes und Niedriges, Großes und Kleines, Gelungenes und Misslungenes, Gutes und Böses, Leben und Tod. Alles! Ganz besonders umfängt er damit auch das Hässliche, Abstoßende, Kaputte – das, was völlig heruntergekommen ist. Alles ist von ihm erreicht.

Das ist die große Hoffnung, die von Weihnachten herkommt: Jedem ist Gott unendlich nahe. Keinem ist er fern. Gott ist mit uns, ohne jeden, auch noch so kleinen Vorbehalt. Er ist ganz und gar zu uns heruntergekommen.

Christoph Benke

Christmette 2023

Die tra­di­tio­nel­le Christ­met­te fand um 23.00 Uhr statt. Es war für al­le ei­ne Gelegenheit, ei­nen be­sinn­lich­en Aus­klang des Hei­li­gen Abends zu fin­den. Der Chor sorgte ab 22.45 Uhr für ei­ne feierliche, mu­si­ka­li­sche Stimm­ung.  Nach der Christmette führte Lukas das traditionelle „Punsch trinken“ auch in diesem Jahr fort.

 

Krippenandacht, 24.12.2023

„Habt ihr eigentlich ein Geschenk für Jesus mitgebracht heute?“, fragt Petra die Kinder bei der diesjährigen Kinderkrippenandacht. Hmmm, daran haben wir nicht gedacht, aber Geschenke füreinander vorbereitet, erzählen die Kinder. Da gibt es einen Büchergutschein für die Mama, die gern liest, viel Selbstgebasteltes und natürlich ganz viel Wünsche der Kinder, die hoffentlich ein paar Stunden später unter dem Christbaum in Erfüllung gehen werden.

Davor fand wie jedes Jahr unsere Kinderkripppenandacht statt, auch heuer wieder mit einem liebevoll gestalteten Krippenspiel, an dem sich 24 Kinder beteiligten. Den Kindern auf diese besondere Weise die frohe Botschaft zu vermitteln und Weihnachten spürbar zu machen, das ist auch heuer wieder gelungen. Und wie ist das jetzt mit den Geschenken für Jesus? Ist nicht noch immer er das größte Geschenk, dass uns zu Weihnachten gemacht wurde und über das wir uns heute noch freuen?

Und ist es nicht genau diese Freude, die wir zu Weihnachten miteinander teilen, die wir sichtbar machen, indem wir einander etwas schenken, in dem wir zu Geschenken füreinander werden? Wenn uns das ab und zu und vielleicht besonders zu Weihnachten gelingt, dann ist Weihnachten auch sicher wieder heuer in Erfüllung gegangen!

Kerstin Schultes