Wann haben Sie sich das letzte Mal mit den Folgen Ihres Handelns, Schritten einer hilfreichen Entschuldigung und der Freude der Versöhnung auseinandergesetzt? Unsere 33 Firmlinge am Wochenende vom 21. bis zum 23. März 2025.
Davor haben wir die Basis gelegt, damit wir ehrlich und ungeschminkt auf uns und in uns schauen können. Die Basis lautet: Du bist von Gott unbedingt geliebt. Er hat dir viele Stärken geschenkt, und du kannst vertrauen, dass er mitgeht, leitet und trägt.
Mit vielen unterschiedlichen Methoden von Vertrauensspielen bis zum Verbrennen unserer Briefe rund um Vergebung und Verzeihung sind wir in dieses wichtige Lebensthema eingetaucht. Den Abschluss bildete eine Messe im Hof des Landesverbandszentrums der Pfadfinder*innen in Kierling – bei strahlendem Sonnenschein.
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https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/04/firmwochenende-2025.jpg?ver=17680732929001600Anika Linnehttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAnika Linne2025-04-03 14:40:212025-06-02 08:42:55Firmwochenende 2025 mit großartigen jungen Menschen
Am 30. März 2025 erlebten 15 Jugendliche in Schönbrunn-Vorpark einen „Tag der Erinnerung“ mit anschließender Jugendmesse. Inspiriert waren wir vom Film „Coco – lebendiger als das Leben“.
Es ging uns darum, die schönen Erinnerungen an unsere lieben Verstorbenen zu feiern. Wir haben uns von der Geschichte „Coco“ berühren lassen.
So wie nach der mexikanische Tradition am „Día de los muertos“ Fotos der Toten aufgestellt werden, haben auch wir bunte Billette mit dem Namen und/oder Foto von lieben Verstorbenen gebastelt. Dabei öffneten wir den Raum, schöne Erinnerungen an unsere Lieben miteinander zu teilen. Danach haben wir gemeinsam gegessen, wobei die Billette stellvertretend für die lieben Verstorbenen mit auf dem Tisch standen.
Als Abschluss des Tags der Erinnerung feierten wir – auch mit vielen, die am Nachmittag nicht dabei sein konnten – die Jugendmesse. Auch hier hatten die lieben Verstorbenen und die Erinnerung an sie einen besonderen Platz. Wir brachten die Billette und Blumen als Symbol für Menschen, an die wir besonders denken, zum Altar. Hoffnungsvolle Lesungen über Jesus, unseren Hirten, und das Licht vieler Kerzen stärkte uns die Zuversicht, dass sie im Licht Gottes einen guten Platz haben, ja vielleicht sogar „Party mit ihm feiern“, zu der auch wir einmal geladen werden.
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https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/04/N9A4316-1.jpg14002100Gökcen Elmashttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngGökcen Elmas2025-04-03 14:17:592025-04-04 18:34:45Weil auch junge Menschen liebe Verstorbene haben: Tag der Erinnerung und Jugendmesse in Schönbrunn-Vorpark
Mit Pfarrer Martin Rupprecht feierten zehn Ehepaare ihr Ehejubiläum. Die feierliche Messe wurde vom Kirchenchor musikalisch umrahmt.
Im Kinderwortgottesdienst wurde das Evangelium vom Barmherzigen Vater mit Figuren nachgespielt und die Kinder überlegten sich, wer für sie ein großes Herz hat. Nach der Messe waren alle zum Pfarrcafé eingeladen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/04/Ehejubilarsmesse-03-2025.jpg10001600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2025-04-03 08:48:512026-01-01 17:17:47Dankgottesdienst für alle Ehejubilare-Geburtstagskinder des Monats März, 30.03.2025
Am letzten Sonntag feierte Herr Delegat Nikolaus Krasa eine Familienmesse zum Aktionstag Familienfasttag mit uns. In seiner Predigt nahm er Bezug auf die erste Lesung aus dem Buch Genesis und den darin beschriebenen Bund, den Gott mit seinem Volk schließt. Er wandte sich dabei insbesondere an die Kinder und führte sehr anschaulich zur Botschaft dieses besonderen Textes hin. Die Kinder zeigten sich beispielgebend als sehr konzentrierte Zuhörer:innen.
Im Anschluss an die Messe wurden im erweiterten Pfarrcafé wunderbare Suppen für den kfb-Aktionstag aufgetischt. Impulse zum Thema „Nachhaltig mobil in unserem Alltag“ gab Thomas Bogner. Auch für Kinder war wieder ein Zeichnen- und Bastelprogramm vorbereitet.
Ein herzlicher Dank der Eine-Welt-Gruppe an alle Köchinnen, die eine Suppe gespendet haben, und an die vielen, die mitgewirkt haben, sowie allen Spender:innen zum Aktionstag!
Der Betrag von insgesamt 575 Euro kommt dem Partner:innen der Katholischen Frauenbewegung in Sercoldes in Kolumbien zugute. Damit werden heuer unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Klimagerechtigkeit“ Frauen unterstützt, die sich unter anderem für den Schutz der Wälder vor Abholzung durch Erdölförderfirmen einsetzen.
Im Rahmen eines Familiengottesdienstes am 2. Fastensonntag (16.03.2025) wandte sich Delegat Dr. Nikolaus Krasa in seiner Predigt vorrangig an die Kinder. Er ging dabei auf die 1. Lesung aus dem Buch Genesis (15,5 -12.17-18) ein, in der von der Zusage Gottes an Abraham berichtet wird.
Wer ist Abra(ha)m? Alter Mann, keine Kinder, kein Zuhause. Erinnerung an den Beginn des Credo vom vergangenen Sonntag: Ein heimatloser, eigentlich dem Untergang geweihter Aramäer war mein Vater.
Was verspricht Gott dem Abraham? Nachkommen und Kinder (übrigens nicht zum ersten Mal).
Und dann passiert ein seltsames Ritual: Er teilt Tiere und legt die beiden Hälften auf den Boden.
Worum geht es dabei? Es ist ein altes Bundesritual. Zwei, die einen Bund miteinander schließen, töten Tiere, gehen zwischen den Tierhälften durch, und das Zeichen bedeutet: Wenn ich mich nicht an den Bund halte, soll es mir gehen wie den Tieren, dann bin ich tot. Oder positiv formuliert: Ich stehe mit meinem Leben für den Bund ein. Es ist mir – wie wir ja auch sagen – todernst damit.
Wie geht unsere Geschichte weiter? Geht Abraham zwischen den geteilten Tierhälften durch? Nein, aber ein rauchender Ofen und ein Feuer, das ist wohl ein Bild für Gott. Also: Gott comitted sich, steht mit seinem Leben für das ein, was er dem Abraham verspricht. Eine Zukunft, ein Leben mit Sinn, ein Leben in Fülle.
Darum geht es in der Fastenzeit. Gott steht mit seinem Leben dafür ein, dass dein Leben Zukunft, Sinn hat. In Jesus geht er dafür ans Kreuz und in den Tod. Dem nachzuspüren in unserem Leben wäre der Sinn dieser Fastenzeit… dem Gott, der sagt: ‚Gib dem Baum noch eine Chance.‘, dem Gott, der dem verlorenen Sohn entgegenläuft und ihn umarmt, dem Gott, der zur Ehebrecherin sagt: ‚Auch ich verurteile Dich nicht…‘
Ein kurzer Nachsatz. Ein tiefer Schlaf fällt auf Abraham, sagt die Lesung; das ist dasselbe Wort, das am Beginn der Genesis für die Erschaffung Evas aus der Rippe des Adam verwendet wird. Die Erfahrung, dass Gott für dich in den Tod geht, verwandelt das Leben Abrahams, verwandelt dein Leben in der Taufe und danach.
Welchen Versuchungen wurde Jesus ausgesetzt und wie ist er damit umgegangen? Was bedeutet das für uns? Mit diesen Fragen setzte sich Univ. Prof. Dr. Johann Pock in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark am 1. Fastensonntag (09.03.2025) auseinander.
40 Tage der Fastenzeit liegen vor uns – sie orientieren sich an den 40 Tagen, die Jesus vor seinem öffentlichen Wirken in der Wüste zugebracht hat. Dorthin hat ihn der Geist Gottes geführt. Es waren für Jesus 40 Tage der Besinnung darüber, wie er seinen Auftrag ausführen wird; wie er den Menschen die Botschaft von Gott künden wird. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn am Ende dieser 40 Tage Einsamkeit von Versuchungen Jesu die Rede ist.
Versuchungen gehören zum Leben eines Menschen: Es ist der Blick auf das, was wir nicht haben; was wir gerne hätten; es ist der Anreiz des Neuen, des Ersehnten. Wie sehen aber die Versuchungen Jesu aus? Und was können Sie heute bedeuten?
Darin geht es zuerst darum, dass Jesus falsche Vorstellungen seines Messias-Wirkens auf der Erde abwehrt. Er will nicht mit Zauberei und Magie wirken, sondern durch sein Leben und seine Worte die Herzen der Menschen erreichen.
Versuchung:Irdisches den höheren Zielen vorziehen
Der Versucher trifft Jesus genau an dem Punkt: Soll er nicht seine Macht einsetzen, um seinen Hunger zu stillen; um satt zu werden? Aber Jesus sagt als Antwort auf den Versucher: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund.“ (Mt 4,4)
Es ist eigentlich auch der Vorwurf, den Jesus immer wieder hören muss, auch heute noch: Warum heilt er nicht alle Kranken? Warum gibt er nicht allen etwas zu essen?
Die Antwort Jesu ist: Er ist nicht gesandt, um die Menschen von ihren irdischen Bedürfnissen zu heilen – sondern grundsätzlich vom ewigen Tod zu befreien. Hätte er damals nur einigen Menschen Nahrung verschafft – es würde heute keiner mehr von ihm reden. Der Hunger der Menschen ist aber ein viel tieferer: Es ist der Hunger nach Sinn im Leben! Es ist der Hunger nach Beziehung und Angenommensein.
– und nicht von ungefähr spricht Jesus von sich selbst als dem wahren Brot, das letztlich den eigentlichen Hunger der Menschen stillen kann: den Hunger nach Sinn, nach Leben, nach Liebe.
Versuchung:Frage der Macht
Der Teufel, der Versucher, zeigt Jesus alle „Macht und Herrlichkeit“ der Welt – es sind genau die Worte, die wir als Schlussformel des Vater-unser in den Mund nehmen.
Und ist die Versuchung nicht groß, auch heute noch? – Könnten wir Christen, wenn wir die Macht hätten, wenn wir an den Schaltstellen der Macht, der Politik sitzen würden – könnten wir nicht die Gesellschaft, die Welt besser verändern als nur durch die „Macht von unten“?
Aber Jesus verwirft dieses Konzept. Denn es ist ein Konzept, das in dem Schema von oben und unten denkt; von Mächtigen und Unterdrückten. Die Macht Jesu, mit der er der „Herr der Welt“ ist, ist die Ohnmacht am Kreuz.
Nicht umsonst schickt er seine Jünger ohne Beutel und Stab aus – seine Autorität ist die Macht des Ohnmächtigen. Nicht von oben herab möchte er zu den Menschen sprechen, sondern als einer von ihnen, als einer, der mit den Menschen mitleidet, mit hofft, mit Angst hat, mit lachen und weinen kann. Jesus wehrt die Versuchung ab, durch Macht Gottes Botschaft den Menschen zu künden.
Er möchte den Menschen den Glauben an Gott nicht überstülpen, sondern sie durch sein Leben und seine Worte überzeugen. Dies ist sicher ein langsamerer, ein mühsamerer Weg – aber es ist der Weg, der uns Menschen ernst nimmt; der uns unsere Entscheidung nicht abnimmt; der uns die Möglichkeit gibt, uns frei für Gott zu entscheiden.
Versuchung:Ruhm
Die 3. Versuchung stellt Jesus auf den Tempel; er soll mit einer Demonstration seiner Macht die Menschen an sich ziehen, indem er Gottes Hilfe ausnützt. Aber auch hier unterliegt Jesus der Versuchung nicht: Jesus wählt nicht die Variante des schnellen Erfolges; des „Superman“, der mit einem Handstreich die Massen an sich zieht.
Jesus wählt vielmehr die „Fußgängervariante“: Er wandert von Dorf zu Dorf und versucht die Leute durch sein einfaches Leben und sein Wort für Gott zu gewinnen. Er kann warten, bis sich Gottes Größe in seiner Schwachheit offenbart. Dadurch aber hält er auch die menschlichen Grenzen ein: Denn auch uns wäre es oft lieber, in Superman-Manier manche Dinge zu erledigen, als in mühsamer Kleinarbeit und in kleinen Schritten etwas zu erreichen. Und doch ist gerade das langsam und mit Bedacht Gewachsene dasjenige, das wirklich Bestand hat. Jesus nimmt so den Alltag von uns Menschen ernst – und gleichzeitig stellt er auch Gott nicht auf die Probe.
Was aber hält Jesus in diesen Versuchungen? Es ist sein Glaube, der Glaube an Gott, der sein Vater ist. Es ist der Glaube, wie ihn in der 1. Lesung das Volk Israel formuliert: Der Glaube an den Gott, der das Volk durch alle Nöte geführt hat; der es aus der Bedrängnis, aus der Gefangenschaft Ägyptens befreit hat. Es ist nicht ein Gott, der sein Volk vor jeder Not bewahrte – aber er hat dem Volk in der Not geholfen.
Er erweist sich hier auch pädagogisch als sehr guter Vater: Er schirmt seine Kinder nicht vor jeder Gefahr ab; die Menschen müssen eben auch wie Kinder manchmal die Erfahrung machen, dass sie sich irgendwo verbrennen, um Gott dann wirklich zu glauben; aber er hält seinen schützenden Arm immer um uns, um sein Volk, dass es nicht verloren geht.
Wir beten im Vaterunser immer wieder: „Führe uns nicht in Versuchung.“ – Wir könnten auch beten: „Lass uns in der Versuchung nicht fallen“; d.h. stärke uns; stehe uns bei, wenn wir versucht werden. Jesus überwindet die widergöttlichen, die teuflischen Mächte, die Versuchungen – im Glauben an Gott.
Fastenzeit ist eine Zeit der Besinnung darauf, was uns wirklich im Leben trägt. Das, was unser Leben tragen kann und soll, sind die kleinen Schritte des Alltags. Bischof Weber (Steiermark) sprach immer wieder vom „Kleingeld“, das wir dazu brauchen. Die kleinen Münzen des alltäglichen Glaubens und Lebens, sie lassen unseren Weg auf Gott hin gehen.
Gott greift nicht mit großen Wundern ein – aber in den kleinen Geschehnissen des Alltags. Und genau da können wir Gott begegnen. Die Fastenzeit kann uns dazu eine gute Hilfestellung bieten.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/03/Wegweiser.jpg10001600Johann Pockhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngJohann Pock2025-03-11 08:18:182025-05-05 11:35:40Auch Jesus wurde versucht
Am Beginn der österlichen Bußzeit, am Aschermittwoch (05.03.2025), stellte Dr. Nikolaus Krasa in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark klar, worum es in der Vorbereitungszeit auf Ostern wirklich geht.
Es sind starke Bilder, die der Prophet Joel, ein Prophet aus dem 4. Jhdt., uns auf den Weg hinein in die österliche Bußzeit mitgibt. Da ist zunächst im Text die Einladung, sich auf den Weg zu machen, mit Vokabeln, die uns – denke ich – vertraut sind: Umkehr, Fasten, Weinen und Klagen, und nochmals Umkehr. Und mittendrin – vielleicht mit einer ähnlichen Intention wie von Jesus in der Bergpredigt, der davor warnt, das zu äußerlichen Übungen verkommen zu lassen, also in unsere Zeit hinein gesprochen: Fastenzeit war dann erfolgreich, wenn ich 5 kg abgenommen habe, jeden Tag meinen Fastenvorsatz eingehalten habe, kurz, wenn ich mir und vielleicht sogar noch besser andere mir zustimmend zu Ostern auf die Schultern klopfen und sagen: Gut warst du, du hast es durchgezogen – mittendrin also der Hinweis darauf, worum es wirklich geht mit einem einprägsamen Bild: „Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider“ – also um einen inneren Prozess, um etwas das mich innerlich verändert… Aber worum soll es in diesem innerlichen Veränderungsprozess gehen?
Wozu sich auf den Weg machen. Da lande ich beim 2. starken Bild dieses Lesungstextes, dem letzten Satz unserer Schriftstelle: „Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Land und er hatte Erbarmen mit seinem Volk“. Man könnte sogar noch schärfer übersetzen: „Da wurde der Herr eifersüchtig auf sein Volk und er hatte Erbarmen.“ Ist das also die Schlussfolgerung: Wenn ich mir schon nicht selber auf die Schulter klopfen soll bei dem, was ich mir an Umkehr vorgenommen habe für diesen Weg, dann klopft mir wenigstens der liebe Gott auf die Schulter und sagt am Ende: „Brav warst du, bekommst einen Einser und darfst Ostern feiern.“ Das Evangelium, der Refrain, den Jesus nach den drei klassischen Werken der Fastenzeit setzt, würde das ja auch nahelegen: Dein Vater, der das Verborgene sieht… Ich glaube, auch das greift zu kurz. Denn: Letztlich hat der „Tag des Herrn“ – wie ihn Hosea nennt -dieser Moment, an dem Gott mit seinem Volk Erbarmen hat, stattgefunden, unüberbietbar stattgefunden. Das ist, was wir zu Ostern feiern. Und genau das ist der Schlüssel: Es geht nicht um Belohnung, von welcher Seite auch immer, es geht auf diesem Weg darum, Gottes eifernde Liebe für mich, sein Erbarmen mit mir neu zu erfahren, vertieft zu erfahren, mit neuer Kraft zu erfahren. Letztlich von Gott her zu erfahren, „was uns leben lässt“.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/03/Asche-auf-Silbertasse.jpg10001600Generalvikar Nikolaus Krasahttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngGeneralvikar Nikolaus Krasa2025-03-07 08:08:262025-05-05 11:33:39Worum geht es in der Vorbereitungszeit auf Ostern?
In seiner Predigt am 8. Sonntag im Jahreskreis (02.03.2025) ging Dr. Christoph Benke in der Gemeinde Schönbrunn-Vorpark darauf ein, wie und was wir kommunizieren, was wir zu anderen sagen. Wie gehen wir mit unseren Emotionen um? Herz und Mund gehören zusammen – bei uns Menschen, aber auch bei Gott.
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir müssen miteinander sprechen und uns mitteilen. Manche gehen zu einem Stammtisch, um Karten zu spielen oder nur für das gesellige Zusammensein. Gelegentlich kommt es dabei zu Diskussionen. Man sagt, was einem gegen den Strich geht. Ein Wort gibt das andere, es wird hitzig, schnell stehen vereinfachende Urteile im Raum. Und dann?
Ein Wort schafft Atmosphäre. Das Wort hat Kraft, kann eine Situation im Nu verändern, ja gänzlich umdrehen. Weil da so ist, gibt der Weise des Alten Testaments einen Rat: Im Sieb bleibt, wenn man es schüttelt, der Abfall zurück; so entdeckt man den Unrat eines Menschen in seinem Denken. (Sir 27,4) Das meint wohl: ‚Lass dich in deinem Reden nicht gänzlich von der unmittelbaren Emotion leiten. Schüttle zuerst das Sieb, prüfe, was du laut sagen willst – und den Unrat, das, was jetzt nicht passt oder gar böse ist, halte zurück. Denn das Wort bringt die Gedanken des Herzens zum Vorschein.‘ (V 7)
Manchmal brauchen wir jemanden, bei dem wir unseren Frust abladen können. Dieser Mensch kennt uns und kann unsere Worte einordnen. Davon zu unterscheiden ist die Kritiksucht: also die Sucht, ständig alles bewerten und beurteilen – und wohl allzu oft ver-urteilen zu müssen. Woher kommt das? Um selber besser dazustehen und sich überlegen zu fühlen? Aus einer tiefer liegenden Unzufriedenheit oder Leere? Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? (Lk 6,41) – so kommentiert Jesus diese Kritiksucht.
Wovon das Herz überfließt, davon spricht sein Mund (V 45). Herz und Mund: Die beiden gehören zusammen. Ganz eng ist das bei Gott: Gott spricht zur Welt. Sein Wort ist Jesus Christus. Er möge uns ein reines Herz schenken. Dann wird gut, was wir denken und sprechen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/03/Sprechblase-1.png8871485Dr. Christoph Benkehttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngDr. Christoph Benke2025-03-04 15:08:332025-05-05 11:32:26Das Wort bringt die Gedanken des Herzens zum Vorschein
In unserer Kirche hängen schon seit vielen Jahren Fastentücher, die der Schwechater Künstler Max Rauch gestaltet hat. Dieses Jahr, eines aus dem Jahr 2005.
Nachspüren was uns Leben lässt…
aufatmen können
aus dem Vollen schöpfen
die Freiheit genießen
das Leben spüren
zu sich selbst finden
aufblühen
einfach leben!
Diese tiefen Sehnsüchte bewegen wohl jeden Menschen. Denn das Alltagsleben spielt oft andere Seiten: Zwischen Erwartungen und Forderungen, im Druck von Beruf, Familie und Eigenbereichen, in Krisen des persönlichen Lebens wie auch des Miteinanders eingezwängt werden dieserart Sehnsüchte oft erstickt – und doch dringen sie immer wieder an die Oberfläche.
All das hat Eingang in das Thema unserer Fastenzeit „Was uns leben lässt…“ gefunden und stellt das Fastentuch vor Augen: Die Zirbe links oben holt sich ihre Lebenskräfte tief aus dem Erdreich – das sprudelnde Wasser beseelt sie.
Ohne Wasser gibt’s kein Leben, die Welt dürrt aus, Wüste verbreitet sich, es herrscht Tod. Doch durch das Quellwasser, das die Zirbe umspült und zum Schattenspender macht, werden auch Weinstock und Getreide zum Gedeihen gebracht.
Wasser hat aber auch zerstörerisches Potential – die Flutkatastrophe in Süd-Ost-Asien hat es so schrecklich spüren lassen. Es gilt, aus den vielen Möglichkeiten unseres Lebens das Unheil zu bannen und Leben zu fördern. Wasser war im Alten Testament für Moses und die Israeliten die letzte Rettung in Ihrer verzweifelten Situation. Im Glauben an Gott schlägt Moses an einen Felsen und es öffnete sich eine Quelle.
Vielleicht können wir die Fastenzeit dazu nützen, uns auf unsere Lebensquellen neu zu besinnen, auf das, was uns Leben lässt, auf die Felsen, die unsere Lebensquellen zurückhalten und die es zu öffnen gilt – wir wollen nachspüren, was uns leben lässt…hin auf ein frohes Osterfest
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/03/Fastentuch-von-Max-Rauch-in-Schoenbrunn-Vorpark-2025.jpg12591600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2025-03-03 13:52:072025-05-05 11:30:53Fastentuch – Was uns leben lässt
Einmal im Monat schließen wir in der Eucharistiefeier am Sonntag um 9.30 Uhr in Schönbrunn-Vorpark besonders alle Geburtstagskinder des Monats in unser Gebet ein. Jedes Geburtstagskind zündet ein Geburtstagslicht vor dem Altar an.