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Das erste und das letzte Wort

Dr. Christoph BenkeWenn wir sagen ‚Das ist mein letztes Wort!‘ meint das etwas ganz anderes, als wenn Gott nach dem Wort des Anfangs auch sein letztes Wort spricht. Darüber predigte Dr. Christoph Benke zu Weihnachten (25.12.2025) in Schönbrunn-Vorpark.


Das ist mein letztes Wort: Wenn das kommt, hat ein Gespräch eine bestimmte Richtung genommen. Es ist an einem Punkt, an dem es kaum noch weiter geht. Mit Das ist mein letztes Wort steht etwas Endgültiges, Unumstößliches im Raum (eine Aussage, ein Entschluss), jedenfalls etwas mit großer Bedeutung. Das letzte Wort ist ein Schlussstrich.

Das Evangelium des Weihnachtstages bietet einen Kontrast. Es spricht nicht vom Letzten, sondern vom Anfang. Es geht ebenfalls um ein Wort. Aber dieses Wort ist der Anfang schlechthin: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.

Im Anfang war das Wort. Das erinnert daran, wie die Heilige Schrift anfängt: „Und Gott sprach“ – so heißt es immer wieder im Buch Genesis. Alles hat mit einem Wort Gottes begonnen. Gott wollte sich öffnen, aus sich herausgehen, er tat es mit einem kreativen Wort. Seither war dieses Wort in der Welt, sozusagen in und mit der Schöpfung immer da. War das Schöpfungswort Gottes „letztes Wort“?

Nein, das war noch nicht Gottes letztes Wort. Gottes letztes Wort, das ist sein Zur-Welt-Kommen, sein Eingehen in die Materie, seine Fleischwerdung: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. (Joh 1,14)

Das ist Gottes letztes Wort. Das ist nicht mehr zu toppen. Mehr und Anderes und Neues ist nicht zu erwarten. Deshalb müssen wir uns an den Sohn halten. Er hat Kunde gebracht. Wir dürfen vom Sohn, vom Kind, aus seiner Fülle empfangen und wir benötigen unser ganzes Leben, um ein wenig davon zu begreifen.

Christmette, 24.12.2025

Vor der Festmesse sang traditionell unser Chor, heuer erstmals geleitet von Vera. Zu Beginn wurden wir durch Jugendliche in der z.T. komplett dunklen Kirche auf die Christmette eingestimmt, die Christoph Benke mit uns feierte. Seine Predigt könnt ihr in einem eigenen Posting hier nachlesen. Natürlich erklangen nach der Kommunion alle Strophen von „Stille Nacht“ in der Originalversion mit Gitarrenbegleitung im wieder abgedunkelten Gotteshaus.

Mit Punsch im Pfarrcafe beendeten wir den Heilige Abend – gesegnete Weihnachten!

 

Der Lärm der Welt und das Wort Gottes – Predigt

Dr. Christoph BenkeÜber den vielfältigen Lärm der Welt, in den das Wort Gottes als Kind kommt, predigte Dr. Christoph Benke in der Heiligen Nacht in Schönbrunn-Vorpark.


Diese Nacht gilt als eine besondere Nacht, sogar als Heilige Nacht. Wir gehen auf die Mitternacht zu. Nachher werden wir Stille Nacht singen. Aber still ist es jetzt nicht und wird es nachher auch nicht sein. Unablässig fließt der Straßenverkehr, laut und aufdringlich. Man kann ihm nicht entkommen.

Der Geräuschpegel kommt nicht nur von der Straße. Die Welt als ganze macht Lärm. „Lärm der Welt“ meint nicht nur eine Anzahl von Dezibel. Der „Lärm der Welt“ besteht aus Dauerthemen: eine neue weltpolitische Lage, die ökologische Krise, Ukraine und Gaza, Terror, das Erstarken antidemokratischer Kräfte, das wirtschaftliche Tief, vier Wochen Nebel. Das macht Ein-Druck. Das wirkt wie eine andauernde Beschallung. Kaum auszuhalten, höchstens, indem man noch mehr Lärm macht gegen die nagende Angst.

Gibt es irgendwo dazwischen noch Ruhe und Frieden? Gibt es noch Hoffnung für die Welt? Was können wir dem Lärm der Welt entgegenhalten, damit er uns nicht hinunterzieht?

Wir feiern die Geburt eines Kindes. Gott kommt in die Welt, zu uns. An diesem göttlichen Kind können wir etwas ablesen. Das Kind ist ein, nein: Es ist das Wort Gottes. Es lautet: ‚Ich halte trotzdem zu dieser Welt‘. Das Christuskind ist das Dennoch Gottes.

Gott kommt als Kind, hinein in den Lärm der Welt. Der Lärm der Welt macht Ein-Druck. Das Kind ist klein und schwach. Ob es gegen den Lärm der Welt ankommt? Ob uns dieses Kind beeindruckt? Das liegt jetzt auch an uns, ist auch unsere Verantwortung.

Das Christus-Kind sucht – wie jedes Kind – Gehör. Denn es will uns sagen: Es gibt Hoffnung. Gott lässt seine Schöpfung nicht allein. Gott wird Mensch. Er teilt unser Leben, von Anfang bis zum Ende – und darüber hinaus.

Kindervesper, 24.12.2025

Wenn man am 24.12. um 15:30 Uhr in die Kirche von Schönbrunn-Vorpark kommt und keinen Sitzplatz mehr bekommt, dann wird Kindervesper gefeiert. Auch heuer war unser Gotteshaus bis auf den letzten Platz gefüllt, auch heuer durften wir ein großartiges Krippenspiel erleben und natürlich haben wir das Weihnachtsevangelium gehört und gemeinsam gebetet und gesungen.

Abgerundet wurde die Kindervesper durch die brillanten „Happy Voices“ unter der Leitung von Evi und Thomas, durch das Verteilen des Friedenslichts aus Bethlehem und durch weihnachtliche Musik dargebracht von zwei Posaunen und einem Tenorhorn. Danke an alle, die diese besondere und stimmungsvolle Stunde vorbereitet und ermöglicht haben.

Weihnachtswunsch

Gottes Wort

Wo Gottes Wort

die Erde

berührt

keimt Licht auf

 

wächst heran

erhellt

die Welt

 

hilft Menschenherzen

glauben

lieben

hoffen

© Heinz Detlev Stäps

Die Nähe Gottes, der als Mensch zu uns Menschen gekommen ist, soll für Euch/Sie alle spürbar werden. Das wünschen wir zu Weihnachten.

Alle Kerzen brennen am Adventkranz

Die zentrale Botschaft zum 4. Adventsonntag ist „Folge deinem Traum“. Wieder feierte Subregens Markus Muth mit uns die Hl. Messe und erneut erklang W.A. Mozarts „Dona nobis pacem“ nach der Kommunion. Dargebracht wurde das Musikstück von 12 jungen Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von „Maestro“ Leo, der auch alle Messbesucherinnen und Messbesucher mit einbezogen hat.

Was ist sonst noch aufgefallen:

  • dass erneut die Kirche voll war
  • dass 16 Minis beim Gottesdienst dabei waren
  • dass Organist Peter die zentrale Botschaft mit „I Have a Dream“ von ABBA verstärkt hat
  • und dass es wieder ein Pfarrcafe gegeben hat.

Danke für alles.

Wir freuen uns aufs Christkind.

PS: Unsere Sternsingerinnen und Sternsinger sind erst knapp nach Weihnachten im Einsatz. Aber im ORF waren sie allerdings schon am Freitag – https://on.orf.at/video/14304169/studio-2-vom-19122025. Es ist der 2. Beitrag der Sendung und absolut sehens- und hörenswert.

Gaudete – Freut euch

Gemeinsam mit Subregens Markus Muth feierten wir Eucharistie. Natürlich war „Freut euch“ die Botschaft zum 3. Adventsonntag.

Gefreut haben wir uns über eine volle Kirche, über 11 Ministrantinnen und Ministranten und dass wieder Mozart nach der Kommunion erklungen ist. Danke, dass es nach der Hl. Messe erneut ein Pfarrcafe gegeben hat.

Die Kinder-Instrumentalgruppe spielte nach der Kommunion und begleitet uns ebenfalls durch die Gottesdienste im Advent.

Die 2. Kerze brennt

Univ.-Prof. Dr. Johann Pock feierte mit uns den Gottesdienst am 2. Adventsonntag – 07.12.2025.

Die zentrale Botschaft für diesen Tag – sie wurde auch beim Stern am Altar angezeigt – war: „Ich bin da für dich“. Leider erklang heute kein Mozart, weil Dirigent Leo kurzfristig ausgefallen ist.

Rorate, 05.12.2025

An jedem Freitag im Advent laden wir zur Rorate ein.

Ca. 20 Frauen und Männer kamen heute am frühen Morgen zusammen, um gemeinsam mit Pfarrer Martin Gottesdienst in der mit Kerzen erleuchteten Kirche zu feiern. Auch zwei unserer Minis waren da!

Beim anschließenden Frühstück stärkten wir uns für den Tag. Nächsten Freitag feiern wir mit dem Subregens des Wr. Priesterseminars, Markus Muth, die Rorate, zu der besonders Kinder und Jugendliche eingeladen sind. 

Die 1. Kerze brennt

Wir feiern an jedem Adventsonntag eine Familienmesse, diesmal auch mit besonderer Einladung an die „November-Geburtstagskinder“.
Die Adventkränze wurden gesegnet und die erste Kerze am großen Kranz entzündet. In einem kurzen Gespräch nach dem Evangelium erarbeitete Petra mit den Kindern die besondere Botschaft des heutigen Sonntags. „Seid wachsam“, so steht es auch auf dem Stern, der uns durch den Advent begleiten wird.
Die Kinder-Instrumentalgruppe spielte nach der Kommunion und begleitet uns ebenfalls durch die Gottesdienste im Advent.