In seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark stellte GV Dr. Nikolaus Krasa am 2. Fastensonntag (01.03.2026) zunächst die Brücke zum Aschermittwoch (Christus widerspiegeln) und zum ersten Fastensonntag (Wie schaut mich die Welt an, und wie schaue ich sie an?) her. Dann stellte er anhand einer Ikone das besondere Licht der Verklärung, das die ganze Schöpfung erfasst, ins Zentrum.
Der vergangene Sonntag hat uns mit einer Frage auf den Weg durch die Woche geschickt: Wie schaut mich die Welt an, und wie schaue ich sie an? Auf die 1. Frage haben beide Bibelstellen, die erste Lesung (vom Sündenfall, wie wir das nennen) und das Evangelium (von der Versuchung Jesu) geantwortet: Sie schaut dich zumindest ambivalent an, sie schaut dich auch mit der Sprache der Schlange oder der des Versuchers an: Benütze sie, um dich groß, stark, mächtig zu machen, um für dich schnellen Gewinn daraus zu ziehen. Für den zweiten Teil der Frage haben wir zwei Antwortmöglichkeiten gesehen und die möglichen Konsequenzen aus dieser Antwort. Da war die Antwort des Menschen (ich erspare mir jetzt das Auseinanderdividieren von Adam und Eva, mache das ähnlich wie Paulus in der Römerbrieflesung, der einfach vom Adam, vom Menschen, spricht). Also die Antwort des Menschen, die zu dieser Stimme Ja sagt mit der Konsequenz, dass man sich letztlich nicht mehr anschauen kann (Adam und Eva bekleiden sich) bzw. auch von Gott nicht mehr ansehen lassen will. Die Klarheit des Spiegels wird getrübt (um das Bild zu verwenden, das wir mit den Kindern beim Aschenkreuz verwendet haben), und man sieht im Spiegel nichts mehr – man spiegelt nichts mehr wider – nicht mehr wie Paulus in 2 Kor 3, letzter Vers sagt: ‚Wir spiegeln mit enthülltem Antlitz die Herrlichkeit Christi wider.‘
Die andere Antwort, die Jesu, führt uns eigentlich schon ins heutige Evangelium. Sie erinnern sich an die Antworten Jesu: Es sind Bibelstellen, und in jeder dieser Bibelstellen wird Gott genannt: Gott gibt das Brot, er nährt, Gott soll man nicht versuchen, Gott soll man anbeten, er ist Fundament, auf ihn soll man ausgerichtet bleiben … Und damit sind wir eigentlich mitten im heutigen Evangelium gelandet. Geht das, wäre letztlich die Frage, die Wirklichkeit so anzusehen, wie Jesus das tut? Ist das nur ein frommer Wunsch, oder geht das, und was passiert dann?
Ich habe dazu eine Ikone mitgebracht, es ist jene, die, wie unschwer erkennbar, die heutige Evangelienperikope abbildet. Man erkennt die Berglandschaft, in der Mitte den verklärten Jesus, flankiert von Mose und Elia, vorne die drei Apostel, die, wie das heutige Evangelium sagt, und die, wie es sich in der Bibel bei Theophanien gehört, also wenn Gott sichtbar wird, niederfallen. Dieser Typ Ikonen kommt öfter vor, und wer sich in den vatikanischen Sammlungen vor die berühmte Darstellung dieser biblischen Szene durch Raffael Santi stellt, wird feststellen, dass sie im oberen Bildteil diese Szene ziemlich ähnlich wiedergibt. Der Typ kommt oft vor, mir geht es um diese Ikone, sie stammt von Theophanes, dem Griechen, in Russland auch Feofan Grek genannt. Er kam um 1370 nach Moskau und wird dort Lehrmeister einer der berühmtesten russischen Ikonenmalers, des (hl.) Andrej Rubljow. Und er malt diese spannende Szene und malt sie auf ganz besondere Art und Weise: mit ganz wenig Farbe, fast transparent und durchscheinend. So als wolle er darstellen: Am Verklärungsberg strahlt nicht nur Jesus durch ein besonderes Licht, auch die Schöpfung, ja sogar die mitgekommenen Apostel werden transparent, fast durchscheinend auf dieses besondere Licht. Oder, andere Metapher: Nicht nur Jesus, die ganze Welt leuchtet von der Herrlichkeit Gottes. Widerspiegelt sie, leuchtet in einem ganz besonderen Licht. Sie schaut die Schöpfung, die Welt, die Jünger am Verklärungsberg an. Um Alfred Delp, den Jesuiten, der von den Nazis hingerichtet wurde, zu zitieren: ‚Die Welt ist Gottes so voll.‘ Ja, weil sie von der Schöpfung an die Spuren Gottes trägt. Ja, weil in Jesus die neue Schöpfung sichtbar wird: Mensch und Gott vereint. Ja, weil dieser Neuanfang ausstrahlen soll, die ganze Schöpfung verwandeln – dass das bei uns in der Taufe grundgelegt ist, werden wir in der Osternacht in der Epistel hören und in der Tauferneuerung feiern.
Eine Beobachtung noch: Ein unscheinbares Detail, das aber entscheidend ist – die zwei Verba im ersten Satz des Evangeliums. Was tut Jesus mit seinen Jüngern? Er nimmt sie beiseite und dann – so die Einheitsübersetzung – bringt er sie auf einen hohen Berg. Das könnte man pointierter übersetzen. Im Griechischen steht dort: ἀναφέρει, und das heißt wörtlich: Er trägt sie hinauf. Der Weg zur Verwandlung (so heißt die Verklärung eigentlich auf Griechisch) ist mühsam, führt einen Berg hinauf. Aber auf diesen Berg hinauf gehst du nicht allein. Jesus trägt dich. Und wie er das tut, davon erzählen die Evangelien der drei kommenden Sonntage.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2026/03/Bibelgeschichte-2.png6611600Generalvikar Nikolaus Krasahttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngGeneralvikar Nikolaus Krasa2026-03-02 14:04:342026-05-22 07:59:21Das Licht der Verklärung
Die Eucharistiefeier am 1. Fastensonntag war auch gleichzeitig die Geburtstagsmesse für alle im Februar Geborenen. Sie leitete Generalvikar Dr. Nikolaus Krasa, der durch Diakon Arthur unterstützt wurde.
Wie üblich entzündeten die „Geburtstagskinder“ am Beginn des Gottesdienstes eine Kerze und Nikolaus spendete ihnen am Ende jeweils einen Einzelsegen.
Mit den Feiern am Aschermittwoch und vom Sonntag sind wir mitten in der österlichen Bußzeit.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2026/02/Geburtstagskerzen-2.jpg8311600Erwin Gruberhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngErwin Gruber2026-02-23 10:24:232026-05-22 07:55:59Geburtstagsmesse am 1. Fastensonntag, 22.02.2026
Wie schauen wir andere an, wie werden wir angeschaut? Was sagen Blicke aus? Was spiegelt unser Gesicht wider? Und was hat das mit Adam, Eva und der Schlange sowie mit Jesus und dem Versucher zu tun? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Generalvikar Dr. Nikolaus Krasa in Schönbrunn-Vorpark am 1. Fastensonntag (22.02.).
Ich entschuldige mich für den Beginn, vermutlich werden Sie sich beim Einstieg denken: Was hat das mit dem ersten Fastensonntag zu tun, und was hat das mit einem Gottesdienst zu tun? Trotzdem: Mir ist beim Vorbereiten dieser Predigt ein Liedtext eingefallen, den ich in meiner Jugend immer wieder gehört habe, nicht zu Hause (da gab’s nur Ö1), aber auf Schihütten, in Bussen … 1976 ist der Song herausgekommen und stammt angeblich von einem Herrn Ernst Neger. Der Text des Refrains lautet folgendermaßen:
Geh Oide, schau mi net so deppert an, heut bin i blau, was liegt scho dran …
Kinder: Könnt ihr das: Deppert schauen? Und was passiert, wenn ihr einander deppert anschaut … also Hochdeutsch: dumm anschaut … Das macht etwas mit euch, wirkt jetzt eher lustig. Aber: Das kennen Sie vielleicht auch: Man ist nicht gut drauf, fährt in der U-Bahn, und da schaut einen jemand blöd an. Oder es gibt einen Konflikt, und der Konfliktpartner kommt einem mit dem Gesicht ganz nahe und grinst bewusst frech … ein Gesicht ist so etwas wie eine Visitenkarte, und bewirkt automatisch in mir etwas (den Mechanismus dahinter hat die Neurologie gut erklärt, es gibt eigene Neuronen im Gehirn, die für diesen Effekt zuständig sind, die sogenannten Spiegelneuronen). Eine weinende Person stimmt mich traurig, eine lachende macht mich fröhlich (außer – wenn man sagt: Ich mach zu und lass nichts mehr an mich heran.).
Warum ich auf diesen Refrain komme – alle, die am vergangenen Aschermittwoch dabei waren (und sich noch erinnern können), wissen, dass es da ums „Widerspiegeln“ ging … ausgehend von einem kurzen Vers am Ende des 3. Kapitels des 2. Korintherbriefes: „Wir alle spiegeln mit enthülltem Antlitz die Herrlichkeit des Herrn wider …“
Das hat mich nicht nur zum Schlager aus den 70er Jahren gebracht, sondern zu einer vielleicht zuerst etwas abwegig klingenden Frage im Blick auf unsere Lesungen, vor allem die erste und das Evangelium. Denn in beiden geht es um Begegnung undAnschauen. Also: Wie schaut die Schlange die Frau an, und wie die Frau die Schlange? Ein verführerischer Blick, ein Blick voller Sehnsucht, die ja auch im Text der Schlange artikuliert wird. Sein wie Gott, Gut und Böse erkennen, mehr Macht, mehr Fähigkeiten, mehr Selbstständigkeit. Und dann, nachdem sie gegessen haben, die Bibel spricht sogar vielleicht auch von einem äußeren Gesichtseindruck, da gehen ihnen die Augenauf. Wie haben sie sich da angeschaut, als sie erkennen, dass sie nackt sind? Also etwas, das vorher völlig selbstverständlich war, das plötzlich nicht mehr ist; dass letztlich die Beziehung zu sich selbst und zueinander nicht mehr passt, man sich nicht mehr anschauen kann und letztlich auch die Beziehung zu Gott nicht mehr passt, man sich vor ihm versteckt. Und, könnte man den Faden weiterspinnen, dass, was Gott tut, aus Sorge nachgehen, als unangenehm verstanden wird und man sich versteckt, versucht, bewusst wegzuschauen, um nicht gesehen zu werden. Sich nicht mehr anschauen können in allen Beziehungsdimensionen, Gott, sich selbst, den oder die nächste, das ist letztlich Frucht, Ergebnis der Sünde, fasst Paulus das dann in theologischem Vokabular zusammen. Wir haben das am Aschermittwoch zu visualisieren versucht: Wir haben Spiegel mit Fett beschmiert, und während man sich vorher sehen konnte, ging das nachher nicht.
Die Frage: Wie schaut jemand? Passt aber auch fürs heutige Evangelium. Wie schaut der Versucher Jesus, wie schaut Jesus den Versucher an? Der Versucher: wohl verführerisch, obwohl mehr Verführung vermutlich in der Stimme liegt: Mach das, und du wirst unermesslich mächtig, geliebt, stark sein. Wie schaut Jesus seinen Versucher an? Offenbar nicht mit jener Sehnsucht im Blick, die Eva hat; wahrscheinlich mit jener inneren Ruhe, die aus den drei Bibelstellen spricht, die er dem Verführer entgegen sagt. Ruhe, weil sie letztlich aus einer Erfahrung sprechen … das ist ja schon spannend.
Jesus wird wie Eva (und Adam) versucht. Das gehört offenbar zum Menschsein, vielleicht sogar zur Größe des Menschen. Wir sind nicht bloß festgelegte Maschinen, die auf einem wie immer gearteten Fließband unseren Teil der Arbeit verrichten. Die Größe des Menschen ist zu sagen: Ich will, oder ich will nicht, sich zum Fließband zu setzen oder nicht, zu nützen oder zu schaden …
Jesus sagt nicht einfach „Nein“, oder „Ich will nicht“ im Blick auf die Versuchungen. Er antwortet mit Bibelstellen, und in jeder dieser Bibelstellen kommt Gott vor. Er gibt das Brot, ihn soll man nicht versuchen, ihm allein soll man dienen.
Bleiben wir bei der Frage: Wie schaut der Versucher Jesus an? Verlockend: Du kannst alles, du kannst unendlich mächtig sein, du kannst Gott manipulieren und für deine Zwecke verwenden, du kannst machen … Wie schaut Jesus: Ganz ruhig, und letztlich schaut aus seinem Blick Gott.
Wie schaut uns die Welt, wie schauen uns die Menschen um uns an? Was spricht aus unserem Blick?
Ein Vers aus dem 2. Korintherbrief – „Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.“ – stand im Mittelpunkt der Feiern zum Aschermittwoch in Schönbrunn-Vorpark.
Am Nachmittag wurden bei der Aschenkreuzfeier für Kinder und Jugendliche im Hof neben unserer Kirche Palmkätzchen aus dem Vorjahr verbrannt. Anschließend durften die „großen und kleinen Kinder“ Butter auf zwei Spiegeln so richtig verschmieren. Und dann passierte Unerwartetes: nachdem Generalvikar Nikolaus Krasa die o.a. Stelle aus der Bibel vorgelesen hatte, zeigte sich, dass sich die Spiegel mit Asche und Zeitungspapier komplett reinigen ließen. Es folgte die Segnung der Asche, die Spendung des Aschenkreuzes durch Petra und Nikolaus und das Verteilen von kleinen Spiegeln als Begleiter durch die Fastenzeit an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Feier. Das alles wiederholte sich beim abendlichen Gottesdienst in der Kirche, den ebenfalls Nikolaus Krasa mit uns feierte.
Erstmals gezeigt wurde auch das heurige Fastentuch von Max Rauch, das uns auch mit seinen Aussagen bis zum Karfreitag begleiten wird.
Uns allen eine besinnliche Fastenzeit!
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2026/02/Asche.jpg10671600Erwin Gruberhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngErwin Gruber2026-02-19 13:23:572026-04-23 13:36:26Aschermittwoch – Aschenkreuz und Spiegeln
Generalvikar Dr. Nikolaus Krasa erläuterte in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark am 6. Sonntag im Jahreskreis (15.02.2026), worauf Jesus hinauswollte, wenn er in der Bergpredigt über die Gesetze der Thora hinausgehend sagte „Ich aber sage euch…“.
Als ich ihn Rom gelebt habe, habe ich gelernt, dass dort die Verkehrsampeln unterschiedliche Bedeutung haben, je nach Tageszeit (das ist, gestehe ich, 30 Jahre her, hat sich vermutlich auch ein Stückchen geändert). Also tagsüber war eine rote Ampel eine rote Ampel. Klar, dass man da mit dem Auto stehen blieb. (Etwas weiter im Süden war das dann schon wieder ein bisschen anders: in Neapel hat eine rote Ampel nicht unbedingt stehen bleiben geheißen).In Rom jedenfalls war das in der Nacht dann anders, also, in der richtigen Nacht, wo dann doch die meisten geschlafen haben, so ab etwa 2 Uhr in der Früh. Da waren roten Ampeln mehr so Hinweisgeber: Achtung, wenn bei der Kreuzung ein Auto kommt, dann lass ihm die Vorfahrt, aber sonst fahr… Fußgängerampeln waren sowieso nur Hinweisgeber: Achtung, Kreuzung mit viel Verkehr, aber nicht unbedingt: warten, bis es grün wird…
Wie ist das mit Jesus? Im ersten Blick sagt er im heutigen Evangelium. Egal wie sinnvoll es ist, bleib stehen, wenn die Ampel rot ist, ja eigentlich, im Blick auf den Sager mit dem Jota (das ist der kleinste Buchstabe im hebräischen Alphabet), auch wenn die Ampel erst gelb blinkt, ja vielleicht sogar, wenn du weißt, jetzt dauert die Grünphase schon sehr lange: Bleib stehen. Erfülle das Gesetz zu 100, vielleicht sogar zu 110%. (Die Geschichte mit dem Jota drückt die nicht mehr ganz gebräuchliche Redewendung vom „I-Tüpfel-Reiter“ aus.) Mach‘s genauer, als gefordert ist. Das scheint ja der Duktus der sogenannten Antithesen zu sein, die wir heute im Evangelium gehört haben. „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist…“ Dann folgt ein Stück Torah, also ein Stück Gesetzestext. „Ich aber sage euch…“, dann folgt eine Auslegung Richtung Übererfüllung. Also: nicht töten (das ist Torah), nein mehr, nicht einmal zürnen; oder: nicht Ehe brechen (das ist Torah), nein (aus Männerperspektive), nicht einmal eine Frau entsprechend sehnsuchtsvoll anschauen; nicht zum Bösen verführen lassen (Torah), gleich das Auge ausreißen, das verführt; nicht Scheidebrief (Torah), gar keine Scheidung usw. (die Liste geht weiter. Wenn kommenden Sonntag nicht die Fastenzeit begänne, würden wir die Fortsetzung als Evangelium hören.).
Was ist die Intention Jesu? Das Leben der Menschen noch komplizierter machen (also zu schon bestehenden Regeln noch mehr und schwierigere dazu tun)? Uns zu Gesetzesfreaks machen (Sie kennen so Menschen, die alles 200%ig erfüllen wollen, ziemlich nervige Angelegenheit) – eben so richtige I-Tüpfel-Reiter? Was ist der Kontext? Wir sind in einem typischen jüdischen Streitgespräch. Ziel so eines Gespräches ist es, eine Schriftstelle, einen Gesetzestext besser zu verstehen. Die Methode ist ganz einfach: Spitze die Fragestellung oder die Konfliktsituation immer mehr zu mit dem Ziel, den Text, über den man diskutiert, besser zu verstehen. Und genau das ist der Punkt. Jesus möchte seine Jünger nicht zu Gesetzesfreaks machen, zu 200 Prozent Erfüllern aller biblischen und sonstigen Gesetze. Die Zuspitzung hat einen anderen, eigentlich auch für uns recht selbstverständlichen Sinn. Es geht darum, die Gesetze ihrem Sinn nach zu verstehen und zu leben. Also beim ersten etwa: Wenn es beim menschlichen Zusammenleben nur darum geht zu vermeiden, dass wir einander umbringen, ist das allein wahrscheinlich nicht der Garant für ein gutes Zusammenleben. Es wäre ja besser, wir würden grundsätzlich darauf achten, gut miteinander auszukommen, sodass die Eskalation von Ärger und Zorn, der Mord gar nicht vorkommen. Und damit ist Jesus theologisch mitten in der Diskussion seiner Zeit (die wir mitbekommen hätten, wenn wir bei der Lesung aus dem Buch Jesus Sirach auch die 10 Verse davor gehört hätten. Da ist nämlich von der Weisheit Gottes die Rede, die schon bei der Schöpfung an Gottes Seite war und die hilft, das Gesetz zu erfüllen. Mit anderen Worten: Eigentlich hat die Schöpfung von Gott her eine gute, weise Ordnung. Eine ungeschriebene Torah. Lang bevor Mose seinem Volk vom Sinai her die Torah Gottes bringt. Letztere ist nötig, um in einer durch Sünde, durch Gewalt, durch Unrecht geprägten Welt zumindest wieder an diese Ordnung zu erinnern, ihr zur Geltung zu verhelfen. Das Licht der Torah soll im Dunkel dieser Welt etwas vom Licht Gottes sichtbar machen (so etwa würde das Buch der Weisheit formulieren). Vielleicht erinnern Sie sich jetzt an das Evangelium vom vergangenen Sonntag, das unserem Text unmittelbar vorausgeht. Wo soll die Schöpfungsordnung Gottes in dieser Welt wieder aufleuchten? „Ihr seid das Licht der Welt“, hat Jesus formuliert. Ihr seid die, die Gottes Torah ihrem Sinn entsprechend leben, und, wie es quasi im Schlusssatz geheißen hat: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2026/02/Dreidel-Lichterfest-Chanukka.jpg10671600Generalvikar Nikolaus Krasahttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngGeneralvikar Nikolaus Krasa2026-02-18 11:34:532026-04-23 13:33:29Will Jesus I-Tüpfel-Reiter?
In unserer Kirche hängen schon seit vielen Jahren Fastentücher, die der Schwechater Künstler Max Rauch gestaltet hat. Dieses Jahr, eines aus dem Jahr 2017.
Getauft und gesalbt zum/r Propheten/in.
Propheten – für mich Nachfolger von Jesu. Menschen wie du und ich.
Durch die eigene Taufe wurde auch ich als sein Nachfolger berufen. Doch bis ich wirklich begriffen habe, worum es geht, habe ich viele Wegbegleiter, Eltern, Freunde, Bekannte usw. gebraucht.
Nun versuche ich durch mein Vorleben Menschen wach zu rütteln, damit sie fragend werden, warum ich an diesen einen unseren Gott glaube. Er will von mir, dass ich ein Leben lebe, das dem von Jesus ähnelt.
Phasenweise ??? ist mir das sicher schon gelungen.
Gehen wir mit Jesus durch die Fastenzeit.
Freuen wir uns auf Ostern und die Auferstehung.
Wir, seine Propheten/innen wollen diese frohe Botschaft verkünden……Jesus lebt!
Max Rauch
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2026/02/N9A9911-1.jpg16001179Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2026-02-18 09:10:122026-04-23 13:32:00Fastentuch – Getauft und gesalbt
Immer im Fasching gibt es den traditionellen Ball in Schönbrunn-Vorpark. Die „Ballmütter“ Martina und Ute haben sich erneut im Vorfeld über ein Motto Gedanken gemacht und legten für heuer „Erstmals auch bei uns: Opernball“ fest.
Mit vielen Helferinnen und Helfern wurde vieles vorbereitet, geprobt und umgesetzt: Dekoration, Aufstellung von Tischen und Sesseln, Einstudieren der Eröffnung, Installation von Buffet, Bar und Würstelstand u.v.m. – sensationell. Am Faschingssamstag, der dieses Mal mit dem Valentinstag zusammenfiel, verwandelte sich der große Saal von Schönbrunn-Vorpark in eine Ball-Location der besonderen Art. Dass es beim berühmten Vorbild im Haus am Ring mehr Fassungsvermögen gibt, war klar und unsere Feststiege führt halt nicht hinauf, sondern hinunter. Aber sonst waren kaum Unterschiede zu erkennen. Denn wir sahen einige Frackträger, eine Inflation an „Phantome der Oper“ (4), weitere tolle Kostüme, natürlich auch zahlreiche Demonstrantinnen und Demonstranten. Auch VIP-Gäste wurden begrüßt: Pfarrer Martin, der Herr Bundespräsident in Begleitung und mit Dauer-Zigarette und die Inkarnation von Opernball-Legende Lotte Tobisch (Siegerin im Kostümwettbewerb) mit dem Schokomichi im Schlepptau.
Das Jungdamen- und Jungherrenkomitee eröffnete gekonnt und fehlerfrei zur „Fächerpolonaise“. Musikalisch begleitet und geprägt wurde die Ballnacht durch unsere hervorragende Band – Thomas: Schlagzeug, Peter: Bass, Walter: Tasteninstrumente, Bernhard: Gitarre und Evi: Gesang. Viele Personen feierten bunt und ausgelassen und wurden von einem Kamerateam des ORF (Original Rudolfsheimer Fernsehen) und von Paparazzo Erwin verfolgt. Doch einiges nach Mitternacht ging dieses tolle Fest zu Ende.
Ein herzliches Danke dem gesamten Team rund um Martina und Ute. Und jetzt heißt es: nach dem Ball ist vor dem Ball.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/03/jugend_vorschau_schmal.jpg6401600Árpád Páksánszkihttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngÁrpád Páksánszki2026-02-11 00:01:042026-04-29 18:41:22Sommeraktivitäten und Kinderbibeltage – sei dabei!
Im Rahmen des Gottesdienstes zum 5. Sonntag im Jahreskreis (Sonntag, 08.02.2026), den Pfarrer Martin mit uns feierte, wurden 6 neue Minis aufgenommen. Johanna, Tin, Nora, Ida, Therese und Juli bekamen ein gesegnetes Kreuz, entzündeten bei der Osterkerze jeweils eine Kerze und gehören jetzt fix zum Team unserer Ministrantinnen und Ministranten. Dienst am Altar haben sie ja schon seit der Erstkommunion oft versehen.
Petra bedankte sich am Ende der Hl. Messe bei Fabiola für die Übernahme der Ministrantenleitung und bei Christa und Georg für die tatkräftige Unterstützung der Minis.
Erwin jun. feierte ein besonderes Jubiläum – 20 Jahre Ministrant – und bekam von Pfarrer Martin ein kleines Geschenk, das er von seiner Afrikareise mitgebracht hat. Ein Foto von seiner Ministrantenaufnahme, das Norbert Potensky vor über 20 Jahren „geschossen“ hat, findet ihr weiter unten.
Die Minis ließen den Tag mit einem gemeinsamen Pizzaessen nach dem Pfarrcafe und Eislaufen am Heumarkt ausklingen.
Danke und Gottes Segen an jetzt fast 20 Ministrantinnen und Ministranten in Schönbrunn-Vorpark.
Rund um das Fest Mariä Lichtmess/Darstellung des Herrn werden obligatorisch die Kerzen für das Jahr gesegnet.
Unser Bertl hat wieder den Jahresbedarf in mühsamer Handarbeit gegossen und vor dem Gottesdienst gegen Spende angeboten – ein herzliches Danke dafür.
Im Mittelpunkt, der Hl. Messe stand das Evangelium rund um die Seligpreisungen am Beginn der Bergpredigt. Pfarrvikar Marek feierte mit uns. Er ist kurzfristig für den erkrankten Christoph Benke eingesprungen. Danke auch dafür. Marek spendeten den Gläubigen am Ende der Messfeier den traditionellen Blasiussegen mit den gekreuzten Kerzen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2026/02/Hl.-Messe-mit-Blasiussegen.jpg10671600Erwin Gruberhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngErwin Gruber2026-02-02 07:17:092026-04-23 13:28:58Hl. Messe mit Blasiussegen, 01.02.2026