In den letzten Tagen waren 53 Kinder aus unserer Gemeinde als Sternsinger*innen unterwegs. Wir hoffen, dass sie viele von euch zu Hause besucht haben und euch mit ihren Gesängen und Sprüchen weihnachtlichen Segen ins Haus gebracht haben. Falls die Sternsinger*innen euch heuer nicht angetroffen haben, gibt’s auch die Möglichkeit online zu spenden und so zum Ergebnis unserer Gemeinde beizutragen.
Eure Spenden kommen 500 Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika zugute, die von der Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar betreut werden. Im Fokus steht heuer die Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen in Nepal. Detaillierte Informationen gibt’s unter www.stersingen.at.
In den beiden Tagen ersangen unsere Sternsingergruppen alleine in der Gemeinde Schönbrunn-Vorpark 10.595,11 Euro! Danke allen Kindern, den Begleitpersonen und Helfer/innen, die auch diesmal wieder mit Eifer und Freude dabei waren.
Außerdem ein herzliches Vergelt’s Gott allen Spendern.
Am Sonntag feierten wir mit den Geburtstagskindern des Monats Dezember die Geburtstagsmesse. Einige Geburtstagskinder sind der Einladung gefolgt und haben gemeinsam mit Pfarrer Martin den Geburtstagsgottesdienst mitgefeiert.
Über die Sehnsucht nach einem Weihnachten, wie es früher war, bzw. Weihnachten wie immer predigte Dr. Christoph Benke beim Hochfest der Geburt des Herrn am Christtag (25.12.) in Schönbrunn-Vorpark.
Unlängst ist mir während des Autofahrens ein Lied von Wolfgang Ambros begegnet. Es trägt den Titel Weihnachten wie immer …. Dort heißt es: I will doss echte Kerzen brennen, / doss echte Lieder gsungen werdn,/ wir Liebe geben, sovül ma kennen,/ und über Bethlehem an Stern./ I will mei Weihnachten wie immer, / wie’s immer wor – soll′s immer sein,/ i will den Glanz i will den Schimmer.
Mit dieser Sehnsucht nach einem Weihnachten, wie’s früher war‘ spricht ‚Wolferl‘ vielen Menschen aus der Seele. Es ist der Wunsch nach weniger Kommerz und Kitsch, nach weniger Keks und Glühwein, nach Reduktion, Innehalten und Besinnung. Weihnachten wie immer berührt etwas in unserem Innersten: die Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach einem Ort, an dem Frieden und Lieben herrschen, nach einem Zustand der Geborgenheit und Harmonie. – Könnte es nicht sein, dass sich darin die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies ausspricht und, ja, die Sehnsucht nach der Gegenwart Gottes?
Von diesem Gott erzählt die Heilige Schrift, dass er die Liebe ist (1 Joh 4,16). Und die Heilige Schrift erzählt noch mehr: Diese Liebe ist jetzt unter uns Menschen Fleisch geworden. Sie ist Mensch geworden und wohnt unter uns (Joh 1,14), in dieser wunderbaren und zugleich völlig verrückten und fürchterlichen Welt.
Die Welt nimmt das kaum zur Kenntnis. Und doch ist aus Sicht des Glaubens alles anders geworden. Gott hat sich seiner Welt ausgeliefert und er nimmt sich nicht mehr zurück. Seither hat unser Leben einen Goldgrund, ja: Glanz und Schimmer.
Der Wunsch nach einem Weihnachten wie immer rührt wohl auch daher, dass das Vertrauen in die Zukunft mittlerweile eine geistige und geistliche Herausforderung ist. Die Welt ist in einem schlechten Zustand. Aber Hoffnung ist keine Frage des Temperaments, so als ob sich die Optimisten damit leichter täten. Hoffnung ist eine Frage des Willens und des Glaubens. Nur auf Weihnachten wie immer zu setzen ist ein sentimentales Retro. Christentum ist aber keine Retrospektive, sondern eine Perspektive. Seit Weihnachten, der Fleischwerdung des Wortes, hat sich Gott an diese Welt gebunden. Er nimmt diese Bindung, diesen Bund nicht mehr zurück und führt die Welt und die Menschen heim zu sich. Hoffnung ist also kein Wunschdenken, sondern eine gläubige Perspektive, ist Zuversicht aus dem Glauben. Sie lebt aus dem Staunen über das göttliche Kind.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2025/01/Weihnachtshintergrund.jpg10621594Dr. Christoph Benkehttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngDr. Christoph Benke2024-12-28 12:13:092025-02-14 06:54:09Weihnachten ist nicht Retrospektive, sondern Perspektive
Zur Kindervesper am Hl. Abend kommen, wie auch in vielen anderen Pfarren, immer sehr viele Menschen, um sich gemeinsam auf den Hl. Abend einzustimmen. Auch das Friedenslicht wurde wieder verteilt. Die Feier wurde wieder sehr liebevoll und engagiert vorbereitet und gestaltet.
Die traditionelle Christmette findet um 23:00 Uhr statt. Für alle eine Gelegenheit, einen besinnlichen Ausklang des Heiligen Abends zu finden. Der „Weihnachtschor“ sorgte bereits ab 22.45 Uhr für eine feierliche musikalische Einstimmung. Danach feierte Dr. Benke mit uns die Hl. Messe.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/12/Krippenfiguren-Holz-Kerzen.jpg?ver=17061238679001600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2024-12-27 15:10:402026-01-01 18:05:37Weihnachten in Schönbrunn-Vorpark
Über den Gegensatz von Gewalt und Hass auf der einen und Gewaltlosigkeit und Feindesliebe auf der anderen Seite predigte Dr. Christoph Benke in der Heiligen Nacht in Schönbrunn-Vorpark.
Was ist derzeit das Problem Nr. 1? Was ist der schlimmste der vielen Brennpunkte in der Welt und womöglich auch im eigenen Leben? Im Blick auf das vergangene Jahr legt sich die Antwort nahe: Hass und Gewalt. Krieg im Nahen Osten, in der Ukraine; Gewalt zwischen den Geschlechtern und Generationen, Gewalt gegen Kinder und gegen Alte, Vergewaltigung der Mutter Erde, der Tiere, der Kreatur. Feindbilder sind ganz schnell bei der Hand. Im Nu wird abgestempelt und fertiggemacht. Und dazu eine große, merkwürdige Unzufriedenheit, in einem Land, das funktioniert und zu den reichsten Ländern der Erde zählt.
Gewalt ist seit Kain und Abel das Schattenthema im Fortschritt. Manches wird besser. Verbessert werden aber auch Foltermethoden, Aufrüstung und Kriegführung. Es leitet uns die Angst, zu kurz zu kommen: Von dort kommt das egoistische Verhalten. Die Angst, zu kurz zu kommen, schlägt fast automatisch um in Futterneid, Rivalität, Krieg und Ausbeutung.
Wie aus diesem Dilemma herauskommen? Nach christlicher Überzeugung gibt es nur einen Weg: gewalt- und selbstlos mit anderen vorangehen, mit anderen und für andere. Dieser Weg hat keine Alternative. Er wird an Jesus sichtbar, und zwar schon von Beginn seines Lebens an: Er heißt Fürst des Friedens. Wenn er kommt, wird abgerüstet: Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, im Blut gewälzt, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers (Jes 9,4-5). Was ist gewaltloser, was ist wehrloser als ein kleines Kind?
Dieses kleine Kind, das Jesus-Baby verkündet bereits eine Botschaft – ohne zu reden. Das Kind ist bereits als Kind die Rettung. Es braucht gar nichts zu sagen. Es ist die Botschaft von der Feindesliebe als einzige Alternative: groß denken vom anderen Menschen, der Menschenwürde Raum schaffen und von den Ego-Interessen absehen zugunsten des Gemeinwohls.
Jesus hat die Gewaltlosigkeit gewählt und sich für die Feindesliebe entschieden. Immer wieder und bis zuletzt blieb er dieser Wahl treu. Heute feiern wird das wehrlose Kind, am Ende seines Lebens steht er da als wehrloses Lamm. Und Gott-Vater wird diese Wahl in der Auferweckung seines Sohnes bestätigen.
Heute feiern wir das wehrlose Kind. Wenn wir es mit seiner Anbetung ernst meinen, können wir dann noch anders als die Hand zu reichen und den ersten Schritt zu tun?
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2024/12/Baby-im-Arm-2.jpg16131613Dr. Christoph Benkehttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngDr. Christoph Benke2024-12-26 14:02:532025-02-11 08:12:41Ein wehrloses Kind
Viele Kinder kommen zum Kinderwortgottesdienst und danach zur Gottesdienstgemeinde in unsere Kirche. Der „Engelshimmel“ wächst, viele Engel schmücken unseren Kirchenraum!
Das Kinderorchester begleitet wieder den Gesang nach der Kommunion. Nach der Hl. Messe wird bereits eifrig, für das Krippenspiel und die Kindervesper am Hl. Abend geprobt.
In diesem Jahr verdrängte das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ durch ihre Mutter Anna („Mariä Empfängnis“) den 2. Adventsonntag (08.12.2024). Dr. Johann Pock stellte in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark die zentralen Aussagen dieses Festes dar: Neuanfang – Erwählung – Erwählung in Vollkommenheit. Und es geht dabei nicht nur um Maria, sondern um die ganze Menschheit.
Ich sage meinen Studierenden in den Predigtkursen immer: Am schwierigsten sind die Marienpredigten. Jedes Jahr haben wir unzählige Marienfeste, Wallfahrten zu Marienkirchen, Dreizehntenwallfahrten … und fast immer dieselben Bibelstellen, und fast ausschließlich das heutige Evangelium nach Lukas: Die Verkündigung an Maria.
Und dabei ist das für heute das falsche Evangelium: Es leitet nämlich in die Irre. Bei „Mariä Empfängnis“ geht es um den Anfang des Lebens von Maria – also um Joachim und Anna, ihre Eltern. Das findet sich aber leider nicht in der Bibel – sondern nur im nicht biblischen, „apokryphen“ Jakobusevangelium. Daher ist 9 Monate nach dem 8. Dezember das Fest Mariä Geburt (8.9.); 9 Monate vor dem Weihnachtsfest jedoch der 25. März, das Fest der Verkündigung des Herrn.
Insofern ist der 8. Dezember anders als andere Marienfeste. Hier feiern wir eigentlich gar nicht Maria, oder eine ihrer Leistungen – sondern wir feiern die Erwählung und Erlösung der ganzen Menschheit.
Es geht um einen Neuanfang
Das Festgeheimnis sagt uns: Gott hat einen Neuanfang mit den Menschen gesetzt. Die Menschheit hat sich immer mehr in Sünden verstrickt. Aus dem Teufelskreis dieser Verstrickung konnten sie aus eigener Kraft nicht mehr entkommen – und genau das bezeichnen wir als „Erbsünde“ – also etwas, was nicht unsere persönliche Schuld ist – aber was unser Leben dennoch beeinträchtigt. Deshalb wird auch zu Mariä Empfängnis die Lesung vom Sündenfall gelesen (Gen 3): Den Menschen wurde die Freiheit geschenkt – und sie haben die Freiheit immer wieder auch missbraucht und Böses damit angestellt.
Die Bibel erzählt, dass Gott schon einmal einen solchen Neuanfang gemacht hat: Zur Zeit Noahs, als die Sünden der Menschen überhandnahmen und er nur mehr wenige Gerechte fand. Damals ließ er die sündige Welt untergehen; die Welt wurde gleichsam reingewaschen – und nur einige Gerechte überlebten in der Arche Noahs.
Doch Gott schwor damals auch: Nie wieder wird er die Welt in dieser Form vernichten – dafür steht sein Bundeszeichen, der Regenbogen.
Erwählung von Anfang an
Der Neuanfang diesmal setzt tiefer an: Gott sendet seinen Sohn, der als Mensch geboren werden soll. Dazu erwählt er eine Frau aus dem Volk, ein einfaches Mädchen – sie wird gnadenhaft erwählt zur Mutter des Herrn. Und genau das feiern wir heute: Von Anbeginn ihres Lebens im Mutterleib ihrer Mutter Anna war sie von Gott erwählt – und gleichzeitig auch befähigt, die Mutter Jesu zu werden.
Von Gott her war somit alles bereitet – und trotzdem musste sie selbst in ihrem Leben dann noch zustimmen. Ihre persönliche Entscheidung war es, etwas zu machen aus ihren Fähigkeiten, aus den Gnadengaben Gottes: So wie jeder Mensch Möglichkeiten geschenkt bekommt – und dann die Freiheit hat, was er damit anfängt.
Marias „Leistung“ war es, dass sie die Möglichkeit zum Sündigen nicht nützte: Jeder Mensch hat freien Willen – und damit auch die freie Möglichkeit, sich für oder gegen Gott zu entscheiden; für oder gegen das Gute – und das nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen. Maria entschied sich immer wieder für das Gute, so verehren wir sie in unserer Tradition.
Erwählung zur Vollkommenheit
Mariä Empfängnis ist damit aber ein Fest der ganzen Menschheit: Es ist jenes Fest, in dem es um die Möglichkeit der „Vollkommenheit“ geht – aber auch darum, dass Gott für unsere Un-Möglichkeiten und Un-Vollkommenheiten geradesteht.
„Perfektion“ ist ja ein großes Bestreben gerade unserer Zeit: Alles möglichst perfekt zu machen – doch wir schaffen es nur sehr begrenzt, perfekt zu sein. Genau deshalb kommen wir als Christen zusammen: weil wir nicht vollkommen und perfekt sind – aber uns gegenseitig unterstützen. Deshalb feiern wir Eucharistie: Als Dankesfeier, dass da einer für unsere Sünden und Unvollkommenheiten sogar sein Leben gegeben hat. Und Maria war es, die mit ihrer freien Entscheidung dieses Opfer Jesu ermöglicht hat.
Vor einiger Zeit hat ein wunderbarer christlicher Dichter, Josef Dirnbeck, sich Gedanken gemacht über das Vollkommen-Sein von Christen:
Wenn wir vollkommen wären
Wenn wir vollkommen wären,
hätten wir einander nicht nötig.
Weil wir schwach sind,
brauchen wir Anerkennung.
Weil wir Fehler haben,
brauchen wir Verständnis.
Weil wir unsicher sind,
möchten wir akzeptiert werden.
Weil wir wandelbar sind,
können wir einander verwandeln.
Weil wir unvollkommen sind,
können wir einander lieben.
Wenn wir vollkommen wären,
hätten wir einander nicht nötig.
(Josef Dirnbeck)
Wir feiern also Marias Vollkommenheit – und erfreuen uns unserer Gemeinschaft, die es uns ermöglicht, in unserer Unvollkommenheit trotzdem glückliche Menschen zu sein.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2024/12/Fruehling-weisse-Bluete.jpg11951594Johann Pockhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngJohann Pock2024-12-09 20:25:022025-02-11 08:10:48Erwählung und Erlösung der ganzen Menschheit
Dr. Johann Pock feiert mit uns die Hl. Messe. Die Kinder versammeln sich zum Wortgottesdienst im kleinen Pfarrsaal und überlegen u.a., was es bedeutet ein „Engel“ zu sein.
Das Kinder-Orchester, diesmal in größerer Besetzung, spielt und begleitet den Gesang nach der Kommunion. Wir stimmen uns auf die Weihnachtszeit ein.
Es beginnt die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, eine Zeit des Wartens: auf Licht, Rettung und Heil.
Dr. Benke feierte mit uns die hl. Messe, die mitgebrachten Adventkränze wurden gesegnet. Im Advent feiern wir auch jeden Sonntag einen Kinderwortgottesdienst. Unsere Kinder-Musikgruppe, unter der Leitung von Leo begleitet uns an den Adventsonntagen. Die Kirche wird heuer mit einem „Engelshimmel“ geschmückt. Einige Engel wurden bereits gebastelt und in der Kirche aufgehängt. Viele andere werden noch folgen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2024/12/SV-Adventkranzsegnung-e1736028635853.jpg9001600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2024-12-03 08:58:172026-01-01 16:22:491. Adventsonntag-Segnung der Adventkränze, 01.12.2024