Jugendmesse, 07. Mai 2023
âLasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen!â, so hieĂ es in der Lesung vom Sonntag. Diese Aufforderung haben wir zum Anlass genommen, die Jugendmesse in Schönbrunn-Vorpark rund um das Thema âSteineâ zu gestalten. Schon beim Kommen bekamen alle 32 Teilnehmenden einen Stein, auf den sie ihren Namen schrieben. In der Predigt versuchte ich zu vermitteln, dass Gott jede und jeden von uns braucht, um das Haus seiner Kirche aufzubauen. So wie die âSchuttkircheâ in Schönbrunn-Vorpark aus den TrĂŒmmern des zerbombten Hauses aufgebaut wurde, so kann unser Leben â selbst wenn es uns manchmal wie ein TrĂŒmmerhaufen erscheint, â in Gemeinschaft mit anderen zu was GroĂem werden. Auch kleine Kieselsteine können wichtig sein. Denken wir an David, der mit 5 Kieselsteinen den Riesen Goliath besiegte. Und Gott kann auch Menschen, die schuldig geworden sind, zu âFelsenâ fĂŒr die Kirche machen. Denken wir an Petrus, der Jesus verleugnet hat. Trotzdem wollte Jesus auf ihm, Petrus, dem Fels seine Kirche bauen.
So wurden alle Mitfeiernden eingeladen, ihren Stein an jenem Platz in der Kirche abzulegen, wo sie Kirche mitgestalten wollen. Sei es beim Ambo als Lektor*innen, bei der Band als Musiker*innen, beim Tabernakel als Betende usw.
Weil 32 Steine bei einer groĂen Kirche fast ĂŒbersehen werden könnten, habe ich die Gemeinde noch mit folgender Geschichte zu ermutigen versucht:
Drei Bauarbeiter waren dabei Steine zu behauen, als ein Fremder zu ihnen trat und den ersten Arbeiter fragte: âWas tun Sie da?â âSehen Sie das denn nicht?â meinte der, ohne aufzusehen, âIch behaue Steine!â âUnd was tun Sie da?â fragte der Fremde den zweiten. Seufzend antwortete der: âIch muss Geld verdienen, um fĂŒr meine Familie sorgen zu können.â Der Fremde fragte auch den dritten: âWas tun Sie da?â Dieser blickte hinauf in die Höhe und antwortete leise und stolz: âIch baue einen Dom!â
Unsere Mahlgemeinschaft kam schön zum Ausdruck, indem wir bei der Kommunionfeier alle um den Altar standen. Auch das gemeinsame Singen, das von unserer fulminanten Band begleitet wurde, stiftete Gemeinschaft.
So haben wir gestĂ€rkt fĂŒr den Sommer die letzte Jugendmesse im heurigen Schuljahr gefeiert.
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