Alle Infos der Gemeinde Schönbrunn – Vorpark finden sich hier.
Familiengottesdienst, 22. September 2024
/von Andrea KainzDer Familiengottesdienst war dem Thema „Erntedank“ gewidmet. Subregens Markus Muth schlug in der Einführung eine Brücke vom Danksagen für die Schöpfung als Natur, die uns Nahrung gibt, zu den Kindern, die Jesus in den Mittelpunkt gerückt hat. Er betonte unsere Verantwortung für die Schöpfung, die ein lebenswertes Umfeld für die nachfolgenden Generationen ermöglichen soll.
Im Evangelium – untermalt als Bilderbuchkino – hörten wir die Stelle „Jesus segnet die Kinder“. Markus Muth wandte sich im Predigtgespräch an die Kinder, um zu hören, was sie von den Erwachsenen lernen können, aber auch –aufschlussreich für viele –, was sie denken, was Erwachsene auch von ihnen lernen.
In der besonders gestalteten Gabenbereitung brachten Kinder Obst, Gemüse und Blumen und Symbole wie eine Schale mit Erde, das Licht einer Kerze und auch die liturgischen Gaben zum Altar. Die vorgelesenen Bitten und Dank mit dem gemeinsam gesungenen Kehrvers ‚Misericordias Domini‘ hoben die Bedeutung des Erntedanks hervor.
Besonders schön und berührend erlebten wir auch die musikalische Gestaltung mit dem Kinder-Orchester, unterstützt durch Gitarren und die Orgel. Im Pfarrcafé warteten Köstlichkeiten auf die Mitfeiernden und luden ein zum Beisammensein und Reden.
Thomas Bogner
Veranstaltungen für Erwachsene und Senior/innen
/von Árpád PáksánszkiMit dem neuen Arbeitsjahr starten auch wieder unsere Angebote für Erwachsene und Senior/innen.
Familien-Gottesdienst, 01. September 2024
/von Andrea KainzWir sind Gottes bunter Blumenstrauß, unter diesem Motto starteten nahezu 50 Kinder und Jugendliche ins neue Kindergarten- und Schuljahr.
Pfarrer Martin feierte mit uns die Messe, in der es viel um unsere Talente und Besonderheiten ging, die unser Leben und unsere Gemeinschaft mitbestimmen. So unterschiedlich und schön wie die Blumen sind, so blühen auch wir, jede und jeder auf seine Art. So sind Freundschaft und Liebe – Eigenschaften, die der Rose zugeschrieben werden – genauso wichtig, wie das sich wehren Können der Distel. Wir können viel bewirken mit unseren Talenten. „Ihr seid das Salz der Erde“ hieß es im Evangelium. Es entstand ein wunderschöner Blumenstrauß, geschmückt mit den besonderen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen.
Musikalisch begleitet von vielen JungmusikerInnen und kulinarisch bestens versorgt beim Pfarrcafe der Familie Brun konnten wir uns gut auf das neue Schul- und Arbeitsjahr einstimmen.
Elfi Ornetzeder
Kinderbibeltage 2024
/von Árpád PáksánszkiAufstehn, aufeinander zugehn!
Alle Jahre wieder trifft sich in der letzten Augustwoche eine große Schar an Kindern zu den Kinderbibeltagen. Junge Menschen schauen sich eine bestimmte Person aus der Bibel mit viel Spiel, Spaß und Freude genauer an. Heuer behandelten sie die Geschichte Ruths.
Ruth ist eine Frau, die eine wichtige Rolle im Alten Testament spielt. Nachdem Naomi, ihre Schwiegermutter, und Ruth verwitwet wurden, ziehen die zwei Frauen von Moab nach Judäa, die Heimat Naomis. In diesem für Ruth völlig fremden Land, hat sie vor, ein neues Leben anzufangen und ihrer Schwiegermutter zur Seite zu stehen. Dies bezeugt sie mit den berühmten Worten: „Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“
Mit Boas findet Ruth einen Ehemann und sie gründen das Volk, aus dem König David und Jesus hervorkamen.
„Aufstehen, aufeinander zugehen und uns nicht erschrecken, wenn wir etwas nicht verstehen.“ Diese Worte haben die insgesamt 48 Kinder im heutigen Abschlussgebet gesungen. Die Gruppe erfährt, was für wundervolle Dinge entstehen können, wenn unterschiedliche Menschen versuchen einander zu verstehen, miteinander zu kooperieren und Freundschaften zu knüpfen. Vertieft wurde dieser Gedanke durch verschiedene Aktionen wie selbst erarbeitete Theaterstücke, Kreativ-Workshops und Kooperationsspiele.
Da die Pfarre Hildegard Burjan über 6 Sprachgemeinden hat, treffen sich Kinder aus vielen verschiedenen Kulturen und leben die Geschichte Ruths auf ihre ganz eigene Weise.
Kristof Paksanszki
Sommerlager 2024
/von Andrea KainzVon 17. bis 24.8.24 machten sich insgesamt 67 Urlaubsgäste auf ins JUTEL Annaberg, um dort 7 Tage lang das Hotelgefühl zu genießen. Unter diesem Motto stand das heurige Sommerlager.
Gleich an Tag eins mussten alle Teilnehmer*innen in Gruppen beweisen, ob sie den Anforderungen ans Hotelpersonal gewachsen sind und diverse Wettkämpfe absolvieren. Am nächsten Tag war ein Supermodel zu Gast, das zimmerweise unterschiedliche Materialien zur Verfügung stellte, aus denen Kleidung designt wurde, die am Abend bei einer Modenschau präsentiert wurde. Zuvor wurde in Workshops allerdings auch noch das „Gehen“ geübt, gesportelt, geschminkt, relaxt und Post nach Hause geschrieben.
Der darauffolgende Tag fand im Almhotel statt. Geweckt wurde bereits in Trachten und auch die Tagesgestaltung verlief ländlich. Es wurden traditionelle Tänze einstudiert, die dann am Abend die Disco eröffneten. Am Nachmittag ging die Almolympiade vonstatten, in der die Gäste ihr Geschick in Disziplinen wie „Hupf in Gatsch“, „Kuhfladen werfen“ und ähnlichem vorzeigen konnten. Mittwochs wurde die Mafia im Hotel aktiv. Es wurden Schmuckgegenstände durch das Haus geschmuggelt und getauscht und am Abend fand bei einer Nachtwanderung die große Versöhnung der beiden Clans im Schutz der Dunkelheit statt.
Das Hotel stand am Donnerstag in Transsilvanien. Dort wurde ein Theaterstück in Gruppen einstudiert, mit unterschiedlichen Vorgaben (Zungenbrecher, Requisiten, Unwesen), bevor die Gruppe am Nachmittag zur abenteuerlichen Schatzsuche in den steilen, finsteren Wald aufbrach. Freitag stand unter dem Motto „Popstars“, der, so wie es sich für Stars gehört, im kompletten Chaos versank. Das Lager musste leider aufgrund von zu vielen Corona-Fällen vorzeitig abgebrochen werden. Auch wenn es traurig war, den „Hotelgästen“ diese Nachricht zu überbringen, sie trugen es mit Fassung und die gute Laune hielt an, bis die letzten Teilnehmer*innen privat abgeholt waren.
Das Team freut sich jetzt sehr auf den Sommerlager-Nachmittag und plant bereits für das nächste Jahr!
Ute
Enttäuschung
/von Andrea Kainz
In einem Bewerb der Olympischen Spiele den 4. Platz einzunehmen, ist vor allem dies: eine schwere Enttäuschung. Wurden Sie in Ihrem Leben enttäuscht? Ich meine hier die großen Enttäuschungen: Ihr Vertrauen wurde missbraucht; Sie wurden aus der Firma gemobbt; Sie wurden von Ihrem Lebenspartner verlassen; Sie haben ein Ziel nicht erreicht … solche Enttäuschungen kommen gewissermaßen von außen, durch die Lebensumstände.
Von etwas anderer Art ist die Enttäuschung über sich selbst. Da dachte jemand stets: ‚So etwas kann mir nicht passieren. Das würde ich nie machen. So bin ich nicht‘. Doch dann die Ernüchterung und das Eingeständnis: ‚Ich habe mich über mich getäuscht. Ich bin nicht so, wie ich meinte, dass ich bin.‘
Elija ging eine Tagereise weit in die Wüste hinein. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. Er sagte: Nun ist es genug, HERR. Nimm mein Leben; denn ich bin nicht besser als meine Väter. (1 Kön 19,4) Die Enttäuschung Elijas muss abgrundtief gewesen sein: Er wünscht sich sogar den Tod. Es zeigte sich: Nichts ist so, wie er meinte, dass es ist. Und vor allem er, Elija, war nicht der, für den er sich hielt; jedenfalls nicht besser als seine Väter. Elija „wurde eines Besseren belehrt“.
Offensichtlich leitet uns häufig die Vorstellung, die anderen irgendwie zu überragen, besser zu sein als sie. Diese Erhöhung muss enttäuscht werden, damit ‚das Bessere‘, nämlich die Wahrheit, Platz hat.
Vielleicht konnte Elija später, im Rückblick, in dieser brutalen Ernüchterung bereits das erste Anrühren durch den Engel sehen. Der Engel kommt dann noch einmal und sagt: Steh auf und iss! Irgendwie kommen wir wieder zu Kraft und Zuversicht. Wir machen uns wieder auf den Weg, hoffentlich hin zum Gottesberg Horeb. Die Enttäuschung über uns macht uns tauglich für die Begegnung mit Gott.
Christoph Benke
Wofür mühen wir uns?
/von Andrea Kainz
August ist Urlaubsmonat. Menschen gehen nicht zur Arbeit, sondern an den Strand, in den Wald, auf den Berg, ins Museum. Endlich für längere Zeit den beruflichen Alltag und seine Mühe hinter sich lassen und sich erholen! Auch wer das Berufsleben hinter sich hat, lebt keineswegs mühelos. Mühe: Das Wort hat seine Schwere. Es vermittelt Anstrengung und Beschwerlichkeit.
Im Evangelium verwendet Jesus sich abmühen: Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird! (Joh 6,27). Die Speise, die verdirbt, meint das Manna. Einst war es dem Volk Rettung in der Wüste. Aber es war schnell verdorben. Was Jesus gibt und geben wird, hat hingegen Bestand, sogar für die Ewigkeit.
Dieses Jesuswort stellt uns die Frage: Wofür mühe ich mich ab? Welche Anstrengung nehme ich auf mich für welches Ziel? Wohinein investiere ich Kraft, Mühe und Zeit? Und: Ist es das wert? Wächst damit Vertrauen und Liebe? Führt es in die größere Freiheit?
Paulus spricht von den „Begierden des Trugs“ (Eph 4,22). Was so faszinierend vor Augen steht, könnte auch Blendung, Trug sein. Wir müssen also unterscheiden und hin spüren lernen, mit einem gläubigen Herzen. Ein Einsatz, der etwas kostet, sollte sich vor Gott, vor den Mitmenschen und vor dem eigenen Gewissen verantworten können.
Anstrengung, Mühe – das klingt nach Klimmzug und Fitnessstudio. Aber Jesus sagt ja: Müht euch ab für die Speise, die bleibt. Ja, wir müssen uns anstrengen für das ewige Leben. Aber das kommt weniger aus einem Kraftakt als aus dankbarer Liebe. Denn vergessen wir nicht: Immer schon und zuerst müht sich Gott immer schon um uns Menschen.
Christoph Benke
„Liebe multiplizieren, indem man teilt“
/von Andrea Kainz
“Gib uns unser tägliches Brot!“ – So beten wir jedes Mal im Vaterunser. Man könnte sagen: Gib uns das, was uns am Leben erhält; das, was uns leben lässt.
Das heutige Evangelium erzählt davon, wie Jesus den Menschen Nahrung gibt: 5 Brote und 2 Fische reichen für alle. Ist das nicht ein Märchen? Science Fiction? Was ist dies für ein Wunder, das uns erzählt wird?
Mit dieser Brotvermehrungsszene sind wir bei einer der zentralen Stellen des Evangeliums. Schauen wir genauer hin: Zunächst sehen wir: Jesus hat Augen für das tägliche Brot, dafür, was die Menschen brauchen! (So wie schon im Evangelium des letzten Sonntags, wo es heißt: „Jesus hatte Mitleid mit den Menschen“.) Und Jesus setzt bei dem an, was da ist, was zur Verfügung steht – auch wenn es wenig ist. Auch wenn es nur von einem kleinen Jungen kommt. Und obwohl so wenig: Jesus nimmt es, spricht Dankgebet – und teilt aus. Dies ist gewissermaßen die „typische Handbewegung Jesu“ – das Brechen und Austeilen des Brotes. Es gehört wesentlich zu ihm – und später werden die Jünger ihn sogar an dieser Geste erkennen (so z.B. die Emmausjünger, nach der Auferstehung Jesu).
Was ist hier so besonders an dieser Stelle?
Zunächst ist es der große Glaube Jesu, dass es reichen wird! Dass es reichen wird, wenn man bei dem anfängt, was da ist, wenn man dafür dankt und zu teilen beginnt. „Er nahm die Brote, sprach das Dankgebet, teilte sie und gab sie ihnen.“ – Das erinnert an die Worte der Messe; an die Worte im Abendmahlsaal. Und das ist kein Zufall: Denn alle diese Mähler Jesu mit den Menschen finden ihren Höhepunkt in der Feier des Abendmahls, in der Eucharistiefeier. Und umgekehrt erinnert jede Eucharistiefeier daran, dass Jesus mit allen Menschen das Brot, das Leben, die Liebe teilen möchte.
Nun könnte man aber weiterfragen: Wenn Jesus aus so wenig Brot so viel machen kann – könnte er dann nicht alle Menschen satt machen? – Dies war sofort damals der Wunsch: der Wunsch nach starkem Mann. „Wir wollen ihn zum König machen!“ – Jesus lehnt es ab. Wie er es schon bei den Versuchungen nach dem Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit getan hat, als der „Diabolos“, der Versucher, zu ihm meint: Warum machst du nicht aus Steinen Brot – dann würden dir alle folgen … Es fällt schwer, dies zu akzeptieren: Dass der allmächtige Gott nicht den starken Mann spielt; dass er nicht allen Hunger beseitigt; nicht alle Arbeitslosigkeit beseitigt; nicht alle Kranken heilt.
Doch der Weg Jesu ist nicht einer, der Menschen durch Zauberei auf seine Seite zieht. Der Weg Jesu nimmt uns dies alles nicht ab. Der Weg Jesu heißt nämlich: Anfangen mit dem, was da ist! Gott nimmt uns unser Leben, unsere Sorgen nicht ab. – Und er lässt uns den Hunger, der letztlich ein Hunger nach Gott sein soll. Aber er zeigt uns Wege, wie wir selbst etwas zur Verbesserung des Lebens beitragen können: Durch Hinschauen auf das Positive, auf das, was da ist; und durch das Teilen dessen, was wir haben und bekommen.
An dem kommenden Sonntag wird im Evangelium dann die Brotrede Jesu gelesen. Dort sagt er: „Ich selbst bin das Brot des Lebens.“ – Dieses Brot, das Jesus hier austeilt, ist letztlich er selbst. Jesus gibt sich an die Menschen weiter – und alle werden satt! Es ist dies ein Zeichen für die Eucharistie. Wir alle sind eingeladen, vom Brot des Lebens, vom eucharistischen Brot, zu essen – und es geht dabei nicht darum, meinen leiblichen Hunger zu stillen, sondern das Bedürfnis meines Herzens nach Liebe, Geborgenheit; Angenommensein;
Wenn wir in Dankbarkeit die Dinge genießen, die wir haben, dann werden sie uns nicht ausgehen. Es gibt das schöne Wort: „Liebe kann man nur multiplizieren, indem man sie teilt“ – genau darum geht es im Evangelium: Jesus gibt aus Liebe zu den Menschen; er vermittelt ihnen diese Liebe von Gott her – und darum werden die Menschen auch satt.
Das heutige Evangelium will provozieren, damit wir uns der Frage stellen: Wovon lebe ich eigentlich? Was lässt mich wirklich leben? Denn dass wirklich ein paar Brote und Fische so viele Menschen ernähren, ist ja sehr unwahrscheinlich. Und vielleicht lautet die Antwort: Wir leben von der Liebe zueinander; wir leben von Gottes Wort; wir leben von Zuwendung und Hilfe; wir leben in der Solidarität miteinander.
Damit wird aber auch deutlich: Leben kann man nicht allein, sondern nur in Gemeinschaft. Und wenn wir Gott Teil dieser Gemeinschaft sein lassen, können vielleicht 5 Brote und 2 Fische eine ganze Gemeinschaft leben lassen.
Johann Pock
Interessante Links
Aktuelle Impulse
- Verstehen, Sprache und Heiliger Geist – Predigt26. Mai 2026
Michael auf Pixabay
RUF IN DIE FREIHEIT – Predigt27. April 2026
Aktuelle News
- Romaria 20267. Mai 2026
- Firmung 20267. Mai 2026
