Unsere traditionelle Sommerwallfahrt nach Mariazell fand im Jahr 2021 vom 22. bis zum 25 August statt. Nach eineinhalb Jahren Corona-Pause konnten wir wieder vier Tage lang Natur und Gemeinschaft, beten, singen und gemeinsames Lachen erleben.
Die Rudolfsheimer Kirchenglocken feiern ein rundes Jubiläum.
Im Jahr 1916, während des Ersten Weltkriegs, wurden wegen der allgemeinen Metallknappheit vier der fünf Bronzeglocken und die Orgelpfeifen eingezogen. Für die damalige Bevölkerung war dies ein großer Verlust. Daher bemühten sich die Rudolfsheimerinnen und Rudolfsheimer nach Ende des Krieges schnell um eine Lösung.
Zur Finanzierung neuer Glocken wurde im Jahr 1920 ein Glockenfest mit Musik, Gesang, Theater, Tanz und Turnen veranstaltet. Wir haben in unserem Archiv sogar noch eine Eintrittskarte dafür gefunden.
Bereits ein Jahr später, am 30. Jänner 1921, konnten die neuen Glocken geweiht werden. Es gab ein feierliches Hochamt mit dem Erstgeläute, viele Ansprachen und sogar einen Gruß an die neuen Glocken, der von Kindern vorgetragen wurde.
Seither erfreuen uns die Stahlglocken mit ihrem Klang. Sie können sich selbst davon überzeugen, wie wunderschön unsere Glocken klingen. Von Altersschwäche keine Spur:
Wenn Sie mehr über die Geschichte der Rudolfsheimer Kirche erfahren möchten → in unserer Pfarrchronik haben wir alle Details für Sie.
Einige Bilder aus unserer Chronik
Eintrittskarte zum Glockenfest
Einladung zur Glockenweihe
Die Glocken kommen!
Ein Gruß an die Glocken
Die Glocken werden gesegnet
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2023/01/glockenwagen_1600x900.jpg9001600Michael Valenthttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngMichael Valent2021-08-11 23:59:282023-03-19 12:24:10Heiliger Bimbam – schon 100 Jahre!
Im Rahmen der letzten Maiandacht am 31. Mai 2021 fand in der Rudolfsheimer Kirche ein stimmungsvolles Konzert zum Thema „Ave Maria“ statt.
Pfarrer Martin Rupprecht leitete den Gottesdienst. Die Künstler Thomas Schmidt (Tenor), Li-Ling Fan (Violine), Prof. Margit Fussi (Klavier) und Barbara Willensdorfer (Lesung) boten den Mitfeiernden ein musikalisches Programm mit Werken von Felix Mendelsson Bartholdy, Otto Nicolai, Ermano Wolf-Ferrari und weiteren Komponisten sowie Rainer Maria Rilke (Lesungen).
Die vielen Besucherinnen und Besucher waren voll des Lobes über die Darbietung und wollten sofort den Zeitpunkt für eine Fortsetzung wissen. Die Veranstalter vom „Kulturkreis 15“, die sich über das Interesse freuten, versprachen weitere Aufführungen in Rudolfsheim.
Der nächste Termin wird wieder hier bekanntgegeben werden, sobald bekannt.
Die Lange Nacht der Kirchen am 28. Mai 2021 entführte uns nach Ostafrika.
Pater Endale Haile Fereja, der Seelsorger der äthiopischen katholischen Gemeinde, erzählte über die Entstehung und heutige Situation der Kirche in seinem Heimatland und zeigte einen Film dazu.
Die Begrüßungsansprache hielt Erwin Gruber
Werte Damen und Herren,
heute darf ich Sie begrüßen an diesem Abend, zu diesem Programmpunkt der „Langen Nacht der Kirchen“. Es begann wie so viele Geschichten beginnen: Irgendwann plötzlich irgendwie war der äthiopische Priester Abba Petros Berga bei uns in der Pfarre. Junge Erwachsene aus der Pfarre haben sich mit ihm getroffen, die Idee einer Reise nach Äthiopien entstand. Die Reise fand im Jahr 2019 statt. Viele Ideen der Verbindung, des Austausches, des Lernens, der Unterstützung entstanden.
Und so erzähle ich Ihnen ganz kurz, bitte haben Sie sieben Minuten Geduld, so erzähle ich Ihnen, wie es zu diesem Film heute über die katholische Kirche in Äthiopien kam. Die katholische Kirche von Äthiopien ist sehr besorgt um die Jugend im Land. 40 der 110 Millionen Einwohner sind unter 15 Jahren. Ich wiederhole: das Land hat vierzig Millionen Kinder unter 15 Jahren. Viele möchten das Land verlassen. Die Ausbildungsstätten sind wenige. Die Freiheit der großen weiten Welt lockt.
Die katholische Kirche möchte dem entgegenwirken: Ausbildung im Land schaffen, die Jugend motivieren, im Land zu bleiben. Selber Projekte der Veränderung anzupacken. Aus diesem Grund plant die Kirche einen Ausbau ihrer digitalen Medien sowie einen eigenen TV-Sender. Damit sollen schon mal Trainingskurse angeboten werden. Vor allem aber soll über die großen Probleme des Landes gesprochen werden. Diese sind, neben der fehlenden Qualifikation, die Teilung der Menschen in über 80 verschiedene Stämme mit unterschiedlichen Sprachen.
Darum also die Idee von Abba Petros: Aufbau eines eigenen Fernsehkanals et cetera, et cetera. Es war schwierig, Hilfsorganisationen für die Finanzierung von technischen Geräten zu finden, und europäische Partner wollten nur ausgediente Geräte zur Verfügung stellen. Aus diesem Grund hat unser Pfarrer Martin Rupprecht entschieden, die Durchführung zu übernehmen: Er hat zwei erfahrende Profis in diesem Bereich der Kameraführung, der Regie, des Film- und Tonschnitts, und der Lichttechnik engagiert: Franz und Daniel Riess. Mit ihnen hat er ein gesamtes Equipment für ein Fernsehstudio in Wien gekauft und zusammengestellt. Franz und Daniel Riess haben diese technischen Geräte nach Äthiopien transportiert. Sie haben in Addis Abeba im Pastoralzentrum der Erzdiözese das Studio aufgebaut und drei Wochen lang mit dem dortigen Team trainiert.
Während des Trainings ist nun mit dem Team vor Ort der heutige Film entstanden. Es ist kein beauftragter Dokumentarfilm, der mit einem Budget arbeiten konnte, sondern ein persönlicher Einblick in das Leben der Menschen vor Ort. Gerade deshalb ist der Film ein authentischer Blick auf die Menschen, bzw. ein Blick der Äthiopier auf ihre eigene Situation.
Was nur zum Teil gelang, ist eine Dokumentation über das Baumpflanzprojekt der äthiopischen Regierung. Angeblich sollen zwei Milliarden (!) Bäume in den letzten zwei Jahren gepflanzt worden sein. Ebenso heißt es, dass die Bewässerung aller Bäume funktioniert. Zum Hintergrund: vor 100 Jahren waren 40% des Landes bewaldet; nun sind es nur mehr 3%. Damit hängen die Ursachen für Dürre etc. zusammen. Die Regierung hat den Ehrgeiz, zum ursprünglichen Zustand zurückzukommen.
Nach diesem Film wird Abba Endale Haile Fereja zu uns sprechen. Abba Endale ist Kapuzinerpriester und wohnt seit Februar bei uns im Pfarrhaus Rudolfsheim. Er ist dabei, Deutsch zu lernen und wird im Herbst mit der Arbeit an seiner Doktorarbeit über die Kirchengeschichte in Äthiopien beginnen.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Genießen Sie den Film und den Raum der Kirche. Gerne beantworten wir Ihre Fragen im Anschluss an die Anmerkungen von Abba Endale. Leider ist aufgrund der Corona-Maßnahmen keine lange Diskussionsrunde möglich. Wir sind aber bemüht, den Austausch mit Äthiopien fortzusetzen, sodass es auch in Zukunft bei uns Möglichkeiten geben wird, mehr zu erfahren.
Film und Präsentation
(Hinweis: Den Film können wir derzeit nicht online zur Verfügung stellen.)
→ Hier können Sie die Präsentation von Pater Endale als PDF-Datei herunterladen.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2021/05/langenacht2021_250x139.png139250Michael Valenthttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngMichael Valent2021-05-28 23:58:152026-01-01 14:14:26Lange Nacht der Kirchen 2021
Jeden Sonntag werden in der Pfarre Hildegard Burjan Gottesdienste in sechs verschiedenen Sprachen gefeiert. Das Anliegen, dass sich alle Angehörigen aller anderssprachigen Gemeinden in der einen Pfarre auch tatsächlich als eine Gemeinschaft erleben, wird neben vielen Initiativen vor allem in der jährlichen gemeinsamen Hl. Messe gepflegt.
Und so kam es am Samstag den 8. September 2018 in der voll besetzten Rudolfsheimer Kirche zur Verkündigung in den Sprachen Polnisch, Kroatisch, Englisch, Tamil, Malayalam, Tagalog, Albanisch und Deutsch!
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2018/09/Gemeinsame-Messe-in-sechs-Sprachen-2018.jpg?ver=17082033516401600Roman Temperhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngRoman Temper2018-09-08 23:59:102026-01-01 14:45:26Die vielen Sprachen der Pfarre Hildegard Burjan – gemeinsamer Gottesdienst in sechs Sprachen
Auch so mancher Messbesucher weinte Tränen der Freude und des Dankes für die glückliche Entwicklung – für „das Wunder“ – nach dem schweren Verkehrsunfall unseres Pfarrers Martin fünf Monate zuvor. Ein Moment, wo wir unseren Bischof glaubwürdig auch als Menschen erfahren durften.
Anlass für den Besuch von Kardinal Schönborn am 27. März 2018 in der Rudolfsheimer Kirche war die Gelübde-Erneuerung von Sr. Marina Vuleta, bei der sie gleichzeitig die Sendung als „Pfarrschwester“ erhielt. Sr. Marina wird vor allem in der stark gewachsenen kroatischsprachigen Gemeinde der Pfarre Hildegard Burjan tätig sein. Sie wird sich dieser Mission annehmen, andererseits will sie der Pfarre zur Verfügung stehen, um den Menschen das Evangelium näher zu bringen.
Im selben Gottesdienst erneuerte auch die leibliche Schwester von Sr. Marina, Sr. Ivana Vuleta, die geistlichen Gelübde der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams. Auch sie stellt sich neben ihrem Beruf als Kindergartenpädagogin der Pfarre zur Verfügung.
Wir wünschen Sr. Marina und Sr. Ivana viel Kraft, Freude und Gottes Begleitung in ihrem Dienst.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2018/04/kardinal_schoenborn_2018_vorschau_schmal.jpg6401600Andrea Kainzhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngAndrea Kainz2018-03-28 23:59:212026-01-01 14:43:52Emotionale Feier mit Kardinal Schönborn
Am 23. März 2018 fand im Festsaal des Erzbischöflichen Palais die Verleihung des Stephanusorden in Bronze durch Herrn Weihbischof Mag. DI. Stephan Turnovszky an insgesamt 12 ausgewählte Damen und Herren statt.
Zu unserer großen Freude waren diesmal sogar fünf von unseren Pfarrmitgliedern unter den Geehrten:
Frau Brigitte Deuerling (Neufünfhaus)
Herrn Franz Dworak (Rudolfsheim)
Herrn Leopold Mantler (Rudolfsheim)
Frau Aloisia Reithmeier (Schönbrunn-Vorpark)
Frau Gertrude Schallamon (Schönbrunn-Vorpark)
Wir erlebten eine stilvolle Veranstaltung, in deren Rahmen die festliche Ordensverleihung durchgeführt wurde. Die Laudatoren, Pfarrer Martin, Grete Gebauer und Diakon Árpád sprachen allen ihren großen Dank für den langjährigen, intensiven und vielseitigen Einsatz aus.
Wir wünschen den Ausgezeichneten das Allerbeste für weitere Jahre in unserer Pfarre!
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2018/04/Ordenstrger2018.jpg280420Roman Temperhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngRoman Temper2018-03-24 23:58:542026-01-01 14:42:41Stephanusorden für verdiente Mitglieder unserer Pfarre
Am 26. März 2017 war es endlich so weit. Das, was kirchenrechtlich schon seit Jahresbeginn galt, wurde im Rahmen unseres Gründungsgottesdienstes geistlich zelebriert. Aus den drei bisherigen Pfarren Neufünfhaus, Rudolfsheim und Schönbrunn-Vorpark ist eine neue Pfarre entstanden.
Dabei ging es weniger darum, auf das bisher Erreichte zufrieden zurückzuschauen, sondern mit Blick auf unsere Sendung in die Zukunft zu blicken. Nahezu 800 Personen waren unserer Einladung gefolgt und haben gemeinsam mit unserem Erzbischof Kardinal Schönborn, dem Bischofsvikar Dariusz Schutzki CR, P. Georg Sporschill SJ, Walter M. Gröschel KR und unseren Seelsorgern Eucharistie gefeiert.
In seiner Predigt hat uns der Kardinal motiviert: Durch die Gründung der neuen Pfarre rückt der eigentliche Auftrag der Kirche in den Vordergrund – die Verkündigung der frohen Botschaft. Vieles was belastet oder was vom eigentlichen Auftrag ablenkt, soll in der neuen Struktur besser gemeistert werden können. Besonders verdeutlicht hat unser Erzbischof dies mit einem Zitat des hl. Franz von Assisi:
„Verkündet die frohe Botschaft!
Wenn nötig, auch mit Worten!“
Der Rudolfsheimer Alt-Pfarrer Msgr. Franz Fischer GR ist am 1. Adventsonntag 2015 zum Herrn heimgegangen. Pfarrer Fischer stand im 79. Lebensjahr und war von 1993 bis 2013 Pfarrer der Pfarre Rudolfsheim und von 2003 bis 2013 auch Pfarrer von Sankt Antonius in der Pouthongasse.
Die Einsegnung fand am Samstag, den 12. Dezember, um 10 Uhr in seiner Heimatgemeinde Unterstinkenbrunn statt. Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir 14. Dezember ein feierliches Requiem in Rudolfsheim gefeiert.
Gedenken wir in unseren Gebeten unseres Alt-Pfarrers Msgr. Fischer.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2015/12/Franz-Fischer-Beitragsbild.jpg?ver=17082494346401600Roman Temperhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngRoman Temper2015-12-15 23:58:212026-01-01 14:28:59Heimgang unseres Alt-Pfarrers Msgr. Franz Fischer GR
Normalerweise sagt man, dass die Kirche in Jahrhunderten denkt. Mittlerweile stellt sich heraus, dass das nicht immer stimmt, bzw. dass sich die gesellschaftlichen Gegebenheiten in unserem Umfeld derart schnell verändern, dass man sich das nicht immer leisten kann. Eine Auswirkung dieser „Schnelllebigkeit“ ist die kurzfristige Abberufung unseres Kaplan Mag. Gerhard Höberth.
Seit September 2007 wirkte unser Kaplan in der Pfarre Rudolfsheim und in der Nachbarpfarre Sankt Antonius v. Padua in der Pouthongasse als Seelsorger. Auch wenn es am Anfang etwas ungewöhnlich anmutete, mit Kaplan Höberth einen verheirateten Priester in der Gemeinde zu haben, hatte sich recht schnell herausgestellt, dass das zwar ungewohnt ist, aber nicht unbedingt von Nachteil sein muss.
Bei den vielen Gelegenheiten, bei denen uns Kaplan Höberth die Hl. Schrift erschloss oder durch seine interkonfessionelle Vergangenheit ein ungewöhnlich breites Spektrum an Lebenserfahrung in die Gemeinden eingebracht hat, konnte man feststellen, dass es nicht vorrangig darauf ankommt ob ein Priester eine Familie hat oder nicht. Lange werden wir noch daran denken, wie lebensnahe und einfach verständlich Kaplan Höberth die kompliziertesten theologischen Aspekte erklärten konnte. Nach seinen Predigten haben sich viele dabei selbst erwischt, wie sie über das Gesagte auch wirklich und umfangreich nachgedacht haben – eben, weil es so leicht verständlich war.
Aber auch seine anderen seelsorglichen Aufgaben hat er für beide Gemeinden zu deren vollsten Zufriedenheit ausgeübt. Umso mehr hat es uns getroffen, dass die Abberufung und zugleich Sendung in eine neue Gemeinde im 3. Wiener Gemeindebezirk so schnell vonstatten zu gehen hatte. Quasi über Nacht hat uns die Nachricht ereilt, dass unser Kaplan ab sofort seine neue Tätigkeit in der Pfarre „Maria Geburt“ am Rennweg übernehmen muss.
Wir tun dies aber nicht nur mit einem weinenden sondern auch mit einem lachenden Auge; denn wir wissen was die neue Pfarre mit ihrem neuen Moderator bekommt und sind guten Mutes dass diese Neubesetzung für beide – Moderator und Gemeinde – ein Segen ist.
Wir wünschen Kaplan Höberth für die Zukunft alles Gute und Gottes tatkräftigen Beistand und hoffen, dass er sich in seine neue Aufgabe gut einleben kann.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2015/11/Gerhard-Hoeberth-Beitragsbild.jpg?ver=17082496616401600Roman Temperhttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngRoman Temper2015-11-20 23:58:362026-01-01 14:28:30Abschied von Kaplan Gerhard Höberth