Warum eine Seelenmesse, Requiem, Auferstehungsmesse?
Was ist das?
Es gehört zum christlichen Glauben, nach einem Begräbnis (oder auch unmittelbar davor) eine Hl. Messe zu feiern. Diese nennen wir Requiem, Seelenmesse oder auch Auferstehungsmesse. Warum? Was hat es für eine Bedeutung?
Die Hl. Messe ist der Höhepunkt des christlichen Glaubens. Darum heißt sie mit anderem Namen auch „Eucharistie“, das kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Dank sagen“. Der erste Teil der Messe ist das Hören auf das Wort Gottes, der zweite Teil ist die Konsequenz daraus. Das Dienen für alle Menschen. So spricht Jesus: „Das ist mein Leib, für euch hingegeben“. Im Dienen für andere Menschen stirbt er – und wird auferweckt. Tod und Auferstehung.
Christliches Sterben ist also voller Zuversicht, weil wir Gott begegnen: von Angesicht zu Angesicht. Im Augenblick, da wir Gott ganz sehen, schauen wir unser eigenes Leben noch einmal an. Durch die Augen Gottes. Wir sehen unsere Lebenssituationen mit allen Chancen, mit aller Mühe, mit allen Sünden. Das ist dann der Moment der Reinigung.
Die Seelenmesse oder Requiem ist also unser Gebet, dass der oder die Verstorbene diesen Moment besteht. Es ist auch unser eigenes Bitten, dass wir durch das Hören auf das Wort Gottes zum Dienen fähig werden. Und es ist das Bekenntnis, dass wir auferstehen. Beim Sterben kann uns also auch diese Freude erfüllen, nicht nur der Schmerz des Abschiedes.



Pfarre Hildegard Burjan | Erwin Gruber
Pfarre Hildegard Burjan | Erwin Gruber