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Ökumischer Weltgebetstag der Frauen: „Worauf bauen wir?“

Der Ökumenische Weltgebetstag der Frauen wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Im Jahr 2021 kam diese ehrenvolle Aufgabe den Frauen aus Vanuatu zu.

Auf festem Grund

Heuer versammelten sich – pandemiebedingt – nur Mitglieder unserer katholischen Gemeinde, der Zwingligemeinde und eine Lutheranerin in der Kirche Neufünfhaus, um mit den Gebeten der Frauen aus Vanuatu die zentrale Bibelstelle Mt. 7,24-27 zu bedenken: Nur ein Haus, das auf festem Grund gebaut ist, kann den Stürmen widerstehen.

Vanuatu

Von vielen Stürmen im buchstäblichen Sinn sind die flachen Inseln betroffen, die wir früher als „Neue Hebriden“ kannten. Im Jahr 1980 erlangte das Land seine Unabhängigkeit von Großbritannien und Frankreich und gab sich den Namen „Vanuatu“, was wörtlich bedeutet: „Land, das aufsteht“.

In diesem Inselstaat im Südpazifik mit 80 Inseln werden 110 Sprachen gesprochen. Die große Vielfalt an Ethnien und Sprachen im Land eint aber ihr christlicher Glaube. Mit viel Arbeitseinsatz und dem Vertrauen auf Gottes Hilfe sind die Menschen bestrebt, die wunderbare Natur ihres Landes zu schützen. Auch wenn einige der Inseln aufgrund des Klimawandels bald unter der Meeresoberfläche verschwinden werden. 

Hier finden Sie die offizielle Seite des Ökumenischen Weltgebetstags der Frauen.

 

Abschiedsgruß von P. Devadass

Liebe Freunde in Wien,

ich schreibe euch mit dankbarem Herzen. Seit 5 Jahren war ich hier in Österreich in der Pfarrei Hildegard Burjan. Heute kehre ich in meine Heimatdiözese, das Erzbistum Madurai, zurück.

Ich bin der Erzdiözese Wien und der ARGE, die mich in das Priesterstudienprogramm aufgenommen hat, sehr dankbar, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, hier zu studieren und mich mit einem Stipendium zu unterstützen. Bei Pfarrer Martin möchte ich mich für alle seine Freundlichkeit, Hilfe, Großzügigkeit und Fürsorglichkeit mir gegenüber bedanken, die ich immer im Herzen behalten werde. Ich danke auch Kaplan Marek, P. Dom Nikson, P. Don Luka, den Diakonen, Schwestern, den Mesnerinnen, Ministranten und Ministrantinnen für ihre freundliche Aufnahme und Unterstützung.

Euch allen möchte ich dafür danken, dass ihr mir immer das Gefühl gegeben habt, Teil der einen katholischen Kirche zu sein. Es war eine große Freude für mich, mit euch zusammen zu sein. Vielen Dank für eure Liebe und Sorge und vielen Dank, dass ihr euren Glauben mit mir teilt.

Mit einigen von euch habe ich auch persönlich gesprochen, mit einigen von euch gelacht; mit einigen habe ich Erfahrungen geteilt; vor allem aber habe ich mit euch allen gebetet und die Heilige Messe gefeiert. Ich habe vieles von euch gelernt. Kultur, Glaube und Offenheit sind Eigenschaften, die ich immer schätze.

Ich freue mich sehr, dass ich meinen Glauben mit euch teilen durfte und euren starken Glauben erfahren habe. Österreich, insbesondere die Gemeinde Hildegard Burjan, wird immer in meinem Herzen bleiben. Ganz besonders danken möchte ich natürlich meiner indischen Gemeinde, die immer für mich da war und mir geholfen hat, die schwersten Zeiten zu überstehen. Alle diese Erinnerungen nehme ich als einen großen Schatz mit zurück nach Indien.

Ich fühle mich euch allen zu großem Dank verpflichtet, für eure Liebe, Fürsorge und eure Gebete. Die Pfarre Hildegard Burjan steht für mich als ein Symbol für die Vielfalt in der Einheit des Christentums und der Menschheit. Lasst uns im Gebet vereint bleiben. Ihr seid alle herzlich eingeladen, mich in Indien zu besuchen, um die christliche Kultur, Traditionen und Gastfreundschaft Indiens kennenzulernen. Gott segne euch alle.

Liebe Grüße
Devadass Pankaraj

Was geschieht mit dem Kirchenbeitrag?

Der Kirchenbeitrag ist wohl das umstrittenste weltliche Thema innerhalb der Katholischen Kirche in Österreich. Pfarrer Martin erklärt die Gründe und Hintergründe und legt dar, was alles mit dem Geld passiert.


„Muss man für den Glauben zahlen?“

Sehr oft wird mir dieser Satz vorgehalten. „… für den Glauben zahlen.“  Keine Gemeinschaft und Organisation kann aber ohne Beitrag leben. Es wäre auch unwürdig, einem Mitarbeiter zu sagen: „Tut mir Leid, für dieses Monat habe ich kein Gehalt mehr, weil zu wenig Beitrag eingegangen ist.“

Das österreichische System des Kirchenbeitrages sieht vor, dass alle Katholik/innen 1,1 %  des steuerpflichtigen Einkommens als Beitrag für ihre Kirche geben. Damit kann die Pfarrgemeinde die von ihr erwarteten Leistungen erbringen und die Diözese all jene Stellen unterhalten, die vielen tausenden Menschen zugute kommen: Caritas, Kindergärten, Beratungsstellen, Telefonseelsorge … sie alle werden durch den Kirchenbeitrag mitfinanziert.

„Ich muss zu viel zahlen!“

Manchmal möchte ich zurückfragen: „Wieviel ist dir deine Kirche wert?“ Seien Sie ehrlich! Im Durchschnitt – auf die Personenzahl umgelegt – zahlt ein Wiener Katholik / eine Katholikin € 91,20 im Jahr. Das sind nicht einmal 2 (zwei) Zigarettenschachteln im Monat!

Natürlich kann die Kirchenbeitragsstelle nicht das Einkommen erfahren. Es ist auf das Vertrauen des Gläubigen angewiesen. Es gibt oft besondere Gründe, die nicht bekannt sind – z.B. Krankheit, finanzielle Sorgen, familiäre Veränderungen, Arbeitslosigkeit. Das Beste ist, in so einem Fall mit der Beitragsstelle zu sprechen.

„Wer verwaltet den Kirchenbeitrag und wohin gelangt er?“

Zirka 50 % des Kirchenbeitrags bleiben in der Pfarrgemeinde und werden vom Vermögensverwaltungsrat der Pfarre verwaltet. Die andere Hälfte geht an die Zentrale der Erzdiözese und steht in der Verantwortung der Finanzdirektion des Erzbischofs. Wenn notwendige Baumaßnahmen in einer Kirche anfallen, dann erhält die Pfarre vom Bauamt der Zentrale zwischen 30 und 50 % der Ausgaben.

„Was wäre, wenn man den Kirchenbeitrag auf freiwillige Basis stellen würde?“

Immer wieder hat sich eine Expertengruppe mit dieser Frage beschäftigt. Ernsthafte Schätzungen gehen davon aus, dass dann nur mehr 25 % des bisherigen Beitrags gezahlt würde. Das bedeutet eine Kürzung aller kirchlichen Einrichtungen auf ein Viertel. Auf unsere Pfarre umgerechnet, müsste dann die Pfarrsekretärin und der Pastoralassistent (oder der Pfarrer) gekündigt werden, und die Gruppen im Pfarrzentrum müssten Miete zahlen. Derzeit haben wir wöchentlich 25 verschiedene Gruppen im Pfarrzentrum.

Pfarrer Martin Rupprecht

Dokumentarfilm über Hildegard Burjan

Hildegard Burjan – eine Frau aus Österreich jüdischer Abstammung – ist die einzige „zur Ehre der Altäre“ erhobene Parlamentarierin der Neuzeit! Ihr Beispiel als Politikerin und Mensch – und natürlich als Gründerin der Caritas Socialis – ist beeindruckend. Am 29. Jänner 2012 wurde sie im Wiener Stephansdom seliggesprochen.

Am Dreikönigstag 2019 wurde im ORF eine 20-minütige Dokumentation über unsere Pfarrpatronin ausgestrahlt.

Die vielen Sprachen der Pfarre Hildegard Burjan – gemeinsamer Gottesdienst in sechs Sprachen

Jeden Sonntag werden in der Pfarre Hildegard Burjan Gottesdienste in sechs verschiedenen Sprachen gefeiert. Das Anliegen, dass sich alle Angehörigen aller anderssprachigen Gemeinden in der einen Pfarre auch tatsächlich als eine Gemeinschaft erleben, wird neben vielen Initiativen vor allem in der jährlichen gemeinsamen Hl. Messe gepflegt.

Und so kam es am Samstag den 8. September 2018 in der voll besetzten Rudolfsheimer Kirche zur Verkündigung in den Sprachen Polnisch, Kroatisch, Englisch, Tamil, Malayalam, Tagalog, Albanisch und Deutsch!

Emotionale Feier mit Kardinal Schönborn

Auch so mancher Messbesucher weinte Tränen der Freude und des Dankes für die glückliche Entwicklung – für „das Wunder“ – nach dem schweren Verkehrsunfall unseres Pfarrers Martin fünf Monate zuvor. Ein Moment, wo wir unseren Bischof glaubwürdig auch als Menschen erfahren durften. 

Anlass für den Besuch von Kardinal Schönborn am 27. März 2018 in der Rudolfsheimer Kirche war die Gelübde-Erneuerung von Sr. Marina Vuleta, bei der sie gleichzeitig die Sendung als „Pfarrschwester“ erhielt. Sr. Marina wird vor allem in der stark gewachsenen kroatischsprachigen Gemeinde der Pfarre Hildegard Burjan tätig sein. Sie wird sich dieser Mission annehmen, andererseits will sie der Pfarre zur Verfügung stehen, um den Menschen das Evangelium näher zu bringen.

Im selben Gottesdienst erneuerte auch die leibliche Schwester von Sr. Marina, Sr. Ivana Vuleta, die geistlichen Gelübde der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams. Auch sie stellt sich neben ihrem Beruf als Kindergartenpädagogin der Pfarre zur Verfügung.

Wir wünschen Sr. Marina und Sr. Ivana viel Kraft, Freude und Gottes Begleitung in ihrem Dienst.

Stephanusorden für verdiente Mitglieder unserer Pfarre

Am 23. März 2018 fand im Festsaal des Erzbischöflichen Palais die Verleihung des Stephanusorden in Bronze durch Herrn Weihbischof Mag. DI. Stephan Turnovszky an insgesamt 12 ausgewählte Damen und Herren statt.

Zu unserer großen Freude waren diesmal sogar fünf von unseren Pfarrmitgliedern unter den Geehrten:

  • Frau Brigitte Deuerling (Neufünfhaus)
  • Herrn Franz Dworak (Rudolfsheim)
  • Herrn Leopold Mantler (Rudolfsheim)
  • Frau Aloisia Reithmeier (Schönbrunn-Vorpark)
  • Frau Gertrude Schallamon (Schönbrunn-Vorpark)

Wir erlebten eine stilvolle Veranstaltung, in deren Rahmen die festliche Ordensverleihung durchgeführt wurde. Die Laudatoren, Pfarrer Martin, Grete Gebauer und Diakon Árpád sprachen allen ihren großen Dank für den langjährigen, intensiven und vielseitigen Einsatz aus.

Wir wünschen den Ausgezeichneten das Allerbeste für weitere Jahre in unserer Pfarre!

Sonderpreis „Generationendialog“ für unsere Pfarre

Am 19. November 2017 wurde zum zweiten Mal der Österreichische Jugendpreis vom Bundesministerium für Familien und Jugend in Kooperation mit der Bundesjugendvertretung (BJV), dem Bundesweiten Netzwerk Offene Jugendarbeit (bOJA), dem Bundesnetzwerk Österreichische Jugendinfos (BÖJI) sowie dem Interkulturellen Zentrum – Nationalagentur für „Erasmus+: Jugend in Aktion“ vergeben.

Und unsere Pfarre Hildegard Burjan wurde mit einem Preis bedacht!

Gewürdigt werden mit diesem Preis das Engagement von Jugendlichen und von in der Jugendarbeit aktiven Menschen. Ausgezeichnet wurden Projekte in den drei Kategorien „Eure Projekte“, „Nationale Jugendarbeit“ und „Erasmus+: Jugend in Aktion“. Heuer wurde zudem auch ein Sonderpreis für Projekte zum Generationendialog vergeben. Die Verleihung fand im Rathaus durch die zuständige Sektionschefin des Bundesministeriums für Familien und Jugend statt.

Einen dieser drei Würdigungspreise zum Themenschwerpunkt „Generationendialog“ erhielt unser Projekt Overcome borders – Grenzen überwinden.

Seit 2001 werden in Neufünfhaus EFD-Freiwillige aufgenommen. In diesem Projekt unterstützen die Freiwilligen auch regelmäßig die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde. Sie geben Impulse zum Gedächtnistraining und helfen bei der Integration in die lokale Gemeinschaft. Auch unterstützen sie in der Nachbarschaft und Region, indem sie alte und behinderte Menschen regelmäßig besuchen, beim jährlichen Nachbarschaftsfest mithelfen und bei dem Caritas-Lebensmittelprojekt Le+O unterstützen. Die Europäischen Freiwilligen sind Teil eines größeren sozialen Netzwerkes und tragen durch ihre Mitwirkung auch aktiv zum Generationendialog bei.

Die anderen beiden Projekte, die mit dem Sonderpreis prämiert wurden, waren Computeria Landeck, Organisation: Jugendtreff „L.A. Jump in“ Landeck, Tirol und „Dein Lachen – Brich dein Schweigen!“, ProjektträgerInnen: Falco Luneau, SOS Kinderdorf, BG Bludenz, 147 Rat auf Draht.

Hier werden die einzelnen Projekte genauer vorgestellt. Auch auf Facebook finden Sie weitere Informationen:

 Weiterführende Links

 

Gedenktafel für Hildegard Burjan am Wiener Rathaus

Am 15. Mai 2017 enthüllte der Wiener Bürgermeister, Dr. Michael Häupl, gemeinsam mit Gemeinderat Mag. Manfred Juraczka eine Gedenktafel zu Ehren von Hildegard Burjan.

Hildegard Burjan war von 3. Dezember 1918 bis zum 22. Mai 1919 Wiener Gemeinderätin. Als erste und damals einzige weibliche Abgeordnete der Christlichsozialen Partei zog sie 1919 in das österreichische Parlament ein. Bürgermeister Häupl betonte in seiner Rede, das Anbringen einer Gedenktafel am Wiener Rathaus sei etwas ganz Besonderes und gehe weit über die Ehrung mit Orden oder Ehrenbürgerschaft hinaus. Eine Ehrentafel ist ein großes Dankeschön an einen ganz besonderen Menschen.

„Hildegard Burjan ist einer dieser ganz besonderen Menschen, die, wie man heute sagt, Nachhaltiges für unsere Gesellschaft geleistet haben“, so Bürgermeister Häupl.

Häupl weiter in seiner Erklärung: „Hildegard Burjan war nicht nur eine hervorragende Sozialpolitikerin im Wiener Gemeinderat und auch im Parlament. Sie war durch und durch Humanistin und das bereits zu ihren Lebzeiten in einem heute noch fortschrittlichen und unkonventionellen Sinn. Das Hospiz der von ihr gegründeten Caritas Socialis am Rennweg und die erste Seligsprechung im Wiener Stephansdom überhaupt, geben eine Idee von all den Dingen, die sie bewegt und erreicht hat.“

Gründungsgottesdienst der Pfarre Hildegard Burjan

Am 26. März 2017 war es endlich so weit. Das, was kirchenrechtlich schon seit Jahresbeginn galt, wurde im Rahmen unseres Gründungsgottesdienstes geistlich zelebriert. Aus den drei bisherigen Pfarren Neufünfhaus, Rudolfsheim und Schönbrunn-Vorpark ist eine neue Pfarre entstanden.

Kardinal Schönborn beim Gründungsgottesdienst

Dabei ging es weniger darum, auf das bisher Erreichte zufrieden zurückzuschauen, sondern mit Blick auf unsere Sendung in die Zukunft zu blicken. Nahezu 800 Personen waren unserer Einladung gefolgt und haben gemeinsam mit unserem Erzbischof Kardinal Schönborn, dem Bischofsvikar Dariusz Schutzki CR, P. Georg Sporschill SJ, Walter M. Gröschel KR und unseren Seelsorgern Eucharistie gefeiert.

In seiner Predigt hat uns der Kardinal motiviert: Durch die Gründung der neuen Pfarre rückt der eigentliche Auftrag der Kirche in den Vordergrund – die Verkündigung der frohen Botschaft. Vieles was belastet oder was vom eigentlichen Auftrag ablenkt, soll in der neuen Struktur besser gemeistert werden können. Besonders verdeutlicht hat unser Erzbischof dies mit einem Zitat des hl. Franz von Assisi:

„Verkündet die frohe Botschaft!
Wenn nötig, auch mit Worten!“

 


Hier eine kleine Impression aus der Messe:

 

Und hier die Fotos: