Wer hat den Kreuzweg erfunden?

Dieses Jahr, am 4. Oktober 2026, ist der 800. Sterbetag des Hl. Franziskus.

Das Leben und Vorbild des Hl. Franziskus hat bis heute nicht nur die katholische Kirche verändert, sondern eine Wirkung auf die ganze Welt gebracht. Sein Name steht für Frieden und Gebet, für Armut und Hingabe. Durch ihn sind die Weihnachtskrippen und die Kreuzwege entstanden. Auch das drei Mal tägliche Glockenläuten verdanken wir ihm.

Alles aber begann, als Franziskus im Jahr 1205 vor dem Kreuz in der Kapelle „San Damiano“ in Assisi betete. Christus spricht zu Franziskus von diesem Kreuz herab: „Geh, Franziskus, und baue mein Haus wieder auf, das – wie du siehst – in Trümmer fällt!“

Das Kreuzbild, in kräftigen Farben gemalt, zeigt Christus, der das Licht der Welt ist und in seiner Liebe die Dunkelheit und Sünde besiegt hat. Einerseits ist Christus der Gekreuzigte, andererseits bezeichnen die weit geöffneten Augen Christus als den Auferstandenen, der den Tod besiegt hat und den Jüngern den Geist einhaucht. Oben sieht man wie Christus in den Himmel auffährt und von den Engeln empfangen wird.

In der Vorbereitung auf Ostern können wir uns Zeit nehmen, um dieses oder ein anderes Kreuz zu betrachten. Das Geheimnis des christlichen Glaubens liegt im Kreuz. Wir werden es entdecken, wenn wir vom Betrachten zum Beten kommen.

Gesegnete Ostertage!
Pfarrer Martin Rupprecht