Alle Infos der Gemeinde Schönbrunn – Vorpark finden sich hier.

Alle guten Dinge sind 6

Im Rahmen des Gottesdienstes zum 5. Sonntag im Jahreskreis (Sonntag, 08.02.2026), den Pfarrer Martin mit uns feierte, wurden 6 neue Minis aufgenommen. Johanna, Tin, Nora, Ida, Therese und Juli bekamen ein geweihtes Kreuz, entzündeten bei der Osterkerze jeweils eine Kerze und gehören jetzt fix zum Team unserer Ministrantinnen und Ministranten. Dienst am Altar haben sie ja schon seit der Erstkommunion oft versehen.

Petra bedankte sich am Ende der Hl. Messe bei Fabiola für die Übernahme der Ministrantenleitung und bei Christa und Georg für die tatkräftige Unterstützung der Minis.

Erwin jun. feierte ein besonderes Jubiläum – 20 Jahre Ministrant – und bekam von Pfarrer Martin ein kleines Geschenk, das er von seiner Afrikareise mitgebracht hat. Ein Foto von seiner Ministrantenaufnahme, das Norbert Potensky vor über 20 Jahren „geschossen“ hat, findet ihr weiter unten.

Die Minis ließen den Tag mit einem gemeinsamen Pizzaessen nach dem Pfarrcafe und Eislaufen am Heumarkt ausklingen.

Danke und Gottes Segen an jetzt fast 20 Ministrantinnen und Ministranten in Schönbrunn-Vorpark.

Aschermittwoch in der Pfarre Hildegard Burjan

Wir beginnen die Fastenzeit wie immer mit der traditionellen Aschenkreuzspende am Aschermittwoch. Die Asche soll den Menschen an seine eigene Vergänglichkeit erinnern und symbolisiert, dass Altes vergehen muss, damit Neues entstehen kann.

Mit dem Aschenkreuz auf der Stirn bekennen die Gläubigen öffentlich ihre Bereitschaft zu Umkehr und Buße. Gleichzeitig symbolisiert die Asche in Kreuzesform, dass für Christen Kreuz und Tod nicht das Ende bedeuten, sondern den Anfang eines ewigen Lebens bei Gott.

Gemeinde Neufünfhaus

  • 15.30 Uhr: Verbrennen der Palmzweige des letzten Jahres vor der Kirche.
    Bringt gern von zu Hause die alten Palmbuschen mit!
  • 16 Uhr: Kinder-Aschenkreuzfeier in der Kirche
  • 19 Uhr: Hl. Messe mit Aschenauflegung

Gemeinde Rudolfsheim

  • 8 Uhr: Hl. Messe mit Aschenauflegung in deutscher Sprache
  • 17.30 Uhr: Hl. Messe mit Aschenauflegung in kroatischer Sprache
  • 19 Uhr: Hl. Messe mit Aschenauflegung in deutscher Sprache
  • (Das Rosenkranzgebet entfällt)

Gemeinde Schönbrunn-Vorpark

  • 16 Uhr: Aschenkreuzfeier für Kinder und Jugendliche. Treffpunkt: im Hof der Kirche. Wer möchte, kann die Palmkätzchen vom Vorjahr zum Verbrennen mitbringen. 
  • 18 Uhr: Hl. Messe mit Aschenauflegung

Palmkätzchen werden in einer eisernen Schale verbrannt


Info-circled Info-circled

Fastenzeit – was bedeutet das eigentlich?

Ein YouTube-Video schafft eine gute Erklärung der Fastenzeit in nur 3 Minuten:

 

Und hier etwas ausführlicher zum Nachlesen: Aschenkreuz und saurer Hering.


 

Hl. Messe mit Blasiussegen, 01.02.2026

Rund um das Fest Mariä Lichtmess/Darstellung des Herrn werden obligatorisch die Kerzen für das Jahr gesegnet.

Unser Bertl hat wieder den Jahresbedarf in mühsamer Handarbeit gegossen und vor dem Gottesdienst gegen Spende angeboten – ein herzliches Danke dafür.

Im Mittelpunkt, der Hl. Messe stand das Evangelium rund um die Seligpreisungen am Beginn der Bergpredigt. Pfarrvikar Marek feierte mit uns. Er ist kurzfristig für den erkrankten Christoph Benke eingesprungen. Danke auch dafür. Marek spendeten den Gläubigen am Ende der Messfeier den traditionellen Blasiussegen mit den gekreuzten Kerzen.

Wie hat alles angefangen? – Predigt

Dr. Hans PockEinen Tag nach der Weihe des neuen Erzbischofs von Wien Josef Grünwidl und am Sonntag des Wortes Gottes (25.01.2026) stellte Dr. Johann Pock in seiner Predigt in Schönbrunn-Vorpark die Frage, wie alles angefangen hat, und zeigte auf, wie die Tätigkeit Jesu begonnen hat und was daraus für uns folgt.


Wie hat alles angefangen? Das ist eine Frage, die man sich im Laufe des Lebens im Rückblick wohl so manchmal stellt. Wie hat alles angefangen, mit der Beziehung, mit meinem Beruf? Wie hat es angefangen mit einer Krankheit? Oder auch mit dem Glauben.

Oder im Umfeld der Bischofsweihe von Erzbischof Josef Grünwidl: Wie viele da gefragt haben, wie bei ihm alles angefangen hat – mit dem Glauben, mit seiner Liebe zur Musik, mit der Theologie und dem Priestersein.

Und auch die junge Kirche fragte sich: Wie hat alles angefangen?

Gerade die Bibel berichtet uns von den Anfängen: Vom Anfang der Welt in der Schöpfungserzählung; vom Anfang der Verheißungen; vom Anfang des berufenen Volkes. Und dann auch vom Anfang des christlichen Glaubens. Die ganze Bibel ist ein Glaubenszeugnis über Jahrhunderte hinweg.

Zu Weihnachten haben wir mehrfach gehört: „Am Anfang war das Wort“ – So beginnt das Johannesevangelium. Es ist eher griechisch-philosophisch ausgerichtet. Aber gerade auch der Sonntag des Wortes Gottes verweist auf die Bedeutung dieses Wortes.

Das Leitevangelium in diesem Jahr ist das Evangelium nach Matthäus. Es begleitet uns durch das ganze Kirchenjahr. Wie schildert er diese Anfänge?

1) Der Evangelist Matthäus erzählt von einem relativ unspektakulären Beginn: Jesus zieht sich nach seiner Taufe am Jordan zurück. Und er beginnt seine öffentliche Tätigkeit nicht im Zentrum des religiösen, gesellschaftlichen und politischen Lebens, also in Jerusalem, sondern in einer von vielen verachteten Gegend in Galiläa, in seiner Heimat. Er beginnt bei einem Volk, von dem schon Jesaja gesagt hat: Es ist ein Volk, das im Dunkel sitzt, in einem Land, das nicht nur von den Menschen, sondern auch vom Herrn verachtet ist.

Den Menschen, die im Land der Finsternis wohnen, will Jesus Licht aufstrahlen lassen; er will das drückende Joch und den Stock des Treibers zerbrechen. Er will das verachtete Land zu Ehren bringen. Die ersten, an die Jesus sich wendet, sind also nicht die Reichen, die Angesehenen, die Mächtigen, sondern die Verlassenen, die Verachteten, jene, die im Dunkel sitzen. Sein erstes Zeichen ist es, dass er sich auf die Seite der Armen stellt.

Also der erste Akzent am Anfang: Er geht an die Ränder; er geht zu den Armen; er verlegt das Zentrum seines Wirkens an die Peripherie.

2) Und was ist der erste Inhalt seiner Reden, seine ersten überlieferten Worte? Er verkündet: „Das Reich Gottes ist nahe“. Und er ruft zur Umkehr: „Bekehrt euch“.

Jesus will Menschen Hoffnung geben. Sie soll die Menschen, die im Dunkel sitzen, zur Umkehr befähigen. Sie soll helfen, sie von Verzweiflung zu befreien und ermutigen, Fehlhaltungen – Sünden – aufzugeben. Den Menschen Hoffnung geben und durch die Hoffnung Umkehr zu ermöglichen, ist ein zweites Prinzip christlichen Lebens und Wirkens.

Daher die Botschaft: Das, worauf ihr wartet, beginnt. Ihr stöhnt unter dem Joch des römischen Reiches. Ihr fühlt euch unterdrückt und unfrei. Doch Erlösung ist nahe: Der Messias; der Befreier.

Und deshalb: Ihr müsst euch ändern! Wenn Gott nahe ist, dann muss das Auswirkungen haben. Wenn Mächtige kommen, bereitet man den ganzen Ort; man schmückt alles; man will möglichst gut dastehen. Wenn Gott aber kommt, dann geht es um das Innere: Bereit euer Inneres; bekehrt euch.

Jesus verkündet das nahe Gottesreich – und die notwendige Umkehr.

3) Und nun drittens die Frage: Was tut Jesus?

Er redet nicht nur von Gottes Reich. Sondern er verkündet das Wort Gottes in einer Weise, die aufhorchen lässt: Er heilt Kranke, er bricht die Macht des Bösen, er vergibt Sünden. Diese Zeichen helfen den Menschen, an seine Botschaft zu glauben. Sein Wort, seine Handlungen stimmen überein. Er redet von der Befreiung durch Gott – und er befreit Menschen von dem, was sie belastet.

Zu diesen Handlungen Jesu gehört aber auch: Jesus sucht sich Mitarbeiter. Das heutige Evangelium berichtet, wie Jesus Menschen aus ihrer bisherigen Lebensweise herausruft, sie einlädt mit ihm zu gehen und zu wirken. „Kommt her und folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen“. Sie sollen „Menschen fischen“. Das heißt: Sie sollen Menschen für das Reich Gottes gewinnen, indem sie an der Sendung Jesu Anteil haben.

Jesus sucht Mitarbeiter bewusst nicht aus der religiösen oder politischen Elite aus. Es sind einfache Fischer, Bauern, Handwerker… Und er führt sie ein in das, was ihm wichtig ist – indem sie ihn begleiten, ihm nachfolgen. Indem sie ihm zuhören und darauf achten, was er tut.

Dass er hier nur Männer aussucht, ist sicherlich der damaligen Zeit geschuldet, in der es nicht üblich war, dass Frauen herumzogen. Zugleich aber waren wichtige Frauen unter seinen Jüngerinnen dabei und haben zur Weitergabe des Wortes Gottes wesentlich beigetragen.

Letztlich sollen je nach ihrer Sendung alle Christinnen und Christen Mitarbeitende Jesu sein – und sie bedürfen dafür einer lebenslangen Schule. Sie sollen mit ihm gehen. Nur so werden sie fähig, das zu tun, was er ihnen aufträgt: Mithelfen, dass Menschen, die im Dunkel sitzen, ein Licht aufstrahlt.

Zusammenfassend gibt es also drei Akzente bei Matthäus: Jesus ist auf der Seite der Verstoßenen; er verkündet den Anbruch des Reiches Gottes; und er redet nicht nur, sondern befreit Menschen und holt sich dazu Mitarbeiter.

Nochmals die Frage vom Beginn: Wie hat alles angefangen?

Der Blick auf den Anfang ist wie ein Blick auf einen Kompass: Er ermöglicht uns, wieder die richtige Richtung einzuschlagen; den richtigen Weg zu finden – und das ist ein gemeinsamer Weg der Menschen mit Jesus. Er ist ein Weg der Verheißung, und nicht der Sicherheiten. Ein Wagnis; ein Gang an die Ränder. Aber zugleich doch auch mit einer Gewissheit: Wer Jesus folgt, dem wird es nicht langweilig; da verändert sich etwas. Es ist nicht immer leicht; es ist anspruchsvoll – aber er hat etwas zu bieten: Nämlich ein Leben, das lebenswert ist.

 

Geburtstagsmesse, 25.01.2026

Bei der Geburtstagsmesse, die Univ.-Prof. Johann Pock mit uns feierte, standen natürlich die „Geburtstagskinder“ des Monats Jänner im Mittelpunkt. Am Beginn des Gottesdienstes entzündeten sie eine Kerze und am Ende spendete ihnen Johann Pock jeweils einen individuellen Segen.

Unser gestriger Zelebrant weihte auch das frische Wasser im Taufbrunnen und besprengte anschließend damit die Messbesucherinnen und -besucher. Denn in der Weihnachtszeit war der Taufbrunnen quasi „stillgelegt“ und diente als Sockel für unsere Krippe. Am Sonntag des Wortes Gottes wurde das große Evangeliar, das wir von Kardinal Schönborn bekommen haben, „sichtbar zum Einsatz gebracht“. Diakon Arthur verkündete die frohe Botschaft aus diesem besonderen Buch. Auch für unseren neuen Erzbischof Josef Grünwidl wurde nach den Fürbitten in besonderer Art und Weise gebetet.

Nach der Eucharistiefeier gab es noch ein spezielles Pfarrcafé im kleinen Saal, wo auf die Jubilarinnen und Jubilare angestoßen wurde und wir von „Geburtstagskind“ Juliane und ihren Köstlichkeiten verwöhnt wurden. Danke für alle Vorbereitungen dafür.

Josef Grünwidl ist unser neuer Erzbischof

Lange Zeit mussten wir auf einen neuen Oberhirten in der Erzdiözese Wien warten. Am 17. Oktober 2025 hat Papst Leo XIV. Josef Grünwidl offiziell zum Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn ernannt. Mit dem langjährigen Pfarrer, Bischofsvikar und Vorsitzenden des diözesanen Priesterrates bekommt die Kirche in Wien und dem östlichen Niederösterreich einen charismatischen Leiter, der mit allen Ebenen der Erzdiözese vertraut ist wie kein anderer und durch seinen seelsorgeorientierten, dialogbereiten und spirituellen Zugang viel Zuspruch genießt.

 


Am vergangenen Samstag wurde Josef Grünwidl zum 33. Bischof von Wien geweiht und in sein Amt eingeführt. Bei der feierlichen und sehr stimmungsvollen Zeremonie im Stephansdom waren neben Kardinal Schönborn, dem Salzburger Erzbischof Franz Lackner, allen heimischen amtierenden Bischöfe und Weihbischöfe auch der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana und rund 3.000 Menschen dabei. Das offizielle Österreich wurde u.a. durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Christian Stocker repräsentiert. Auch Vertreterinnen und Vertreter anderer Religionsgemeinschaften haben die Feierlichkeiten im Dom mitverfolgt. Grünwidls Mutter und seine Familie feierten ebenfalls im Dom mit.

Sofort aufgefallen ist, dass Josef Grünwidl den Bischofsstab von dem von uns so geschätzten Weihbischof Helmut Krätzl übernommen, er für sein Pektorale, eine Kopie des Brustkreuzes von Papst Franziskus gewählt hat und bewusst alles „möglichst einfach als Seelsorger Teamplayer und Brückenbauer“ gestalten möchte. Wie sagte er schon nach seiner Ernennung: „Gott braucht mich nicht perfekt, sondern verfügbar.“

Kardinal Christoph Schönborn betonte in seiner Predigt, dass die Aufgabe, die Gemeinschaft der Gläubigen zu leiten, zunächst für Grünwidl zu groß gewesen sei. Er wollte nur ein einfacher Pfarrer sein, habe keine kirchliche Karriere angestrebt und daher ein klares Nein zum Bischofsamt gesagt. Aber es kam aber dann doch alles ganz anders. Drei Ratschläge hat der Herr Kardinal seinem Nachfolger mitgegeben: „Höre auf die Menschen mit unangenehmen Nachrichten. Habe ein hörendes Herz für die einfachen Menschen und mögen deine Nächsten merken, dass du sie liebst.“

Nach der Verlesung der Ernennungsurkunde durch Seelsorgerin Judith Werner aus dem Weinviertel, folgte mit der Handauflegung der 29 anwesenden Bischöfe ein Höhepunkt der Zelebration, der nur durch das Läuten der Pummerin begleitet wurde. Aus Sicht unserer Pfarre Hildegard Burjan folgte danach ein weiterer Höhepunkt. Der Bischofsstab des neuen Erzbischofs wurde durch die Reihen im Dom nach vorne gereicht. Diakon Arpad übergab schließlich den Hirtenstab an Kardinal Schönborn, der ihn dann Josef Grünwidl überreichte. Davor hatte Schönborn Grünwidl schon die Mitra aufgesetzt und den Ring angesteckt.

Am Ende des Gottesdienstes richtete Josef Grünwidl seine ersten Worte als Erzbischof an die Mitfeiernden im Dom und an den TV-Geräten. Er startete mit einem Zitat des Heiligen Augustinus: „Mit euch bin ich Bischof, mit euch bin ich Christ. Aus ganzem Herzen sage ich ja zu dieser Aufgabe, Josef, euer Bruder. Weiters meinte er: „Die Kirche ist besser als ihr Ruf. Sie ist das Instrument Gottes. Die Melodie des Evangeliums mit unserem Dirigenten, den Heiligen Geist, ist kraftvoll und lebendig.“ Und abschließend sagte der Herr Erzbischof: „Du bist ein Ton in Gottes Melodie. Ich bin bereit und lade euch alle herzlich ein, mit einzustimmen.“

Josef Grünwidl wurde 1963 in Hollabrunn geboren und wuchs in Wullersdorf auf. Nach dem Theologie- und Musikstudium in Wien empfing er 1988 die Priesterweihe. Seelsorglich tätig war er zunächst in Wien und Wiener Neustadt, später viele Jahre als Pfarrer im südlichen Niederösterreich und in Perchtoldsdorf tätig. Von 1995 bis 1998 war er Sekretär von Erzbischof Schönborn, 2023 wurde er zum Bischofsvikar für das Vikariat Süd ernannt, seit der Emeritierung von Kardinal Schönborn am 22. Jänner 2025 leitete er die Erzdiözese interimistisch als apostolischer Administrator der Erzdiözese Wien. Auch in Schönbrunn-Vorpark hat er als Jugendseelsorger in der Zeit von Pfarrer Hofer das eine oder andere Mal ausgeholfen.

Beten wir für unseren neuen Erzbischof, damit er seine und unsere Erzdiözese gut leite. Erzbischof Josef, wir wünschen Ihnen/dir aus ganzem Herzen Gottes Segen und alles Gute für die kommenden Aufgaben und Herausforderungen.

PS: Falls ihr die Bischofsweihe nicht live im ORF verfolgen konntet: auf ORF ON –https://on.orf.at/video/14308679/weihe-und-amtseinfuehrung-des-wiener-erzbischofs-josef-gruenwidl – wird sie in den nächsten Tagen noch angeboten.

Erwin Gruber/Maria Kimm/Texte auch von katholisch.at

Immer wieder Aufbruch zu neuen Zielen: Reise nach Tansania

Pfarrer Martin auf Arbeitsbesuch in Tansania

„Alle Aufmerksamkeit auf Afrika“, sagte der ehemalige Außenminister Alexander Schallenberg, als er vor zwei Jahren unsere Pfarre besuchte. „Von Afrika können wir noch viel erwarten“ , meinte unser pensionierter Kardinal Christoph Schönborn OP, als ich ihn im Dezember besuchen konnte. „Wir haben Jugend und Glauben“, ist unser Kaplan Abba Endale überzeugt. Tatsächlich wird uns dieser Kontinent weiter beschäftigen. Wir haben auch viele Familien aus Afrika in unserer Pfarre. Einige Kinder sind als Ministrant/innen aktiv. Ihre Eltern kommen aus Burundi, Kongo, Nigeria, Äthiopien.

Pfarrer Martin fliegt vom 26. Jänner bis 6. Februar 2026 mit Freund/innen nach Dar es Salaam in Tansania. Dort wird er das von ihm gegründete Hilfswerk, das beständig wächst, besuchen. Es wächst, denn die jungen Leute aus dem Armenviertel Manzese in Dar es Salaam, die von unserer Stiftung „Jugend fördern – Grenzen überspringen“ ein Stipendium erhalten hatten, haben voller Zuversicht eine Bewegung in Gang gebracht. Eine Bewegung, die einen Teil des Slums zu verändern beginnt. 

Die Leitung des Zentrums war 2025 in Wien und Bayern. Nun wird weiterüberlegt, wie die Ausbildung von Jugendlichen in Tansania am effektivsten funktionieren kann. Dabei helfen die vielen Spenden, die bei der Stiftung eingegangen sind. So geht zum Beispiel die Hälfte der Sternsingaktion unserer Pfarre Hildegard Burjan an das Lernzentrum in Dar es Salaam.

Pfarrer Martin wird uns über seine Reise und Erfahrungen jeden Tag berichten – mit Berichten, Bildern und – wenn möglich – Videos. Sie können alles hier verfolgen:

Einen ersten Eindruck können Sie schon durch die Rede einer unserer Stipendiatinnen bekommen:

Gemeinsames Erbe – Predigt

Dr. Nikolaus KrasaIn seiner Predigt am 2. Sonntag im Jahreskreis (18.01.2026) in Schönbrunn-Vorpark nahm Dr. Nikolaus Krasa die Gemeinde mit auf eine Reise von Boskovitz über den Jordan nach Schönbrunn-Vorpark. Er bezog sich dabei auch auf den Tag des Judentums (heuer 17.1.), der seit dem Jahr 2000 am Vortag der Gebetswoche um die Einheit der Christen (heuer 18.-25.1.) begangen wird.


Boskovitz (tschechisch Boskovice), eine Kleinstadt, nördlich des sogenannten mährischen Karstes, liegt etwa 30 km von Brünn entfernt. Das Städtchen hat einiges zu bieten, eine aus dem 14. Jahrhundert stammende riesige Burg, ein klassizistisches Schloss, ein hübsche Pfarrkirche und eine wunderbar renovierte Synagoge aus dem 17. Jahrhundert. Keine Angst, ich beende diese Fremdenverkehrswerbung so schnell, wie ich sie begonnen habe (das Tourismusbüro Boskovice hat mich nicht bezahlt). Ich beginne in Boskovice, weil ich dort weinen musste. Und das, weil die Zahlen dort eine so deutlich und gleichzeitig fassbare (und damit letztlich unfassbare) Sprache sprechen. Vor 1939 lebten in Boskovic 400 Juden, etwa 40% der Bevölkerung (der Ort zählte damals 1000 Einwohner). Nach 1945 kamen nur 10 Juden in diesen Ort zurück. Ein Geschehen, Sie wissen es, das sich in ganz Europa abspielte, allerdings mit so großen Zahlen, dass sie eigentlich kaum fassbar sind. 400 von 1000 Einwohnern, nur mehr 10 zurück. Das ist vorstellbar und in der Grausamkeit dessen, was zwischen 1939 und 1945 geschehen ist, gleichzeitig unvorstellbar. 

 

Was sind die geschichtlichen Wurzeln, die zu solchen Grausamkeiten geführt haben? Da gibt es leider einen starken Strang, der tief in die Geschichte der christlichen Kirchen eingeschrieben ist. Durch die Jahrhunderte. Schon lang vor der ‚Reichskristallnacht‘. Informieren Sie sich am Judenplatz im ersten Bezirk, lesen Sie die Biographie des Hl. Johannes Capistran, der als Prediger in Wien gewirkt hat, dem die Capistrankanzel ein deutliches Denkmal gesetzt hat. Wussten Sie, dass die Judenverfolgung im Zuge der Reconquista in Spanien dazu geführt hat, dass Juden aus Spanien in das Osmanische Reich geflüchtet sind, dabei ihr Wissen in Metallverarbeitung mitgenommen haben, die wiederum in das Gießen jener Kanonen eingeflossen sind, die während der Türkenbelagerungen gegen Wien zum Einsatz kamen …

Gut, dass unter diese Jahrhunderte lange Unheilsgeschichte das 2. Vatikanische Konzil zumindest verbal offiziell einen Schlussstrich gezogen hat: „Im Bewusstsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle Verfolgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Hassausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgendjemandem gegen die Juden gerichtet haben.“ So einer der Schlusssätze im Konzilsdokument ‚Nostra Aetate‘.

 

Gemeinsames Erbe. Das lässt sich am heutigen Evangelientext schön durchexerzieren. Denn der Satz, den der Täufer über Jesus sagt, der uns aus der Liturgie so vertraut ist, schöpft genau aus diesem Erbe: „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt“.
Lamm Gottes
. Im Kontext des Johannesevangeliums klingt hier zunächst wohl die Geschichte des Paschalammes an – denn bewusst markiert Johannes in seiner Chronologie der letzten Stunden Jesu, dass zu der Zeit, als Jesus am Kreuz stirbt, im Tempel die Paschalämmer geschlachtet werden. Jenes Lamm also, dessen Blut an den Türstöcken der Israeliten den Todesengel vorübergehen lässt, während in den Häusern Ägyptens die Erstgeburt stirbt. Jenes Lamm, das dem Volk die Kraft gibt aufzubrechen, noch in der Nacht, in die weglose Wüste, um einen Weg in die Freiheit, in das gelobte Land zu finden.

Lamm Gottes – wer ein bisschen im Buch des Propheten Jesaja blättert, findet dort 4 Lieder, die von einem uns namentlich Unbekannten sprechen, der Knecht Gottes genannt wird (weshalb diese Lieder auch Gottesknechtlieder heißen). Dieser Knecht Gottes ist so mit seiner Botschaft eins, dass er für sie stirbt – wie ein Lamm, heißt es dort, beim Schlachten, das seinen Mund nicht auftut. Dieser „Sühnetod“ wird aber gleichzeitig zum „Eye Opener“ für alle: „Durch seine Sünden sind wir geheilt.“ heißt es in diesem Lied. Der Gerechte, der unschuldig zum Brennpunkt des Bösen wird, der durch seinen Tod Veränderung bewirkt (vielleicht auch weil er Gewalt nicht mit Gewalt begegnet). 

Und da sind wir wieder (wie beim Paschalamm) im Pentateuch gelandet. In Lev 16,8-21 wird im Zusammenhang mit dem Versöhnungstag (Jom Kippur) davon berichtet, dass das Los geworfen wird, wo ein Bock (Asasel genannt) ausgesondert wird, die Sünden des Volkes durch Handauflegung auf diesen Bock übertragen werden, und er in die Wüste gejagt wird. Der „Sündenbock“, wie Martin Luther ihn nennt. Einer, der die Last der Verfehlungen, der Vergehen der Gemeinschaft sozusagen stellvertretend trägt.

Diesen reichen Hintergrund bemüht Johannes, um zu beschreiben, wer denn dieser Jesus ist, besser, wer er für uns ist, noch besser: damit wir an ihn glauben und so Macht haben, Kinder Gottes zu sein (wie es im Prolog, den wir zu Weihnachten gehört haben, heißt).

 

 

Jugendmesse, 18.01.2026

Wir alle sehnen uns nach Frieden auf der ganzen Welt und diese Sehnsucht wurde in der ersten Jugendmesse des Jahres in Schönbrunn-Vorpark zum Ausdruck gebracht.

Pfarrvikar Marek, unterstützt von den Diakonen Arpad und Arthur, feierten mit uns die Heilige Messe, die Fabiola inhaltlich mit Petra vorbereitet und auch die Fürbitten zum Thema verfasst hatte.

Wir haben gemeinsam gebetet, gesungen und jeweils eine Friedenskerze für Schönbrunn-Vorpark bzw. Neufünfhaus entzündet und beim Friedensgruß weitergereicht. Musikalisch begleitet haben uns Evi, Thomas, Luis, Bernhard und Moritz, die am Ende des Gottesdienstes einen Riesenapplaus bekommen haben, u.a. für die Interpretation vom Cat Stevens-Song „Peace Train“.

Die nächste Jugendmesse feiern wir am Sonntag, 15.02.2026 um 18:00 Uhr in der Kirche Neufünfhaus.

 

Wärmestube in Schönbrunn-Vorpark

Vielen herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern, die es am Sonntag, 11. Jänner 2026, bei der Wärmestube im großen Saal ermöglichten, den 94 Gästen einiges an Wärme und Zuwendung entgegenzubringen. Es waren – so wie es aussieht – alle sehr zufrieden! Angesichts der Außentemperaturen war die Verweildauer bei einigen Gästen länger als sonst.

Einige neue Mitarbeiterinnen waren diesmal in unseren Reihen und haben bei ihrem Debüt hervorragendes geleistet! Die Anzahl an Suppen/Eintöpfen war dem Andrang angepasst!

Für den nächsten Wärmestuben-Termin am Sonntag, 1. März 2026, ersuchen wir schon jetzt um Spenden in Form von Süßigkeiten und Wollresten.