Logo Pfarrnetzwerk AsylDas „Pfarrnetzwerk Asyl“ ist ein Kreis von katholischen und evangelischen Pfarren in Wien und Niederösterreich. Sein Ziel ist es, Pfarren, die an Fragen zum Thema „Flucht und Asyl“ interessiert sind, zu vernetzen.

Unsere Pfarre ist Teil dieses Netzwerks. Wir unterstützen unter anderem das Hilfsprojekt Familien helfen Familien. Dabei helfen österreichische Pfarren bosnischen Familien, die sich um Flüchtlinge kümmern. 

Offizielle Seite des Pfarrnetzwerks Asyl 

→ Alle wichtigen Informationen zum Hilfsprojekt „Familien helfen Familien“.

 

Zwei besondere Adventkalender

Habt ihr schon Türchen bei eurem Adventkalender geöffnet? Hier haben wir zwei besondere für euch:

Adventkalender des Pfarrnetzwerk Asyl
– Heuer anlässlich 75 Jahre „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“

Wir feiern in diesem Jahr 75 Jahre Menschenrechte. Flüchtlinge sind vielen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, in ihrem Heimatland und auf dem langen Weg der Flucht. In diesem Adventkalender kommen sie zu Wort. Wir wollen uns von ihren Geschichten berühren lassen und uns gemeinsam mit ihnen für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen.
(Einige der Beiträge sind auch aus der Pfarre Hildegard Burjan; erkennt ihr, welche? )

Das Evangelium nach Lukas – der biblische Adventkalender

Das Lukasevangelium hat genau 24 Kapitel, wenn du jeden Tag ein Kapitel liest, hast du bis zum Heiligen Abend ganz viel von Jesus (neu) erfahren, dessen Geburtstag wir zu Weihnachten feiern. 

 

„Ankommen im gelobten Land?“ – Solidaritätsweg mit Geflüchteten

Am Di, 23. Mai um 17 Uhr organisiert das Pfarrnetzwerk Asyl die 13. Romaria:
Einen Solidaritätsweg mit Geflüchteten.

Treffpunkt ist vor dem Ernst-Happel-Stadion. (U2 Station Stadion)

Geführt von lauter Trommelmusik von Sambattac ziehen wir durch Prater-Hauptallee zur Kirche St. Nepomuk.

Das Thema der drei Stationen ist dabei: Ankommen von Geflüchteten in Österreich, Unterstützung der Zivilgesellschaft und Pfarren und Aufarbeiten der Traumata und Erlebnisse.

Bringen Sie dazu ein Tuch mit einem kurzen Statement zu Ankommen mit. (Geschirrtuchgröße)
Beim Solidaritätsweg werden wir diese sichtbar mittragen und anschließend gesammelt aufhängen.

Den Abschluss bildet ein interreligiöses Totengedenken für die Geflüchteten, die an den EU-Außengrenzen ums Leben kamen
im Pfarrsaal der Pfarre am Tabor um 19.30 Uhr. (2, Hochstettergasse 1)

Hier finden Sie das Einladungsplakat

Gedanken zu Asyl und Familie

Das Pfarrnetzwerk Asyl, dessen Teil wir sind, stellt seit Jahren im Advent einen Adventkalender online. Im Jahr 2022 ging es um Hoffnungs-Spuren in der Begegnung mit Geflüchteten, da ja auch die Heilige Familie auf der Flucht war.

Yadigar Dönmez, eine unserer ESK-Freiwilligen, hat dafür einen Beitrag geschrieben, der veröffentlicht wurde. Er erzählt viel über die Chancen und die Horizonterweiterung, die in diesem Solidaritätsprojekt stecken.

Familie

Es ist vielleicht eines der stärksten Wörter überhaupt, weil wir darin Wärme, Frieden und Hoffnung in einem einzigen Wort empfinden können. Deshalb haben manche Menschen so viel mehr Glück. Nicht nur, weil sie eine schöne Familie haben, sondern weil es Menschen gibt, die sie in ihrem Leben Familie nennen können …

→ Zum Artikel

Aktionstag Flucht am 1. Fastensonntag 2022

Aktionstag: Solidarität mit gestrandeten Flüchtlingen an Europas Rand – das Projekt „Familien helfen Familien“ in Bosnien-Herzegowina

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums unserer Kirche Schönbrunn-Vorpark wurde uns am ersten Fastensonntag, dem 6. März 2022,  durch das flammend-rote Kirchenfenster an der Südseite unseres Gotteshauses in Erinnerung gerufen, dass am Beginn unserer Gemeinde ein zerbombtes Haus, Krieg und Zerstörung stand. Von unserer eigenen Geschichte ausgehend war Flucht das prägende Thema des Gottesdienstes und Aktionstags.

Roswitha Feige vom Pfarrnetzwerk Asyl nahm als Impulsgeberin Bezug auf den schrecklichen Krieg in der Ukraine und die durch ihn ausgelösten Fluchtbewegungen. Dann jedoch teilte sie mit uns die Geschichte von Menschen, die durch das Dichtmachen der Fluchtroute über den Balkan in Bosnien-Herzegowina gestrandet sind und deren Schicksal es nicht in die Schlagzeilen schafft. Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Somalia und anderen Krisenherden stecken nach einer langen Flucht beispielsweise in der Gegend von Bihać kurz vor der EU-Außengrenze fest. „Eine Region, die schon im damaligen Jugoslawien als eine der ärmsten galt, muss nun die Folgen der restriktiven europäischen Flüchtlingspolitik tragen und wird damit weitgehend allein gelassen“, stellte Frau Feige fest. Beim Versuch, die Grenze nach Kroatien zu überschreiten, erleiden Flüchtlinge oftmals körperliche Gewalt. Viele Flüchtlinge campieren in den Wäldern und sind zum Überleben auf das angewiesen, was sie von der lokalen Bevölkerung bekommen.

Frau Azra Merdžan stammt selbst aus Bihać und floh mit ihrer Familie in den 1990-er-Jahren vor dem Bosnien-Krieg nach Wien. Die Sozialarbeiterin ist Mitinitiatorin des Projekts „Familien helfen Familien“. Beim Gespräch im Pfarrsaal berichtete sie von der angespannten Lage in ihrer alten Heimat: Armut und das Gefühl, mit dem Flüchtlingsproblem allein gelassen zu sein, schafft ein Klima der Angst und der Abwehr. Dennoch gibt es engagierte Menschen, die zwar selbst wenig haben, sich aber dennoch um die Flüchtlinge kümmern. So werden etwa minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge von Familien aufgenommen und versorgt. Hier setzt das Projekt des Pfarrnetzwerks Asyl an: In Kooperation mit der Caritas von Banja Luka und dem Sozialzentrum Bihać werden engagierte und bedürftige Familien mit monatlich 30 Euro für Einkäufe unterstützt.
Dank des Einsatzes unserer Firmlinge beim Pfarrcafé und der Kollekte konnten auch wir einen Beitrag von 626 Euro zu diesem Solidaritätsprojekt leisten.

Weitere Spenden – einmalig oder monatlich – sind erbeten und können auf das Konto der Caritas eingezahlt werden:

  • „Familien helfen Familien in BiH“
  • Verwendungszweck: KV830.092
  • IBAN: AT47 2011 1890 8900 0000

Weitere Information unter: www.pfarrnetzwerkasyl.at   

Herbert Wasserbauer

„Eintreten statt Ausgrenzen“

Unüberhörbar, um auf Unerhörtes hinzuweisen.

Das Pfarrnetzwerk Asyl hatte am 15. Juni 2021 einen Solidaritätsweg für Flüchtlinge organisiert – sozusagen die 11. Romaria-Wallfahrt. Trotz Wochentag, Sommerhitze und laufender Fußball-EM nahmen über 100 Menschen teil, um gemeinsam zu beten: für Geflüchtete, ihre Familien, für Entscheidungsträger/innen und für uns, um in den Stimmen der Not auch die Stimme Gottes an uns zu hören.

Hören

mahnwache

Die Prozession begann im Votivpark, bei der Mobilen Kirche der Sonntagsbegegnung. Bei der ersten Station hörten wir ein Statement von Azra Merdzan zu der Situation an der EU-Außengrenze in Bosnien. Umrahmt wurde es vom Gesang des Frauenchores „Mimosen“. Unterwegs machte uns dann Sambattac unüberhörbar. 

Pfarrer Gregor Jansen trug das Kreuz an der Spitze des Prozessionszugs. Die Pfarren des Pfarrnetzwerks hatten Schals und Transparente gestaltet, welche die Solidarität mit Flüchtlingen ausdrückten. Die Botschaften reichten vom Motto „EINtreten statt AUSgrenzen“ über das Bibelzitat „Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott.“ (Lev 19,34) bis zur schlichten Forderung „Freiheit für alle“.

Am Schlesinger Platz begrüßte uns der Bezirksvorsteher des 8. Bezirks. Dort hörten wir ein Statement von Lukas Gahleitner von der Asylkoordination. Er erzählte von der Situation von Geflüchteten in Österreich, insbesondere von Abschiebungen z.B. nach Afghanistan. 

Tun

Anschließenden bildeten wir eine Schalkette, mit der wir das Polizeianhaltezentrum am Hernalser Gürtel umrundeten. Nach einer Schweigeminute beteten wir für alle Menschen, die gerade in Schubhaft sind, ein Vater Unser.

Den Abschluss bildete der Gedenkgottesdienst für Menschen, die auf der Flucht gestorben sind.

Nach einer Predigt der Pastoralassistentin Roswitha Feige, einer der Mitbegründerinnen des Pfarrnetzwerks, brachten Vertreter/innen der Mitgliedspfarren je eine Kerze zum Altar, in Stille, zum Klang der großen Franziskusglocke der Kirche Breitenfeld. Abschließend empfingen wir noch den Segen Gottes, verbunden mit dem Auftrag, ein Segen für andere zu sein – auch und besonders für Geflüchtete, die in unseren Gemeinden ein Stück neue Heimat finden.

Mein Monat hat jetzt 5 Wochen!

Familien helfen Familien in Bosnien und Herzegowina, die sich um Flüchtlinge kümmern

Die meisten von uns haben keine existenziellen Sorgen. Jede Woche können wir unseren Einkaufskorb füllen. Wir gönnen uns etwas, und am Monatsende ist trotzdem noch etwas am Konto. Und wir sehen in den Nachrichten, dass die Flucht vieler Menschen noch kein Ende hat. Das gerät im Augenblick fast in Vergessenheit.

Die Not der einfachen Bevölkerung in Bosnien ist groß. Trotzdem gibt es Familien vor Ort, die bereit sind, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen oder für Flüchtlinge zu sorgen. Sie bekommen kaum Unterstützung von staatlicher Seite und kümmern sich trotzdem oft für lange Zeit um die Schutzsuchenden. Sie und auch Familien, die durch das soziale Netz fallen, z.B. weil sie behinderte Kinder haben, wollen wir unterstützen.

Wie geht das? Was steckt dahinter?

Alles Wichtige über diese Initiative des Pfarrnetzwerks Asyl erfahren Sie in diesem Artikel.

Bihać ist eine bosnische Stadt an der EU-Außengrenze im Kanton Una Sana. Die offiziellen Lager sind nicht ausreichend eingerichtet, um allen Flüchtlingen Schutz zu bieten. Daher sind viele, vor allem auch Familien und unbegleitete junge Menschen, auf sich allein gestellt und leben auf der Straße oder im Wald. Es gibt den Plan, auf einem Grundstück der Gemeinde Fertigteilhäuser zu errichten, in denen unbegleiteten Minderjährigen mehr Schutz geboten werden kann.

Die Pfarre Hildegard Burjan ist Mitglied im Pfarrnetzwerk Asyl. In Kooperation mit der Caritas vor Ort möchten wir ein wenig zur Verbesserung der Situation beitragen.

Wie können wir helfen? 

Sie können mit einer Spende helfen:

  • entweder eine einmalige Spende für eine notwendige Anschaffung einer Familie
  • oder eine Patenschaft für einen „Wocheneinkauf“ im Monat (z.B. 30 Euro) – ein Jahr lang. So hat Ihr Einkaufsmonat fünf Wochen und eine Familie in Bosnien und Herzegowina eine Woche lang zu essen. 

Wer sind die Familien in Bosnien?

Da gibt es zum Beispiel das Ehepaar Tutić. Sie sind beide arbeitslos und leben von fallweise geleisteter Aushilfsarbeit. Die Eltern von vier minderjährigen Kindern haben ihr Haus durch Überschwemmungen verloren. Seit damals wohnt die Familie in einem verlassenen Haus. Familie Tutić hilft bei humanitären Aktionen und kümmert sich um ältere Menschen, Flüchtlingsfamilien und Kinder.

Ramiza Delić ist Alleinerzieherin, seit fünf Jahren verwitwet. Sie ist Mutter von vier Kindern, davon zwei Kinder mit 90% Invalidität. Diese beiden Kinder brauchen 24 Stunden Betreuung und bekommen kein Pflegegeld. Die Mutter fühlt sich isoliert von der Gesellschaft und hat keine Unterstützung.

Was geschieht mit meiner Spende?

Über die Caritas in Banja Luka und das Sozialzentrum in Bihać wird Ihre Spende an die Familien weitergegeben. Alle Spender bekommen auf Wunsch einen Bericht. Es ist ein Zeichen der Dankbarkeit, dass wir im Überfluss leben. Wir können dieses Zeichen setzen und nicht einfach nur zusehen.

Spendenkonto

Caritas Konto: IBAN AT47 2011 1890 8900 0000, Verwendungszweck: KV830.092,
von der Steuer absetzbar unter „SO1129“.

Weltflüchtlingstag 2020: Unmenschliche Situation für Menschen in Bosnien-Herzegowina

Anlässlich des heutigen Weltflüchtlingstags veröffentlichen wir hier eine Stellungnahme des „Pfarrnetzwerk Asyl“, dessen Mitglied wir als Pfarre sind:

Pfarrnetzwerk Asyl, Wien am 18. Juni 2020

„Unmenschliche Situation für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Bihać“ – Das Pfarrnetzwerk Asyl am Weltflüchtlingstag 2020
Der Weltflüchtlingstag am 20. Juni ist im Besonderen ein Tag wo wir dort hinschauen müssen, wo andere wegsehen. 2020 ist das Bihać und Umgebung, nur 500 km von Wien und 25 km von der kroatischen EU-Außengrenze entfernt. In dieser Stadt in Bosnien und Herzegowina und ihrem umgebenden Kanton Una Santa spielt sich ein Flüchtlingsdrama ab. Betroffen ist eine Region, die selbst unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten und den Nachwehen des Bosnienkrieges leidet. Die jungen Leute haben in großer Zahl die Region in Richtung EU verlassen zurück bleiben zumeist ältere Menschen und jene mit wenig Bildung, die noch immer an den eigenen Kriegstraumata leiden und jetzt oft mit Angst auf die vielen Flüchtlinge reagieren, die jetzt ihren Weg in die EU suchen.

Als VertreterInnen des bosnischen Frauenforums „Mimosen“ und des Pfarrnetzwerks Asyl haben wir uns vor einem halben Jahr selbst ein Bild von der Situation in Bihać gemacht, um mit den Menschen vor Ort zu überlegen, welche Hilfsmaßahnen wir setzen können. Besonders unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leiden unter den desaströsen Umständen vor Ort. Menschen auf der Flucht sind unzureichend versorgt, leben nicht nur in den offiziellen Lagern, sondern auch auf der Straße, in leerstehenden Gebäuden oder Bauruinen. Viele von ihnen erleben Gewalt und Missbrauch und sind betroffen von psychischen und  gesundheitlichen Problemen. „Diese menschenunwürdigen Lebensbedingungen müssen ein Ende haben und insbesondere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge brauchen Schutz, Versorgung und eine Perspektive!“ fordert Roswitha Feige vom Leitungsteam des Pfarrnetzwerks Asyl.

Deshalb haben wir die Idee mit nach Wien gebracht in Kooperation mit der Stadt Bihać und dem Zentrum für Sozialarbeit in Bihać drei Schutzhäuser für minderjährige unbegleitete Kinder und Jugendliche auf der Flucht zu bauen, um zumindest einige von ihnen aus diesen menschenunwürdigen Situationen zu holen und ihnen Schutz und soziale und psychische Versorgung zu gewähren.

Durch die COVID–19 Pandemie hat sich die Situation für die Menschen vor Ort zugespitzt, besonders für jene auf der Flucht. „Seit dem Lockdown werden die Menschenrechte immer wieder und immer öfter verletzt!“ zeigt Azra Merdžan vom Frauenforum „Mimosen“ die Situation aus Bihać auf. „Wir alle waren zuhause und sorgten uns um unsere Zukunft und Gesundheit und oft fragte ich mich wohin sich jene Menschen zurückziehen sollen, die kein Zuhause haben? Was wird aus den Kindern und Menschen auf der Flucht, die auf nacktem Beton, am Fluss Una oder im ehemaligen Pensionistenwohnheim, einer Kriegsruine, campieren?“

Heute leben in Bihać und Umgebung mehr als 10.000 Flüchtlinge, davon sind mehr als 8.000 registriert und rund 2.500 auf der Straße. Dadurch steigen auch die Spannungen zwischen der ansässigen Bevölkerung und den neu Angekommenen „Alleine heute kamen 200 Flüchtlinge an, zumeist unbegleitete Minderjährige. Wir sind für sie zuständig, aber wir sind den steigenden Zahlen nicht mehr gewachsen und können keine adäquaten Unterkünfte und Schutz bieten! Mehr als ein Drittel der minderjährigen Flüchtlinge sind in den Camps von Gewalt betroffen und sie warten auf unser gemeinsame Hilfe und den Bau der Schutzhäuser!“ berichtet Senad Tutić aus seiner Arbeit als Direktor des Zentrums für Sozialarbeit in Bihać.

Aus diesem Grund möchten wir in Kürze und so schnell als möglich mit dem Bau eines ersten Schutzhauses beginnen. Unser zweites Projekt heißt „Familien helfen Familien“, bei dem Patenschaften von Familien in Wien und Bihać übernommen werden und somit auch die einheimische Bevölkerung unterstützt wird. Beide Projekte planen wir in engen Kontakt mit den Wiener Kinderfreunden und der Caritas Wien und Banja Luka.

Gleichzeitig erfordert diese dramatische und menschenunwürdige Situation an der EU-Außengrenze eine Lösung auf politischer Ebene, um für die Menschen vor Ort und den geflüchteten Menschen Schutz, Sicherheit und eine Perspektive zu geben. „Wir wissen, dass unsere Arbeit nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, aber sie rettet ganz konkret Leben. Ein politisches Handeln der Staatengemeinschaft ist jetzt gefragt, um die Situation zu entspannen. Hier muss auch Österreich einen Beitrag leisten und zum Beispiel besonders von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche aus diesem Gebiet nach Österreich holen!“ fordert David Neuber vom Pfarrnetzwerk Asyl abschließend.