Sie befinden sich hier: Startseite1/Karitatives Engagement
Rasch und unbürokratisch helfen
Die Pfarre Hildegard Burjan hat eine sehr aktive und engagierte Pfarrcaritas. Sehen Sie hier einige Streiflichter, was wir so alles in Bewegung setzen und wofür.
Wenn Sie unsere Arbeit finanziell unterstützen möchten:
Konto Pfarrcaritas Pfarre Hildegard Burjan
IBAN AT29 2011 1284 2001 8002
SWIFT GIBAATWWXX
Übrigens: Es kommt nicht nur auf Spenden an – mehr Hände bewirken mehr. Sie können und wollen auch zumindest gelegentlich etwas beitragen?
Trotz der vielen Besonderheiten dieser Zeit konnten wir dank 81 heldenhaften Kindern und Jugendlichen, ihren 35 Begleiter/innen und Helfer/innen und dank vieler hilfsbereiter Menschen in unserem Pfarrgebiet das bisherige Allzeit-Rekordergebnis von € 27.909,– sammeln. Davon € 19.688,– in Neufünfhaus/Rudolfsheim und € 8221,– in Schönbrunn-Vorpark.
Außerdem konnten wir viel Freude, Hoffnung und Segen bringen. So starten wir beflügelt und dankbar ins neue Jahr.
Wenn David seine Krone richtet und mit den Segensaufkleber mit den Worten: „Hier haben Sie ein Etikett. Gott passt immer auf Sie auf.“ übergibt, dann strahlt ein Licht auf.
Vielen Dank an alle, die gegangen, unterstützt und gespendet haben.
Natürlich hatten wir dabei ein umfassendes Hygienekonzept mit Abstand, Maske, Desinfektionsmittel, Kescher, etc. Wir haben heuer auf den Gesang großteils verzichtet und dafür voll Begeisterung unseren Spruch gesagt und so die vielen Bewohner/innen unseres Bezirks und ihre Wohnungen gesegnet.
Kreative Alternativen in Reindorf und am Akkonplatz
In der Pfarre Reindorf sind die Sternsinger/innen auf Bestellung unterwegs gewesen, damit sie wirklich zu jenen kommen, die das auch in diesen Zeiten möchten. Sechs Sternsinger/innen und drei Begleiter/innen sammelten € 1872,–.
Am Akkonplatz sind heuer zwei Gruppen durch die Straßen und Höfe des Pfarrgebietes gezogen. Sie hatten auf einem Leiterwagen einen Kassettenrekorder mit den Liedern, dadurch waren sie gut hörbar. Die Leute haben teilweise geklatscht und das Geld auch beim Fenster heruntergeworfen. Die Sternsinger/innen waren zwei Nachmittage unterwegs und haben € 1337,– gesammelt.
So konnten wir im 15. Bezirk beachtliche € 31.118,- „ersingen“.
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2021/01/sternsingen_2021_1200x600.jpg6001200Árpád Páksánszkihttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngÁrpád Páksánszki2022-01-08 23:59:152023-01-06 17:15:15Rekordergebnis der Sternsingeraktion 2022
Elisabeth Rupprecht, eine diplomierte Krankenschwester aus Bayern, war zwei Monate lang als Freiwillige im Krankenhaus der Mutter-Teresa-Schwestern in Addis Abeba tätig.
Hier berichtet sie von ihren Erlebnissen und Eindrücken.
Es geht los!
Am 24. August 2021 landete ich in Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien. Die ersten drei Tage konnte ich in einer Unterbringung der Kirche wohnen. Gleich am ersten Tag wurde ich zu einem traditionellen Abend eingeladen. Alle aßen Ingra (ein typisches Fladenbrot) von einem Teller. Es wurde dabei Musik gespielt und getanzt. Unterschiedliche regionale Tänze wurden aufgeführt. Das war sehr beeindruckend.
An meinem zweiten Tag ging ich in einen Park. Da gab es viel zu sehen; ich war stets am Staunen. Sehr beeindruckend waren auch die beiden Klöster, die ich danach ansah. Hier waren u.a. eine große Schule und eine kleine Arztpraxis, die von einem katholischen Orden organisiert werden.
An meinem dritten Tag kam ich dann ins Krankenhaus der Mutter-Teresa-Schwestern. Mir wurde das ganze Krankenhaus gezeigt. Der erste Eindruck war schockierend und erschreckend: Es ist einfach so ganz anders bei den Ärmsten der Armen. Patienten liegen zum Teil auf dem Boden. So viele Kranke in einem Raum! Die Patientinnen und Patienten sprechen kein Englisch, nur Amharisch. So war eine Kommunikation nicht möglich. An diesem Tag dachte ich mir: „Oh nein, wie soll ich hier die Zeit nur überstehen?!“
Die Wochen im Krankenhaus
Die Englisch sprechenden Arbeiter brachten mir etwas Amharisch bei. Ich durfte in der Wundversorgung mitarbeiten. Des Öfteren bin ich sehr erschrocken, denn solche Wunden hatte ich noch nie gesehen. Es waren teilweise ganz junge Menschen mit chronischen Wunden. Verbandsmaterial war nur eingeschränkt vorhanden. Wunden wurden mit Betaisadona oder Honig versorgt. Der Aufgabenbereich der Krankenschwester ist ganz anders als in Mitteleuropa.
Bei der Wundversorgung von bettlägerigen Menschen halfen mir Arbeiter. Das sind einheimische Leute, die sämtliche anfallenden Arbeiten erledigen: putzen, Körperwaschung, Essen geben, Boden kehren, Patienten mobilisieren … Alle Patienten waren voller Freude und Dankbarkeit, wenn ich ihre Wunden versorgte. Und auch sehr hilfsbereit: alle unterstützten alle.
Es kamen sehr viele schwerkranke junge Menschen zur Behandlung. Viele wurden beim Sterben begleitet. Es wurde mit ihnen und für sie gebetet. Zum Beispiel starb einmal ein 17-Jähriger an Borreliose. Das ist eine häufige Erkrankung und wird durch die schlechten hygienischen Zustände von Läusen und Flöhen übertragen. Auch Tuberkulose ist eine häufige Erkrankung.
Junge schwangere Frauen, die alleinstehend und mittellos waren, durften zur Entbindung in die Klinik kommen. Sie wurden versorgt, bekamen zu essen und durften hier wohnen. So konnten sie und ihre Babys überleben.
Glauben und Leben
In den Gottesdiensten waren so viele Leute – auch junge. Ein Festgottesdienst dauerte einmal vier Stunden und danach wollte noch niemand heim. Die Leute waren nicht Zuschauer sondern feierten aktiv mit. Anschließend wurde noch in der Kirche getanzt und gesungen und Gott gepriesen.
Die Gastfreundschaft wird in Äthiopien sehr groß geschrieben. Es ist nicht selbstverständlich, eine Wohnung und Essen zu haben. Strom und fließendes Wasser haben die meisten Menschen nicht. Als wegen der Corona-Pandemie alle Geschäfte geschlossen wurden und viele zum Geldverdienen keine Arbeit mehr hatten, herrschte sehr große Not im Land. Die Menschen hier haben keine Reserven und Vorräte. Sie verdienen meist täglich nur so viel, um ihre Familien ernähren zu können. Ganze Familien starben in dieser Zeit.
Sie kochen auf einer Holzfeuerstelle und haben einen Topf darüber. Täglich luden mich Patienten zum Essen mit ihnen ein oder um Kaffee zu trinken. Sie wollten ihr bisschen, was sie hatten, gerne teilen.
Da Salz billig ist, wurde der Kaffee damit „aufgebessert“. Milch und Zucker sind Mangelware und sehr teuer. In dieser salzigen Kaffeebrühe stand unten ein dicker Sud. 🙂
Abends nach Feierabend spielte ich mit Patienten Dame und Rommé; sie unterrichteten mich in ihrer Muttersprache und hörten Musik. Trotz der anstrengenden Arbeit habe ich mich mit den Arbeitern und Patienten sehr gut verstanden und wir hatten trotz der Sprachprobleme eine Menge Spaß.
Gedanken zum Abschied
Besonders fasziniert haben mich die Mutter-Teresa-Schwestern. Sie haben sehr, sehr viel Arbeit, jedoch sind sie dabei immer zu allen freundlich und herzlich. Von der Bevölkerung werden sie hoch geschätzt.
Gerne möchte ich wieder in dieses Land kommen und meine Freunde wieder treffen: „Lela gize emetalew“ – „Ich werde wiederkommen“!
Elisabeth Rupprecht
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2021/12/aethiopien_2021_1600x900.jpg9001600Michael Valenthttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngMichael Valent2021-12-04 23:59:252023-01-06 13:22:50Einsatz in Äthiopien
Nach einer pandemiebedingten Pause im letzten Jahr war Pfarrer Martin wieder mit einer kleinen Gruppe in Tansania unterwegs. Er besuchte dort die Schützlinge seiner Stiftung „Jugend fördern – Grenzen überspringen“.
In seinem Blog hat er täglich über seine Erlebnisse, Eindrücke und Begegnungen berichtet. Lassen Sie sich mitnehmen auf diese Reise. Sie werden beeindruckt, entsetzt, betroffen, begeistert sein. Denn so emotional war diese Reise nach Afrika.
Im Juli 2021 schrieb Pfarrer Martin einen Brief an die Beiräte und Kinder der neu gegründeten Filiale seiner Stiftung.
Liebe Kinder, liebe junge Leute und Familien!
Liebes Komitee unserer Stiftung „Promoting Youth – Crossing Boundaries“!
Liebe Gäste!
Gelobt sei Gott, der uns alle erschaffen hat! Gelobt sei Gott, der uns in so viele unterschiedliche Sprachen, Kulturen, Religionen, Länder und Kontinente geteilt hat. So helfen wir einander! So sind wir neugierig aufeinander. So können wir jeden Tag etwas Neues entdecken. Weil wir so unterschiedlich sind, können wir uns viel erzählen von dem, was uns Freude macht und von dem, was uns Sorgen bereitet.
Aus dem fernen Europa grüße ich euch und wünsche euch viel Freude beim Lernen und beim Entdecken eurer Begabungen!
Das ist das Schwierige und zugleich ist es das Schöne: Jeder von uns muss herausfinden, welche Begabung in ihm steckt. Jedes Kind muss ausprobieren, was es kann oder nicht kann. Jedes Kind auf der Welt hat das Recht, dafür in die Schule zu gehen.
Unsere Stiftung „Promoting Youth – Crossing Boundaries” will mithelfen, dass viele Kinder und Jugendliche in die Schule gehen und eine Ausbildung machen können. Ihr tragt nun das Zeichen unserer Stiftung auf eurem Hemd: es sind junge Leute, die über die Welt springen. Voller Freude und motiviert, die Welt schöner zu machen.
Der Name unserer Stiftung kommt vom Gebet der Bibel, vom Psalm 18,30. Da heißt es: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“. Gott, der uns die Welt übergeben hat, hilft uns bei unseren Anstrengungen. Menschliche Arbeit und Segen Gottes kommen zusammen.
Ich bete jeden Tag für euch. Bitte denkt auch an mich in euren Gebeten!
Wir sind verbunden, Euer Pfarrer Martin aus Wien / Österreich.
no images were found
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2021/07/tansania_2021-07_1920x640.jpg6401920Michael Valenthttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngMichael Valent2021-07-18 23:59:212023-01-03 14:22:26Ein Brief nach Tansania
Das Pfarrnetzwerk Asyl hatte am 15. Juni 2021 einen Solidaritätsweg für Flüchtlinge organisiert – sozusagen die 11. Romaria-Wallfahrt. Trotz Wochentag, Sommerhitze und laufender Fußball-EM nahmen über 100 Menschen teil, um gemeinsam zu beten: für Geflüchtete, ihre Familien, für Entscheidungsträger/innen und für uns, um in den Stimmen der Not auch die Stimme Gottes an uns zu hören.
Hören
Die Prozession begann im Votivpark, bei der Mobilen Kirche der Sonntagsbegegnung. Bei der ersten Station hörten wir ein Statement von Azra Merdzan zu der Situation an der EU-Außengrenze in Bosnien. Umrahmt wurde es vom Gesang des Frauenchores „Mimosen“. Unterwegs machte uns dann Sambattac unüberhörbar.
Pfarrer Gregor Jansen trug das Kreuz an der Spitze des Prozessionszugs. Die Pfarren des Pfarrnetzwerks hatten Schals und Transparente gestaltet, welche die Solidarität mit Flüchtlingen ausdrückten. Die Botschaften reichten vom Motto „EINtreten statt AUSgrenzen“ über das Bibelzitat „Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott.“ (Lev 19,34) bis zur schlichten Forderung „Freiheit für alle“.
Am Schlesinger Platz begrüßte uns der Bezirksvorsteher des 8. Bezirks. Dort hörten wir ein Statement von Lukas Gahleitner von der Asylkoordination. Er erzählte von der Situation von Geflüchteten in Österreich, insbesondere von Abschiebungen z.B. nach Afghanistan.
Tun
Anschließenden bildeten wir eine Schalkette, mit der wir das Polizeianhaltezentrum am Hernalser Gürtel umrundeten. Nach einer Schweigeminute beteten wir für alle Menschen, die gerade in Schubhaft sind, ein Vater Unser.
Den Abschluss bildete der Gedenkgottesdienst für Menschen, die auf der Flucht gestorben sind.
Nach einer Predigt der Pastoralassistentin Roswitha Feige, einer der Mitbegründerinnen des Pfarrnetzwerks, brachten Vertreter/innen der Mitgliedspfarren je eine Kerze zum Altar, in Stille, zum Klang der großen Franziskusglocke der Kirche Breitenfeld. Abschließend empfingen wir noch den Segen Gottes, verbunden mit dem Auftrag, ein Segen für andere zu sein – auch und besonders für Geflüchtete, die in unseren Gemeinden ein Stück neue Heimat finden.
Ein Stipendiat von „Jugend fördern – Grenzen überspringen“ hat eine Filiale der Stiftung in Dar es Salaam gegründet.
Seit vielen Jahren unterstützt die Stiftung von Pfarrer Martin junge Menschen in Tansania. Staatliche und private Stipendienprogramme im Land reichen dort leider nicht aus, um den vielen talentierten jungen Menschen eine Chance auf höhere Bildung zu ermöglichen.
Das gilt selbst für dringend benötigte Schlüsselkräfte wie medizinisches Personal, Ingenieure oder Pädagog/innen. Hier greift die Stiftung ein und unterstützt nach Kräften.
Eine effiziente Vergabe solcher Stipendien funktioniert am besten direkt vor Ort, nicht aus dem fernen Mitteleuropa. Deshalb wurde jetzt unter dem Namen „Promoting Youth – Crossing Boundaries“ eine Filiale in Dar es Salaam, der ehemalingen Hauptstadt Tansanias, gegründet.
Motivation
Die größte Schwierigkeit ist das gesellschaftliche Umfeld: Alles ist sehr hierarchisch aufgebaut. Wir wollen aber eine Initiative fördern, die von den Beteiligten selbst getragen ist. Von deren Erfahrungen, ihren eigenen Gedanken. Eine Initiative, die einzelne Menschen in die Freiheit führt und nicht wieder in ein System der Abhängigkeit.
Das Stipendienprogramm soll mithelfen, dass Kinder und Jugendliche zu ihrem Recht auf Ausbildung kommen. Sie sollen dabei nicht das Gefühl haben, dass sie Almosen empfangen. Sie sollen sich nicht ihr Leben lang von den Spendengebern abhängig fühlen. Umgekehrt sollen sie aber einen Teil des empfangenen Geldes – nach erfolgter und erfolgreicher Ausbildung – in kleinen Raten wieder in den Topf zurückgeben, sodass andere ebenso empfangen können.
Organisation
Alphonce Leonard, selbst ehemaliger Stipendiat der Stiftung, ist der Koordinator der Filiale. Er leitet eine Kommission aus zwei Männern und zwei Frauen, welche die genauen Kriterien für die Vergabe der Stipendien festgelegt hat.
Im ersten Schritt werden die Waisenkinder und ärmsten Familien aufgesucht. Die Stiftung übernimmt dann, je nach Lage, 40, 60 oder 80 Prozent des Schulgelds. Die Kinder werden danach regelmäßig besucht und in Koordination mit den Schulen werden die jeweils geeigneten nächsten Schritte geplant. Gleichzeitig wird aber auch der individuelle Ausbildungsfortschritt kontrolliert, um eine sinnvolle Verwendung der Gelder zu gewährleisten.
Mittelfristig sollen auch lokale Sponsoren für das Programm gefunden werden – nicht nur von der Stiftung selbst, sondern auch von den Absolvent/innen. Auch ein Alumni-Netzwerk ist geplant.
Die endgültige Entscheidung für oder gegen ein Stipendium und die Prüfung des Rechenschaftsberichts der Filiale erfolgt weiterhin in der Stiftungszentrale.
Stiftung „Jugend fördern – Grenzen überspringen“
LIGA Bank Regensburg
IBAN: DE43750903000001342800
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: „Stipendien Tansania“
https://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2021/05/stiftung_filiale_1200x600.jpg6001200Pfarrer Martin Rupprechthttps://www.pfarreburjan.at/wp-content/uploads/2022/12/logo-medium.pngPfarrer Martin Rupprecht2021-05-19 23:59:362023-01-06 14:27:12„Jugend fördern – Grenzen überspringen“ gründet eine Filiale
Bei seinem Besuch im Jänner 2014 bei Sr. Betty in Tansania, deren Schule Pfarrer Martin mit seiner Stiftung „Jugend fördern – Grenzen überspringen“ laufend unterstützt, entstanden einige einfache Handy-Videos.
Die Videos zeigen aber beeindruckend, wie anders, um wie viel aktiver dort Glauben gelebt wird und wie der Alltag in der Schule aussieht.
Gabenbereitung und Dankgesänge bei der Sonntagsmesse in Holili
Holili ist die Pfarre, zu der die Schule gehört. Der Gottesdienst findet im damaligen Rohbau der Kirche statt:
Wie an allen Schulen in Tansania üblich, findet auch hier jeden Montag und Freitag eine Schulversammlung mit Gebet und Gesang der Nationalhymne statt. Hier ein paar Eindrücke von den Kindern:
Der Jahresbericht 2020 der Stiftung von Pfarrer Martin liegt vor: Es war ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr.
Mit insgesamt 40.579 Euro konnte die Ausbildung junger Menschen in verschiedenen Ländern Afrikas und Asiens gefördert oder überhaupt erst ermöglicht werden.
Über die einzelnen Projekte schreibt Pfarrer Martin in seinem Jahresbericht.
„Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Mt. 5,15
Die Caritas der Pfarre Hildegard Burjan stellt hier ihre Tätigkeiten im Jahr 2020 vor.
Wir möchten zeigen:
wie viel Gutes geschieht. Das soll uns ermutigen, an der Veränderung mitzuwirken.
dass jede Person etwas verändern kann und Hilfe ankommt.
dass eine Gemeinschaft mehr leisten kann als einzelne Personen. Darum ist die Pfarrgemeinde so wichtig.
dass Hilfe immer den ganzen Menschen anspricht. Äußerlich reich, kann der Mensch doch arm sein; äußerlich arm, kann der Mensch auch glücklich sein.
Wir möchten mithelfen, den inneren Reichtum zu vermehren und gleichzeitig den Wohlstand eines äußeren guten Lebens für jeden Menschen zu erreichen. Dazu dienen das Pfarrleben, die vielen Aktivitäten und die Anstrengung von vielen Einzelnen.
Zusammenfassung
An direkten Geldmitteln hat die Caritas der Pfarre Hildegard Burjan im Jahr 2020 insgesamt 9.220 Euro ausgegeben. Nicht eingerechnet sind dabei jedoch die notwendigen Räumlichkeiten. Für diese hat die Pfarre insgesamt 6.408 Euro an Instandhaltungskosten getragen.
Lebensmittelverteilung Le+O
Jede Woche werden ca. zwei Tonnen Lebensmittel in unserer Pfarre verteilt, rund 100 Tonnen im Jahr! 20 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen helfen jeden Freitag für drei bis vier Stunden mit. Sie leisten so mehr als 3.000 Stunden ehrenamtlichen Dienst pro Jahr.
Wärmestube
900 Personen konnten sich von Jänner bis März für einen Tag im Pfarrsaal aufhalten und wurden bekocht. Rund 2.000 Essen wurden dabei ausgegeben. Insgesamt waren das ca. 900 ehrenamtliche Stunden.
Startwohnungen
Einigen Familien wurde geholfen, eine Wohnung zu finden, einzuräumen und die erste Miete zu bezahlen. Insgesamt hat die Pfarrcaritas hier mit 4.000 Euro unterstützt.
Einzelhilfe
Beratung und Vermittlung sind oft schon ein wichtiger Schritt. Hier helfen die Pfarrkanzleien mit enormer Zeitinvestition. Nach bestimmten Prüfungskriterien wird im Einzelfall auch finanzielle Hilfe gegeben.
Woher kommt das Geld?
Der Erlös aus den Opferstöcken beim Hl. Antonius in unseren drei Kirchen gehört ganz der Pfarrcaritas. 2020 waren das 1.200 Euro. Dazu kommen unsere Flohmärkte, das Theater und einzelne Pfarrcafés. Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen waren das diesmal „nur“ 1.114 Euro.
Darüber hinaus gibt es Einzelspender, die anlässlich ihrer Geburtstage, Jubiläen oder persönlicher Anlässe speziell der Pfarrcaritas spenden. 2020 waren das 2.438 Euro.
Bei besonderen Notlagen wird aus dem allgemeinen Pfarrbudget geholfen. Diese sichert ja ohnehin die Gesamtstruktur für die Hilfe.
Neben der Caritas gibt es andere kirchliche Hilfswerke, für die in der Pfarre gesammelt wird: Die Sternsingeraktion, die Aktion „Sei so frei“, die Elisabeth-Stiftung für Frauen in Not, Missio, die Frauenbewegung, die Gruppe der Selbstbesteuerung und viele mehr.
Im vergangenen Jahr haben wir für diese Hilfswerke insgesamt 33.323 Euro gesammelt.
Aus unserem Leitbild
Hildegard Burjan ist uns Vorbild: Sie hat Not gesehen, analysiert und sich für die Schwachen in der Gesellschaft eingesetzt. Sie hat nicht gefragt, was Andere tun könnten, oder die Politik übernehmen sollte. Selige Hildegard Burjan, unsere Pfarrpatronin, bitte für uns!
Papst Franziskus schreibt in seiner Enzyklika „Fratelli tutti“ Nr. 77-78:
„Jeder Tag bietet uns eine neue Gelegenheit, ist eine neue Etappe. Wir dürfen nicht alles von denen erwarten, die uns regieren; das wäre infantil. Wir haben Möglichkeiten der Mitverantwortung, die es uns erlauben, neue Prozesse und Veränderungen einzuleiten und zu bewirken, müssen aktiv Anteil haben beim Wiederaufbau und bei der Unterstützung der verwundeten Gesellschaft.
Heute haben wir die großartige Gelegenheit, unsere Geschwisterlichkeit zum Ausdruck zu bringen; zu zeigen, dass wir auch barmherzige Samariter sind, die den Schmerz des Versagens auf sich nehmen, anstatt Hass und Ressentiments zu verstärken.
Wie der zufällig vorbeikommende Reisende unserer Geschichte müssen wir nur den uneigennützigen Wunsch haben, schlicht und einfach Volk zu sein und uns beständig und unermüdlich dafür einzusetzen, dass alle miteinbezogen und integriert werden und, wer gefallen ist, wieder aufgerichtet wird; auch wenn wir manchmal versagen und gezwungen sind, nach der Logik der Gewalttätigen zu handeln, die nur auf ihr eigenes Fortkommen bedacht sind sowie Verwirrung und Lügen verbreiten.
Mögen andere weiter an die Politik oder an die Wirtschaft für ihre Machtspiele denken. Halten wir das am Leben, was gut ist, und stellen wir uns dem Guten zur Verfügung.
Wir können von unten bei einer Sache beginnen und für das kämpfen, was ganz konkret und naheliegend ist, und bis zum letzten Winkel des eigenen Landes und der ganzen Welt weitergehen – mit der gleichen Sorgfalt, mit der sich der Reisende von Samaria jeder einzelnen Wunde des verletzten Menschen annahm.
Suchen wir die anderen, und nehmen wir die uns aufgetragene Wirklichkeit in die Hand, ohne Angst vor Schmerz oder Unvermögen, denn dort liegt all das Gute verborgen, das Gott in das Herz des Menschen gesät hat.
Übergroß erscheinende Schwierigkeiten sind Gelegenheiten zum Wachstum und nicht Entschuldigung für eine lähmende Traurigkeit, welche zum Aufgeben verlockt.“
56 heldenhafte Kinder und Jugendliche sammeln trotz schwieriger Umstände sensationelle 22.035 Euro.
Die Sternsingeraktion 2021 konnte trotz Covid-Maßnahmen stattfinden, weil sie als „unaufschiebbare berufliche Tätigkeit“ gilt. Sicherheit ging trotzdem vor: Für die Kinder und ihre 25 Begleitpersonen hatten wir ein umfassendes Hygienekonzept mit Abstand, Maske, Desinfektionsmittel, Kescher statt Körberl etc. entwickelt.
Auf Gesang haben wir heuer verzichtet und dafür voll Begeisterung unseren Spruch aufgesagt. So konnten wir viel Freude, Hoffnung und Segen zu den Wohnungen unseres Pfarrgebiets bringen.