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Wallfahrt zur Lourdesgrotte 2025

Unsere traditionelle herbstliche Pfarrwallfahrt nach Maria Gugging am 4. Oktober 2025 war wieder ein sehr schönes Erlebnis. Insgesamt 21 Personen machten sich mit den Öffis auf nach Kritzendorf. Von Dort ging es über Hadersfeld zur Lourdesgrotte in Maria Gugging. Die ca. 10 km bewältigten die Wanderer in 3 Stunden.

Feierlicher Höhepunkt war aber natürlich die Messe mit Kardinal Christoph Schönborn und den vielen weiteren Pfarrmitgliedern, die mit dem Auto oder dem Bus gekommen waren.

Mariazell 2025

Ein besonderer Bericht

Jedes Jahr im August packen wir unsere Sachen,
um uns auf den Weg nach Mariazell zu machen.
Am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt geht es stets los.
Die Freude darüber ist bei allen sehr groß.

Das heißt: Die Freude über das Gehen,
allerdings müssen wir um 5:30 Uhr schon vor dem Pfarrhaus stehen (seufz …).
Rasch dann noch Pfarrer Martin wecken,
denn vor dem Reisesegen darf sich keiner verstecken.

Gesegnet werden nicht nur wir Leute,
sondern auch die von Hans-Peter angefertigten Kreuze (aus Ton sind sie heute).
17 Personen wollen fleißig geh’n,
die Jüngste davon ist noch nicht ganz zehn.

Um die Füße ein wenig zu schützen,
wird uns bis Eichgraben die Bahn noch nützen.
Leider wagte es Hochstraß ganz verwegen,
die Sonntagsmesse doch vorzuverlegen.

Bisher hatten wir sie immer erreicht.
Wir kommen rechtzeitig zur Predigt – das war nicht ganz leicht.
Der Pfarrer wie immer uns herzlichst begrüßt
und versichert uns, dass die Messe trotzdem gültig ist.

Gestärkt durch den Segen und ein gutes Jauserl
geht’s weiter zum Schöpfl mit nur einem Pauserl.
Das Mittagessen macht uns wieder munter.
Nach St. Corona geht es dann stetig hinunter.

Bei der Grotte im Schatten ist wieder gut ruh’n
und bei einer Andacht beten wir nun.
Noch einmal auf die Beine, noch sind wir nicht am Ziel.
Das Rosenkranzbeten hilft uns dabei viel.

Wir bleiben in Kaumberg dann über Nacht.
Der erste Tag ist erfolgreich vollbracht.

Am nächsten Tag kommen noch Wallfahrer dazu
und verstärken unsere Gruppe um acht Personen im Nu.
Auch wenn man es nicht so gern hören mag:
Sie drücken den Altersdurchschnitt der Gruppe stark.

Schuld daran sind auch die vier Knaben,
die sich zum Mitgehen entschlossen haben.
Zur Araburg geht die erste Etappe,
da wird schon geschnauft und zwar nicht zu knappe.

Im Tal hört man bald da Geläute ertönen,
von der Glocke vor der Ruine, der schönen.
Ein kurzes Gebet, dann geht es schon weiter
durch das Mariental, das stimmt jedes Mal heiter.

Heiter ist zum Glück auch das Wetter,
da ist das Gehen doch gleich viel netter.
Mittag gegessen wird ganz feudal
im herrlichen Golfclub im Adamstal.

Nach der Rast geht’s über das Grieser Gscheid.
Bis nach Rohr im Gebirge ist’s dann nicht mehr weit.
Das Hotel Kaiser Franz Josef ist uns schon vertraut.
Dort hat man das Gefühl, dass einem der Kaiser über die Schulter schaut.

Doch das ist ganz egal, macht die Augen zu und schlaft.
Der zweite Tag, er ist geschafft.

Schnell läuft die Zeit, gekommen ist Tag drei.
Aus gesundheitlichen Gründen verlassen uns zwei.
In der Kalten Kuchl, fast jeder sie kennt,
steht die Kapelle, die sich Waldandacht nennt.

Die Ehrentafeln darin verkünden,
wer es öfter als zehnmal geschafft hat, den Weg nach Mariazell zu finden.
Drei sind’s von uns schon, plus voller Pracht
ein herrliches Tonkreuz, von einer ehemaligen Begleiterin selbst gemacht.

Hier gibt es auch immer für unsere Verstorbenen ein Gebet.
Ihre Bilder begleiten uns im Sockel, auf dem das Wallfahrerkreuz steht.
Dieses ist sehr liebevoll mit Blumen verziert.
Hans-Peter diesbezüglich jedes Jahr fleißiger wird.

Über das Hochreith und entlang der Unrecht Traisen
wir weiter zum Mittagessen in St. Aegyd reisen.
Danach kommt der an diesem Tag schwierigste Gang,
denn der Weg hin zum Gscheid erscheint ewig lang.

Auch hier hilft zum Teil der Rosenkranz.
Dann konzentrieren wir uns auf den Aufstieg – voll und ganz.
Ein neuer Rekord auf der steilen Strecke wurde aufgestellt.
Mit 16 Minuten ist „unser“ Sechzehnjähriger unser neuer Held.

Am Abend beim Gschoadwirt nach dem feinen Essen
werden die Danksagungen nie vergessen.
Wir hören noch, wer zum wievielten Male
mit uns am Gscheid sitzt in diesem Saale.

Diesmal hat er für uns nur das Lager, der Wirt.
Woraufhin Hans-Peter sofort Zimmer fürs nächste Jahr reserviert.
Trotzdem ist’s gemütlich. Noch schnell ein Gruß an die Lieben gesendet,
dann ist der dritte Tag auch schon beendet.

In der Marienkirche halten wir eine Frühandacht mit Gesang und Gebet.
Danach es weiter über den Krumbachsattel Richtung Wuchtelwirtin geht.
Ein wichtiger Aufenthalt bei Buchteln jeder Art,
deshalb hat man beim Frühstück schon etwas gespart.

In der Früh musste uns leider eine verlassen.
Jetzt kommt eine dazu, nun sollt’s wieder passen.
Das schönste Ambiente weit und breit
hält der Hubertussee für uns bereit.

Die Bruder Klaus Kapelle lädt dort zum Beten und Verweilen ein.
Meines Erachtens kann kein Plätzchen schöner sein!
Am Habertheuersattel zur letzten Pause
essen wir unsere restliche Jause.

Der Rosenkranzweg führt uns nach Mariazell.
Wir sehen schon die Basilika, noch ein Gruppenfoto schnell.
Das allerletzte Foto wird noch auf den Stiegen vor der Kirche geschossen,
dann wird der Wallfahrtsort von uns genossen.

Beladen mir Lebkuchen und kleinen Geschenken
wir unsere Schritte zur Michaelskapelle lenken.
Dort treffen wir auch jene Leute,
die mit dem Bus die Wallfahrt erlebten heute.

Gemeinsam feiern wir den Gottesdienst.
Dass er besinnlich und fröhlich zugleich ist, ist Pfarrer Martins Verdienst.
Danach reichen wir einander die Hände
der vierte Tag – und somit die Wallfahrt – ist zu Ende.

Wetter toll, Gemeinschaft ausgezeichnet, Stimmung sehr gut.
Wir hatten viel Freude und fassen den Mut,
auch im nächsten Jahr es wieder zu wagen
und „Ja“ zur Fußwallfahrt zu sagen.

Viele freuen sich jetzt schon auf das nächste Jahr.
Behüt‘ Euch Gott, wie es auf der Wallfahrt auch war!

Monika Reisner

 


Bildergalerie

Internationale Ministrantenwallfahrt 2024 nach Rom

Die Ministrant/innen unserer Pfarre auf Romreise

18 Ministrant/innen aus unserer Pfarre haben an der Internationalen Ministrantenwallfahrt in Rom teilgenommen. Was die Minis alles unternommen haben, wurde auf Video festgehalten. So können alle, die nicht dabei waren, die aufregenden, lustigen und vor allem heißen Tage der Minis miterleben.

Natürlich stand auch eine Messe mit dem Papst auf dem Programm. In seiner Rede an die Minis ermutigt Papst Franziskus:

„Der Petersplatz ist immer schön, aber mit Euch ist er noch viel schöner“, so der Pontifex zu Beginn seiner Ansprache in der römischen Sommerhitze. Das Motto der Wallfahrt „Mit dir“ sage „alles in zwei Worten“: Es sei „ein Ausdruck, der das Geheimnis unseres Lebens, das Geheimnis der Liebe, enthält“.

„Eure Erfahrung des Dienens in der Liturgie lässt mich daran denken, dass das erste Subjekt, der Protagonist dieses ‚mit dir‘ Gott ist.“, so der Papst weiter. In der Messe werde „das ‚mit dir‘ zur realen und konkreten Gegenwart Gottes im Leib und Blut Christi“.

„Und wenn wir die heilige Kommunion empfangen, können wir erfahren, dass Jesus geistlich und körperlich ‚mit uns‘ ist“, so Papst Franziskus. „Er sagt zu dir: ‚Ich bin mit dir‘, aber nicht mit Worten, sondern in jener Tat, in jenem Zeichen der Liebe, das die Eucharistie ist. Und auch du kannst bei der Kommunion zum Herrn Jesus sagen: ‚Ich bin mit dir‘, nicht mit Worten, sondern mit deinem Herzen und deinem Leib, mit deiner Liebe“.


Hier ein paar Videos

Wallfahrt 2024: wo 31 oder 32 in meinem Namen ….

Wo Zwei oder Drei in meinem Namen versammelt sind…. dann machen sie manchmal auch mehr als zwei oder drei Schritte, ja sogar bis zu fünfundfünzigtausend. Am Freitag Nachmittag begrüssten sich die vierundsechzig Wanderbeine in Kirchberg am Wechsel; manche kannten sich, manche waren neu und doch alle gleich so vertraut und sie wurden herzlichst bei den Hartmannschwestern aufgenommen. Bei einem gemütlichen und besingenden Abendspaziergang entdeckten sich auch die weiteren Körperkomponenten und bereiteten sich gemeinsam auf die zwei kommenden wallfahrend—zu-verbringenden Tage vor. Trotz sich ständig wechselnder Wetterinformationen wechselte die Stimmung keineswegs. Im Gegenteil: Im Herzen gab es von Anfang an Sonnenschein.
Der Weg beginnt ja bekanntlich mit dem ersten Schritt, und so geschah dieser am Samstag in der Früh bei wolkig,sonnensehenden Himmel und viel Lächeln. Getragen von den Klänge des Wir-singen-das-gesamte-Gotteslob-in-einem-durch-Jungmänner-Wallfahrts-Chor schwebten die Beine nur so beschwingt und leichtfüßig die Höhenmeter hinauf auf den Wechsel. Dass der restliche Körper nicht immer ganz so leichtflügelig mitfolgte, lag aber nicht an den wunderbaren Klängen. Höhenmeter um Höhenmeter hinauf zur Steyrer-Gruber Schwaig, der Mittagsrast im strahlenden Sonnenschein, durften die Wanderschuhe ihre Wasserdichtheit unmittelbar im Anschluss testen.
Test größtenteils bestanden, Hochwechsel erklommen, auch die Schotterstraße fahrtechnisch bravourös gemeistert, Regenbogen bestaunt, schön langsam müde Beine (leider nicht in die Hand genommen, sondern weiterhin in Verwendung habend), Impuls für Impuls, zum Atmen kommend durfte auch der Niederwechsel als bezwungen gemeldet werden. Fast die geplante Wegzeit eingehalten sind die vierundsechzig Beine und vier Autoreifen nach elfeinhalb Stunden und fünfundzwanzig Kilometern glücklich, mit noch immer sonnigen Herzen, bei der Glatzl-Trahütten-Alm eingetroffen. Die Belohnung des Tages: die herzliche Aufnahme durch das Hüttenpaar mit kräftiger Suppe und steirischer Jause.
Das Frühstück mit dem Blick in die Ferne direkt nach Stift Vorau war die richtige Basis für den ersten neuer-Wallfahrts-Tages-Schritt. Die Sonne weiterhin im Herzen färbte sich auf den Himmel ab, und die Wolken ließen dem blau freien Lauf. Mit Gesang (wenn auch als Gesamtgruppe den Wir-singen-das-gesamte-gotteslob-in-einem-durch-Jungmänner-Wallfahrts-Chor in keiner Weise nur ansatzweise erreichend), schönen und herzlichen Gesprächen, mit kleinen Orientierungshoppalas kam Stift Vorau immer näher und näher und auch die Gewissheit, das jeder Schritt in der Gemeinschaft der schönste Schritt ist. Der Abschlussgottesdienst in der Vorauer Stiftskirche war der wunderbare Abschluss eines wieder einzigartigen Weges mit einzigartigen Menschen (und ihren Beinen) und mit dem wunderbaren Gefühl…. da bin ich mitten unter ihnen.

Günther Dreger

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