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Wir waren überrascht

Das Rudolfsheimer Weihnachtsdorf 2025 war ein voller Erfolg!

Nach einem „Probelauf“ bei der Schmelz letztes Jahr gab es heuer zum ersten Mal vor der Rudolfsheimer Kirche ein Weihnachtsdorf. Veranstalter war die Bezirksvorstehung mit Mag. Dietmar Baurecht als treibende Kraft. Unsere Pfarre stellte die elf Hütten zur Verfügung und betrieb selbst auch zwei der Stände.

An den vier Adventwochenenden waren die Hütten des kleinen Weihnachtsdorfes belegt mit Vereinen und sozialen Initiativen aus dem 15. Bezirk. Davon gibt es so viele, dass sie mehr als die elf Hütten hätten belegen können. Daher haben sich die unterschiedlichen Organisationen an den Wochenenden abgewechselt, sodass sich möglichst viele präsentieren konnten.

Die Heilige Familie aus der Schönbrunner WeihnachtskrippeBesonderes Highlight war die wunderschöne Krippe, die früher am Schönbrunner Christkindlmarkt gestanden hatte. Liebevoll restauriert ist sie auf jeden Fall die schönste Krippe Wiens.

Der kleine, feine Weihnachtsmarkt fand daher regen Zuspruch. Geschätzt wurde vor allem die heimelige, entschleunigte Atmosphäre des Dorfes.

Die musikalische Untermalung durch Alphornbläser, die Gruppe G’mischter Sax, der Musikverein Rudolfsheim-Fünfhaus, die Tanzgruppe Kud Behar, das Patricia-Hill-Trio und viele andere tat ihr Übriges, um bei den Besucherinnen und Besuchern weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen.

Natürlich gab es auch für unsere Kleinsten Mitmachprogramme und Nikolofeiern (in deutscher und kroatischer Sprache).

Blick über das Weihnachtsdorf Rudolfsheim-Fünfhaus bei Nacht

Das Weihnachtsdorf war somit ein voller Erfolg, den wir zwar erhofft, aber nicht erwartet hatten. Nicht zuletzt durch den Einsatz von über 50 ehrenamtlichen Helfer/innen der Pfarre, die beim Auf- und Abbau der Hütten und beim Betreiben unserer Punschstände geholfen haben. Ein herzliches Vergelt’s Gott dafür! Die Erlöse aus unseren Punschhütten kamen dem Hilfswerk „Jugend fördern-Grenzen überspringen“ für Kinder in Afrika zugute.

Auf Grund des Erfolges und des vielen Lobes stehen die Chancen sehr gut, dass auch nächstes Jahr das Weihnachtsdorf wieder aufgebaut wird.

Pfarrer Martin und Bezirksvorsteher Baurecht bei der Eröffnung des Weihnachtsdorfs 2025

Im Bild: Bezirksvorsteher Mag. Dietmar Baurecht (rechts) und Pfarrer Martin Rupprecht bei der Eröffnung.


Das Weihnachtsdorf in den Medien

Nicht nur die vielen Besucherinnen und Besucher wussten die besinnliche Stimmung und die Live-Vorführungen zu schätzen. Zeitungen, Online-Medien und das Fernsehen wurden auf uns aufmerksam:

MeinBezirk, das Bezirksblatt, war schon im Vorfeld mit der ersten Ankündigung des Marktes aktiv.

→ Die Erzdiözese Wien hebt in ihrem Bericht vor allem den sozialen Aspekt und die wunderschöne, sehenswerte Krippe hervor.

→ Auf W24 gab es einen Bericht über Krippen, in dem auch die Krippe des Weihnachtsdorfes Erwähnung findet (ab Minute 9:43).

donau_Kanal TV hat einen Fernsehbericht über das Weihnachtsdorf und die Krippe gestaltet. Pfarrer Martin und Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht, die beiden Initiatoren, kommen zu Wort. Auch der Nikolaus durfte dabei nicht fehlen – doch sehen Sie selbst:

Die 1. Kerze brennt

Wir feiern an jedem Adventsonntag eine Familienmesse, diesmal auch mit besonderer Einladung an die „November-Geburtstagskinder“.
Die Adventkränze wurden gesegnet und die erste Kerze am großen Kranz entzündet. In einem kurzen Gespräch nach dem Evangelium erarbeitete Petra mit den Kindern die besondere Botschaft des heutigen Sonntags. „Seid wachsam“, so steht es auch auf dem Stern, der uns durch den Advent begleiten wird.
Die Kinder-Instrumentalgruppe spielte nach der Kommunion und begleitet uns ebenfalls durch die Gottesdienste im Advent.

Der Stern als Wegweiser zur Krippe

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg. Führ uns zur Krippe hin …“ heißt es in einem bekannten Weihnachtslied. Im Advent machen wir uns auf den Weg hin auf Weihnachten. Wir gehen auf Weihnachten zu, auf die Krippe, in der uns das neu geborene Gotteskind erwartet.

Auf diesem Weg gibt es Wegweiser, die uns in die Irre führen und Sterne, die uns den Weg zur Krippe weisen. Wir dürfen achtsam sein, was uns in diesen Wochen der Vorbereitung näher zum göttlichen Grund, zum göttlichen Kind hin- und was und von ihm wegführt. Ich habe ein paar Irrlichter und Sterne für Euch gesammelt.

Nicht bei der Krippe ankommen werden wir, wenn wir diesen Irrlichtern folgen:

⚡ Du sollst im Advent mehr konsumieren und trotzdem zu Weihnachten noch schlanker, schöner und perfekt gestylt unterm Baum stehen.
⚡ Du sollst mehr Aktivitäten einplanen, denn im Advent gibt es so viele Angebote, die man nur jetzt erleben kann und sonst versäumen würde.
⚡ Du sollst mehr in den Sozialen Medien unterwegs sein, um zu sehen, wie andere ihren Advent und die Weihnachtsvorbereitungen gestalten und dich mit ihnen zu vergleichen.
⚡ Du sollst mehr Punsch und Glühwein trinken, das wärmt und bringt dich in die ersehnte Weihnachtsstimmung.
⚡ Du sollst mehr Geschenke kaufen, damit die Menschen um dich herum auch sicher wissen, dass du sie gern hast.
⚡ Du sollst Konflikte unterdrücken und keinesfalls Streit zulassen, wenn dich etwas stört, damit der Weihnachtsfriede einkehrt, der den Rest des Jahres nicht möglich war.

Welcher Stern führt mich zur Krippe, zum göttlichen Kind, zur bedingungslosen Liebe? Was brauche ich im Advent, um bei Jesus anzukommen? Vielleicht sind das hilfreiche Sterne für Dich:

⭐ Gute Gespräche: Mit wem und worüber würde ich mich gerne austauschen, um Weihnachten auf die Spur zu kommen?
⭐ Gute Bücher/Lesen in der Bibel, den liturgischen Texten des Advents
⭐ Zeit zum Nachdenken/Beten/Meditieren: Für wen kann ich im Advent ein Stern sein – ein Wegweiser hin zur Krippe, zu Jesus?
⭐ Zeit für Gemeinschaft: Singen beim Adventkranz/im Chor/gemeinsame Gottesdienste, z.B. Roratemessen
⭐ Verzicht auf unnützen Ballast (siehe die Irrlichter)
⭐ Medienfreie Zeit einplanen
⭐ In die Natur gehen; auch in der Kargheit dieser Jahreszeit Schönes erkennen.

Heute hab ich Jesus getroffen…

Glaubst du nicht?

Ja, mir kam es auch seltsam vor – so unerwartet. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Er es war. Ich war gerade beim Kochen, es duftete nach dem Curry, das am Herd brodelte. Da wollte ich nur schnell was vom Keller holen. Mit Schwung öffnete ich die Wohnungstür. Da kniete Er vor mir.

Ungewöhnlich, oder? Normal bin ich es, die kniet, wenn wir uns treffen, meist sonntags, manchmal auch mittwochs am Abend. Heute war zwar Mittwoch, aber es war gerade mal 10 Uhr vormittags. Da hatte ich wirklich noch nicht mit Ihm gerechnet. Jedenfalls kniete er vor meiner Wohnungstür und schrubbte den Boden. Er wischte den Dreck weg, den wir in den letzten Tagen von der vom Schnee matschigen Straße mit unseren Schuhen ins Haus getragen hatten.
Wir lächelten einander an. Es war mir etwas unangenehm, dass Er sich durch Berge von Stiefel, Schlitten, Handschuhe kämpfen musste, um die Arbeit zu erledigen. Also raffte ich alles zusammen und hievte es in unseren engen Wohnungsvorraum. Dann kurz überlegen… was tue ich jetzt? Kommt ja nicht jeden Tag vor, dass du Jesus vor der Tür hast. Also fragte ich Ihn, ob Er einen Kaffee wolle. Da merkte ich, wir zwei, wir sprechen noch nicht dieselbe Sprache. Aber mit Händen und Füßen ging es ganz gut. Ja, gerne einen Kaffee mit Milch und Zucker, so meinte ich zu verstehen. Gut zu wissen, wie Jesus seinen Kaffee trinkt. Dann bin ich fürs nächste Mal schon gewappnet.

Da ich ja eigentlich zu einem Termin eilen musste, drehte ich den Herd ab, packte den Kaffee samt Weihnachtskeksen auf ein Tablett und drückte es Jesus in die Hand. Er deutete, ob ich eventuell auch eine Zigarette für Ihn hätte. Ich war etwas irritiert. Dass Jesus Raucher ist, hätte ich nicht gedacht. Aber so ist das mit den vorgefertigten Bildern, die man von anderen hat. Nein, mit einer Zigarette kann ich leider nicht dienen. Er war trotzdem sichtlich erfreut, schnappte den Kaffee und ging damit in den Garten. Ich rief ihm noch ein „Danke fürs Putzen!“ nach, hüpfte in meine Schuhe und machte mich auf den Weg. Vielleicht steht Er ja nächsten Mittwoch wieder vor meiner Tür. Ich bin gewappnet mit Kaffee und Keksen. Und wenn es mir gelingt den Advent etwas besinnlicher zu gestalten, werde ich Ihn sogar zu uns einladen.

Du fragst dich, wie ich Ihn erkannt habe? Es war seine Putztechnik – einfach göttlich!

Advent ist … Warten, dass die Liebe geboren wird

Wir waren eine Gruppe von Frauen. Es duftete herrlich nach den Kräutern, die wir gerade in Büscheln zusammenbanden. Wir sprachen über unsere Erfahrungen mit Nachbarschaft in einer Großstadt wie Wien.

Frau M. erzählte, dass sie jahrelang eine Nachbarin, die bettlägerig war, mitversorgt hatte. Der Sohn der Nachbarin lebte im fernen Tirol und konnte sich darauf verlassen, dass sie – Frau M. – seiner Mutter half, wenn sie etwas brauchte. Sie brachte ihr immer wieder Essen vorbei, schaute, wie es ihr ging und war erreichbar, wenn der Sohn das Gefühl hatte, seiner Mutter ging es nicht gut. Frau M. ist selbst sehr eingespannt. Sie pflegt seit vielen Jahren ihren Mann und kann das Haus nur stundenweise verlassen. Oft habe der Nachbarssohn genau dann angerufen, wenn sie gerade ihre freie Stunde hatte und einen kurzen Spaziergang in den Park machte. Wenn er anrief und besorgt den Zustand der Mutter schilderte, eilte Frau M. schnurstracks nach Hause, um nachzusehen, was mit der Nachbarin los war.

Eines Tages starb die kranke Nachbarin. Der Sohn ließ die Wohnung räumen und meldete sich nicht mehr bei Frau M. Nur einmal rief er später noch an, weil er etwas brauchte. Frau M. erzählte ihm, dass bei der Räumung der Wohnung ihre schöne Bodenvase umgeworfen und zerstört worden war, die am Gang vor Frau M.s Tür gestanden war. Da müsse sie sich selbst mit der Versicherung drum kümmern, war die lapidare Antwort des Nachbarsohnes. Seit damals hatte Frau M. nie wieder von ihm gehört. Ein bisschen enttäuscht sei sie schon, dass er nie auch nur die kleinste Geste des Dankes gezeigt habe, erzählte sie uns in der Frauenrunde. Sie habe keine großen Geschenke erwartet für den Dienst an der alten Dame. Eine nette Verabschiedung des Sohnes, ein kleines Zeichen der Anerkennung hätte ihr schon gereicht. Aber sie sei sicher, dass das Gute, das sie gegeben hat, irgendwann zu ihr zurückkommt.

Ich hörte zu und fühlte mit Frau M. Man unterstützt, hilf, packt an und es verhallt scheinbar im Leeren.

Sechs Wochen später schickt mir Frau M. eine Nachricht mit einem Foto. Auf dem Bild ist eine Glückwunschkarte und die Statue eines Engels zu sehen. Auf der Karte steht: „Liebe Frau M.! Wir wünschen Ihnen alles Gute zu Ihrem Geburtstag! P.S.: Einen Engel für den lieben Engel unseres Hauses.“ Unterschrieben von den Nachbar*innen, die oberhalb von Frau M. wohnen.

Für mich passt diese Erfahrung so gut zum Advent: Advent ist das Warten, dass die Liebe geboren wird. Manchmal kommt sie ganz unscheinbar und unverhofft zur Welt – mitten im Alltag. Dann ist Weihnachten.

 

Schoko-Adventkalender für Le+O

Vielen herzlichen Dank für 72 gespendete Schoko-Adventkalender, die den Kindern unserer Le+O-Klienten viel Freude bereitet haben.

Damit wurden so viele Adventlichter in den Herzen entzündet, dass man dafür 18 Adventkränze bräuchte …

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