Da wo der Pfeffer wächst …

Wer kennt das nicht: Man ist von jemandem total genervt und wünscht diese Person dorthin, wo der Pfeffer wächst. Wir wissen nun, wie es dort aussieht, denn heute haben wir einen Ausflug zu einer Gewürzfarm auf Sansibar gemacht.

Bei einer äußerst informativen und unterhaltsamen Führung in sehr gutem Deutsch haben wir erfahren, dass sehr unserer Lieblingsgewürze in Sansibar wachsen und teilweise von dort exportiert werden. Wir haben Ingwer, Kurkuma, Zitronengras, Muskat, Vanille, Nelken und Kardamom mit allen Sinnen erlebt und viel über deren Einsatzmöglichkeiten erfahren. Viele dieser Gewürze werden nicht nur zum Würzen von Speisen sondern auch für Kosmetika, Parfums und als Heilpflanze verwendet.

Wusstet Ihr, dass es eine Zimtpflanze gibt, deren Wurzeln nach Eukalyptus riechen?

Wir durften auch hier angebaute Früchte probieren: Mango, Ananas, Jackfruit, Orangen, rote Bananen, Cherimoya, Kokosnuss – es waren herrliche Aromen!

Auf Sansibar wachsen wahre Schätze, es gibt traumhafte Strände und der Tourismus blüht in den Ressorts und in Stone Town. Bewegt man sich jedoch nur wenige hundert Meter landeinwärts, ändert sich das Bild schlagartig. Die Armut ist überall zu sehen. Es sind sehr widersprüchliche Bilder. Hoffnung macht, dass der Tourismus Arbeitsplätze schafft und die Stipendiat/innen der Stiftung auf Sansibar nach dem erfolgreichen Collegeabschluss einen vergleichsweise gut bezahlten Arbeitsplatz in der Tourismusbranche gefunden haben.

Gisela Hax