Tansania 2026

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Pfarrer Martin war vom 26. Jänner bis 6. Februar 2026 mit Freund/innen in Dar es Salaam in Tansania. Er hat dort das von ihm gegründete Hilfswerk „Jugend fördern – Grenzen überspringen“ besucht, das beständig wächst.

Mit nahezu täglichen Berichten, Fotos und auch Videos hat er uns von seinen Eindrücken, Erlebnissen und Begegnungen erzählt.

Ende einer Reise, die nicht endet …

Ich bin so froh, dass alles gelungen ist, was wir uns vorgenommen haben. Dass auf den vielen Wegen, die wir unterwegs waren, nichts passiert ist. Doch noch viel größer ist die Freude, weil das Hilfswerk so gut geführt wird.

Eine große Herausforderung – a big challenge

Für junge Leute ist die Zeit zwischen der Hauptschule (Secondary School) und dem Beginn des Colleges oder des Gymnasiums herausfordernd: Sechs Monate, in denen sehr viele nichts tun können. Ein großer Teil ist orientierungslos und hängt deshalb auf der Straße herum. Viele Mädchen werden schwanger, weil sie sich mit Männern einlassen, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Da wo der Pfeffer wächst …

Wer kennt das nicht: Man ist von jemandem total genervt und wünscht diese Person dorthin, wo der Pfeffer wächst. Wir wissen nun, wie es dort aussieht, denn heute haben wir einen Ausflug zu einer Gewürzfarm auf Sansibar gemacht.

Reflexionen

Hier ein paar Eindrücke von meinem Reisebegleiter Georg:

Nach fünf ereignisreichen und anstrengenden Tagen in Daressalalam fahren wir gerade mit dem Schnellboot auf die Insel Sansibar. Die eineinhalb Stunden im bequemen Sessel der Fähre sind eine gute Gelegenheit, über die bisherigen Eindrücke unserer Reise nachzudenken.

Die Massai – Sympathie und Grausamkeit

Ihr Auftreten ist sympathisch, exotisch, faszinierend. Wenn sie auftauchen, werden die Mobiltelefone zum Foto gezückt. Und doch gibt es Aspekte dieser Tradition, die barbarisch und zerstörend sind: Mädchenbeschneidung und Frühverheiratung.

Die Arbeit im Hintergrund

Unsere anfängliche Initiative zur Vergabe von fünf Stipendien hat sich innerhalb von fünf Jahren in Tansania zu einem Unternehmen mit derzeit zehn Angestellten, drei Lehrern und 16 Volunteers entwickelt. Konnten wir im Jahr 2022 sechzehn Jugendlichen ein Stipendium geben und sie begleiten, so waren es im Jahr 2025 bereits 353 Stipendiat/innen.

Tag der Tränen – mit Lächeln

Heute haben wir sieben „Wohnungen“ unserer Volunteers besucht.

Volunteers sind jene Jugendlichen, die von unserem Lernzentrum ein Stipendium erhalten. Nach der Hauptschule dauert es noch sieben Monate bis das College beginnt. In dieser Zeit arbeiten sie Vollzeit im Zentrum mit. Sie können hier zwei Mal am Tag essen, was in ihren Familien meist nicht der Fall ist.

Überwältigt von den Eindrücken

Die Müdigkeit der Reise bringt nicht viel Worte hervor. In überschäumender Weise empfängt uns das Team des Lernzentrums.

Danach fahren wir gleich mit den kleinen dreirädrigen Mopeds, die ich Tuk-tuks nenne (die aber Bajaji heißen), zu zwei Grundschulen im wohl ärmsten Bezirk von Daressalam.

Istanbul

Warten auf dem Flughafen, Stunden um Stunden vergehen: Zeit, Lebenszeit. Ich denke an das Wort der Bibel: „Vor dir sind tausend Jahre wie ein Tag. Lehre uns, Herr, unsere Tage zu zählen.“ In der Wartezeit mache ich ein Experiment und frage ChatGPT, was dieser Satz aus der Bibel bedeuten kann.

Aufbruch zur Reise – des Lebens

Morgen fahren wir los – schon wieder: Flughafen, Istanbul, Daressalam/Tansania. Vor zwei Jahren sagte ich mir noch: „Fang nichts Neues an. Schon gar kein Hilfswerk.“ Ohne es zu wollen, ist es dann doch eines geworden.

Warum? Die jungen Leute in Tansania, in Kenia, in Pakistan, in Äthiopien und unsere Ministrant/innen aus Burundi und dem Kongo haben gerufen. Sie haben mich ermutigt, haben Fragen gestellt, haben gesagt, dass sie sich eine Ausbildung wünschen.