Beiträge

Die Wurzel trägt dich

(Röm 11,18b)

Nach dem Weihnachtsfest, das uns an die Menschwerdung Gottes erinnert und uns auffordert, wie er als Mensch zu leben, bringt uns der Jänner drei weitere wichtige Impulse.

Am 17. Jänner wird auf Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich der Tag des Judentums begangen. Das Matthäusevangelium, das wir 2026 an den Sonntagen hören, weist uns am Anfang auf den „Ursprung Jesu Christi“ hin; Jesus wird als Nachkomme Abrahams und Sohn Davids bezeichnet; das bedeutet auch für uns: Der Ursprung des Christentums liegt im Judentum; Antijudaismus greift also auch die Wurzel unseres Glaubens an.

Vom 18. – 25. Jänner wird auch in Österreich die internationale „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ begangen. Während dieser Ökumene-Woche kommen Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Sowohl Papst Leo XIV. als auch Patriarch Bartholomäus I. haben rund um Weihnachten auf die Bedeutung der Einheit der Christen hingewiesen. Das Motto dieser Woche lautet in diesem Jahr: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Eph 4,4).

Und schließlich steht am Ende dieser Woche am 25. Jänner der Sonntag des Wortes Gottes. Zu dessen Einführung 2019 hat Papst Franziskus geschrieben: „Dieser Sonntag des Wortes Gottes fällt so ganz passend in den Zeitabschnitt des Jahres, in dem wir unsere Beziehungen zu den Juden zu festigen und für die Einheit der Christen zu beten eingeladen sind. Es handelt sich dabei nicht um ein bloß zeitliches Zusammentreffen. Die Feier des Sonntags des Wortes Gottes ist von ökumenischer Bedeutung, denn die Heilige Schrift zeigt denen, die auf sie hören, den Weg, der beschritten werden muss, um zu einer authentischen und soliden Einheit zu gelangen.“

Nehmen wir diese Impulse, die uns auf die vielen Bücher der Bibel, in der wir das Wort Gottes im Wort von Menschen lesen und hören gerade in einer Zeit ernst, in der christliche Symbole und Zitate aus der Heiligen Schrift als Waffen gegen andere verwendet werden.

Papst Leo­ XIV. hat dazu in seinem ersten Lehrschreiben „Dilexi te“ (Deutsch: Ich habe dich geliebt) geschrieben: „Die Tatsache, dass praktizierte Nächstenliebe verachtet oder lächerlich gemacht wird, als handle es sich um die Fixierung einiger weniger und nicht um den glühenden Kern der kirchlichen Sendung, bringt mich zu der Überzeugung, dass wir das Evangelium immer wieder neu lesen müssen, um nicht Gefahr zu laufen, dass eine weltliche Gesinnung an seine Stelle tritt“. Der Journalist Otto Friedrich hat dazu betont: „Man muss die Botschaft Jesu immer aufs Neue meditieren und daraus ins Tun für andere Menschen und ins Handeln um der Menschen willen kommen“.

Setzen wir das in die Tat um, wozu uns Frère Roger Schutz, Gründer der Ökumenischen Gemeinschaft von Taizé, aufgerufen hat: „Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast, und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.“

Veranstaltungen

Vorbereitung zum Weltgebetstag der Frauen

Bibelarbeit: „Kommt, lasst Euch stärken!“

Der heurige Weltgebetstag der Frauen trägt den Titel: „Kommt – Lasst euch stärken!“, einer Kurzfassung des bekannten Bibelwortes Jesu «Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken» (Mt 11,28). Was belastet mich? Was stärkt mich? Und was hat mein Glaube damit zu tun?

Über die Zusage Jesu in dieser Bibelstelle wollen wir uns am Dienstag, 24.2.2026, um 18 Uhr im Pfarrsaal Rudolfsheim (Meiselstraße 1) über unsere Konfessionsgrenzen hinweg austauschen.

Herzliche Einladung!
Petra Wasserbauer

Weltgebetstag der Frauen

Immer am ersten Freitag im März feiern Menschen in mehr als 170 Ländern einen ökumenischen Weltgebetstag. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem anderen Land die Liturgie dazu vor.

Im Jahr 2026 gestalten Frauen aus Nigeria die Liturgie. Sie steht unter der Motto: „Kommt – Lasst euch stärken!“. Dies ist eine Kurzfassung des bekannten Bibelwortes Jesu: «Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken» (Mt 11,28).

→ Hier finden Sie alle Details dazu

Wir beten und feiern diesmal gemeinsam in der Rudolfsheimer Kirche.

Das Logodes Ökumentischen Weltgebetstags der Frauen