„Wir können nur eine Zukunft erschaffen, wenn ausnahmslos alle zusammenstehen.“

Mit dieser Aussage hat Papst Franziskus bei seiner Rede im Rahmen der TED Konferenz 2017 darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass wir uns nicht nur als einzelne Individuen verstehen sondern auch als Zusammenschluss vieler Individuen, der in eingen sehr wichtigen Bereichen nur durch gemeinsamen Zusammenhalt bestehen kann.

„Wie wunderbar es wäre, wenn Geschwisterlichkeit nicht nur auf Sozialarbeit beschränkt wäre, sondern stattdessen zur Standardhaltung in Politik, Wirtschaft und bei wissenschaftlichen Entscheidungen genauso wie bei Beziehungen zwischen Menschen und Ländern werden würde.“

Dies ist laut Papst Franzisus eine Grundvoraussetzung, um die Kultur der Verschwendung zu überwinden, in der wir derzeit leben.

Sehen Sie sich die drei Botschaften an, die Papst Franziskus den Teilnehmer/innen mitgegeben hat. Er erläutert uns, wie wir für eine gute gemeinsame Zukunft sorgen können. Der Ansatz klingt erstaunlich einfach und ist trotzdem herausfordernd für uns alle:

 

 

Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft. Das umfasst aber nicht nur das persönliche und wirtschaftliche Umfeld einzelner Personen sondern auch die Kirche als Gesamtes. Wir haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten die signifikante demographische Entwicklung im 15. Wiener Gemeindebezirk nicht nur beobachtet sondern miterlebt. Daraus folgen neue Herausforderungen für unsere Kirche in Wien und für jede einzelne Gemeinde. Ein Blick auf die Fragen wie: "Was ist die eigentliche Aufgabe der Kirche? Welchem Auftrag muss sie folgen?" ist nötig.

Anlässlich seines 25-jährigen Priesterjubiläums hat Pfarrer Martin einen Brief an Ehepaare geschrieben, um ihnen seine Beobachtungen, aber auch seine Empfehlungen mitzuteilen.


Liebe Ehepaare!

Vor 25 Jahren wurde ich zum Priester geweiht. Seither darf ich Hochzeiten „halten“, also im Namen der Kirche Ihnen, den Ehepaaren, assistieren, wenn Sie sich das JA-Wort geben. Es ist mir ein dringendes Bedürfnis, Ihnen zu schreiben und zu erzählen, was mich nach all den Jahren bewegt.

Wenn Sie mich fragen, was für mich als Priester das Schönste ist, dann kann ich schnell antworten: „Das Glück der Liebenden zu erleben“ und die Antwort auf das „am schlimmsten Erlebte“ lautet: das zerbrochene Glück der Liebenden. Das ist der Grund, warum ich seit vielen Monaten das Morgengebet mit der Fürbitte für die Liebenden beginne.

Cristo redemptor

Jemanden segnen bedeutet übersetzt: „Jemandem etwas Gutes sagen/wünschen.“ Als Christen glauben wir daran, dass ein Segen auch etwas Gutes bewirkt.

Mit guten Wünschen oder gesegneten Gegenständen soll die Nähe zu Gott bewusst werden. Aus diesem Wissen heraus können wir selber umsichtiger, aufmerksamer werden: auf unsere Mitmenschen, oder in Situationen, die nicht einfach sind. Eine Reise zum Beispiel ist immer ein Wagnis, beinhaltet immer ein Risiko. Darum lassen wir uns vor der Reise segnen.

Wenn wir eine neue Wohnung beziehen, bitten wir um den Segen des Priesters. Das Gebet am Anfang einer neuen Lebenssituation soll den neuen Wohnraum erfüllen. Im Gebet des Psalm 127 heißt es:

„Wenn nicht Gott das Haus baut, baut jeder umsonst. Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn Gott gibt es den Seinen im Schlaf.“

Die Möglichkeit, Personen oder Gegenstände zu segnen, ist nahezu grenzenlos – und es ist wohl eines der schönsten Zeichen christlicher Nächstenliebe, wenn wir jemandem etwas Gutes wünschen.

Sehr gerne stehen Ihnen unsere Seelsorger zur Verfügung.

Schon zu Großmutters Zeiten – so erzählte sie uns Enkelkindern – wurde im Gasthaus unserer Gemeinde bei jedem Tanz gerauft. Die Burschen des Nachbarortes kamen und machten die Mädchen an. In meiner Jugend war es nicht anders. Mittlerweile war aus dem Gasthaus eine Disco entstanden, wo wir jeden Samstag hingingen. Als wir bei einem Sonntag-Mittagessen von der Rauferei des Vortags berichteten, da sagte der Vater nur: „Da will ich euch nicht dabei sehen!“ Das war eine klare Ansage, wenngleich wir natürlich überzeugt waren, eingreifen zu müssen.

Am 4. September 2016 wurde Mutter Teresa heiliggesprochen.

Je mehr man sich mit der Lebensgeschichte dieses außergewöhnlichen Menschen auseinandersetzt, umso klarer wird die Einsicht, dass sie gerade in unserer Zeit ein starkes Vorbild für die Verkündigung der frohen Botschaft ist. Radikal hatte sie sich ihr Leben lang dem Armen zugewendet. Sie hat uns damit auch gezeigt, dass es keine Ausreden gibt, warum man seinem Nächsten nicht helfen sollte – egal, um wen es sich gerade handelt. Mit ihrer selbstlosen Hingabe tat sie es Jesus gleich, der auch bis zuletzt alles für die Erlösung der Menschheit gegeben hat.

Ein Dekret der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 3. Juni 2016 bestimmen, dass die liturgische Feier der heiligen Maria Magdalena künftig als Fest im Kalender aufgeführt wird. Doch was bedeutet das konkret?