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Auf Grund der Bombenangriffe zwischen 1944 und 1945 gelobte Kardinal Theodor Innitzer in einer Predigt in Reindorf: „Wenn wir überleben, werden wir in diesem Pfarrbereich eine Kirche bauen!“ Nach einem Bombenangriff am 21. Februar 1945 wurden die Häuser in der Winckelmannstraße völlig zerstört. Die Ruine des Hauses Nummer 34 erwarb die Erzdiözese Wien, um das Versprechen des Kardinals einzulösen. Die fehlende Finanzierungsmöglichkeit verhinderte jedoch die Umsetzung der Pläne für die nächsten zwei Jahre.

Der Aufbau in Zahlen

1947 begann der damalige Kaplan Georg Springer, später der „Schuttkaplan“ genannt, gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern in über 16.000 Arbeitsstunden den Schutt wegzuräumen. Hier einige Zahlen dazu (aus dem Tagebuch von Kaplan Georg Springer, zitiert nach der Pfarrgeschichte der Pfarre Schönbrunn-Vorpark): 

  • geleistete Arbeitsstunden der freiwilligen Helferinnen und Helfer: Männer und Burschen 7.898 Stunden, Frauen und Mädchen 8.328 Stunden, zusammen 16.226 Stunden!
  • gewonnenes Material: 150.000 Ziegel (handgeputzt), 200 m³ Sand, 20 Dippelbäume
  • Nutzwert: 108.000 Schilling

Die Wunder von Schönbrunn-Vorpark?

Während dieser Aufräumarbeiten passierten einige schwere Unfälle: Ein mit Schutt beladenes Auto fiel auf eine freiwillige Helferin. Ein Deckengewölbe riss eine andere Helferin in die Tiefe und ein Arbeiter wurde unter einem Tonnengewölbe verschüttet. Aber wie durch ein Wunder blieben alle drei unverletzt. Beim Versuch, eine Frau vor einer stürzenden Mauer zu retten, fiel der Schuttkaplan auf die Schneide einer Schuttschaufel und durchtrennte sich das Knie. Doch auch er konnte schon nach 10 Tagen ohne bleibende Schäden wieder gehen.

Die Schuttkirche entsteht

Ab März 1949 konnte Kaplan Springer gemeinsam mit einer Baufirma aus den Altmaterialien seine „Schuttkirche“ errichten. Sie wurde am 10. Juli 1949 dem „Unbefleckten Herzen Marias“ geweiht. Von der Gemeinde Wien wurde für die Notkirche eine Benützungsbewilligung für 10 Jahre erteilt. Obwohl nach Ablauf der Frist jederzeit mit einem Abbruchauftrag gerechnet werden musste, zogen sich die Planung und die Finanzierung für den Neubau – die zweite Kirche – weitere Jahre hinaus. So standen der Pfarrgemeinde das provisorische Kirchengebäude und die eingemieteten Pfarrräumlichkeiten des Hauses Nr. 32 bis August 1969 zur Verfügung.