20. Juni 2019

„Ein himmlischer Tag“, so könnte man den 20. Juni 2019 im Nachhinein beschreiben. Es war der Tag, an dem wir Fronleichnam und im Anschluss das Fest im Park feierten. Mit den üblichen Sonn- und Feiertagen hatte dieser besondere Tag nur gemeinsam, dass wir uns um 9:30 Uhr in der Kirche trafen.

Doch dann war alles anders als sonst: Mit dem Allerheiligsten in der Monstranz zogen wir um den Häuserblock, ganz vorne beim Kreuz die Erstkommunionkinder, dahinter die Familien mit vielen blumenstreuenden Kindern, Posaune und SängerInnen, 16 MinistrantInnen, der Priester und Jesus im Brot mitten unter uns, begleitet vom Volk.

Unsere Prozession führte uns in die Jugendsportanlage des Auer-Welsbach-Parks, wo wir miteinander Messe feierten, musikalisch gestaltet von einer wunderbaren Band. Der Priester Dr. Christoph Benke wies in seiner Predigt darauf hin, dass jeder Mensch ein Gotteshaus, eine Monstranz ist und dass wir deshalb auch jedem Menschen mit großer Achtung und Wertschätzung begegnen sollen, vor allem den Notleidenden. Ist das menschliche Gotteshaus nicht viel mehr wert als jede Kirche aus Stein?

Seelisch gestärkt durch diese Worte und die Eucharistiefeier, durften wir nach dem Gottesdienst auch unsere Leiber stärken. Viele fleißige HelferInnen hatten Kuchen für das Pfarrcafé gebracht und halfen jetzt am Buffet beim Verkauf. Wer schon richtig hungrig war, konnte sich bald darauf Gegrilltes und Salat schmecken lassen, während die Kinder noch dabei waren, bei den vom Sommerlager-Team liebevoll vorbereiteten Sportwettbewerben Punkte zu sammeln. Das Team bot auch ein Schätzspiel an, wo für jene, die am besten schätzen konnten, tolle Preise winkten.

Besonders schön war es, dass eine große Gruppe von 60 Personen aus unserer Schwesterngemeinde Neufünfhaus nach ihrer Fronleichnamsprozession zu uns dazu stieß. Sie hatten extra eine Sonderstraßenbahn angemietet, die sie von Neufünfhaus direkt zur Winckelmannstraße brachte. Etwas später kam auch noch Pfarrer Martin aus Rudolfsheim mit einigen indischen Familien. Sie alle wurden von unsern engagierten GrillmeisterInnen und Buffet-HelferInnen mit einem köstlichen Mittagessen versorgt. Es wurden noch schnell Bänke organisiert und Getränke eingekauft, damit sich alle rundum wohl fühlten.

Am Nachmittag gab es einen 2. Durchgang der Sportwettbewerbe und abermals Kaffee und Kuchen. Bei herrlichem Wetter genossen die Anwesenden die Schatten der Bäume, die guten Gespräche und die angenehme Atmosphäre. Den Abschluss bildete wie jedes Jahr die legendäre SiegerInnen-Ehrung aller Wettbewerbs-TeilnehmerInnen. Kein Kind ging ohne Urkunde und Preis nach Hause.

Während das Fest zu Ende ging feierten wir in der Kirche noch eine kleine eucharistische Andacht, nachdem das Allerheiligste ganzen Nachmittag ausgesetzt und von stillen BeterInnen besucht worden war. Somit war dieser Tag auch ein schönes Zeichen dafür, dass Aktion und Kontemplation zusammengehören, dass es die Aktiven braucht und die Betenden. Wie ich schon eingangs schrieb: Ein wirklich himmlischer Tag, der uns da geschenkt wurde und den wir einander durch unser Sein und Tun geschenkt haben!

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