(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. ein Tischtuch, eine (kleine Oster-) Kerze auf einem feuersicheren Untergrund, Blumen oder Ihren Osterstrauch, die Bibel)

Die Texte der Lesungen finden Sie hier.

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Einleitung und Eröffnung

Manche von uns feiern und beten - nach wie vor oder diesmal - in ihren Wohnungen.
Ob wir allein dort sitzen, mit WG-KollegInnen oder als Paar oder Familie, wir sind verbunden mit so vielen:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun,
  • mit jenen, die sich in der Kirche treffen,
  • mit den vielen, vielen Christinnen und Christen,
    die die Osterzeit feiern und daraus Hoffnung und Freude gewinnen,
  • mit allen, die schon die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind,
  • und vor allem sind wir verbunden mit Jesus Christus, der auferstanden und bei uns ist.

So dürfen wir in Seinem Namen beginnen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Ein ganz fester Grund unserer Hoffnung als ChristInnen ist, dass Jesus auferstanden ist.
An Ihm wird die unfassbare Liebe und das Leben deutlich, das Gott schenkt: Es ist stärker als der Tod.
Selbst die Apostel konnten es erst Stück für Stück erfassen - auch wir können vielleicht Jahr für Jahr besser verstehen, welche Auswirkungen das für unser Leben, unser inneres Gleichgewicht
und unsere Entscheidungen hat. 

Tauchen wir in mit dem Lied "Eines Tages kam einer" immer mehr in das Geheimnis ein, wer Jesus schon in seinem Leben für uns war, und wer er Kraft seiner Auferstehung für uns ist.

Tagesgebet
Allmächtiger Gott, lass die Osterfreude in uns fortdauern,
denn du hast deiner Kirche neue Lebenskraft geschenkt
und die Würde unserer Gotteskindschaft in neuem Glanz erstrahlen lassen.
Gib, dass wir den Tag der Auferstehung voll Zuversicht erwarten als einen Tag des Jubels und des Dankes.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Lesung aus dem ersten Johannesbrief (1 Joh 2, 1–5a)

Halleluja

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 24, 35–48)

Predigtgedanke

Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen in dieser besonderen Zeit?
Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht helfen auch diese Gedanken:
Es ist vielleicht eine heilsame Erzählung: Die zwei Jünger aus Emmaus, die dort Jesus beim Brotbrechen erkannt hatten, sind noch in der Nacht zu den elf Aposteln zurückgelaufen, um die große Freude weiter zu geben. Als dann Jesus dort wieder erscheint, haben sie es wieder mit der Angst zu tun, und sie haben ihre Zweifel. 
Vielleicht ist es bei uns ähnlich. Manchmal erfahren wir ganz stark, dass Jesus bei uns ist, und dann kommen doch wieder Angst und Zweifel. - und hoffentlich wieder die Erfahrung: Er ist da.
Und vielleicht wird manches ein Stück mehr begreiflich.
Wo durfte ich schon die Erfahrung machen, dass Jesus da ist? Wo wurde es mir etwas begreiflicher, wie Jesus wirkt?
Und wo hatte ich Zweifel und Angst? War manchmal das eine und das andere sogar nahe beisammen?
Und wo konnte ich sogar schon Zeugnis davon geben, dass mit Jesus Vergebung und neues Leben möglich wird?

Fürbittgebet

Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für die anderen. Da bedarf es nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor worum wir bitten wollen. Sie können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es einfach die Namen von denen laut auszusprechen oder auf einen Zettel zu schreiben, die man Gott ans Herz legen will. Heute können wir im Nachsinnen über die Bibelstellen auch besonders für jene Menschen bitten, die Vergebung suchen oder brauchen. Aber auch andere Anliegen, die uns am Herzen liegen. Formulieren Sie einfach laut oder im Stillen für sich.

Freies Gebet und Stille

Vater Unser

Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Freundinnen und Freunden auch getan hat: Vater unser im Himmel …

Friedensgruß

Als Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern erschienen ist, hat er gesagt: "Der Friede sei mit euch." Diesen Frieden und tiefe Versöhnung schenkt er heute auch uns. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es in Gedanken allen, mit denen wir uns verbunden fühlen oder mit denen Versöhnung noch aussteht.

Segen

Sie können Ihre Feier zum Beispiel mit einem Gebet von Ilse Paul und einem Segenswunsch beenden:

Du lässt Dich
nicht festhalten:
Einmal bist Du
im Brot,
im Wein,
im Wort,
in den Menschen.

Du lässt Dich
nicht festlegen,
weil Du überall bist,
weil Du alles bist,
weil Du gesucht werden willst,
weil Du Dich finden lässt,
weil Du uns begegnest
im Feuer,
im Windhauch,
im Engel,
im Bruder,
in der Schwester.

Lass uns aber immer wieder deine Nähe spüren und vermitteln
und segne uns du Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Schlusslied

Lassen Sie SEINE Nähe und die Kunde von seiner Auferstehung noch in einem der folgenden Lieder weiter klingen: