(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. ein Tischtuch, eine (kleine Oster-) Kerze auf einem feuersicheren Untergrund, Blumen oder Ihren Osterstrauch, die Bibel)

Die Texte der Lesungen finden Sie hier.

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Einleitung und Eröffnung

Manche von uns feiern und beten auch heute in ihren Wohnungen.
Und vielleicht wird sogar zunehmend deutlich, dass wir dabei verbunden sind:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun,
  • mit jenen, die sich in der Kirche treffen,
  • heute besonders mit Menschen, die zweifeln und hinterfragen,
    und denen auf einmal tiefe, berührende Begegnungen mit Jesus geschenkt werden,
  • mit den vielen, vielen Christinnen und Christen,
    die Ostern feiern und daraus Hoffnung und Freude gewinnen,
  • mit allen, die schon die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind,
  • und vor allem sind wir verbunden mit Jesus Christus, der auferstanden und bei uns ist.

So dürfen wir in Seinem Namen beginnen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Ein ganz fester Grund unserer Hoffnung als ChristInnen ist, dass Jesus auferstanden ist.
An Ihm wird die unfassbare Liebe und das Leben deutlich, das Gott schenkt: Es ist stärker als der Tod.
„Die Mitte der Nacht ist der Beginn eines neuen Tages“ heißt es in einem alten christlichen Hymnus.
Ob nun als Erinnerung an Gottes Liebe in einer Zeit, die für uns dunkel ist, oder aus beseelter Osterfreude lassen wir uns mit folgendem Loblied auf diese Feier einstimmen.

Loblied: Gloria, Ehre sei Gott (GL 169)

Tagesgebet

Gott, du Sehnsucht des menschlichen Herzens,
du hast deinen Sohn vom Tod zum Leben erweckt
und uns in der Taufe zu neuer Hoffnung geboren.
Stärke unseren Glauben und lass uns seine weltverändernde Kraft verspüren.
Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn. Amen

1. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 4, 32-35)

Halleluja. (GL 175)

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 20, 19-31)

Predigtgedanke

Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen in dieser besonderen Zeit?
Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht helfen auch diese Gedanken:
Wo habe ich meine Zweifeln und Anfragen? Merke ich in irgendeiner Weise, dass Gott sie hört?
Wo durfte ich Jesus schon förmlich „berühren“? Wie war/ ist meine Lebensantwort darauf?
Wo kann ich aus dieser Ostererfahrung dazu beitragen, dass unsere Gemeinde ein Stück mehr
„ein Herz und eine Seele wird“, und hier Menschen immer weniger Not leiden müssen?

Fürbittgebet

Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für die anderen. Da bedarf es nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor worum wir bitten wollen. Sie können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es einfach die Namen von denen laut auszusprechen oder auf einen Zettel zu schreiben, die man Gott ans Herz legen will. Oder Sie formulieren einfach laut oder im Stillen für sich.

Freies Gebet und Stille

Vater Unser

Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Freundinnen und Freunden auch getan hat: Vater unser im Himmel …

Friedensgruß

Der Gott der Liebe ist in seinem Sohn in unserer Mitte. Wir sind um den Auferstandenen  versammelt und dürfen als seine Gemeinschaft Liebe und Frieden einander zusprechen. Jesus Christus ist unser Friede und unsere Versöhnung. Sein Geist stiftet Frieden unter uns Menschen. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es in Gedanken allen, mit denen wir uns verbunden fühlen oder mit denen Versöhnung noch aussteht.

Segen

Als Abschluss Ihrer Feier können Sie zum Beispiel das folgende – minimal veränderte – Gebet von Manfred Wussow sprechen:

Du, Gott, hast uns deine Liebe sehen und spüren lassen.
Wir danken dir, dass du auch unsere Zweifel, Bedenken und Fragen annimmst.
Was uns umtreibt und Sorgen bereitet, legen wir in deine Hände:
die Unsicherheiten mit Corona,
die Angst um Klimaveränderungen,
die Zerrissenheit zwischen Menschen und Völkern.
Wir empfehlen dir auch die Menschen in unseren Familien, Siedlungen und Arbeitsstätten.
Hilf uns, Wunden zu sehen und zu verbinden,
Hoffnungen aufzurichten
Glauben zu finden und zu stärken
und Vertrauen zu teilen
in Jesus Christus, der seine Hände segnend über uns hält, und aus dessen Seite Heilung entspringt.
Dieser heilsame Segen unseres Herrn und Gottes begleite uns,
es segne uns Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen.

Schlusslied

Eines der folgenden Lieder schenke uns noch etwas Osterfreude an diesem zweiten Sonntag in der Osterzeit: