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(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. ein Tischtuch, eine (kleine Oster-) Kerze auf einem feuersicheren Untergrund, Blumen, die Bibel)

Die Texte der Lesungen finden Sie hier.

Einleitung und Eröffnung

Manche von uns feiern auch heute in ihren Wohnungen. Wenn es dabei gelingt, dass wir - wie es im Evangelium von heute heißt - dass  wir in Gott bleiben, und er in uns, so sind wir durch diese Gemeinschaft mit ihm auch von zu Hause aus verbunden mit so vielen:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun,
  • mit jenen, die sich in der Kirche treffen,
  • mit den vielen, vielen Christinnen und Christen,
    die heute diesen Sonntag feiern und Gottes Liebe empfangen und weiter geben,
  • und mit allen, die schon die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind.

So dürfen wir in Seinem Namen beginnen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Stellen wir uns nun wirklich in die Gemeinschaft mit Gott und lassen wir uns in die Feier des Sonntags hineinnehmen mit dem Lied: Deine Liebe tröstet mich.

Besinnung

Damit wir vom Alltag durchschnaufen und mit freiem Herzen feiern können, halten wir Gott hin, was uns beschäftigt:
Was hat mich heute gefreut? Was hat mich traurig gestimmt oder mir Sorge bereitet?
Was hat mich geärgert? Was bereue ich, weil ich unachtsam oder lieblos war?
Wo konnte ich Gottes Liebe besonders spüren? Wo ist es mir gelungen, Liebe zu schenken?

[Stille, in der ich meine Gedanken ordnen und diese Woche in Gottes liebende Hände legen kann.]

Der Herr erbarme sich unser, er nehme von uns, was uns niederdrückt, was uns von Ihm und von seiner Liebe trennt, er lasse unsere Schuld nach, und führe uns einst zum ewigen Leben.

Tagesgebet

Vater in Himmel,
dein Sohn Jesus Christus, hat uns dein Wort der Wahrheit geschenkt.
Öffne unsere Ohren – ja, alle Sinne -,
dass wir dein Wort in uns aufnehmen können,
dass es uns trägt, für unser Heute und für die kommende Woche.
Mache es zum tragenden Pfeiler für unser Leben. - Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 7, 55–60)

Halleluja

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 17, 20-26)

Predigtgedanke

Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen in dieser besonderen Zeit?
Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Die heutige Evangeliumsstelle ist besonders berührend. Jesus betet "nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben." - also für uns ChristInnen.
Und er tut dies in Todesnähe. In welchen schweren Situationen hilft mir die Verbundenheit mit Gott, und wie?

Vielleicht helfen auch diese drei kurzen Fragen:

  • Wo durfte ich schon etwas von der Liebe erfahren, die Gott uns schenkt, und die einen Quantensprung über jeder anderen Firm der Liebe liegt?
  • In welchen Bereichen und in welcher Weise trägt sie mein Leben und beeinflusst sie meinen Alltag?
  • Wie beeinflusst sie meine Entscheidungen so, dass sie (manchmal) anders sind, als es die rein innerweltliche Logik wäre?

Fürbittgebet

Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für die anderen. Da bedarf es nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor worum wir bitten wollen. Sie können Fürbitten aussprechen oder still im Gedanken formulieren. Manchmal reicht es einfach bestimmte Namen laut auszusprechen oder auf einen Zettel zu schreiben. Jesus hat im heutigen Evangelium in direkter Todesnähe für uns ChristInnen gebetet. Wen möchten Sie - fast wie ein Vermächtnis - Gott besonders "ans Herz legen"? ...  bitten Sie einfach laut oder im Stillen für sich.

Freies Gebet und Stille

Vater Unser

Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Freundinnen und Freunden auch getan hat: Vater unser im Himmel …

Friedensgruß

Als Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern erschienen ist, hat er gesagt: "Der Friede sei mit euch." - Von ihm strömt Frieden aus, der uns erfüllen kann, wenn wir in seiner Liebe bleiben. Diesen Frieden und diese tiefe Versöhnung schenkt er heute auch uns. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es in Gedanken allen, mit denen wir uns verbunden fühlen oder mit denen Versöhnung noch aussteht.

Segen

Am Schluss Ihrer Feier können Sie zum Beispiel mit folgendem Gebet von Leon-Joseph Suenens um den Segen Gottes bitten:

Herr, ich brauche deine Augen,
gib mir einen lebendigen Glauben.

Ich brauch dein Herz,
gib mir in allen Situationen Liebe zum Nächsten.

Ich brauche deinen Atem,
gib mir deine Hoffnung
für mich selbst und deine Kirche,

auf dass sie Zeugnis ablege für die Welt,
auf dass man die Christen erkenne
an ihrem strahlenden, heiteren Blick,
an der Wärme ihres Herzens
und an diesem unüberwindlichen Glauben,
der sich aus den heimlichen, unversiegbaren Quellen
ihrer fröhlichen Hoffnung nährt.

Dazu segne uns, du Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Schlusslied - "Ich sing dir mein Lied"

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