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(c) mdb_Stephanie_Gruenberger

(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. ein Tischtuch, Kerze, ein Kreuz, eine Blume, die Bibel. Den Text der Lesungen finden Sie hier.)

Um den Feierablauf hier zu öffnen, drücken Sie auf weiterlesen. 

Einleitung und Eröffnung

Eine besondere Zeit:
An vielen Orten in der Welt "brennt" es, nun auch wieder in Europa.
Und gleichzeitig ist Faschingssonntag, ein Anlass, um Lebensfreude und Spaß besonders zu suchen, gerade auch wieder allem drückendem.
Auch in Österreich stehen Lockerungen der Coronamaßnahmen bevor: bei manchen wird dies Freude, bei manchen Unbehagen oder Angst auslösen.

All diese äußeren Ereignisse werden die wenigsten kalt lassen; ja sollen sie auch nicht. Wohl einer der berühmtesten Sätze des 2. Vatikanischen Konzils ist: "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger [und Jüngerinnen] Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände."
Aber alles noch so bewegende Äußere soll uns nicht gefangen nehmen. 
Dazu ermutigt uns nicht nur der Faschingssonntag, sondern auch das Evangelium von heute: Jesus lenkt unseren Blick auf uns selber, bevor wir auf andere schauen.

Besonders innig kann das vielleicht bei jenen von uns gelingen, die heute in ihren Wohnungen feiern. (Ob Sie aus Sorge oder Vorsicht zu Hause bleiben, wegen Krankheit oder Quarantäne nicht hinaus können, oder einfach (auch noch) zu Hause eine besondere Nähe zu Gott suchen. So fangen wir so, wie wir gerade sind, an.  
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Anfangslied
Wie unser Leben auch gerade ist, bewegt oder eintönig, aufgewühlt oder (trotzdem) in Harmonie, wir können im Energiefeld Gottes einmal durchatmen. Zum Beispiel mit dem Lied: "Berge mich"

Besinnung
Damit wir mit freierem, offenerem und erhobenerem Herzen feiern können, halten wir Gott hin, was uns beschäftigt:
Was habe ich in der letzten Woche erlebt und getan? Wo ist etwas misslungen oder wo hat etwas besser geklappt, als erwartet? Was hat mich dabei gefreut? Wofür bin ich dankbar, oder sogar stolz? Womit habe ich mich geplagt? Was hat mich traurig gestimmt oder mir Sorge bereitet? Was hat mich geärgert? Was tut mir leid?
Wo war ich unachtsam oder lieblos, oder auch vorschnell in meinen (Vor)urteilen?

[Stille, in der ich meine Gedanken ordnen und diese Woche in Gottes liebende Hände legen kann.]

Der Herr erbarme sich unser, er nehme von uns, was uns niederdrückt, was uns von Ihm und von unserer Lebendigkeit trennt, er lasse unsere Schuld nach, und führe uns einst zum ewigen Leben.

Tagesgebet:
Herr Jesus Christus, heute hören wir wieder auf dich.
Wir brauchen deine Worte und auch dein Beispiel.
Denn was du sagtest, hast du mit Leben erfüllt.
Hilf uns unser Leben so zu gestalten,
dass es uns erfüllt und deine Liebe ausstrahlt.
Bilde unser Herz, damit Gutes darin entsteht
und das Böse immer weniger wird. - Amen.

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach (Sir 27, 4-7)

Halleluja

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 6,39-45)

Predigtgedanke:
Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen zurzeit? Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht hilft Ihnen auch eine/r dieser Gedanken und Fragen:
Jesus Sirach rät: Bevor du andere lobst, reflektiere über sie.
Jesus von Nazareth dreht diesen Rat etwas um: Er sagt:
Bevor du andere kritisierst oder belehrst, reflektiere über DICH SELBST.

  • Wenn ich mal anders auf mich schaue (z.B. mit weniger Abwehr, mit Humor, aus einem anderen Blickwinkel) - welche blinden Flecken entdecke ich an mir?
  • Wenn ich mal reflektiere, wovon und wie ich letzter Zeit spreche, was sagt das darüber "wovon mein Herz voll ist?"
    (Ist es viel Grant, Angst, Sorge ... oder Dankbarkeit, Freudvolles und Lebensbejahendes)
  • Welche Schlüsse ziehe ich daraus? Für mich, mein Wachsen und Lernen ... aber auch: was will ich also tun?
  • Was hilft mir, dass ich zu mehr Frieden und Freude finde, damit ich die dann auch auf andere ausstrahlen kann?

FÜRbittgebet
Bei Fürbitten braucht es nicht viel, denn Gott sieht unsere Sehnsüchte und Gedanken - wohl sogar viel früher, als sie uns selbst bewusst sind. Dennoch birgt es eine große Kraft - getragen von der Gemeinschaft der Glaubenden - Gott bewusst und vertrauensvoll zu bitten:
Für konkrete Menschen, mit denen sie verbunden sind, oder die Ihnen anvertraut sind.
Oder auch für Herzensanliegen in der weiten Welt, durch die Sie sich angesprochen fühlen. 
Heute vielleicht besonders für die Gnade, sich gut zu kennen und sich entwickeln zu können, für Lebensfreude - bei uns und bei jenen, die dies besonders brauchen, und für Frieden in der Welt.

- Freies Gebet und Stille

Vater Unser
Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen gut geht und Gott ihre Not wendet oder sie bei ihren Aufgaben stärkt und führt.
Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es seinen Jüngerinnen und Jüngern beigebracht hat: Vater unser im Himmel, ….

Friedensgruß
Jesus ist verlässlich bei uns und schenkt uns den „Frieden Gottes, der alles Verstehen übersteigt,“
und der unsere Herzen und Gedanken mit Ihm und mit unseren Mitmenschen verbunden hält.
Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es gedanklich allen, mit denen wir uns verbunden fühlen; oder jenen, die - plötzlich oder seit langem - auch von Krieg bedroht sind.

Segen
Am Schluss ihrer Feier können Sie angelehnt an den Wunsch von Paulus im Philipperbrief 4,7 um den Segen Gottes für die nächste Woche bitten:

Der Friede Gottes, der alles Begreifen übersteigt, bewahre unsere Herzen und unsere Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus. Es segne und behüte uns liebende Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Mit dem SchlussliedAnker in der Zeit“ können Sie ihre Feier ausklingen lassen.