(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. ein Tischtuch, eine Kerze auf einem feuersicheren Untergrund oder eine Laterne, eine Blume, die Bibel.
In der Nähe vielleicht noch ihr Christbaum oder die Krippe
Sie können sich diesen Ablauf als Feierblatt ausdrucken. Die Texte der Lesungen finden Sie hier.)

Um den Ablauf zu sehen, drücken Sie auf weiterlesen.

Einleitung und Eröffnung

Wir feiern und beten heute in unseren Wohnungen. Und vielleicht wird dadurch diesmal auf ganz andere Weise deutlich, dass wir verbunden sind:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun,
  • mit den Menschen ringsum, deren Freude und Hoffnung, Trauer, Sorge und Angst
    auch unsere Freude und Hoffnung, Trauer, Sorge und Angst ist,
  • mit den vielen-vielen Christinnen und Christen, die den Jahreswechsel teils in Kirchen, teils zu Hause begehen,
  • mit allen, die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind, wo es wohl keine Zeit mehr gibt.

Übergänge haben immer etwas Magisches. Hermann Hesse schreibt das berühmte hoffnungsvolle Wort: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“
So beginnen wir die Feier dieses Jahreswechsels im Namen dessen, der sowohl den Anfang als auch den Zauber schenkt:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Unsere christliche Überzeugung ist, dass Gott in jeder Lebenslage bei uns ist. Auch an der Schwelle dieses - für viele herausfordernden - Jahres 2021 und des neuen Jahres 2022.

In seine Hände können wir all das legen, was heuer geschehen ist; was uns auf die Nerven geht, belastet, mit Trauer oder Wut erfüllt, aber auch all unsere Freude und Dankbarkeit.

Übergangsritual
Schreiben Sie auf einen Zettel, was Sie Gott am Ende dieses Jahres sagen möchten. Freude und Dank, aber auch alles, das dieses Jahr unerfreuliches mit sich gebracht hat, das zwar Teil unseres Lebens bleibt, aber das wir vielleicht lieber in Gottes Händen als auf unseren Schultern wissen wollen. Sie können diesen Zettel in einem feuerfesten Topf verbrennen oder in einem Kuvert verschließen, und das nächste mal mit in die Kirche nehmen.

Sie können diesen „Jahresabschluss“ mit folgendem Lied abrunden:   „Meine Zeit steht in deinen Händen

Tagesgebet:
Gott, heuer ist unsere Welt etwas aus den Fugen geraten.
So vieles, was für uns ganz selbstverständlich war, ist auf einmal in Frage gestellt.
Wir spüren deutlicher als sonst, was es bedeutet, nicht allein zu sein,
jemanden zu haben, der uns nahe ist – und sei’s nur in Gedanken. Und in Gebeten.

So bitten wir dich, Gott, gib uns Halt, wenn dieses Jahr zu Ende geht.
Lass uns mutig nach vorn schauen und mit Zuversicht das neue Jahr beginnen.
Darum bitten wir durch Jesus, deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn.

1. Lesung aus dem Buch Numeri (Num 6, 22-27)

Halleluja

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 2, 16-21)

Predigtgedanke:

Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen in dieser besonderen Zeit?
Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht helfen auch diese Gedanken:
In der Lesung geht es um Neuanfang. Das Schlüsselwort dabei Segen.

Wofür bitte ich am Anfang des neuen Jahres besonders um Segen? Wo erfahre ich ihn?
Wo kann ich dazu beitragen, dass dieser Segen bei Menschen in meinem Umfeld ankommt?

Dazu auch ein Predigtimpuls unseres Diakons Arpad Paksanszki aus dem Vorjahr.

 

FÜRbittgebet
Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für andere, ja letztlich für die ganze Welt.. Da bedarf es nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor worum wir bitten wollen. Sie können Fürbitten aussprechen: manchmal reicht es einfach die Namen von denen laut zu nennen oder eine Kerze für die anzuzünden, die Sie Gott besonders ans Herz legen möchten.
Oder Sie formulieren einfach laut oder im Stillen für sich.

Freies Gebet und Stille

Vater Unser
Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Jüngerinnen und Jüngern auch getan hat: Vater unser im Himmel, ….

Friedensgruß
Der Gott der Liebe ist in seinem Sohn in unserer Mitte. Von ihm strömt „Shalom“ – Frieden und gesegnetes Leben – aus. Das kann gerade bei diesem Jahreswechsel unsere Hoffnung sein. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es gedanklich allen, mit denen wir uns verbunden fühlen.

Segen
Als Abschluss können Sie zum Beispiel den „Aaronsegen“ aus der heutigen Lesung sprechen.

Der HERR segne uns und behüte uns.
Der HERR lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.
Der HERR wende uns sein Angesicht zu und schenke uns Frieden.

Schlusslied:  Von guten Mächten treu und still umgeben

 

 

 

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