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Schon zu Großmutters Zeiten – so erzählte sie uns Enkelkindern – wurde im Gasthaus unserer Gemeinde bei jedem Tanz gerauft. Die Burschen des Nachbarortes kamen und machten die Mädchen an. In meiner Jugend war es nicht anders. Mittlerweile war aus dem Gasthaus eine Disco entstanden, wo wir jeden Samstag hingingen. Als wir bei einem Sonntag Mittagessen von der Rauferei des Vortages berichteten, da sagte der Vater nur: „Da will ich euch nicht dabei sehen!“ Das war eine klare Ansage, wenngleich wir natürlich überzeugt waren, eingreifen zu müssen.

Heutzutage findet die Anmache im Internet statt. Eine Überschrift, ein Video, und schon meinen Gerechtigkeitsfanatiker einschreiten zu müssen. Es sind nicht mehr die Fäuste, die fliegen, sondern die abwertenden, stupiden Beleidigungen, die in die Tasten geschlagen werden. Die Hasspostings. Sie vermehren das Gift, welches in unser aller Köpfe dringt.

Damit dieses Negative sich nicht ausbreitet, wird es notwendig sein, auf die Stimme des Vaters zu hören: „Da will ich euch nicht dabei sehen.“

Martin Rupprecht
Pfarrer und Dechant im 15. Bezirk in Wien

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