• stantonheader.jpg
  • schoenbrunninnen.jpg
  • rudolfsheimbanner.jpg
  • schoenbrunnvorparkaussen.jpg
  • neu5hausbanner.JPG
  • Hauptbanner.jpg
  • rudolfsheim.jpg

Als katholischer Priester kenne ich das Denken, das Gehabe, die Verhaltensweisen von Klerikern zur Genüge. Ausgelöst durch ihre tiefe Schuld des Missbrauchs von Kindern, Frauen und Schutzbefohlenen, sowie deren Vertuschung, hat die Kirche aber nun mit Papst Franziskus zu einer neuen Art des Miteinanders und Füreinanders gefunden. Der von Papst Franziskus einberufene Gipfel über Missbrauch und Kinderschutz hat sich professionell und selbstkritisch dem Thema gewidmet. Dabei waren alle gemeinsamen Sitzungen live zu verfolgen.

Auch das eine neue transparente, ehrliche Art des ebenbürtigen Umgangs. Opfer, die vor dem Papst und seinen Kardinälen diese kritisieren, hinterfragen, Forderungen an die Kirche stellen - ein wirkliches Novum. Die Aura der Unantastbarkeit, der Unnahbarkeit ist vorbei und dahinter kann und will die Kirche auch nicht mehr zurück.

Vor Ort spüren wir diesen neuen Stil, dieses Anrecht auf Transparenz und Gleichheit. Als ich vor 20 Jahren meinen Heimatbischof in Deutschland besuchen wollte, da teilte mir sein Büro mit, dass es für einen gewöhnlichen Priester nicht üblich sei, den Bischof zu besuchen. Was für ein Zusammenbruch einer Fürstbischöflichen Zeit! Gott sei Dank! Auch für die Kirche gilt: Die Monarchie ist vorbei.

Ich bin zuversichtlich. Mit der Aufarbeitung der Vergangenheit können wir uns wieder unserem „Kerngeschäft“ zuwenden, wenn es mir erlaubt sei, so salopp zu formulieren. Auch Kirchenkritiker*innen müssen eingestehen, dass in den Pfarren unseres Landes ein hohes und höchstes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit geschieht. Dass, von christlichem Anspruch angetrieben, Tausende Menschen Heilendes tun und empfangen. 

Es bleibt die Aufgabe, die schweren Sünden und deren Folgen zu tragen. Die Sätze von Franziskus: „Opfer haben in jeder Hinsicht Vorrang“ und „Wir wollen, dass die Kirche für Kinder absolut sicher ist" sind keine Worthülsen, sondern echtes Bekenntnis. Davon bin ich überzeugt, und daher habe ich einen Brief an meine Pfarrgemeinde geschrieben.

In dankbarer Verbundenheit
Ihr Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren