(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. ein Tischtuch, Kerze, ein Kreuz, eine Blume, die Bibel. Den Text der Lesungen finden Sie hier.)

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Einleitung und Eröffnung
Auch heute feiern und beten wir in unseren Wohnungen.
Und mit den unsichtbaren Fäden des Gebets sind wir verbunden:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun,
  • mit den Menschen ringsum, mit denen wir Hoffnungen und Sorgen teilen.
  • mit den vielen-vielen Christinnen und Christen weltweit,
  • und mit allen, die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind
    und dort - so hoffen wir - an Seinem Hochzeitsmahl teilhaben.

Jesus, der bei der Hochzeit von Kana Wasser in Wein gewandelt hat und für überfließende Freude gesorgt hat, kann auch uns wandeln und uns Freude schenken. So beginnen wir in seinem Namen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Besinnung
Damit wir mit freierem, offenerem und erhobenerem Herzen feiern können, halten wir Gott hin, was uns beschäftigt: Was habe ich in der letzten Woche erlebt und getan? Was hat mich dabei gefreut? Wofür bin ich dankbar, oder sogar stolz? Womit habe ich mich geplagt? Was hat mich traurig gestimmt oder mir Sorge bereitet? Was hat mich geärgert? Was tut mir leid?
Wo war ich unachtsam oder lieblos?

[Stille, in der ich meine Gedanken ordnen und diese Woche in Gottes liebende Hände legen kann.]

Der Herr erbarme sich unser, er nehme von uns, was uns niederdrückt, was uns von Ihm und von unserer Lebendigkeit trennt, er lasse unsere Schuld nach, und führe uns einst zum ewigen Leben.

Loblied
Wenn Sie gern singen, können Sie in ein Loblied einstimmen, zum Beispiel:
Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.

Tagesgebet:
Guter Gott,
bei Hochzeit zu Kana hat dein Sohn Wasser zu Wein gewandelt:
für viele ein Rätsel, für andere ein Wunder.
Bewahre auch uns heute das Staunen über dein Wirken in dieser Welt.
Lass uns offen sein für die Zeichen deiner Gegenwart,
die wir so oft übersehen.
So, wie die Gottesmutter den Menschen riet, auf Jesus zu hören,
lass auch uns heute hellhörig sein für dein Wort.
So bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der mit dir lebt und wirkt in Ewigkeit.

Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 62, 1-5)

und/oder

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (1Kor 12, 4-11)

Halleluja

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 2, 1-11)

Predigtgedanke:
Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen in dieser besonderen Zeit?
Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht hilft Ihnen auch eine dieser Fragen:

Wein war in der Antike auch ein Symbol für das Göttliche.
Der Ausspruch: "Sie haben keinen Wein mehr" kann auch gedeutet werden als "Sie sind gottlos geworden."
In welchen Lebensbereichen brauche ich "neuen Wein", wo soll Gott mehr ins Spiel kommen?
In welchen Bereichen freue ich mich über eine lebendige Beziehung mit Gott und was bewirkt sie?

Welche Fähigkeit hat Gott mir geschenkt, die ich zum Wohl und zur Freude meines Umfeldes einsetzen kann?

Wo kann ich in diesen Erfahrungen oder in meinem Tun erleben, dass Gott sich über mich freut, wie ein Bräutigam über seine Braut?

FÜRbittgebet
Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für andere, ja letztlich für die ganze Welt.
Vielleicht gibt es konkrete Menschen aus ihrem Umfeld, für die Sie heute bitten möchten.
Oder auch Herzensanliegen in der weiten Welt, durch die Sie sich angesprochen fühlen.
Wer braucht heute besonders neue Lebenskraft und Freude?

-  Freies Gebet und Stille

Vater Unser
Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Jüngerinnen und Jüngern auch getan hat: Vater unser im Himmel, ….

Friedensgruß
Jesus ermöglicht neue Nähe und Beziehung mit Gott.
Von Ihm strömt Frieden auch in unruhigen Zeit aus. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es gedanklich allen, mit denen wir uns verbunden fühlen.

Segen
Als Abschluss Ihrer Feier können Sie ausgehend von einem Gebet von Bernhard Lang folgende Segensbitte sprechen.

Gib uns die Kraft zurück,
die wir aufgebraucht haben.
Gib uns die Freude am Leben zurück.
Wir sind so leer.
Lass uns Atem schöpfen, Gott,
von deinem Atem.

Gib uns wieder das rechte Wort,
das wir verloren haben,
Gib uns wieder ein Ziel.
Wir sind so leer.
Lass uns Atem schöpfen, Gott,
von deinem Atem.

Dazu segne uns, Du, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Schlusslied
In Freude über Gott, der auch unser Leben wandeln und neu erfüllen kann, können Sie mit „Wasser wird Wein, Blinde sehen“ schließen.

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