Wir haben in den letzten 2 Wochen schon einiges zum Thema Dankbarkeit gelesen. Na, wie geht es Ihnen mit dem Einüben? Ich freue mich, wenn Sie mir im persönlichen Gespräch davon erzählen, welche Erfahrungen Sie auf dem Übungsweg machen!

In meinem heutigen Impuls geht es darum, wie Dankbarkeit unsere Beziehungen bereichert. Geht es Ihnen auch so: Gerade bei den Menschen, die uns am nächsten stehen, sehen wir oft vielmehr das, was sie in unseren Augen nicht gut genug machen als das, was sie alles schaffen! Im fordernden Alltag, wo alles durchorganisiert ist, regen wir uns auf, wenn der Partner einen Termin vergisst, das Kind nicht wie vereinbart anruft oder die Heimhilfe zu spät kommt.

Wir dürfen das natürlich kritisieren, können uns aber zugleich fragen: Habe ich bisher „Danke“ gesagt, wenn die Heimhilfe sich extra beeilt hat, um pünktlich zu mir zu kommen? Habe ich meinem Partner dafür gedankt, dass er so vieles erledigt, an das ich gar nicht denken würde? Bin ich meinen Kindern dankbar, dass ich mich im Normalfall auf sie verlassen kann?

Es gibt das Prinzip 5:1, das heißt, für die Kritik an einer Person finde ich 5 Dinge, die ich an ihr schätze, für die ich ihr dankbar bin. Wer freut sich nicht über ein ausgesprochenes „Danke!“ anstatt ständig kritisiert zu werden!?

Mein Mann und ich pflegen seit Jahren folgendes Ritual: Wir benennen vor dem Einschlafen die Dinge, für die wir der/dem Anderen an diesem Tag dankbar sind. So schlafen wir mit guten Gedanken und dem Wissen um die gegenseitige Wertschätzung ein.

Egal in welcher Lebenssituation Sie stehen – ob Sie alleine leben oder in Gemeinschaft – versuchen Sie die Dankbarkeit gegenüber Ihren Mitmenschen einzuüben! Sie werden sehen, dass die Beziehungen dadurch noch mehr an Qualität gewinnen. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!