(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. ein Tischtuch, eine (kleine Oster-) Kerze auf einem feuersicheren Untergrund, Blumen, die Bibel)

Die Texte der Lesungen finden Sie hier.

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Einleitung und Eröffnung

Manche von uns feiern auch heute in ihren Wohnungen. Wenn es dabei gelingt, dass wir - wie es im Evangelium von heute heißt - "in Jesus bleiben und er in uns", so sind wir durch diese Gemeinschaft mit ihm auch von zu Hause aus verbunden mit so vielen:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun,
  • mit jenen, die sich in der Kirche treffen,
  • mit den vielen, vielen Christinnen und Christen,
    die heute diesen Sonntag feiern und sozusagen den Lebenssaft von Jesus durch sich strömen lassen,
  • und mit allen, die schon die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind.

So dürfen wir in Seinem Namen beginnen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Stellen wir uns nun wirklich in die Gemeinschaft mit Gott und lassen wir uns in die Feier des Sonntags hineinnehmen mit dem Lied: Ich sing dir mein Lied

Besinnung

Damit wir vom Alltag durchschnaufen und mit freiem Herzen feiern können, halten wir Gott hin, was uns beschäftigt:
Was hat mich heute gefreut? Was hat mich traurig gestimmt oder mir Sorge bereitet?
Was hat mich geärgert? Was bereue ich, weil ich unachtsam oder lieblos war?
Wo habe ich diese Woche besonders eine Verbundenheit mit Gott gespürt?

[Stille, in der ich meine Gedanken ordnen und diese Woche in Gottes liebende Hände legen kann.]

Der Herr erbarme sich unser, er nehme von uns, was uns niederdrückt, was uns von Ihm und von unserer Lebendigkeit trennt, er lasse unsere Schuld nach, und führe uns einst zum ewigen Leben.

Tagesgebet

Gott,
aus deiner Kraft konnte dein Sohn Jesus zum Weinstock werden.
Er gab deine Kraft an seine Jüngerinnen und Jünger weiter.
Kräftige uns nun,
damit deine Liebe auch heute Frucht bringt.
Darum bitten wir durch Jesus, der uns von dir und deiner Liebe zu uns erzählt hat. - Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 9, 26-31)

und/oder

Lesung aus dem ersten Johannesbrief (1 Joh 3, 18-24)

Halleluja

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 15,1-8)

Predigtgedanke

Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen in dieser besonderen Zeit?
Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht helfen auch diese Gedanken:
Ein kräftiges Bildwort, das Jesus verwendet:
Einerseits brauchen die Reben die Verbindung zum Weinstock, und die pflegenden Hände des Winzers.
Auch wir brauchen die Verbindung mit Jesus, seinen Geist, sein Lebenselexier, um kraftvoll und lebendig zu bleiben, und gute Früchte zu bringen und nicht auszudorren.
Andererseits braucht der Weinstock die Reben, um die Frucht bringen zu können,
wie es in einem Gebet aus dem 14. Jahrhundert heißt: "Christus hat keine Hände, nur unsere Hände ..."
Jesus braucht dich, um in dieser Welt seine Liebe und seine Botschaft in Worten und in Taten weiterzutragen.

Daher möchten wir folgende vier Fragen für diese Woche mitgeben:

  • Was hilft mir, mit Jesus in Verbindung zu bleiben?
  • Wo kann oder konnte ich die Lebenskraft von Jesus, seinen Geist, spüren?
  • Wo merke ich mich, dass die Verbindung mit Jesus beschädigt wird?
  • Welche Früchte konnte ich in der letzten Zeit bringen - ob kleine oder große?

Fürbittgebet

Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für die anderen. Da bedarf es nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor worum wir bitten wollen. Sie können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es einfach die Namen von denen laut auszusprechen oder auf einen Zettel zu schreiben, die man Gott ans Herz legen will. Heute können wir besonders für jene bitten, die sich von der Lebenskraft abgeschnitten fühlen, und für jene, die fruchtbare Netzwerke knüpfen ...  bitten Sie einfach laut oder im Stillen für sich.

Freies Gebet und Stille

Vater Unser

Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Freundinnen und Freunden auch getan hat: Vater unser im Himmel …

Friedensgruß

Als Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern erschienen ist, hat er gesagt: "Der Friede sei mit euch." - Von ihm strömt Frieden aus. Denn so heißt es in der heutigen Lesung, dass selbst "wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz." Diesen Frieden und diese tiefe Versöhnung schenkt er heute auch uns. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es in Gedanken allen, mit denen wir uns verbunden fühlen oder mit denen Versöhnung noch aussteht.

Segen

Sie können Ihre Feier zum Beispiel mit einer Segensbitte von Sonja und David Haub beenden:

Gott, gib uns gute Worte,
damit wir von dir und deiner Botschaft erzählen.

Gib uns helfende Hände,
damit wir anpacken, wo es nötig ist.

Gib und Gemeinschaft mit dir,
damit wir reiche Frucht bringen.

So segne uns und alle, die zu uns gehören, der gütige Gott: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Schlusslied - "Wer glaubt, ist nie allein"

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