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Im Zuge der Vorbereitungen auf die Innenrenovierung der Kirche Neufünfhaus leitet uns das Vorhaben unserer Kirchengründerin von Neufünfhaus und seligen Pfarrpatronin Hildegard Burjan „damit die Menschen einen Ort haben, wo sie wieder zu Gott zurückfinden“. Betroffen von der gesellschaftlichen Polarisierung durch das politische Engagement des Priesters Dr. Ignaz Seipel wollte sie seinem religiös-sozialen Anliegen ein Denkmal setzen, durch das die Menschen wieder in der Versöhnung mit Gott zueinander finden. Der Aufruf „Kommet zu beten“ über dem Eingang der Kirche und der Appell „Lasst uns Gutes tun und nicht ermüden“ an der Balustrade der Empore – zu sehen beim Hinausgehen – fasst dieses Anliegen in kurze Worte.

Trotz der guten Absicht von Hildegard Burjan, auf das soziale Engagement und den Glauben zu blicken, entstand am Eingang der Kirche ein Denkmal, das leider den ersten Gedanken auf die unglückselige Politik der damaligen Zeit lenkt. Im Jahre 2010 hatte darum der Pfarrgemeinderat eine Zusatztafel angefügt: das ist der Text der nunmehrigen linken Tafel. Die weiteren Tafeln finden Sie hier und hier bzw. natürlich bei einem Besuch vor Ort.

Die Position des Denkmales am Eingang der Kirche führt den ersten Blick unweigerlich darauf und lässt die Gedanken um diese schwierige Verbindung von Kirche und zerstörerischer Politik kreisen. Für viele Menschen reist das Erinnerungsdenkmal immer noch Wunden auf.

Da wir glauben, dass der erste Impuls beim Näherkommen an die Kirche, das religiöse Anliegen von Hildegard Burjan sein soll, haben wir uns lange mit den Möglichkeiten einer Änderung beschäftigt. Nach vielen Gesprächen. mit dem Bundesdenkmalamt, dem Vorsitzenden der Kulturkommission des 15. Bezirks, den Caritas Socialis Schwestern u.a. sind wir zu dem Ergebnis gekommen, das Sie nun vor sich haben.

In der Hoffnung, der Absicht der Gründerin dieser Kirche zu entsprechen, beten wir: „Selige Hildegard Burjan, bitte für uns!“

Pfarrer Martin Rupprecht, Juli 2019


Dies ist der historische Text der Tafel am Eingang der Kirche Neufünfhaus,

Burjanplatz, 1150 Wien

Da wir uns als Pfarrgemeinderat entschlossen haben, eine erklärende Tafel auf dem Denkmal anzubringen, wollen wir aber den geschichtlichen Text weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Dieses Haus Gottes ist dem Gedächtnisse der beiden Kanzler den Erneuerern des österreichischen Vaterlandes Dr. Ignaz Seipel und Dr. Engelbert Dollfuss. Aus Liebesgaben des dankbaren Volkes erstanden.

Am 2. August 1932, dem Todestage Dr. Ignaz Seipels, beschloß Frau DR. HILDEGARD BURJAN als Präsidentin der ‚Sozialen Hilfe’ die Errichtung dieses Denkmales. Bis zu ihrem Tode, am 11. Juni, war das Werk durch ihre rastlose Arbeit gesichert, zur Verwirklichung gediehen. Ihre größten Helfer waren dabei Bundeskanzler DR. ENGELBERT DOLLFUSS und seine Gattin ALWINE. Nach dem Ableben der Gründerin traten beide an die Spitze des Komitees, das der ‚Sozialen Hilfe’ zur Seite stand. Ihrer tatkräftigen persönlichen Mitarbeit ist die glückliche Vollendung des Werkes zu danken. Am 28. Juni 1934 hielt Bundeskanzler DR. DOLLFUSS die Abschlußsitzung im Konferenzzimmer des fast vollendeten Baues, vier Wochen später besiegelte er mit dem Opfertod seine Treue zu Gott, Volk und Vaterland. Am 30. September 1934 wurde der Bau seiner Bestimmung übergeben. An diesem Tage fanden die beiden großen Söhne Österreichs in der Krypta dieser Kirche ihre letzte Ruhestätte. Sie legten kostbare Saat in die geliebte Heimaterde. Sie opferten all ihre hohen Gottesgaben und endlich ihr Leben dem Ringen um Freiheit, Frieden und Glück ihres Volkes.

 

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