(c) mdb_Stephanie_Gruenberger

(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. ein Tischtuch, Kerze, ein Kreuz, eine Blume, die Bibel. Den Text der Lesungen finden Sie hier.)

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Einleitung und Eröffnung
Auch heute feiern und beten wir in unseren Wohnungen.
Und mit den unsichtbaren Fäden des Gebets sind wir verbunden:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun,
  • mit den Menschen ringsum, mit denen wir Hoffnungen und Sorgen teilen.
  • mit den vielen-vielen Christinnen und Christen weltweit,
  • und mit allen, die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind
    und ihn dort schon bleibend gefunden haben.

Wir feiern heute eine doppelte Bewegung: Gott ruft uns, und er lässt sich von uns ansprechen und finden. So können wir uns jetzt ganz in seine Wirklichkeit stellen und in seinem Namen beginnen:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Anfangslied
Wir können uns durch ein Lied in die Feier des Sonntags hineinnehmen lassen. Es passt zum Thema der heutigen Lesungen und verdeutlicht einen wichtigen Bereich unserer Wirklichkeit:
Wer glaubt, ist nie allein.“ (GL 927)
(Sie können natürlich auch ein anderes Lied singen. Wenn Sie sich dafür ein Gotteslob ausborgen möchten, melden Sie sich gern in der Pfarrkanzlei.)

Besinnung
Schon ein Lied, das wir hören, singen oder mitsummen, tut uns gut; öffnen wir uns nun Gott noch mehr.
Damit wir mit freierem, offenerem und erhobenerem Herzen feiern können, halten wir Gott hin, was uns beschäftigt:
Was habe ich in der letzten Woche erlebt und getan? Was hat mich dabei gefreut?
Für welche kleinen und größeren Dinge bin ich dankbar, oder sogar stolz? Womit habe ich mich geplagt?
Was hat mich traurig gestimmt oder mir Sorge bereitet? Was hat mich geärgert?
Was ist mir auf die Nerven gegangen? Was tut mir leid? Wo war ich unachtsam oder lieblos?

[Stille, in der ich meine Gedanken ordnen und diese Woche in Gottes liebende Hände legen kann.]

Der Herr erbarme sich unser, er nehme von uns, was uns niederdrückt, was uns von Ihm und von unserer Lebendigkeit trennt, er lasse unsere Schuld nach, und führe uns einst zum ewigen Leben.

Tagesgebet:
Jesus, unser Herr, Freund und unser Bruder,
du lädst uns immer neu ein, dir zu glauben, unser Leben mit dir zu gehen und dir nachzufolgen.
Stärke unseren Glauben und mache uns zu Zeugen deines Reiches von der Liebe und vom Leben.
Darum bitten wir dich, der du lebst und liebst und wirkst jetzt und in Ewigkeit.

Lesung ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth. (1 Kor 7, 29-31)

Halleluja 

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Markus (Mk 1, 14-20)

Predigtgedanke:
Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen zurzeit? Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht hilft Ihnen auch eine dieser Gedanken und Fragen:

  • Jesus sagt auch mir: kehr um, ändere dein Denken, justiere deinen Kompass neu.
    Was will ich in meinem Denken und meinem Tun ändern?
  • Und dann der Satz, der in dieser komplizierten Zeit und der steigenden Lethargie alles andere als selbstverständlich ist: Glaube an die Frohe Botschaft! – wo gelingt mir das?
  • Was ist für mich die frohe Botschaft von der Nähe, der Liebe und vom Wirken Gottes konkret?
    Bei welchen kleinen Dingen im Alltag, oder bei welchen „Hoch-zeiten“ werde ich offen für sie?
  • Was verdeckt für mich diese Nähe Gottes? Kann ich gemäß der Empfehlung im Korintherbrief manche Wertigkeiten so ändern, dass verschiedene Lebensbereiche Gott nicht verdecken, sondern Er dort einziehen kann?
  • Wo lasse ich mich, wie die ersten Jünger, dafür einsetzen, dass diese frohe Botschaft andere Menschen erreicht und ihnen zum volleren Leben hilft? Was bin ich bereit, dafür hinter mir zu lassen?

FÜRbittgebet
Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für andere, ja letztlich für die ganze Welt.
Vielleicht gibt es konkrete Menschen aus ihrem Umfeld, für die Sie heute bitten möchten.
Oder auch Herzensanliegen in der weiten Welt, durch die Sie sich angesprochen fühlen.

 - Freies Gebet und Stille 

Vater Unser
Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Jüngerinnen und Jüngern auch getan hat: Vater unser im Himmel, …. 

Friedensgruß
Jesus hat die frohe Botschaft von der Nähe, der Liebe und dem Wirken Gottes für uns. Bei Ihm finden wir auch den Frieden, den „die Welt“ nicht geben kann. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es gedanklich allen, mit denen wir uns verbunden fühlen.

Segen
Als Abschluss Ihrer Feier können Sie angelehnt an ein Gebet von Peter Boeckholt folgende Segensbitte sprechen.

Gott,
dein Rufen ist nicht laut,
aber doch unüberhörbar;
du gibst nicht auf
du rufst immer wieder
du lässt keinen aus;
du rufst die Liebenden
du rufst die Leidenden
du rufst die Glücklichen
du rufst die Traurigen
du rufst die Reichen
du rufst die Armen
du rufst die Jungen
du rufst die Alten
du rufst die Gesunden
du rufst den Kranken 

du rufst mich!

Der du uns rufst, begleite, stärke und segne uns, du Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Als Schlusslied können Sie einen Irischen Segen anhören oder (mit)singen..

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