(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. violettes Tischtuch, Kerze, ein Kreuz, die Bibel.)

Die Texte der Lesungen finden Sie hier.

Wenn Sie den Feierablauf öffnen möchten, drücken Sie aus weiterlesen.

Einleitung und Eröffnung

Auch heute feiern und beten manche Menschen unserer Gemeinden in ihren Wohnungen.
Auch an diesem dritten Sonntag in der Fastenzeit sind wir mit unsichtbaren Fäden des Gebets verbunden:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun
  • mit jenen, die sich in der Kirche zur Heiligen Messe treffen
  • heute besonders mit jenen, die sich auch gegen Widerstand für Anliegen einsetzen,
    die ihnen heilig sind.
  • mit den vielen-vielen Christinnen und Christen weltweit
  • und mit allen, die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind.

Beginnen wir die Feier des dritten Fastensonntags
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Lied zur Einstimmung
Lassen wir uns mit dem Lied Sonne der Gerechtigkeit auf unsere heutige Feier und den heutigen Sonntag einstimmen.

(Sie können natürlich auch ein anderes Lied singen.
Wenn Sie sich dafür ein Gotteslob ausborgen möchten, melden Sie sich gern in der Pfarrkanzlei.)

Besinnung

Damit wir vom Alltag durchschnaufen und mit freiem Herzen feiern können, halten wir Gott hin, was uns beschäftigt und bitten ihn um sein Licht in unseren Herzen und unseren Gedanken:
Was hat mich heute gefreut? Was hat mich traurig gestimmt oder mir Sorge bereitet?
Was hat mich geärgert? Wo war ich unachtsam oder lieblos?
Wo habe ich mich für jemand eingesetzt? Mit welchen Widerständen hatte ich dabei zu tun?

[Stille, in der ich meine Gedanken ordnen und diese Woche in Gottes liebende Hände legen kann.]

Der Herr erbarme sich unser, er nehme von uns, was uns niederdrückt, was uns von Ihm und von unserer Lebendigkeit trennt, er lasse unsere Schuld nach, und führe uns einst zum ewigen Leben.

Tagesgebet:
Gott, dein Tempel ist nicht nur ein Haus aus Steinen.
Dein Sohn Jesus ist der Tempel, in dem du wohnst.
Und auch in uns möchtest du Wohnung nehmen.
Wir sind hier, um auf dein Wort zu hören, das uns aufbaut und anspornt.
Wir kommen zu dir, dich zu empfangen,
wandle uns in dieser Feier zu lebendigen Steinen einer Gemeinschaft,
in der wir deine Liebe erfahren. Amen.

Lesung aus dem Buch Exodus (Gen 22,1-2. 9A. 10-13. 15-18)

Lied: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 2, 13-25)

Predigtgedanke:
Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen zurzeit? Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht helfen dabei auch diese Fragen und Gedanken:

  • Jesus ist zornig, und zwar so richtig. Welche Emotionen sind in mir gerade stark?
    Welche Kraft kann ich aus ihnen gewinnen? Wie kann ich sie hilfreich einsetzen?
  • Jesus setzt sich mit Nachdruck ein.
    Für welche Sache möchte ich mich - vielleicht sogar gegen Widerstand - stark machen?
  • Einige der ganz zentralen Werte für uns Gläubige haben wir heute in den 10 Geboten gehört.
    Was sind für mich persönlich ganz wichtige Werte; für die es sich lohnt, die Stimme zu erheben?

FÜRbittgebet
In den Fürbitten können wir heute vielleicht jene Menschen besonders vor Gott bringen,
die sich mit Eifer für mehr Freiheit, Gerechtigkeit und andere wichtige Werte einsetzen.
Aber natürlich auch jedes unserer ganz persönlichen Anliegen.

 - Freies Gebet und Stille

Vater Unser
Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Jüngerinnen und Jüngern auch getan hat: Vater unser im Himmel, ….

Friedensgruß
Die heutige Lesung beginnt mit „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.“ Gott will nicht nur ein Leben in Freiheit, sondern in „Shalom“, also tiefem, innerem Frieden. Diesen Frieden möchte er uns auch heute schenken. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es gedanklich allen, mit denen wir uns verbunden fühlen.

Segen
Ihre Feier können Sie heute zum Beispiel mit dem minimal veränderten Gebetstext des Dekanates Prutz und einem Segenswunsch schließen:

Guter Gott,
du hast uns gestärkt mit deinen Worten des Lebens.
Du hast dich offenbart als der „Ich-bin-da“.
Lass uns spüren,
dass du immer mit uns bist.
Besonders wenn uns Sorgen und Leid drücken,
neige dich uns zu und hilf uns.
Sei du uns Halt und Zuversicht
und mach auch uns bereit
die Not unserer Mitmenschen zu sehen,
ihr Leiden zu erkennen
und ihnen durch Wort und Tat beizustehen.

Dazu segne uns Du, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Als Schlusslied können Sie das Segenslied „Bewahre uns Gott“ anhören oder (mit)singen.

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