(Vorschlag: Bereiten Sie sich einen schönen Feierplatz: z.B. violettes Tischtuch, Kerze, ein Kreuz, die Bibel.)

Wenn Sie den Feierablauf öffnen möchten, drücken Sie aus weiterlesen.

Einleitung und Eröffnung

Auch heute feiern und beten manche Menschen unserer Gemeinden in ihren Wohnungen.
Besonders an diesem ersten Sonntag in der Fastenzeit sind wir mit unsichtbaren Fäden des Gebets verbunden:

  • mit den anderen Menschen aus unserer Gemeinde, die das auch tun
  • mit jenen, die sich in der Kirche zur Heiligen Messe treffen
  • heute besonders mit jenen, die mit Versuchungen ringen und die nur schwarzsehen.
  • mit den vielen-vielen Christinnen und Christen weltweit
  • und mit allen, die schon in die Wirklichkeit Gottes vorausgegangen sind
    und ihn dort schon bleibend gefunden haben

Beginnen wir diesen ersten Fastensonntag
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Einstimmung
Auch wenn es schon im Feierablauf vom Aschermittwoch war,
kann uns das schlicht aber kraftvoll gesungene Lied „Bekehre uns
auf unsere heutigen Feier und den heutigen Sonntag einstimmen.

(Sie können natürlich auch ein anderes Lied singen.
Wenn Sie sich dafür ein Gotteslob ausborgen möchten, melden Sie sich gern in der Pfarrkanzlei.)

Tagesgebet:
Gott unser Vater,
du schenkst uns die heiligen vierzig Tage als eine Zeit der Umkehr und der Buße.
Gib uns durch diesen inneren Weg die Gnade, dass wir Jesus immer mehr erkennen, und die Kraft seiner Erlösungstat durch ein Leben aus dem Glauben sichtbar machen.
Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Lesung aus dem Buch Genesis (Gen 9, 8-15)

Lied: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht 

Frohe Botschaft aus dem Evangelium nach Markus (Mk 1, 12-15)

Predigtgedanke:
Lassen Sie die Worte Gottes in sich wirken und schauen Sie:
Was sagt mir Gott mit diesen Bibelstellen zurzeit? Wozu ermutigt er mich? Wozu spornt er mich an?

Vielleicht helfen dabei auch diese Fragen und Gedanken:

  • In der Lesung wird uns heute ein starkes, weltweit bekanntes Zeichen vor Augen geführt: der Regenbogen. Ganz weltlich zeigt er, dass auf Regen wieder Sonnenschein folgt. Der heutige Lesungstext deutet diese Urerfahrung auch explizit religiös: Gott schließt für immer und ewig einen Bund mit uns Menschen, dass er treu und bei uns ist.
  • In unserem Leben und auf vielen Seiten der Bibel ist klar, dass dies aber nicht heißt, dass alles nur rosa ist (es gibt kleinere und dramatische Durchkreuzungen des Lebens (ob Pandemie, Vertreibung, Beziehungskrise oder Jobverlust), Versuchung bleiben ein Thema, wir brauchen immer wieder eine Kurskorrektur „kehr um“ und sehnen uns nach Heilung und Stärkung ….)
  • Aber es ist das Versprechen, dass nicht alles schwarz ist und nie wieder alles schwarz wird, sondern das Leben für uns alle Farben des Regenbogens hat; denn Gott ist in allem bei uns.
  • Das ist die Frohe Botschaft, das „Eu –angelion“, an die wir fest glauben dürfen
  • So ist vielleicht gute Fragen für heute und diese Woche:
    Wo sehe ich – vielleicht grad auch mit der Hilfe Gottes – Farben in meinem Leben?
    Wo habe ich nach einem „Regenguss“ schon die Treue Gottes erfahren?
    Und für welche Lebensbereiche möchte ich Hoffnung daraus schöpfen?

FÜRbittgebet
In den Fürbitten können wir heute vielleicht jene Menschen besonders vor Gott bringen, die das Leben um sich aus verschiedenen Gründen vor allem dunkel erleben. .
Aber natürlich auch jedes unserer ganz persönlichen Anliegen.

 - Freies Gebet und Stille

Vater Unser
Wir haben unser Herz jetzt weit aufgemacht und an viele Menschen gedacht. Wir wünschen uns sehr, dass es ihnen allen gut geht. Wir sind mit ihnen allen verbunden, wenn wir beten, wie Jesus es mit seinen Jüngerinnen und Jüngern auch getan hat: Vater unser im Himmel, ….

Friedensgruß
Als Kurzzusammenfassung der Botschaft von Jesus haben wir im heutigen Markusevangelium gehört: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium“. Eine Frucht dieser (wieder) neuen Ausrichtung des Lebens ist tiefer Friede, den wir in der Verbundenheit mit Jesus erfahren. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens und schicken wir es gedanklich allen, mit denen wir uns verbunden fühlen.

Segen
Ihre Feier könnten Sie heute mit einem Segenswunsch schließen,
der einem alten irischen Segen folgt:

Gott gebe uns
für jeden Sturm einen Regenbogen,
für jede Träne ein Lachen,
für jede Sorge eine Aussicht
und eine Hilfe in jeder Schwierigkeit.
Für jedes Problem, das das Leben schickt,
einen Freund, es zu teilen,
für jeden Seufzer ein schönes Lied
und eine Antwort auf jedes Gebet.

Das gewähre uns der treue und lebende Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Als Schlusslied können Sie „Jesus, dein Licht“ anhören oder (mit)singen.

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