Die Interessierten an unserer Teilgmeeinde Schönbrunn-Vorpark wissen es. Die Gemeinde entstand unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg und die Kirche war aus dem Bauschutt des dort stehenden Gebäudes erbaut worden. Sie wurde im Volksmund auch Schuttkirche genannt. Damals wurde auch eine besondere Krippe gebaut, die "Schuttkrippe", die nicht mit den von uns gewohnten Figuren aufwartet sondern mit zeitgemäßen Persönlichkeiten aus der Zeit des Widerstandes gegen die NAZI-Diktatur.

Die Krippe wurde im Jahr 2019 vom Wiener Krippenbauverein restauriert. Dort wurde uns auch bestätigt, dass diese Krippe so einzigartig ist, dass sie mit nichts vergleichbar ist.

Lesen Sie hier die genaue Entstehungsgeschichte und die Bedeutung der Figuren dieser Krippe.

Kommentare   

0 #2 SchuttkrippeRupprecht M 2021-01-05 07:18
Sehr geehrter Herr Dufek!
Vielen Dank, dass sie sich mit der Krippe beschäftigt haben und uns ihre Meinung mitteilen konnten.
Es ist vollkommen richtig, dass etliche Menschen aus dem Widerstand unbekannt blieben – auch viele Österreicher.

Ich möchte ihre Gedanken aber darauf lenken, dass es sich bei dieser „Installation“ schwerpunktsmäßig wirklich um eine Krippe mit der Geburt Christi handeln soll, und nicht um eine Auflistung oder Aufstellung von „Widerstandskämpfern“. Die Grundidee, warum diese Figuren als „Weise“ dort aufgestellt sind (und das ist im Begleittext sogar mit Hinterfragung belegt) ist deren Bedürfnis, selbstständig zu denken, sich selbstständig auf den Weg zu machen, und dass ohne externer Aufmunterung oder Anleitung, und ohne nationale Interessen!
Sie sollen „Wenige von Vielen, aber trotzdem eine absolute Minderheit“ sein, sie sollen aus der ganzen gesellschaftlichen Bandbreite kommen, und sich nicht an gesellschaftliche oder nationale Gedankenwelten halten. Wir haben hier eine Frau, die etliche Sprachen sprach und in vielen Ländern mit vielen Sprachen als Beruf Menschen half (Anna Bertha Königsegg), egal welcher Nation; wir haben einen, der aus einem anderen Land kommt, sich als „Neutraler“ sich gegen eine nationalistische Diktatur stemmt, und von einer anderen inter-nationalistischen Diktatur getötet wird (Raoul Wallenberg); hier haben wir einen, der als Sudetendeutscher eine andere Nation aufgestülpt bekommt, und sich am Ende trotzdem der national passenderen Diktatur widersetzt (Oskar Schindler); und wir haben hier eine Frau, die sich jeder rassistischer, religiöser oder nationaler Zuordnung verweigert – vollkommen unwichtig, ob sie jetzt Österreicherin war oder nicht (Maria Restituta Kafka).
Für alle dargestellten Figuren, für alle dargestellten Menschen hatte im Endeffekt „ihre Nation“ keinerlei Bedeutung!
Noch einmal danke für ihr Interesse
Und mit freundlichen Grüßen
Otto Schwarzendorfer
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0 #1 Schuttkrippefranz dufek 2021-01-03 11:40
Die hier aufgestellten Widerstandskämpfer/innen verwundern. Wenn man bedenkt, dass allein im Wiener Landesgericht 600 Widerstandskämpfer/innen geköpft wurden - mit wenigen Ausnahmen Österreicher/innen, fragt man sich, wozu hier mit Scholl, Schindler, Wallenberg und Stauffenberg NIchtösterreicher "verewigt" sind. An österreichischen Pendents, die Widerstand gegen das Naziregime leisteten, ist wahrlich kein Mangel.
MfG
Franz Dufek
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