Der Weg begann in ihrer Heimat Bad Gleichenberg. Der tägliche Stundenmarsch zur Schule hat sich tief eingeprägt und gelehrt, dass im Leben nichts von nichts kommt. Es braucht Anstrengung und Hingabe, um etwas zu erreichen. 1967 heiratete sie ihren Mann, der im Jahr 2000 verstorben ist.

Eigentlich kam Luise „erst“ vor ca. 20 Jahren in die Pfarre Schönbrunn-Vorpark. Frau Donner hat sie mitgenommen, was an den Hl. Andreas erinnert, als er Jesus traf, und sagte: „Wir haben den Messias gefunden. Und er führte ihn zu Jesus“. Es ergaben sich bald viele Aufgaben: Jemanden in die Kirche mitnehmen, Kerzenverkauf, Blumenschmuck, den Rosenkranz vorbeten. Luise hat all das gerne und mit Hingabe gemacht. Später hat sie begonnen, den Kranken die Hl. Kommunion zu bringen. Dabei wurde dieser Dienst oftmals eine Begleitung auf der letzten Wegstrecke.

Um das Jahr 2008 hat Luise begonnen, den Mesnerdienst zu übernehmen. Mit Hingabe, akribisch, voll Freude und Ehrgeiz verrichtete sie alle anfallenden Arbeiten pünktlich und treu. Es war ihr großer Schmerz, dass sie vor einem Jahr diese Arbeiten nicht mehr ausführen konnte. So gerne hätte sie noch mehr für die Gemeinde tun wollen. Es kam anders: Spital, Pflegewohnheim.

Luise war oft mit sich selbst unzufrieden. Vergessenes im Gottesdienst hat sie als eigenen Fehler angesehen. In den letzten Wochen, als sie sich nicht mehr äußern konnte, als sie nur mehr still da lag, als sie von der Nacht der Demenz umhüllt wurde, da hatten wir das Gefühl, dass sie einfach Zeit braucht, um Vergangenes zu verarbeiten. In den letzten Stunden aber wurde ihr besorgter und selbst zweifelnder Gesichtsausdruck friedlicher. Am Ende schien es so, als ob sie mit sich ins Reine gekommen wäre, als ob sie nun Frieden mit sich gefunden hatte.

Wir danken von Herzen allen, die Luise begleitet, besucht, umsorgt haben. Andrea war bis zuletzt die Person ihres Vertrauens und hat sich liebevoll um sie gekümmert. Besonderer Dank gilt auch den Pflegern und Schwestern im Pflegewohnheim Rudolfsheim-Fünfhaus! Diese haben unsere Luise bis zuletzt fürsorglich betreut und in der Stunde des Abschiedes den Rosenkranz mit ihr gebetet. „… bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen“.

Vielen Dank und Vergelt’s Gott Luise!

Deine Pfarrgemeinde Schönbrunn-Vorpark

Parte

 

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