Im Zeitalter der Glücksforschung kommen immer mehr Studien zu dem Ergebnis, dass eine Haltung der Dankbarkeit glücklich macht.

Menschen, die im Bewusstsein leben, dass nicht alles, was sie sind und haben, ihr eigenes Verdienst ist, sind glücklichere Menschen. Sie wissen sich beschenkt von ihren Mitmenschen und von Gott. Genauso wie es an einem Tag 1000 Gründe geben kann, um sich zu ärgern, gibt es vom Aufwachen bis zum Schlafengehen 1000 Gründe, um dankbar zu sein.

 

Viele Menschen in unserem Kulturkreis leben aus dem Gefühl des Mangels. Allgegenwärtige Werbung suggeriert uns dieses Gefühl: Sei unzufrieden mit dem, was du hast. Je größer der Überfluss, desto bedürftiger scheinen wir Menschen zu werden. Auch im Blick auf Kinder fällt mir das auf: Oft geht es im Gespräch über Kinder nicht darum, welche Bereicherung sie in unser Leben bringen, sondern was Eltern alles nicht mehr machen können, wie eingeschränkt sie durch die Kinder sind.

Meist wird die eigene fehlende Dankbarkeit erst dann bewusst, wenn wir von Krankheit, Leid oder Tod anderer hören oder wenn uns selbst etwas widerfährt, das den Alltag durchkreuzt und Selbstverständlichkeiten über den Haufen wirft.  Ein Hexenschuss: „Au, wie das schmerzt! Ach, bin ich arm!“ Ich bemitleide mich selbst, bis mir bewusst wird, dass ich bisher noch selten dafür gedankt habe, dass mein Körper täglich Unglaubliches leistet.

Eine gute Möglichkeit um Dankbarkeit einzuüben ist ein „Danke-Tagebuch“, in das man täglich einträgt, wofür man heute dankbar ist. Das Geschriebene kann man auch in Zeiten, in denen man keinen Grund zum Danken findet, hernehmen, um sich zu erinnern und Kraft zu tanken.

Ich lade Sie ein, es die kommende Woche zu versuchen: Notieren Sie sich jeden Tag, wofür Sie dankbar sind!

Nächste Woche werde ich einen weiteren Impuls zum Einüben der Dankbarkeit geben.