• schoenbrunnvorparkaussen.jpg
  • neu5hausbanner.JPG
  • rudolfsheim.jpg
  • Hauptbanner.jpg
  • stantonheader.jpg
  • rudolfsheimbanner.jpg
  • schoenbrunninnen.jpg

Ich bin Endale Haile Fereja, ein franziskanischer Kapuzinermönch aus Äthiopien. Ich erhielt das Geschenk der Berufung zum Ordensleben, als ich 13 Jahre alt war.

Von da an durchlief ich verschiedene Stufen der Ordensausbildung, Postulat, Noviziat, dann drei Jahre philosophisches Studium in meinem Land und vier Jahre theologische Studien an der Katholischen Universität von Ostafrika, Nairobi, Kenia. Nach Abschluss meines Theologiestudiums wurde ich zum Priester geweiht und diente in verschiedenen Aufgabenbereichen. Nach drei Jahren Dienst wurde ich zum weiteren Studium nach Rom geschickt, wo ich mich an der Gregorianischen Universität auf Kirchengeschichte spezialisierte.

Nachdem ich in Rom meinen Magister gemacht hatte, kehrte ich nach Äthiopien zurück und wurde zum Direktor der Hauptseminare, Dozent und Bibliothekar zugleich ernannt. Nach drei Jahren, während ich weiterhin als Dozent tätig war, erhielt ich eine neue Aufgabe als Sekretär der Kapuzinerprovinz in Äthiopien.

In der Zwischenzeit hatte ich immer den Wunsch, meine Studien weiter zu vertiefen und auch eine neue Erfahrung zu machen, am liebsten außerhalb von Äthiopien. Nach drei Jahren als Sekretär bekam ich dank der Erzdiözese Wien ein solches Angebot: Die Erzdiözese Addis hatte durch Pater Petros Berga, Pastoralkoordinator in der Erzdiözese Addis Abeba, mit der Erzdiözese Wien hergestellt.

Die Initiative der Erzdiözese Wien, bei der Ausbildung von Priestern aus Afrika, Asien und Lateinamerika zu helfen, hat nun zum ersten Mal Äthiopien erreicht, und ich bin der Nutznießer dieser großen Chance.

Die Erzdiözese Wien unterstützt nicht nur die Priester bei ihrer Hochschulausbildung, sondern setzt sich auch dafür ein, dass die Gläubigen mit unterschiedlichen Traditionen, die in Österreich, insbesondere in Wien, leben, die Möglichkeit haben, die Liturgie in ihren Sprachen und Riten zu feiern.

Äthiopien, als eines der ältesten christlichen Länder, hat seinen eigenen Ritus, (Äthiopischer Ritus) auch Ge'ez-Ritus genannt. Katholische Äthiopier, die hier in Wien leben, haben also jetzt einen Priester, der sich um ihre geistlichen Bedürfnisse in ihrem eigenen Ritus und ihrer eigenen Sprache kümmern kann.

Ich bin neu in Wien und die Dinge sind anders, als ich es gewohnt bin. Aber ich mochte schon immer Herausforderungen, weil sie einem helfen zu wachsen. Ich hoffe, dass ich im Laufe der Zeit dadurch in verschiedenen Aspekten des Lebens wachsen werde.

Nach meinem Deutschkurs werde ich voraussichtlich mein Doktoratsstudium an der Universität Wien beginnen.

In der Zwischenzeit ist die Lebenserfahrung, die ich hier in der Pfarre Hildegard Burjan mache, eine ganz andere interessante Erfahrung. Es ist herzerfrischend zu sehen, wie die heiligen Messen, die jeden Tag gefeiert werden, sich sichtbar in dem Tisch manifestieren, der jeden Tag und besonders montags mit den Armen geteilt wird. Viele bedürftige Menschen kommen, um an dieser Teilung teilzunehmen. Es ist ein kleines Begegnungszentrum der Menschheit, unabhängig von Hautfarbe, Ethnie oder Religion. Die Freiwilligen, die bereit sind, ihren Dienst zu leisten, sind Menschen mit einem starken Glauben – einem Glauben, der sagt: "Ich bin der Hüter meiner Brüder und ich bin der Hüter meiner Schwestern".

Während ich weiter die Sprache lerne und mich an die Situation anpasse, habe ich das Gefühl, dass das Beste noch vor mir liegt. Ich hoffe, dass ich am Ende meiner Mission hier viele Erfahrungen haben werde, die ich schätzen und mit anderen teilen kann.

Danke an Martin Rupprecht, den Pfarrer und Verantwortlichen für die verschiedenen Aktivitäten in der Pfarre, der mich hier willkommen geheißen und beherbergt hat. Danke an alle, die unermüdlich daran gearbeitet haben, dass der Kontakt zwischen den beiden Erzdiözesen zustande kommt. Lassen Sie uns gemeinsam in ein so schönes Abenteuer gehen, das Abenteuer der Liebe, die alle Geschöpfe miteinander verbindet, und diese Liebe ist Gott.


I am Endale Haile Fereja, a Franciscan Capuchin friar from Ethiopia. I received the gift of vocation to religious life when I was 13 years old.

From there I went through different stages of religious trainings, Postulancy, Novitiate, then three years of philosophical study in my country and four years of theological studies in the Catholic University of Eastern Africa, Nairobi, Kenya. Upon completing my theological studies I was Ordained Priest and served in different areas of responsibilities. After three years of service, I was sent to Rome for further studies, specializing in Church history at the Gregorian University.

After fishing my master degree, in Rome I went back to Ethiopia and I was assigned to be the director of Major Seminaries, Lecturer and Librarian at the same time. After three years, while continuing to be a lecturer, I was given a new assignment as the secretary of the Capuchin Province in Ethiopian.

In the meantime I always desired to deepen my studies further and also get a new experience, preferably outside of Ethiopia. After three years of service as a secretary, thanks to the Archdiocese of Vienna, such offer was given to me through the contact the Archdiocese of Addis has created with the Archdiocese of Vienna, in the Person of Father Petros Berga, who is Pastoral Coordinator in the Archdiocese of Addis Ababa.

The initiative taken by the Archdiocese of Vienna to help train Priests from Africa, Asia and Latin America has finally reached Ethiopia for the first time and I am the beneficiary of such great chance.

Besides helping the Priests for their higher education, the Archdiocese of Vienna is also committed to facilitate for the faithful, with different traditions, who live in Austria, particularly in Vienna, get the chance of celebrating the liturgy in their languages and rites.

Ethiopia, being one of the ancient Christian countries, has its own rite, (Ethiopian Rite) also called the Ge’ez Rite. Catholic Ethiopians who are living here in Vienna, therefore, now have got a Priest who can take care of their spiritual needs in their own rite and language.

I am new to Vienna and things are new from what I am used to, however I always liked challenges because challenges help one to grow and as time unfolds I hope to grow through challenges in various aspects of life.

After doing my German language course I expect to begin my doctoral studies at the University of Vienna.

In the meantime, the life experience I am having here at the Parish of Hidegard Burjan is another interesting experience all together. It is heart-uplifting to see the Holy Masses celebrated every day in various hours, are manifested visibly in the table that is shared to the poor every day and in particular on Mondays. Many needy people come to take part in this sharing. It is a mini meeting center of humanity regardless of colour, race or religion. Those volunteers who are ready to render service are persons of strong faith – faith that says ‘I am my brothers’ keeper and I am my sisters’ keeper’.

As I continue to learn the language and adapt myself to the situation, I feel the best is yet ahead to come. I hope at the end of my mission here I will have many experiences to treasure and share with others.

Thank you father Martin Rupprecht, the Parish priest and responsible person for all the various activites in the Parish who welcomed and hosted me here. Thank you all who worked tirelessly to make the contact between the two Archdioceses come to a reality.

Let us journey together in such beautiful adventure, the adventure of love which unites all creatures together and that Love is God.